Der Zusammenbruch Kaliforniens

von Martin Sieff (theblogcat)

https://www.strategic-culture.org/news/2021/02/24/california-collapsing/

In Kalifornien erfüllt sich jetzt die albtraumhafte Vision von Fjodor Dostojewski in seinem prophetischen Meisterwerk „Die Dämonen“. Darüber, was ein grenzenloser Liberalismus letzten Endes hervorbringt – wenn er nicht aufgehalten und zurückgeschraubt wird.

Wohin sich Kalifornien heute entwickelt, das kommt morgen auf den Rest der Vereinigten Staaten und einen großen Teil der westlichen Welt zu. Aber was wir jetzt im bevölkerungsreichsten Staat Amerikas erleben, ist der völlige innere Zusammenbruch der gesamten liberal-progressiven Zivilisation und jener Gesellschaft, die das so begeistert angestrebt hat.

Mehr als einhundert Jahre hat Kalifornien, der selbsternannte „Golden State“, die Zukunft Amerikas vorweggenommen, insbesondere mit seinen beiden berühmten Industrien der Luftfahrt und des Kinos. Telekommunikation, Computer und Künstliche Intelligenz werden jetzt vom Silicon Valley aus angeführt, und der Bundesstaat hat auch in der nationalen Politik der USA eine führende Rolle.

Kalifornien wuchs rasch zum reichsten und bevölkerungsreichsten US-Staat. Aus ihm kommen zwei Präsidenten mit zwei Amtszeiten (Richard Nixon und Ronald Reagan), einer der wichtigsten Obersten Richter am Supreme Court (Earl Warren) und die wahrscheinlich nächste Präsidentin – die gegenwärtige Vizepräsidentin Kamala Harris, falls der 78-jährige Joe Biden seine Amtszeit nicht vollenden kann.

Von 1928 bis 2004 stammten 14 von 19 siegreichen Kandidatenteams entweder aus Kalifornien oder Texas, und Bidens Wahl von Harris brachte letztes Jahr Kalifornien zurück in das Zentrum der nationalen Wahlpolitik.

Politisch bleibt Kalifornien grundsolide liberal. Seit der Wiederwahl des amtierenden Gouverneurs Arnold Schwarzenegger 2006 wurde nicht ein einziger Republikaner in ein Landes- oder Bundesamt gewählt. 2016 hat der damalige Gouverneur Jerry Brown bekanntermaßen staatliche Akkreditierungen und Führerscheine an unzählige hunderttausende illegaler Einwanderer verteilt. Er war sich sicher, dass sie alle die Demokraten wählen würden, und so kam es. Registrierte Demokraten haben jetzt einen 46 zu 24 % Vorsprung über registrierte Republikaner in diesem Bundesstaat.

Und Kalifornien hat auch die nationale demokratische Führung im Kongress fest im Griff, mit Sprecherin Nancy Pelosi und ihren wichtigsten Verbündeten wie Adam Schiff, dessen absurde Stümpereien bei den beiden Impeachments gegen Präsident Donald Trump ihm in seiner unverrückbaren Position als Pelosis jugendlicher Lieblingssohn (er ist gerade mal 60) keinerlei Schaden zufügen konnten.

Dennoch befindet sich Kalifornien heute in einem endgültigen Zusammenbruch und in der Krise. Gouverneur Gavin Newsom, der lächerlicherweise von den nationalen Massenmedien im letzte Frühjahr in den frühen Tagen der COVID-19 Pandemie als heldenhafter weißer Ritter in glänzender Rüstung dargestellt wurde, ist sogar in seinem eigenen Staat als katastrophaler Murkser und Heuchler entblößt worden, der nie einen Schimmer hatte, was er tat (oder besser gesagt nicht tat). Während ich hier das schreibe, haben die angefressenen Bürger Kaliforniens beinahe die 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt, um Newsom in eine mit Sicherheit chaotische Neuwahl zu treiben.





Kalifornien wurde letztes Jahr ebenfalls von den schlimmsten Waldbränden seiner Geschichte heimgesucht. Die sklavischen Medien – die von der hirnlosen Los Angeles Times (einst eine großartige Zeitung) und dem noch infantileren San Francisco Chronicle gesagt bekamen, was sie zu denken haben – haben sich restlos verbogen, um die wirklichen Ursachen nicht anzuerkennen, aber die Ursachen sind erschöpfend dokumentiert worden.

Die hirnlose und romantische Umweltpolitik der Grünen hat die jahrhundertealte, weise Praxis abgeschafft, in den Wäldern Feuerschneisen zwischen Baumgruppen anzulegen, die den Ausbruch von Bränden bei heißem Wetter begrenzen würden. Weit davon entfernt, „die Bäume“ und die Tierwelt zu schützen, wie die Kurzschluss-Grünen forderten, ermöglichte stattdessen die Abschaffung der Windschutzstreifen, so dass Waldbrände in einem noch nie dagewesenen Ausmaß und mit Rekordgeschwindigkeit ausbrachen.

Gleichzeitig schwitzten mehrere Millionen Menschen selbst in luxuriösen Vorstädten durch die wiederkehrenden Hitzewellen ohne jegliche Erleichterung durch Klimaanlagen, weil das staatliche Stromnetz – ein weiteres Opfer ignoranter grüner Vorurteile, die man fälschlicherweise als „Wissenschaft“ ausgibt – immer wieder zusammenbrach und nicht in der Lage war, zu den wichtigen Zeiten die notwendige, verlässliche Leistung zu erzeugen.

Los Angeles, die größte Stadt des Bundesstaates und wohl auch die bevölkerungsreichste Stadt der USA, ist zu einem Synonym für Gewaltverbrechen geworden und vor allem die Hochburg der riesigen, höchst gewalttätigen und schnell wachsenden Organisation MS 13, die in Medienberichten routinemäßig fälschlicherweise als bloße „Gang“ bezeichnet wird. Die MS 13 hat weltweit bis zu 50.000 Mitglieder, von denen sich offiziell mindestens 10.000 und nach privater Einschätzung vieler Polizisten wahrscheinlich doppelt so viele in LA aufhalten.

Die Trump-Administration hatte – wiederum nicht eingestanden in den liberalen Medien – bemerkenswerte Erfolge bei der Abschiebung von vielen tausend MS 13-Mitgliedern. Allerdings hat Präsident Joe Biden mit seinen ersten Executive Orders bereits dafür gesorgt, dass die alte Politik der offenen Grenzen sowohl der demokratischen Präsidenten (Bill Clinton und Barack Obama) als auch der republikanischen (Ronald Reagan und beide George Bushs) wiederhergestellt wird, damit sie wieder hereinströmen können.

San Francisco – Amerikas „anything goes“-Stadt – ist in noch schlechterer Verfassung. Seine berühmtesten, historisch beliebten und schönen, stilvollen Orte sind jetzt überschwemmt von aggressiven, unhygienischen Straßenbewohnern, die offen auf die Straßen urinieren und kacken. Die öffentlichen Dienstleistungen, die lange Zeit hervorragend waren, sind jetzt entsetzlich.

Selbst die hirnlosen liberalen Vorstadtklassen, die in den letzten 40 und mehr Jahren unerbittlich für diese katastrophale Politik gestimmt und sie durchgesetzt haben, fliehen nun aus Kalifornien, da die Immobilienwerte abstürzen und die Steuern selbst für sie zu erdrückend werden.

Wenn Kalifornien weiterhin die Zukunft für den Rest der Vereinigten Staaten vorzeichnet, dann ist diese Zukunft jetzt klar: Es ist eine Gesellschaft mit hohen Steuern und einer riesigen, verarmten, arbeitslosen und arbeitsunfähigen, mittellosen Klasse, in der die Mittelschicht vernichtet ist, in der organisierte Banden und die allgemeine chaotische Straßenkriminalität einschließlich Überfällen, Vergewaltigungen und Morden in allen größeren städtischen Gebieten metastasieren und in der Banden, die zahlreicher und schwerer bewaffnet sind als die Polizei, offen und ungestraft operieren.

Es ist eine Gesellschaft, in der die unbegrenzte Abtreibung auf Verlangen bis zum Zeitpunkt der Geburt und sogar darüber hinaus als ein „moralisches“ Gebot gefeiert wird, das angeblich alle Zehn Gebote übertrifft.

Weil Kalifornien jetzt Fjodor Dostojewskis albtraumhafte Vision seines prophetischen Meisterwerks „Die Dämonen“ erfüllt, nämlich was grenzenloser Liberalismus unweigerlich erschafft – wenn er nicht aufgehalten und zurückgeschraubt wird.

Und so wie Kalifornien abstürzt, so geht es dem Rest der Vereinigten Staaten: Dieses Mantra gilt seit hundert Jahren, seit die Stummfilm-Industrie die ganze Welt vor und während des Ersten Weltkriegs verzaubert hat.

Aber wenn Kaliforniens Zukunft jetzt keine Zukunft hat – auf welche Zukunft kann sich der Rest Amerikas freuen?

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1 Kommentar

  1. m.a.W. ähnelt die Lage der fortschreitenden "Transformation" Kaliforniens doch sehr dem typischen Habitat in Orten wie Wilna, Bialystok, Brody, Przemysl, Lemberg oder Tarnow.

    Gewisse Minderheiten werden sich daher inmitten der "Diversität" Kaliforniens sozusagen "wie zu Hause" fühlen.

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