Ausblick 2015: DAX, Dollar, Gold (Teil 2)

Teil 1

Die Gold-Unze wird unter 1000 Dollar fallen

„Die Gold-Unze wird unter 1000 Dollar fallen“, so sind sich die Experten sicher. Sie  sehen das Edelmetall nach einer kurzen Gegenbewegung sogar bis auf 938 Dollar je Unze fallen, was einem Rückschlagspotenzial von nicht weniger als 22 Prozent entspricht (Quelle).

Es ist nicht auszuschließen, dass die Charttechnik-Experten der Credit Suisse in naher Zukunft bzgl. des Goldpreises einen Volltreffer landen. Wenn sie genügend physisches Gold in den Schließfächern ihrer Kunden für Leerverkäufe zur Verfügung haben, mag diese Prognose vielleicht zutreffen. Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis, dass viele marode Banken die Einlagen ihrer Kunden, sei es Papiergeld oder Sachwerte wie Gold oder Silber, verzocken.

Mit Vorliebe wird von den Banken der Gold- und Silberpreis nach unten geredet. Dollar-Finanzoligarchen blasen ins gleiche Horn, weil sie sich um ihre Dollar-Milliarden fürchten, die sich bei einem Dollar-Crash zum Großteil in Luft auflösen könnten.

Geldmenge M3 und Goldpreis in Euro

Die Geldmenge M3 hat sich in der Eurozone von 1980 bis Anfang 2013 in etwa verzehnfacht. Von einer Billion Euro auf knapp 10 Billionen Euro.

(Quelle)

Hierzu einige Auszüge aus dem Buch „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“:

„Im Januar 2002, als der Euro in zwölf EU-Mitgliedsstaaten als staatliches Zwangsgeld zum offizielen Zahlungsmittel erklärt wurde, betrug die Geldmenge M3 in der Eurozone rund 5,4 Billion Euro. Im Juni 2012 waren es knapp 10 Billionen Euro. Eine Verdoppelung in nur zehn Jahren. Von der Tendenz her hat sich der Goldpreis ähnlich entwickelt wie die Geldmenge M3.

Am 6. September 2012 hat der EZB-Chef Mario Draghi mit den Aufkäufen von Staatsanleihen durch die EZB klar zu verstehen gegeben, dass er nicht beabsichtigt, die Geldmenge M3 in der Eurozone zu verringern. Ganz im Gegenteil. Als Befehlsempfänger von Goldman Sachs verfolgt er die gleiche Geldpolitik wie die FED: Geld drucken ohne Ende.

Diese vermehrte Geldorgie wird früher oder später zu einer Inflation im zweistelligen Bereich führen. Die EZB als angeblicher Währungshüter steckt spätestens dann in einer Zwickmühle. Bei einer ausufernden Inflation ist sie praktisch gezwungen, die Leitzinsen zu erhöhen. Dieser Schritt würde aber den hochverschuldeten Staaten große Probleme bereiten. Die EZB und die FED haben schon längst ihr Pulver verschossen.

Eine Inflationsrate im zweistelligen Bereich ist zwar in naher Zukunft nicht zu erwarten, aber sie könnte schneller eintreten als zu vermuten ist. Die Gold- und Silberpreise werden sich aller Voraussicht nach der Inflationsrate nach oben hin anpassen. Neue Höchststände bei Gold und Silber scheinen bei dieser expansiven Geldpolitik nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Für alle Zentralbanken bzw. Staaten gilt Gold als Wertaufbewahrungsmittel, als eine Art Notgroschen vor Währungsturbulenzen. Vor allem aber ist Gold eine Absicherung gegenüber dem Misstrauen von Papierwährungen, die wie oben beschrieben, stetig inflationieren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Gold in einem neuen Weltwährungssystem eine bedeutende Rolle spielen könnte. Neues Weltwährungssystem? Hat der US-Dollar als Weltleitwährung ausgedient? Das weltweite Vertrauen in den US-Dollar schwindet von Tag zu Tag. Die USA können zwar Dollars ohne Ende produzieren und ihre Gläubiger mit Zinszahlungen bedienen, aber wenn die Kaufkraft seit Jahrzehnten schwindet, wird der Zeitpunkt kommen, an dem der Dollar kollabieren wird. Eine mögliche Variante wurde oben bereits dargestellt.“

Es ist bekannt, dass die Produktionskosten für eine Unze Gold bei etwa 1.300 USD liegen. Das hat verschiedene Gründe und es ist anzunehmen, dass die Kosten für die Förderung von Gold in Zukunft vermutlich weiter zunehmen werden.

Aktienmärkte

Die Aktienmärkte sind wegen der Geldspritzen der Zentralbanken aufgeblasen. Diese Finanzspritzen sind nichts anderes als Drogen für die Finanzjunkies. Werden diese Drogen eines Tages nicht mehr zur Verfügung stehen, wird es für die geldsüchtigen Finanzjunkies ein böses Erwachen geben. Von sogenannten Börsengurus hört man immer wieder den Begriff „Anlagenotstand“. Damit soll den Kleinanlegern suggeriert werden, dass der Aktienmarkt die einzige Anlagealternative ist, zumal viele Aktien weit oberhalb der jetzigen Zinsen eine stattliche Rendite abwerfen.

Das mag bei Aktien in höheren Segmenten (z.B. beim DAX) durchaus zutreffen, aber was nützt einem Aktienbesitzer eine jährlichen Rendite von vielleicht fünf und mehr Prozent, wenn die Aktienblase z.B. aufgrund einbrechender Unternehmensgewinne (Russland-Sanktionen, bevorstehender weltweiter Konjunktureinbruch …) platzt und die Aktienmärkte um zwanzig oder mehr Prozent einbrechen?

Macht es in der jetzigen Situation (vermehrte geopolitische Kriegsherde, Immobilienblase, weltweite Schuldenberge) nicht mehr Sinn, weniger auf Renditejagd zu gehen als eine Vermögenssicherung anzustreben? Mit Aktien jedenfalls ist eine Vermögenssicherung nicht gewährleistet.

Bei Gold und Silber gibt es natürlich auch keine Vermögenssicherungsgarantie, aber bei einer anziehenden Inflation, die früher oder später auf uns zukommen wird, schützt Gold und Silber vor Kaufkraftverlust. Und sollte es in naher Zukunft zu Währungsturbulenzen (Schuldenschnitt, Währungsabwertung, -reform) kommen, sind die ältesten Weltwährungen Gold und Silber ein guter Schutz vor Vermögensverlust.

Die USA haben Angst

Mehr dazu demnächst in Teil 3

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