Können wir der WHO vertrauen?

Von F. William Engdahl (theblogcat)

http://www.williamengdahl.com/englishNEO2Apr2020.php

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO

Die einflussreichste Organisation der Welt mit nomineller Verantwortung für globale Gesundheits- und Epidemiefragen ist die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen, WHO, mit Sitz in Genf. Nur Wenige kennen die tatsächlichen Mechanismen ihrer politischen Kontrolle, die schockierenden Interessenkonflikte, die Korruption und den Mangel an Transparenz, die die Organisation durchdringen, die ein unparteiischer Führer bei der Bewältigung der aktuellen COVID-19-Pandemie sein sollte. Das Folgende ist nur ein Teil dessen, was an die Öffentlichkeit gelangt ist.

Die Ausrufung der Pandemie

Am 30. Januar erklärte Tedros Adhanom, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation der UNO, einen internationalen Gesundheitsnotstand (Public Health Emergency of International Concern, PHIEC). Dies geschah zwei Tage, nachdem Tedros in Peking mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammengetroffen war, um den dramatischen Anstieg schwerer Fälle eines neuartigen Coronavirus in Wuhan und Umgebung zu besprechen, der dramatische Ausmaße angenommen hatte. Bei der Ankündigung seiner dringenden PHIEC-Erklärung lobte Tedros die chinesischen Quarantänemaßnahmen. Maßnahmen, die im Bereich der öffentlichen Gesundheit höchst umstritten sind und noch nie zuvor in der Neuzeit mit ganzen Städten, geschweige denn Ländern, versucht wurden. Gleichzeitig kritisierte Tedros seltsamerweise andere Länder, die Flüge nach China blockieren wollten, um die seltsame neue Krankheit einzudämmen, was zu der Anklage führte, dass er China zu Unrecht verteidige.

Die ersten drei Fälle in Wuhan wurden offiziell am 27. Dezember 2019, einen ganzen Monat zuvor, gemeldet. In allen Fällen wurde eine Lungenentzündung durch eine „nueartige“ oder neue Form des SARS-Coronavirus diagnostiziert. Wichtig zu erwähnen ist, dass die größte Bewegung von Menschen in diesem Jahr, das chinesische Mond-Neujahrs- und Frühlingsfest, bei dem rund 400 Millionen Bürger im ganzen Land umziehen, um mit Familien zusammenzukommen, vom 17. Januar bis zum 8. Februar stattfand. Am 23. Januar um 2 Uhr morgens, zwei Tage vor Beginn der eigentlichen Neujahrsfeierlichkeiten, erklärten die Behörden von Wuhan eine beispiellose Abriegelung der gesamten Stadt von 11 Millionen Menschen ab 10 Uhr morgens an diesem Tag. Bis dahin waren Hunderttausende, wenn nicht sogar mehrere Millionen Einwohner in Panik geflohen, um der Quarantäne zu entgehen.

Als die WHO am 30. Januar den gesundheitspolitischen Notstand von internationaler Bedeutung erklärte, waren bereits wertvolle Wochen verloren, um die Krankheit einzudämmen. Dennoch lobte Tedros überschwänglich die „beispiellosen“ Maßnahmen der Chinesen und kritisierte andere Länder dafür, dass sie die Chinesen „stigmatisierten“, weil sie die Reisetätigkeit einschränkten.

In Bezug auf die Ausbreitung von Wuhan-COVID-19 und warum die WHO es nicht als Pandemie bezeichnete, erklärte der WHO-Sprecher Tarik Jasarevic: „Es gibt keine offizielle Kategorie (für eine Pandemie)… Die WHO verwendet nicht das alte System der 6 Phasen – das von Phase 1 (keine Berichte über Tiergrippe, die Infektionen beim Menschen verursacht) bis zu Phase 6 (eine Pandemie) reichte – das einigen Menschen vielleicht von H1N1 im Jahr 2009 bekannt ist“.

Dann verkündete Tedros Adhanom am 11. März in einer Kehrtwendung zum ersten Mal, dass die WHO die neuartige Coronavirus-Krankheit, die jetzt in COVID-19 umbenannt wurde, als „globale Pandemie“ bezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt gab die WHO an, dass es mehr als 118.000 Fälle von COVID-19 in 114 Ländern gab, mit 4.291 Todesfällen.

Die gefälschte Pandemie der WHO von 2009

Nach einem früheren Fiasko und Skandal der WHO im Jahr 2009 über ihre Erklärung einer globalen Pandemie wegen der „Schweinegrippe“ oder H1N1, wie sie genannt wurde, beschloss die WHO, den Begriff Pandemie fallen zu lassen. Der Grund dafür ist bezeichnend für die in der WHO-Institution endemischen Korruption.

Nur wenige Wochen vor den ersten Berichten im Jahr 2009, dass ein kleines mexikanisches Kind in Veracruz mit einem neuartigen H1N1-„Schweinegrippe-Virus“ infiziert wurde, hatte die WHO die traditionelle Definition von Pandemie stillschweigend geändert. Es war nicht länger notwendig, dass eine gemeldete Krankheit in vielen Ländern extrem weit verbreitet und extrem tödlich oder schwächend sein musste. Sie muss nur weit verbreitet sein, wie die saisonale Grippe, wenn die „Experten“ der WHO eine Pandemie ausrufen wollen. Die H1N1-Symptome der WHO waren die gleichen wie bei einer schweren Erkältung.





Als die damalige WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan offiziell den globalen Pandemie-Notstand der Phase 6 ausrief, löste dies nationale Notfallprogramme aus, in deren Rahmen die Regierungen angebliche H1N1-Impfstoffe in Milliardenhöhe kauften. Am Ende der Grippesaison 2009 stellte sich heraus, dass die durch H1N1 verursachten Todesfälle im Vergleich zur normalen saisonalen Grippe sehr gering waren. Dr. Wolfgang Wodarg, ein auf Pneumologie spezialisierter deutscher Arzt, war damals Vorsitzender der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Im Jahr 2009 forderte er eine Untersuchung zu angeblichen Interessenkonflikten im Zusammenhang mit der Reaktion der EU auf die Schweinegrippe-Pandemie. Auch das niederländische Parlament fand heraus, dass Professor Albert Osterhaus von der Erasmus-Universität in Rotterdam, der im Zentrum der weltweiten Schweinegrippe-Pandemie H1N1 Influenza A im Jahr 2009 als Schlüsselberater der WHO in Sachen Influenza stand, in einer intimen Position war, um persönlich von den Milliarden Euro an Impfstoffen zu profitieren, die angeblich gegen H1N1 gerichtet waren.

Viele der anderen wissenschaftlichen Experten der WHO, die Dr. Chan rieten, eine Pandemie auszurufen, erhielten direkt oder indirekt Geld von Big Pharma, darunter GlaxoSmithKline, Novartis und andere große Impfstoffhersteller. Die WHO-Erklärung zur Schweinegrippe-Pandemie war eine Fälschung. In den Jahren 2009-10 gab es weltweit die mildeste Grippe, seit die Medizin begann, das zu verfolgen. Die Pharmariesen nahmen dabei Milliardenbeträge ein.

Nach dem Pandemie-Skandal 2009 hörte die WHO auf, die 6-Phasen-Pandemie-Erklärung zu verwenden, und wandte sich der völlig vagen und verwirrenden „Public Health Emergency of International Concern“ zu. Nun aber beschlossen Tedros und die WHO willkürlich, den Begriff Pandemie wieder einzuführen, wobei sie allerdings einräumten, dass sie noch dabei sind, eine neue Definition des Begriffs zu schaffen. Der Begriff „Pandemie“ löst mehr Angst aus als der Begriff „Public Health Emergency of International Concern“.

Interessenkonflikte in der Wissenschaftlichen Beratergruppe der WHO (SAGE)

Trotz der riesigen Interessenkonflikt-Skandale 2009-10, die Big Pharma mit der WHO verbinden, hat die WHO unter Tedros heute wenig getan, um Korruption und Interessenkonflikte auszuräumen.

Die derzeitige Wissenschaftliche Beratergruppe der WHO (SAGE) besteht aus Mitgliedern, die „finanziell bedeutende“ Gelder entweder von großen Impfstoffherstellern oder von der Bill and Melinda Gates Foundation (BGMF) oder dem Wellcome Trust erhalten. Im letzten Posting der WHO hatten von den 15 wissenschaftlichen Mitgliedern der SAGE nicht weniger als 8 per Gesetz ihre potentiellen Interessenskonflikte erklärt. In fast allen Fällen gehörten die Bill and Melinda Gates Foundation, Merck & Co. zu den bedeutenden finanziellen Geldgebern dieser 8 SAGE-Mitglieder. (MSD), die Vaccine Alliance GAVI (eine von Gates finanzierte Impfstoffgruppe), das BMGF Global Health Scientific Advisory Committee, Pfizer, Novovax, GSK, Novartis, Gilead und andere führende Pharma-Impfstoffunternehmen. Soviel zur unabhängigen wissenschaftlichen Objektivität bei der WHO.

Gates und die WHO

Die Tatsache, dass viele Mitglieder der SAGE von der WHO finanzielle Verbindungen zur Gates Foundation haben, ist sehr aufschlussreich, wenn auch nicht überraschend. Heute wird die WHO in erster Linie nicht von den Regierungen der UN-Mitgliedsländer finanziert, sondern durch eine so genannte „öffentlich-private Partnerschaft“, in der private Impfstofffirmen und eine Gruppe der von Bill Gates gesponserten Einrichtungen dominieren.

Im letzten verfügbaren Finanzbericht der WHO für den 31. Dezember 2017 wurde etwas mehr als die Hälfte des Budgets des Allgemeinen Fonds der WHO in Höhe von mehr als 2 Milliarden Dollar von privaten Spendern oder externen Agenturen wie der Weltbank oder der EU bereitgestellt. Die bei weitem größten privaten oder nichtstaatlichen Geldgeber der WHO sind die Bill and Melinda Gates Foundation zusammen mit der von Gates finanzierten GAVI Vaccine Alliance, dem von Gates initiierten Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM). Diese drei stellten der WHO mehr als 474 Millionen Dollar zur Verfügung. Allein die Bill and Melinda Gates Foundation stellte der WHO satte 324.654.317 Dollar zur Verfügung. Zum Vergleich: Der größte staatliche Geber der WHO, die US-Regierung, stellte der WHO 401 Millionen Dollar zur Verfügung.





Zu den weiteren privaten Spendern gehören die weltweit führenden Impfstoff- und Arzneimittelhersteller, darunter Gilead Science (das derzeit darauf drängt, dass ihr Medikament zur Behandlung von COVID-19 zugelassen wird), GlaxoSmithKline, Hoffmann-LaRoche, Sanofi Pasteur, Merck Sharp und Dohme, Chibret sowie die Bayer AG. Die Arzneimittelhersteller spendeten der WHO im Jahr 2017 zig Millionen Dollar. Diese private Unterstützung der Impfstoffindustrie für die WHO-Agenda durch die Gates Foundation und Big Pharma ist mehr als ein einfacher Interessenkonflikt. Es handelt sich de facto um eine Übernahme der UN-Agentur, die für die Koordinierung der weltweiten Reaktionen auf Epidemien und Krankheiten zuständig ist. Darüber hinaus investiert die Gates Foundation, die mit rund 50 Milliarden Dollar die größte Stiftung der Welt ist, ihre steuerfreien Dollars in dieselben Impfstoffhersteller wie Merck, Novartis, Pfizer und GlaxoSmithKline.

(Anm.d.Ü.: Für Merck arbeitete bspw. der Ehemann der „Wissenschaftsjournalistin“ Mai Thi Nguyen Kim)

Vor diesem Hintergrund ist es keine Überraschung, dass der äthiopische Politiker Tedros Adhanom 2017 Chef der WHO wurde. Tedros ist der erste WHO-Direktor, der kein Mediziner ist, obwohl er darauf besteht, Dr. als Titel zu führen. Er ist Doktor der Philosophie im Bereich der kommunalen Gesundheit für „Forschung zur Untersuchung der Auswirkungen von Staudämmen auf die Übertragung von Malaria in der Region Tigray in Äthiopien“. Tedros, der bis 2016 auch Außenminister Äthiopiens war, traf Bill Gates, als er äthiopischer Gesundheitsminister war und Vorstandsvorsitzender des mit Gates verbundenen Globalen Fonds gegen HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria wurde.

Unter Tedros haben die berüchtigte Korruption und die Interessenkonflikte bei der WHO angehalten, ja sogar zugenommen. Einem kürzlich erschienenen Bericht der Australian Broadcasting Corporation zufolge wurde in den Jahren 2018 und 2019 unter Tedros das WHO-Gesundheitsnotfallprogramm, jene Sektion, die für die globale Reaktion auf COVID-19 verantwortlich ist, mit der höchsten Risikoeinstufung zitiert, wobei „die unzureichende Finanzierung des Programms und der Notfalloperationen [riskiert], dass die Ergebnisse auf Länderebene nicht angemessen geliefert werden“. Der ABC-Bericht stellte ferner fest, dass es auch „einen Anstieg der internen Korruptionsvorwürfe in der gesamten Organisation gegeben hat, wobei mehrere Mauscheleien aufgedeckt wurden, die darauf abzielten, große Summen von Geldern der internationalen Organisation zu veruntreuen“. Nicht sehr beruhigend.

Anfang März stellte die Universität Oxford die Verwendung der WHO-Daten zu COVID-19 ein, da die WHO sich weigerte, wiederholte Fehler und Unstimmigkeiten zu korrigieren. Die WHO-Testprotokolle für Coronavirus-Tests wurden wiederholt von verschiedenen Ländern, darunter Finnland, wegen Fehlern und falsch-positiven und anderen Defekten zitiert.

Dies ist die WHO, der wir jetzt vertrauen, dass sie uns durch die schlimmste Gesundheitskrise des vergangenen Jahrhunderts führen wird.

 

F. William Engdahl ist strategischer Risikoberater und Dozent, er hat einen Abschluss in Politik von der Princeton University und ist ein Bestseller-Autor über Öl und Geopolitik, exklusiv für das Online-Magazin „New Eastern Outlook“.

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2 Kommentare

  1. So etwas sollte in jeder Schule, in Geschichte gebracht werden, dann gäbe es nicht so viele bekloppte Lemuren Schau dir "Der Faschismus ist zurück: Kaufland listet Starkoch Attila Hildmann aus | Heilpraktiker abgeschaltet" auf YouTube an https://youtu.be/OOTu6_oTB7c

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