Grüne – Die Doppelmoral hat eine Farbe

von Thomas Röper (anti-spiegel)

Wir sind es ja gewöhnt, dass bei den deutschen Parteien Wahlversprechen, Wahlprogramme und Slogans oft nichts mit der Realität zu tun haben. Aber am deutlichsten wird es bei den Grünen, wie das Beispiel Fracking zeigt.

Die Grünen sind derzeit nach einigen Umfragen die beliebteste Partei in Deutschland, sie reiten auf der Welle der Fridays for Future und bei den Europawahlen bekamen sie kräftige Unterstützung durch das Rezo-Video aus dem Ströer-Konzern. Auch die deutsche Presse feiert den Höhenflug der Grünen.

Aber wie sieht es aus, wenn man die schönen Worte der Grünen mit dem vergleicht, was sie umsetzen und für welche Gesetze sie stimmen?

Öffentlich sind die Grünen gegen Fracking, gegen russisches Gas durch Nord Stream 2 und gegen Fracking-Gas aus den USA. Im Februar gab Katrin Göring-Eckardt der „Welt“ ein Interview, in dem sie sagte:

„Wir Grünen waren schon immer gegen Nord Stream 2. Das Projekt war von Anfang an falsch. Es bindet uns mit zusätzlichen Abnahmeverpflichtungen auf Jahrzehnte an noch mehr russisches Gas“

Die Grünen sind demnach gegen Nord Stream 2, das ist nicht neu. Sie wollen sich nicht „auf Jahrzehnte“ an russisches Gas binden. Gilt das auch für Gas insgesamt? Katrin Göring-Eckardt dazu in dem Interview:

„Es gibt keine Notwendigkeit, russisches Gas durch amerikanisches Fracking-Gas zu ersetzen. Wir brauchen es nicht.“

Eine deutliche Aussage. Und sie fügte hinzu:

„Wir steigen aus der Kohle aus und subventionieren den Import einer fossilen Energie, deren CO2-Bilanz nicht besser ist als die von Kohle? Das ist doch absurd. Das soll die Bundesregierung lassen. Zumal die bestehenden LNG-Terminals in der EU bei Weitem nicht ausgelastet sind“

Wir halten fest: Die Grünen sind gegen Erdgas in jeder Form, egal, ob aus Russland oder den USA. Und eine Subventionierung des teuren Fracking-Gases aus den USA lehnen sie erst recht ab.

Auch Fracking selbst finden die Grünen – zu recht – schrecklich. So schrecklich, dass sie sogar einen Antrag in den Bundestag eingebracht haben, der den Titel „Fracking verbieten und keine Erdgasbohrungen in Schutzgebieten zulassen“ trug.

So weit so klar. Aber wie sieht es aus, wenn es um Entscheidungen geht?

Die Grünen sind auch weiterhin strikt gegen Nord Stream 2. Aber beim viel umweltschädlicheren und teureren Fracking-Gas zeigen sie sich in aller Stille erstaunlich flexibel. Am 7. Juni wurde die „Verordnung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Aufbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland“ vom Bundesrat verabschiedet. Dort werden Netzbetreiber verpflichtet, ihre Gasnetze an die neuen Flüssiggas (LNG) Terminals anzuschließen, die in Norddeutschland gebaut werden sollen.

Und alle Bundesländer, in denen die Grünen in der Regierung sind, haben der Verordnung zugestimmt. Sie haben damit den Weg frei gemacht für amerikanisches Fracking-Gas, das sie laut Frau Göring-Eckardt „absurd“ finden. Wie geht das zusammen?

Für die Grünen ist Fracking also nur dann schlimm, wenn es in Deutschland stattfindet, wenn es woanders auf der Welt gemacht wird, ist es ihnen egal. Sie retten die deutsche Umwelt, indem sie für teueres Frackinggas sind, dass die Umwelt in den USA und anderen Ländern schwer schädigt.





Wenn es den Grünen tatsächlich um die Umwelt ginge, könnten sie für die Zeit, die Deutschland noch auf Gas angewiesen ist, russisches Gas unterstützen. Aus Sicht der CO2-Emissionen ist es egal, welches Gas man verbrennt, aber das russische Gas kommt recht umweltfreundlich ohne Fracking aus dem Boden, während die USA mit Fracking in riesigen Landstrichen ihr Grundwasser vergiften.

Und wie war das bei Frau Göring-Eckardt mit der „zusätzlichen Abnahmeverpflichtungen auf Jahrzehnte“ für Gas?

Werden LNG-Terminals und Gasnetze etwa gebaut, um nur zwei oder drei Jahre in Betrieb zu sein? Nein, allein die Bauzeit ist länger als drei Jahre. Die Terminals werden gebaut, um dann Jahrzehnte lang in Betrieb zu sein und Gas nach Deutschland zu pumpen, ansonsten würden sich die Investitionen gar nicht rechnen.

Frau Göring-Eckardt stellte ja auch ganz richtig fest, dass die bestehenden LNG-Terminals in Europa nicht ausgelastet sind. Das ist höflich ausgedrückt, die Auslastung liegt bei kaum 30%. Der Grund ist einfach: Warum sollte man Fracking-Gas aus den USA kaufen, wenn das russische Gas um ein knappes Drittel billiger ist? Daher sind die USA ja so vehement gegen Nord Stream 2, wenn die Pipeline gebaut wird, können sie die EU als Markt für ihr Fracking-Gas vergessen.

Gott sei Dank können wir uns freuen, dass Frau Göring-Eckardt uns mitgeteilt hat, dass die Grüne auf keinen Fall für neues US-Fracking-Gas sind. Und gegen Subventionen dafür sind die Grünen erst recht. Das verspricht jedenfalls Frau Göring-Eckardt .

Aber wie passt es ins Bild, dass die Grünen dann im Bundesrat für die entsprechende Verordnung gestimmt haben? Die braucht man doch nur, wenn man Flüssiggas Terminals bauen will. Und die rechnen sich bei 30% Auslastung nur mit Subventionen. Aber Subventionen wollen die Grünen doch gar nicht.

Die Grünen lullen die Deutschen mit schönen Worten ein und stimmen gleichzeitig für das exakte Gegenteil davon, was sie allen versprechen.

So dreist ist keine andere Partei, die brechen ihre Versprechen erst etwas später, die Grünen brechen ihre Versprechen schon während sie sie machen. Und das war nur ein Beispiel von vielen für die Doppelmoral der Grünen, die allen in schönen Worten alles versprechen und das exakte Gegenteil umsetzen. Und mit ein wenig Rezo und Friday-Gehüpfe lässt sich die Jugend in Deutschland von dieser Partei an der Nase herumführen und wählt sie auch noch.

Gerade heute hat der Spiegel berichtet, dass die Grünen ein Klimaschutzprogramm vorgestellt haben, das die Friday-Kids freuen wird:

„Die Grünen wollen für den Klimaschutz den Treibhausgas-Ausstoß beim Autofahren und Heizen um 40 Euro pro Tonne Kohlendioxid (CO2) verteuern. Zugleich soll die Stromsteuer so gut wie abgeschafft werden und jedem Bürger pro Jahr ein „Energiegeld“ von 100 Euro gezahlt werden. Der Staat solle mit diesem CO2-Preis keine zusätzlichen Einnahmen bekommen. Das sieht ein Programm für den Klimaschutz vor, das die Grünen vorstellten.“

Klingt gut, oder? Und so schön sozial, denn man kann dort auch lesen:

„Das Modell sei sozial ausgewogen, weil Menschen mit geringerem Einkommen in der Regel weniger Energie verbrauchten – etwa wegen kleinerer Wohnungen und Autos.“

Sozial ausgewogen?

Wenn ein Kleinverdiener in seiner Zwei-Zimmerwohnung mehr für Strom und Benzin zahlen soll, dann merkt er das deutlich im Geldbeutel. Der reiche Mensch in seiner Villa merkt aber gar nicht, dass er ein paar Euro mehr bezahlt. Und die 100 Euro „Energiegeld“ soll der Reiche auch noch bekommen.

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Reiche, ich gönne jedem, was er hat. Aber eine „linke“ Partei, als die die Grünen sich verkaufen, sollte die Finanzierung solcher Programme doch eher so gestalten, dass die Armen nicht mehr bezahlen und die Reichen nicht noch Subventionen bekommen. Oder habe ich beim Thema „soziale Politik“ irgendwas falsch verstanden?

Die Grünen unterstützen also die US-Frackinggas-Industrie mit deutschen Subventionen für LNG-Terminals, damit die Deutschen mehr für Strom und Heizung bezahlen. Und wenn sie „Klimaschutzprogramme“ auflegen, dann lassen sie die Ärmsten im Land die Rechnung bezahlen.

Denken Sie darüber vor der nächsten Wahl doch mal nach…

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Wandere aus, solange es noch geht!

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Grüne – Die Doppelmoral hat eine Farbe
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8 Kommentare

  1. Volks-Verräter überall, mögen sie irgendwann für ihre Lügen und die vorsätzlichen Verletzungen der Menschenrechte, Gesetze, … zur Rechenschaft gezogen werden –

    dabei wäre das mit den Energiepreisen für die Verbraucher wirklich einfach zu regeln,

    mal ganz egal, wo die herkommen (Russland wäre das intelligenteste und natürlichste und … – zudem könnte man auch Verträge für jeweils 1 Jahrzehnt abschliessen, …).

    Jeder Haushalt bekommt, pro dort lebendem Mensch, eine anständige ausreichende Strombasisleistung z.B. 2500kWh/Jahr für 1 Menschen, jeder weitere 1000kWh/Jahr mehr, die zu einem günstigen ehrlichen Preis geliefert wird (ebenso für Trinkwasser auch durchzudenken).

    Danach steigen die Preise exponentiell an, wer viel Strom verschwendet zahlt halt eben einfach im Verhältnis viel mehr dafür, je mehr Verbrauch, desto teurer wird das Vergnügen UND dies muss auch für Firmen gelten und der sogenannte Emissionshandel und auch die Subventionen MÜSSEN aufhören, sonst geht es eben einfach immer so weiter.

    Solange wir keinen Strom aus Raumenergie oder einer anderen unweltschützenden und erneuerbaren Quelle haben hier auf der Erde für alle zugängig, so lange sollten wir eben auch Strom sparen und bewusst damit umgehen, …

    liebe Grüße
    und immer ein kühles Glas selbstgemachte Zitronenlimondade zur Hand

    • " Danach steigen die Preise exponentiell an, wer viel Strom verschwendet zahlt halt eben einfach im Verhältnis viel mehr dafür, je mehr Verbrauch, desto teurer wird das Vergnügen " …

        Eine interessante Idee! Allerdings, warum sollten die Energiekonzerne und der Staat darauf verzichten, ab der ersten Kilowattstunde Strom, m³ Gas oder Liter Benzin, so richtig zuzulangen? Wahrscheinlich werden Konflikte sogar provoziert, um die Energiepreise oben zu halten.

       

  2.  Es ist sünd´ und schad´, daß diese schöne Farbe, vor allem, was ihre Symbolik betrifft, so mißbraucht wurde und wird!

     Für was alles steht nicht Grün? Frühling, Wachstum, Potenz (Scherz 🙂 ), das Leben an sich, zumal in unseren Breiten! Wenn alles wieder ergrünt, da lebt das Herz auf und wir "Nordischen" werden wieder zu ganz neuen Menschen!

     Ob Gras oder Blätter, wenn die Natur wieder erwacht, beginnt der Kreislauf des Lebens wieder neu (empfundenermaßen)! Kein Wunder, daß jene sich gerade diese Farbe herausgesucht haben!

    • Und welche Farbe dann? Selbst Kackbraun wäre eine Beleidigung für jeden Misthaufen.
      Ist "Unsichtbar" auch eine Farbe? Transparent wäre mir zu undurchsichtig.
      Fatima Roth schon wieder! (2Min.) Das kann alles nicht wahr sein.

      Währenddessen im Freibad gehen 400 Pigmentierte aufeinander los, die Polizei wird der Lage kaum Herr, schließt dann aber den kompletten Betrieb, und die Presse schreibt: Das liegt halt an der Hitze. Genau wie hier, Kieler Woche: 80 Straftaten, 90 Platzverweise…aber nur an den ersten paar Tagen! Das liegt eben am guten Wetter.
      Da fuchtelt man nunmal gerne mit Messern rum und zieht anderen Flaschen über den Kopf,
      wenn die grüne Sonne lacht! Geht es Euch nicht auch immer so? Katastrophe. Katastrophe…

  3. Annalena: "Merkel zittert nur wegen dem Klimasommer"…ahaha..haha…ha. Aha.
    Dann wird Fatima´s Warze wohl also auch bald platzen? Oder wird Eiter ebenfalls im Netz gespeichert?
    Und warum darf KGE eigentlich Göring heißen? Die Frauenkirche wurde doch von Nazi´s zerstört
    (hat sie wirklich gesagt). Wann geht Anton zum Friseur?

    Glaube, ich gehe auch zu den Grünen. Kann man sicher viel Spaß haben und noch Einiges lernen.
    Über´s Koksen, Kotzen, Kinderfi….und so. Deutsche sind schließlich Nichtmigranten, mehr nicht.
    Aber im Ernst: Ich halte die mittlerweile nicht mehr nur für strunzdoof, sondern für saugefährlich
    (weitere Zitate).

  4. Leider werden die Grünen nie mehr verschwinden. Sie werden sich anpassen und zur Not in andere Parteien eintreten. Schily kam zur SPD. Er wäre später auch in der CDU zu Hause gewesen. Und da ist Kretschman ohnehin bereits angekommen. Diese unangenehmen Gestalten adaptieren sich da, wo die Kohle herkommt und es Pöstchen gibt. Ohnehin sind die Grünen nur angepinselt. Innen sieht es ganz anders aus. Und ihr Faible für das Naziregime in Kiew sagt schon alles.

  5. Die Grünen wollen halt mit den großen Hunden pinkeln gehen, können aber das Bein nicht heben. Diese gehypte Sekte wird auch ganz schnell wieder in der Versenkung verschwinden, wenn sie als Werkzeug nicht mehr gebraucht werden.

    KGE lebt wahrscheinlich nach dem Motto: "Ich lese keine Anleitung, ich drücke Knöpfe bis es klappt."

    Na dann.

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