Brot und Wahlen

Nur die Lottoquote ist schlechter

Autor: Uli Gellermann (rationalgalerie)

Die Lotto-Gesellschaft ist fair und warnt ihre Spieler immer wieder: „In der Gewinnklasse 1 beträgt die Chance (auf einen Treffer) rund 1:140 Millionen“. Obwohl die Normalsterblichen bei den Bundestagswahlen seit Jahren nichts mehr gewonnen haben, versuchen sie es immer. Auch wenn in der Wahl-Lostrommel immer wieder dieselben Nieten zu finden sind.

Die Ampel-Krise wird immer tiefer

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wollen 55 Prozent der Befragten vorgezogene Bundestagswahlen. Diese verzweifelte Hoffnung zeigt sich auch in einer anderen Umfrage, nach der 60 Prozent ein negatives Urteil über die aktuelle Bundesregierung fällen. Die Ampel-Krise wird immer tiefer.

Der Russe wars!

Dass so viele Bürger die Ampel ablehnen, ist angesichts der deutschen Medien schon erstaunlich. Denn wer in den Nachrichtenwald die Frage nach der Ursache für die Energiekrise, der Grundlage der Wirtschaftskrise, reinruft, dem schallt diese Antwort entgegen: „Haupttreiber der Energiekrise 2022/2023 sei der Ukraine-Krieg“. Kurz: Nicht die Regierung, der Russe wars! Noch origineller ist der Tip der Europäischen Zentralbank: „Die Inflation ist jetzt hoch, da sie letztes Jahr so niedrig war“.

Schwierigkeiten, die Realität zu erkennen

Dank einer hermetischen Medienfront, die den Eindruck von Demokratie erweckt, haben die Deutschen große Schwierigkeiten, die Realität zu erkennen. Bei den meinugsbildenden Talkshows sind immer die gleichen Figuren. Wie der Branchendienst Meedia in seinem jährlichen Rückblick aufzeigt, kam 2021 Gesundheitsminister Lauterbach auf 29 Auftritte in den Sendungen „Anne Will“, „Maischberger. die woche“, „Hart aber fair“ und „Maybrit Illner“. Damit liegt er vor FDP-Finanzminister Christian Lindner mit 14 Auftritten und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) mit 11 Auftritten. Da die Shows kaum nachfragen, sondern die „Experten“ primär hofieren, betonieren sie primär das, was die Konsumenten des öffentlich-rechtlichen Systems ohnehin zu wissen glauben.

Mit der objektiven Realität kaum zu tun

Hinweise auf die intellektuelle Lage der Volksvertreter gibt Minister Robert Habeck. Er hat erkannt: „Wir sind umzingelt von Wirklichkeit“. Ja, die Realität kann ganz schön gemein sein. Deshalb basteln die Mehrheitsmedien regelmäßig an einer Fiktion, die wie Wahrheit aussieht, aber mit der objektiven gesellschaftlichen Realität kaum zu tun hat. So werden die Wahlergebnisse längst vor den Wahlen hergestellt: Das Nachrichtenbrot besteht aus gedroschenem Stroh, die Wahlen sind ein abgekartetes Spiel.

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Wenn die von den Medien-Huren gesteuerte Masse endlich mal begreifen würde, , dass sie mit ihrer Stimmabgabe zukünftig nur Ärger ins Haus holen, ließe es sich leichter leben. 

Ob schwarz, rot, gelb, grün, blau, lila, rosa oder so, ist alles der gleiche Sumpf – bis auf ganz wenige Ausnahmen versteht sich. Wie oben bereits gesagt: „Wahlen sind ein abgekartetes Spiel.“

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