Trump spricht vor der UNO – die Welt lacht

Strategic Culture Foundation – Editorial (antikrieg)

Seit Jahren erfreuen US-Präsidenten die UN-Generalversammlung mit rosiger und lächerlicher Rhetorik über die großen Dinge, die Amerika angeblich für den Weltfrieden tut.

Ungeachtet solcher krimineller Barbarei wie die Völkermordkriege der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Vietnam, gegen den Irak und andere war die UNO eher ein ruhiges Forum, als amerikanische Führer sich in Phantasien über die „tugendhafte Größe“ ihrer Nation ergingen. Dieses Schweigen war entweder auf Angst oder auf Verblüffung über die verlogene amerikanische Rhetorik zurückzuführen.

In diesem Jahr jedoch brach die Versammlung über Präsident Trumps vergebliche Ansprüche auf Größe in Lachen aus. Es ist auch Zeit dafür. Amerikanische Behauptungen waren schon immer völlig übertrieben. Die ungläubige Reaktion der Delegierten in diesem Jahr war nicht nur angemessen. Es zeigt auch, dass die Welt die US-Ansprüche offen als in lächerlicher Weise von der Realität getrennt betrachtet.

Die wuchernden Widersprüche, die Präsident Trump in seiner Rede vor der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen artikuliert hat, sind zu zahlreich, um sie hier alle zu konkretisieren.

Er forderte die Welt auf, „Frieden und Freiheit über Beherrschung zu stellen“ – und das als Führer eines Landes, das in den sieben Jahrzehnten seit der Gründung der UNO nach dem Zweiten Weltkrieg eine Vielzahl von Kriegen unter flagranter Verletzung des Internationalen Rechts geführt hat.

Trump behauptete, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Terroristen in Syrien und im Irak besiegt haben, während in Wirklichkeit illegale amerikanische Kriege, verdeckte und offene, diese gleichen Terroristen als Söldner für ihre Regime-Change-Machenschaften entfesselt haben.

Es lagen so viele andere absurde Widersprüche in der amerikanischen Selbstgerechtigkeit, die in Trumps Rede zum Ausdruck kam. Der eklatanteste war vielleicht dieser: Trump forderte die Nationen der Welt auf, sich der amerikanischen Aggressionskampagne gegen den Iran wegen dessen angeblichem „Sponsoring des Terrorismus“ anzuschließen – während es die Vereinigten Staaten von Amerika sind, die der größte Sponsor des Terrorismus sind.

Trumps einseitige Aufhebung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran Anfang dieses Jahres ist eine schamlose Verletzung des Internationalen Rechts. Dennoch fordert dieser amerikanische Präsident, dass alle Nationen der Übertretung seiner Regierung gegen einen internationalen Vertrag folgen, um Washingtons Besessenheit in Hinblick auf einen Regimewechsel in Teheran zufriedenzustellen.

Die Führung von illegalen Kriegen und Betreiben von Regimewechsel im Nahen Osten und darüber hinaus durch die Vereinigten Staaten von Amerika haben das Internationale Recht untergraben und zu schweren Spannungen geführt.

Das Spektakel von Präsident Trump, der die Welt tyrannisiert, sich an das Schurkenstaatsverhalten der USA gegenüber dem Iran zu halten, ist ein Widerspruch zu viel – und es ist kein Wunder, dass die Welt durch die absurde Arroganz Washingtons konfus gemacht wird.

Wie kann man nur den geringsten Respekt vor der selbsternannten amerikanischen Führung haben, wenn es sich in Wirklichkeit um einen Schurkenstaat handelt, der keinen Respekt vor dem Internationalen Recht und den Regeln hat?





Das war schon immer der Fall, trotz blumiger eitler Rhetorik über die amerikanische Redlichkeit. Aber unter Trump ist der Widerspruch zwischen Rhetorik und Realität amerikanischer Selbstgefälligkeit und Fehlverhalten zu auffällig geworden, um ihn zu ignorieren. Die einzig richtige Antwort ist Gelächter.

Trump preist das Prinzip der „Souveränität“ der Nationen. Dennoch hat Trump in seinen Drohungen, die er diese Woche bei der UNO abgegeben hat, keinen Respekt vor der Souveränität von Ländern gezeigt, die sich nicht an das Diktat Washingtons halten.

Dieser amerikanische Präsident hat eine offene Verachtung für multilaterale Abkommen, insbesondere für das Abkommen mit dem Iran. Es sind die USA, die bösen Willen und kriminelle Missachtung des von den Vereinten Nationen ratifizierten Atomabkommens 2015 gezeigt haben. Diese Verletzung des Abkommens führt zu Spannungen und Instabilität im Mittleren Osten, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow diese Woche vor dem UN-Sicherheitsrat betonte.

Dennoch versucht Trump, aus diesem amerikanischen Laster eine Tugend zu machen, und darüber hinaus dem Rest der Welt Ultimaten zu stellen, dem amerikanischen Mobbing nachzugeben oder mit Strafsanktionen konfrontiert zu werden.

Der amerikanische Führer ist ein Führer im schändlichsten Sinne. Er führt die Welt in Gesetzlosigkeit und Konflikte, die mit dieser Gesetzlosigkeit einhergehen.

Trumps Plattitüden über „Souveränität“ sind nichts anderes als eine Lizenz für das Verhalten des amerikanischen Schurkenstaates, der durch das Internationale Recht und die globale Verantwortung nicht eingeschränkt ist. In Wirklichkeit degeneriert die amerikanische Macht zu einer Umarmung von der Art der faschistischen Zügellosigkeit, die in den 1930er Jahren herrschte und letztlich zum Weltkrieg führte.

Es ist sicherlich ein Zeichen der Zeit, wenn ein amerikanischer Präsident vor der Welt steht und unbesorgt über die Verachtung seiner Nation für globales Recht, Ordnung und Frieden schwadroniert. Alles mit selbstgefälliger Selbstgerechtigkeit. Kein Wunder, dass die Welt lacht. Die Abspaltung von der Realität ist zu groß, um sie zu ertragen.

Aber es ist nicht zum Lachen. Amerika beschuldigt jedermann gesetzwidrigen Verhaltens – insbesondere Russland und China -, während die offensichtliche Realität darin besteht, dass Washington die Geißel des Weltfriedens ist. Amerikas Verwüstung der internationalen Ordnung entspricht höchstens noch seine Verwüstung der Vernunft und jedes möglichen Dialogs zur Aufrechterhaltung der internationalen Ordnung.

Amerika behauptet, 1945 die Gründung der Vereinten Nationen aus der Asche des Zweiten Weltkriegs betrieben zu haben. Dieser Krieg und seine faschistischen Protagonisten waren das Ergebnis eines versagenden kapitalistischen Systems. Das System versagt jetzt wieder und schafft die gleichen Bedingungen für nationalstaatliche Rivalität und Krieg.

Die Geschichte scheint auf den gleichen Punkt zurückzukommen. Trumps lächerliche und rücksichtslose Ultimaten, die er diese Woche in der UNO-Generalversammlung der Welt verkündet hat, zeigen, dass die Ursachen des Krieges nie gelöst worden sind. So geht die amerikanische Rhetorik von ihrem absurden Vorwand ab, ein gesetzestreuer „Führer der freien Welt“ zu sein, um bedrohlich die gleiche faschistische Tendenz zum Krieg zu zeigen.

Wir könnten tatsächlich über Trumps clowneske Behauptungen kichern. Aber die tödlich ernste Frage ist, wie verhindert werden kann, dass dieser Schurkenstaat einen weiteren Weltkrieg auslöst.

Der große deutsche Dramatiker Bertolt Brecht schrieb seinerzeit: „Der Krieg ist ein Bastard, aber die Schlampe, die ihn geboren hat, ist wieder heiß.“

Amerikas völlige Missachtung der internationalen Ordnung und deren Einhaltung, wie sie von Präsident Trump diese Woche in der UNO zum Ausdruck gebracht wurde, ist der Beweis für einen Krieg am Horizont, der erneut auf das kapitalistische Chaos in der Weltordnung zurückzuführen ist. Das Scheitern der USA als führende kapitalistische Macht der Welt zeigt sich in Trumps Mobbing und seinem rüpelhaften Anpreisen der Gesetzlosigkeit.

Auf der einen Seite ist der Zusammenbruch urkomisch, absurd und lachhaft. Andererseits ist er äußerst beunruhigend.

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