Wirtschaftsweisen rechtfertigen Wirtschaftswaisen

Diese Realsatire ist einfach nur köstlich. Schon der erste Satz ist ja sowas von real! Und so geht es munter weiter im Text. Viel Spaß!

von WiKa (qpress)

Wirtschaftsweisen rechtfertigen Wirtschaftswaisen Armutszeugnis: Materieller Reichtum ist der ideale Nährboden für geistige Armut und Empathielosigkeit. Natürlich ist es unerhört, wenn man so etwas laut äußert. Auf die Idee, dass in unserer Welt grundlegend etwas massiv schief läuft, kann man zwar recht schnell kommen, aber wir blenden es lieber aus. Zumeist, weil uns dank üppiger Gehirnwäsche für besagte bessere Welt allein schon die Ideen abgehen. Die Lenker dieser Welt sind die Nutznießer dieses abwegigen Kurses. Dafür machen sie sich dann auch die Mühe des Lenkens.

Warum sollten sie also etwas daran ändern wollen? Die Leidtragenden haben da aus gutem Grund nicht sonderlich viel zu melden. Sie, die „Leid-tragenden“ leisten nichts oder halt zu wenig, also taugen sie nichts und auf Taugenichtse hören … na wo kämen wir denn da hin? Ausschließlich die „Verwertbarkeit“ der Menschen, ist der Maßstab der Dinge. Immaterielle, geistige oder gar spirituelle Werte taugen da rein gar nichts. Schließlich lassen die sich nicht gegen Bares oder bilanzierbare Gewinne vermarkten.

Am Ende produziert diese Vorgehensweise immer mehr abgehängte „Wirtschaftswaisen“. Und um genau die zu rechtfertigen, haben sich die Wirtschaftsweisen mal wieder richtig ins Zeugs gelegt. Pläne von SPD und Grünen 💰 Wirtschaftsweise gegen Abschaffung von Hartz IV[SpeiGel auf Linie]. Da geben sie sich größte Mühe, zu erklären, warum es wichtig ist, den massiven Druck auf die Menschen eher zu erhöhen als ermäßigen. Und alle, die bereits angepasst in dem Hamsterrad Dienst tun, stimmen ihnen, wegen des Neid-Faktors erbarmungslos zu.

Im Vordergrund steht die Verwertbarkeit

Wirtschaftsweisen rechtfertigen WirtschaftswaisenDie schnellste Logik dazu ist: Wenn die Menschen hernach immer noch nicht verwertbar werden (also produktiv) und sei es auch nur durch Mini-Mini-Jobs, dann werden sie halt krank (gemacht) und leisten so zumindest indirekt noch Umsatz- und Ertragsdienste im Bereich der „Gesundheitsindustrie“. Hier als zu behandelnde „Objekte“. Das kann man wieder hervorragend abrechnen und macht in der Masse erkleckliche Gewinne. Die wiederum kommen denen, die es entscheiden, mittels fetter Dividenden zugute. Grund Genug hier keinerlei Änderungen zu dulden.

Es ist wichtig, bei etwaigen Zukunftskonzepten, das Thema Automatisierung weitgehend auszublenden. Die Arbeit wird zwar insgesamt mehr, aber nicht für die Zweibeiner, sondern für die Automaten. Erst wenn die menschliche Arbeitskraft kalkulatorisch dem Automaten wieder das Wasser abgraben kann, wird es wieder interessanter dafür Menschen einzusetzen statt in Automaten zu investieren. Sowas lässt sich auch dadurch befördern, dass man einfach Massen von Menschen importiert und so die „Stückkosten“ für einen Lohnsklaven weiter drastisch reduziert.

Ohne Druck auf die Masse wird es der Elite mulmig

Genau an der Stelle wäre nun eine Alimentierung der Menschen, ohne damit verbundene ruinöse Zwänge, völlig kontraproduktiv. Die Zwänge müssen erhalten bleiben, sodass sich das „zweibeinige Nutzvieh“ auch tatsächlich dem harten Verwertungskampf stellt. Nichts anderes umschreiben die Wirtschaftsweisen mit ihren salbungsvollen Worten. Und in Ermangelung eigener Ideen, machen die meisten Menschen diesen Zirkus auch noch mit. Derzeit läuft gerade der Wettbewerb, den IQ der Menschen wieder signifikant zu senken, sodass sie den eigentlichen Sklaventreibern nicht auf die Schliche kommen und schon gar nicht auf das bestehende System losgehen.

Wirtschaftsweisen rechtfertigen WirtschaftswaisenSoweit die Wirtschaftsweisen nun unterstellen, dass das Nutzvieh ohne Peitsche nicht in Gang kommt, gehen sie meist von eigenen Erfahrungen aus. Sie wissen nur zu genau, wenn bei ihnen die Triebfeder der Gier nicht mehr funktionierte, blieben sie einfach auf dem Sofa liegen. Gottlob arbeitet für diese Herrschaften das Geld sehr sehr hart, ohne auch nur mit der Zinseszins-Wimper zu zucken. Dasselbe erwarten sie eigentlich auch von den Menschen, denn sie kennen kaum den Unterschied zwischen Kapital und Humankapital. Sie sind daran gewöhnt mit beiden überaus scharf zu kalkulieren.

Das sichere Ziel für das globale Wirtschafts-Dickschiff

Und solange die sogenannte „Wirtschaft“, vertreten durch eine kleine Elite, die Ökonomie und somit auch die Menschen dirigiert, ist keine Besserung in Sicht. Erst wenn die Ökonomie von den Menschen dirigiert, den allgemeinen Bedürfnissen angepasst, sprich vermehrt gemeinwohlorientiert ist (nicht profitorientiert), kann man mal zaghaft über eine „Zukunft“ nachdenken. Aktuell können wir auf dem globalen Wirtschafts-Dickschiff, namens Titanic II, durchaus die volle Fahrt wahrnehmen. Bedauerlicherweise können wir bei Höchstgeschwindigkeit und dichtem Desinformationsnebel nur mutmaßen, ob wir es dem Eisberg bereits 2019 oder erst einige Jahre später vollends heimzahlen werden. Wir werden ihn treffen, versprochen.

Wirtschaftsweisen rechtfertigen WirtschaftswaisenDer neue deutsche Kapitän … ähh … Kanzler, es wird Friedrich Merz werden, ist das Sinnbild und die Zementierung dieses neoliberalen Weltbildes. Die Wirtschaftsweisen schwätzen ihm gerade den Weg frei und pflastern ihn parallel dazu, ganz zum Wohlgefallen des neuen Despoten, mit den Leichnamen der Wirtschaftswaisen. Über Leichen gehen hat schon so manchem kranken Geist den Kick verpasst. Mehr Dekadenz geht nicht. Jetzt bleibt nur noch der Eisberg, verbunden mit einem jähen Erwachen, bevor es dann an den schnellen Kältetod im Eiswasser geht.

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