Kanzleramt erstrahlt ab 2028 in Platin-Ausführung

von WiKa (qpress)

Kanzleramt erstrahlt ab 2028 in Platin-AusführungK®anzlereck: Billig war gestern! In Zeiten des Niedergangs soll wenigstens das güldene Haupt der “Replik” weltweit glänzen, so will es die hoffentlich bald einmal Altkanzlerin Merkel. Neben der Festung Bundestag, mit der sich die edlen Volksvertreter vor einem zudringlichen Souverän zu schützen gedenken, braucht es weiteren Protz für das Kanzleramt. Schließlich ist es ein würdevolles Zeichen für das Wohlergehen des niedergehenden Deutschland unter dem Merkel-Protektorat. Mit der aktuellen Lage und dem Seuchenregime hat die Administration fix noch den Turbo zugeschaltet.

Dazu passen die Berichte zur Erweiterung des Bundeskanzleramtes phantastisch in die Landschaft. Das sollte dem Volk neue Hoffnung geben und Mut machen. Obgleich die Planungen schon vor der Krise ihren unheilvollen Lauf nahmen, können sie erst dieser Tage die bundesdeutschen Gemüter erheitern. Morning Briefing: Über 600 Millionen Euro: Neubau des Bundeskanzleramtes sorgt für Kopfschütteln[web.de]. In dem verlinkten Artikel hat sich Gabor Steingart an der Thematik abgearbeitet und den abzusehenden “Kostenblock” würdevoll analysiert.

Ein Deutschland der Superlative

Sehr anschaulich wartet der Autor mit allerhand vergleichenden Fakten auf, die man nicht alltäglich zu Gesicht bekommt. Sie lassen jedem deutschen Hartz-IV Bezieher das Herz höher schlagen und die Brust schwellen. Soviel soziales Geschwür bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Schauen wir mal rein: Das Bundeskanzleramt ist heute mit 25.347 Quadratmetern Nutzfläche die größte Regierungszentrale der westlichen Welt. Wir sind und bleiben ein Land der Superlative. Es ist damit rund achtmal größer als das Weiße Haus, zehnmal größer als Downing Street No. 10 und dreimal größer als der Élysée-Palast in Paris. Wer sonst sollte sich so etwas auch leisten können, wenn nicht die Deutschen?

Bis 2028 soll auf der gegenüberliegenden Seite der Spree ein wenig angebaut werden, so hat es das Merkel-Grusel-Kabinett beschlossen und so wird es werden. Nach dem kleinen Anbau wird zukünftig von einem 50 ha großen Areal aus (50.000 m2) das Volk dominiert, ähm … Verzeihung … regiert. Und weil das genau so ist, ist es aus Sicht der Herrschaft selbstverständlich kein Prunkbau, sondern lediglich ein nüchterner Zweckbau. Nur die Kosten sprechen da eine etwas andere Sprache, aber solls, wir haben es ja.

Zukunftsinvestitionen mit Grips in Prestige

Kanzleramt erstrahlt ab 2028 in Platin-AusführungDas anfänglich auf 400 Mio. € taxierte Gewerk wird inzwischen schon um die 600 Mio. € gehandelt. Alles Tarnung, denn unter einer Mrd. Euro wird es ein unansehnliches Behelfsheim bleiben. Es darf als gesichert gelten, das diese Marke spätestens bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung erreicht werden kann. Dabei darf man sich auf vergleichbare, kostenexplodierende Projekte verlassen. Um den Betrachter nicht informativ im Regen stehen zu lassen, sei hinzugefügt, dass der Regierungssitz “innerhalb der Bundesregierung eine Solitärstellung” inne hat, deshalb darf der “Neubau nicht unter das architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramtsgebäudes absinken”. Das hört sich wie ein Öffner für sämtliche Geldschleusen an.

Mit bislang geplanten 18.529 Euro pro Quadratmeter geradezu ein wahres Schnäppchen. Selbst für 12 bis 15 Kinder entsteht noch eine notdürftige Bleibe in Form eines Kindergartens. Die Beherbergung Flüchtlinge ist allerdings nirgends in dem Projekt vorgesehen. Der Kindergarten erst gibt dem Projekt die unverzichtbare familiäre Note, die einen Sozialstaat kennzeichnet. Dafür stehen allerdings nur 2,8 Mio. Euro zur Verfügung. Im Rest der Republik würde man für rund 200.000 Euro pro Platz jedem einzelnen Kind sogleich ein ganzes Haus errichten. Aber in Regierungskreisen geht es eben doch viel bescheidener zu, da müssen sich die armen Kinder die raren 266,5 m² in Muttis Nähe noch teilen.

Von der neuen 250 m² Kanzlerbehausung wollen wir hier erst gar nicht anfangen zu schwärmen. Auf galante Art und Weise wird so das alte “Kohlosseum”, liebevoll auch Waschmaschine genannte Trümmerfeld, nun endgültig zum “Merkel Dir das Gedenkstein”. Wer noch reizvollere Details benötigt, der sehe doch einfach in die herzzerreißende Beschreibung des Gabor Steingart, die weiter oben verlinkt ist. Das alles erinnert ein wenig an gute alte französische Zeiten, wo schon immer das Motto galt, “Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen”, wem auch immer, außer Merkel, dieses Zitat zuzuschreiben ist.

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4 Kommentare

  1. devil…600Mille sind geplant,wie wir in Jahrzehnten leidvoll erfahren mussten,kosten solche Projekte jedoch mindestens das doppelte dessen was veranschlagt war.

    Last but not least kommt Deutschlands Regierung also doch noch zu seiner Ruhmeshalle die Hitler verwehrt blieb. 

  2. Wieso wird das jetzt in Auftrag gegeben? Merkel ist bis 2028 ganze 74 Jahre alt und mit Sicherheit nicht mehr Kanzlerin. Sicher auch aus gesundheitlichen Gründen. Wer will wirklich ins neue Germania einziehen? Söder der bayerische Sonnenclown? Naja, ein zweites Neu Schwanstein in Berlin käme auch etwas deplatziert daher.

    Die haben alle einfach einen Sockenschuss und zwar einen ganz gehörigen.

    • Auf den Wahn folgt nur noch Größenwahn? Jawoll!
      Heute schon 8 mal größer als das Weiße Haus. LANGT NICHT?
      Wir müßen noch in Russland einmarschieren, Zwiebelprinzip nicht vergessen!
      Hahaha! Werten wir all diese momentanen Informationen als positives Omen.
      Das geht nicht mehr lange gut.
      Irgendwann kommen sie, die Männer in den weißen Kitteln.
      Oder die mit den grünen Anzügen.
      "Kommen Sie mal mit…wir helfen Ihnen. Sie brauchen nicht zu Zittern.“

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