Grünes Gewölbe: Menetekel für Deutschland?

Von Daniel Matissek (politonline)

Ist der Milliardenraub von Dresden auch ein Gleichnis für das, was mit Deutschland geschieht? Bezogen auf die Politik könnte man mit gewissem Doppelsinn sogar formulieren: Deutschland IST ein »grünes« Gewölbe – mit allen Folgen. Ich habe mir eben die Live-Pressekonferenz zum Dresdner Kunstraub im Grünen Gewölbe angetan und viel über Prioritätensetzung im besten Deutschland aller Zeiten gelernt. Unersetzliche Kunstschätze werden mit Sicherheitsmaßnahmen bewacht,

die offenbar auf dem Stand der Nachkriegszeit oder bestenfalls des Arbeiter- und Bauernparadieses stehengeblieben sind: Ein brennendes Trafohäuschen, Stromausfall, kein ausgelöster physischer Alarm: Stattdessen werden vom Wachdienst, offenbar eher zufällig, kleinwüchsige Eindringlinge auf dem Monitor registriert. Obwohl die im Gebäude anwesenden Sicherheitskräfte bewaffnet sind, setzt man lieber auf Deeskalation: »Das Menschenleben geht immer vor«, erklärt die Generalsekretärin der Sammlungen, Marion Ackermann.

Eine Stadt, die sich schon vor einem Jahr zum sicheren Hafen für Seenotrettung erklärt hat, riskiert für Profanitäten wie läppische Edelsteine im Wert von einigen Milliarden Euro doch nicht die körperliche Unversehrtheit von Räubern; sogar im Dunkeldeutschland Sachsen hat man begriffen: auch (mutmaßlich ausländische) Diebesbanden sind kostbare Menschenleben. Also wird, wie bei jedem Hinterhofeinbruch bei Hempels, auch hier ganz gewöhnlich per 110 die Polizei verständigt; bis sie am Tatort erscheint, dauert es, Halle läßt grüßen, über 5 Minuten. Im Behördendeutsch nennt man diese Zeitspanne heutzutage unverzüglich. Da ist der Coup natürlich schon vorbei; in der Luft liegt noch Benzingeruch, möglicherweise vom ersten Fluchtwagen. Der zweite steht in einer Tiefgarage in der Kötzschenbrodaer Straße in Flammen.

Die Täter – und mit ihnen der unwiederbringliche Staatsschatz August des Starken inklusive antiker Schmuck-Unikate – sind über alle Berge.

Was bleibt, ist wenige Stunden später eine vertrottelt dreinblickende Stammel-Runde von Polizei, Staatsanwaltschaft, Museumsverwaltung und Kulturpolitik, die sich in der Pressekonferenz den ungläubigen Fragen der versammelten Journalisten stellt und wortreich zu erklären versucht, dass dem Sicherheitskonzept zufolge nach diesem Einbruch doch eigentlich gar nichts passieren dürfen hätte – dass hier alles richtig gemacht worden sei.

In ihre Gesichter malt sich dieselbe Ratlosigkeit und Verlegenheit, die Politiker bei allen anderen Fanalen des Sicherheitsversagens der jüngeren Geschichte an den Tag legten, etwa nach dem Breitscheidplatzanschlag, nach den Fällen Maria Ladenburger oder Mia Valentin: Es ist die Agonie des zusammengebrochenen Weltbilds, des erschütterten Urvertrauens, der jähen Konfrontation mit einer Normalität, die man jahrein jahraus stets nur als populistische Hysterie, als aufgebauschte, statistisch unwahrscheinliche und keinesfalls den Regelfall abbildende Ausnahmeerscheinung abtut, und zu der man ansonsten eher abstrakte Bezüge pflegt.

Die kriminelle Wirklichkeit paßt nicht zu dem vom Staat propagierten optimistischen Menschenbild; und so sieht auch das Land, das sich seit Jahren zurückgehender Wohnungseinbrüche und (entgegen jeder Wahrnehmung der Bevölkerung) angeblich konstant sinkender Verbrechenszahlen rühmt, seine Kulturgüter nicht in Gefahr. Und genau deshalb ist der epochale Milliardenraub von Dresden auch ein Gleichnis für das, was mit Deutschland, ja mit dem abendländischen Europa insgesamt geschieht: Seine Schätze und Werte sind überall in Gefahr, nicht nur in Gestalt von Diamantencolliers, geschliffener Brillanten oder gefaßter Smaragde.

So dilettantisch, gleichgültig, unzureichend, stiefmütterlich wie im Grünen Gewölbe deutsches Kulturgut geschützt wird, so werden unsere Traditionen, Wertvorstellungen und unsere Identität insgesamt gegen äußere Bedrohungen geschützt.

Das Mantra es wird schon nichts passieren, keinen Fingerbreit der Panikmache, aber auch die Gleichgültigkeit gegenüber der kulturellen, wirtschaftlichen und ideellen Selbstaufgabe und Ausplünderung haben ganz Deutschland längst in dieselbe Situation versetzt, in der die Staatlichen Kunstsammlungen Dresdens gerade sind: Kostbares geht dahin.

Der politische Islam ist landauf landab auf dem Vormarsch, die Einheimischen werden in immer mehr Städten zur Minderheit, Deutsch wird in immer mehr Flecken der Landkarte zur Fremdsprache, es halten zunehmend kulturfremde Ernährungs- und Kleidersitten (wenn nicht -vorschriften) Einzug, Schlüsseltechnologien wandern in chinesische Hand, die einstigen Spitzenpositionen in Bildung und Technologie gleichen sich langsam, aber sicher denen von Schwellenländern an.

Die Wertschätzung für die Juwelen und Kostbarkeiten Deutschlands im übertragenen Sinne – also für all das, was dieses Land einst ausmachte und groß werden ließ – ist bereits auf dem Nullpunkt. Und dementsprechend gewichtet sind auch die Vorkehrungen zu seinem Schutz.

Die öffentlichen Sicherheitskonzepte sind so wirksam wie die im Grünen Gewölbe. Bezogen auf die Politik könnte man mit gewissem Doppelsinn sogar formulieren: Deutschland IST ein grünes Gewölbe, mit allen Folgen. [1]





Anmerkung politonline d.a.

Es ist dies der zweite grosse Raub innerhalb kurzer Zeit. Noch ist nicht bekannt, wem der Einbruch in Dresdens Grünes Gewölbe anzulasten ist. Was jedoch den Raub der grössten Goldmünze der Welt, die im März 2017 aus dem Berliner Bode-Museum in Berlin gestohlen wurde, betrifft, so geht dieser auf das Konto von Mitgliedern des Remmo-Clans, die vor allem in Berlin, Essen und Bremen leben. Es stehen vier angeklagte Araber vor Gericht, doch die Münze selbst bleibt verschwunden. Der Wert der 1 Kilo schweren Goldmünze namens Big Maple Leaf, von der weltweit nur wenige Exemplare existieren und die das Bild von Königin Elizabeth II. zeigt, wird mit rund 3,75 Millionen € veranschlagt.

In Berlin richteten sich zuletzt mehrere Großrazzien der Polizei gegen den Remmo-Clan: Nicht ohne Grund, denn die Remmos werden mit mehreren spektakulären Kriminalfällen der organisierten Kriminalität in Verbindung gebracht. So wurde Toufic Remmo wegen eines Raubs auf eine Sparkasse zu einer Haftstrafe verurteilt, bei dem die Täter mehr als 9 Millionen € Beute machten. Die aus dem Libanon stammende Familie stand erst vor kurzem erneut im Mittelpunkt einer Razzia, bei der die Ermittler 77 Immobilien und Grundstücke im Wert von 10 Millionen € beschlagnahmten.

Einem Bericht der Jungen Freiheit zufolge »läßt sich genaue Anzahl der Clans in Berlin nur schwer bestimmen. Einige Ermittler sprechen von rund 12 Familien mit bis zu 9.000 Mitgliedern, wobei fünf bis sieben Familien regelmäßig ins Visier der Behörden geraten würden. Die Familien kamen während des libanesischen Bürgerkriegs in den 80er Jahren nach Deutschland und zogen in die günstigen Viertel der Hauptstadt – nach Kreuzberg, Wedding, Moabit oder Neukölln. Der Großteil von ihnen lebte schon im Libanon als Flüchtlinge, weil sie als arabisch-kurdische Minderheit aus der Türkei oder als Palästinenser aus Israel geflohen waren«.

Auch in diesem Zusammenhang ist das sich endlos wiederholende Muster des Fehlschlags von Abschiebungen ersichtlich: »Die Asylanträge der Familien wurden in der Bundesrepublik abgelehnt, eine Abschiebung erfolgte in der Regel aber nicht, weil nach der Genfer Konvention eine Abschiebung in ein Land, in dem Gefahr für das Leben wegen Gruppenverfolgung besteht, unzulässig ist. Weil die Lebensbedingungen in ihrer Heimat unattraktiver sind als die in Deutschland, bewegte die ehemaligen Flüchtlinge nichts dazu, in ihr Land zurückzukehren. Hierzulande verharrten sie am Rand der Gesellschaft. Ihre in der Heimat zur Normalität gehörende Clanstruktur verfestigte sich. Als später gemäß der gesetzlichen Altfallregelung die Integration in die Mehrheitsgesellschaft möglich geworden wäre, verblieben sie dennoch, wo sie waren: Abgeschottet in einer Parallelgesellschaft mit eigenen Regeln, in der man bevorzugt untereinander heiratet.« [2]

Man kann ruhig anfügen, dass nicht nur den arabischen Clans, sondern insgesamt jedem Flüchtling diese günstige Konstellation in allen Details bekannt ist; daher wird sich die Flutung unseres Kontinents auch dementsprechend fortsetzen ….

So hält ja auch der Mitherausgeber des englischen Spectator, Douglas Murray, in seinem Buch zur Migration Der Selbstmord Europas – Immigration, Identität, Islam folgendes fest: »Aber die europäischen Politiker durften nicht zugeben, was jeder Migrant, der das Mittelmeer überquert hatte, wußte, und was allen Europäern ebenso klar war: Wer es nach Europa schaffte, blieb auch«.

Ebenso deutlich hat es EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos erklärt: »Aber wir müssen ehrlich sein: Die Migration als Phänomen wird in Zukunft bleiben, die Frage wird nie darin bestehen, wie dies zu stoppen ist, sondern wie es zu managen ist«.

Ganz sicherlich dürfte er kaum mehr in der Lage sein, auf das wie eine Antwort zu geben …….

 

[1] https://www.mmnews.de/politik/134652-gruenes-gewoelbe-menetekel-fuer-deutschland   28. 11. 19 Von Daniel Matissek via FB
[2] JUNGE FREIHEIT 47/17 vom 17. November 2017
Du bist nichts, der Clan ist alles – Organisierte Kriminalität: Die Netzwerke arabischer Großfamilien in der Hauptstadt weiten sich aus – Von Björn Harms

 

Wandere aus, solange es noch geht!

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