Der Angelsächsische Freihandel. Eine Orgie der Gier und der Menschenverachtung (3)

von Wilfried Schuler

Teil 3 England führt Kriege für das Rauschgift

Teil 1

Teil 2

 

Der Untergang der Maine

Der weiter oben erwähnte Kreuzer Maine, versank also am 15. Feruar 1898 nach einer Explosion im Hafen von Havanna. Die „Yellow Press“ schäumte. „Das waren die Spanier“. Beweise gab es nicht. Die Parallelen zu MH 17 springen einem an. Es gab keine toten Fische im Hafenbecken, was bei einer Minenexplosion unvermeidlich gewesen wäre. Also ein wichtiges Entlastungsargument für die Spanier. Es ist den Experten auch bekannt, dass Minen, die ja außerhalb des Schiffes explodieren keine sekundären Explosionen im Schiff auslösen können, so wie Torpedos oder Granaten es tun, da sie erst innen explodieren. Die US Navy verfeuerte eine spezielle, besonders energiereiche Kohle, um den Operationsradius der Schiffe zu erweitern. Diese Kohle enthielt unter anderem Methan, das bei der Lagerung ausgaste. Methan/Luftgemische können bei einem Methangehalt zwischen 4,4 und 16,5 Vol.-%, durch einen Funken gezündet werden. Das ist das bekannte Phänomen der gefürchteten Schlagenden Wetter im Bergbau, die wie man weiß, zu tausenden von Unfällen und abertausenden von Toten geführt haben. Diese Methan Emanationen hätten also eine Gasexplosion oder einen Schwelbrand der Kohle auslösen können. Das ist auf 6 weiteren Kampfschiffen der USA damals auch wirklich geschehen. Insgesamt sind über 20 derartige Unfälle bei der Navy vorgekommen.

Aus Statistiken der Royal Navy geht hervor, dass zwischen 1852 und 1880 152 Feuer auf Kohletransportern ausbrachen. 68 davon endeten mit dem Verlust des Schiffes. Das zeigt wie hoch die Möglichkeit eines Unfalles war.

Dummerweise lag die Munitionskammer neben den Kohlebunkern. Die Untersuchungskommission fällte auch kein klares Verdikt gegen die Spanier. Die Aussagen waren interpretierbar. Und das tat die Presse. Sie Spanier kurzerhand für schuldig. Basta. Der Presse Zar Randolph Hearst sagte zu seinen Reportern, „Liefert mir die Bilder, ich liefere den Krieg“. Der Schlachtruf war auch schon erdichtet. „Remember the Maine, to hell with Spain“. Wie titelte der Spiegel im Juli 2014? „Stoppt Putin, jetzt!“ Eine fast identische Vorgehensweise. Die Nachfolger von Hearst und Pulitzer haben sich auch der Medien im Deutschland von 2014 bemächtigt. Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Die Herren Joffe und Kohler, dazu die komplette Meute der heulenden Derwische von Springer und Spiegel. Nicht zu vergessen das öffentlich rechtliche Fernsehen. Die Vokabel rechtlich klingt vor diesem Hintergrund zynisch. Im Nachgang zur Maine bleibt zu sagen, dass fast alle Offiziere an Land zu einer Party geladen waren. Auf dem Grund des Hafenbeckens landeten vorwiegend die einfachen Matrosen. Über 30 Jahre später, brüstete sich der bekannte amerikanische Waffenschieber und Strippenzieher William Astor Chanler in Gegenwart des US Botschafters in Paris, William Bullitt, mit dem Anschlag. Leider verstarb Chanler kurze Zeit später. Plötzlich und unerwartet bei einem eigenartigen Verkehrsunfall auf einer entlegenen französischen Landstraße. So harrt der rätselhafte Untergang der Maine, weiterhin der Aufklärung. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, zu diskutieren, dass der amerikanische Admiral Rickover 1976 ein Gutachten vorlegte, nach dem die Maine durch eine innere Explosion zerstört wurde. Leicht im Internet zu finden. Diesem Gutachten wurde später widersprochen und der Streit dauert an. Aber eine ernsthafte Diskussion darüber ist natürlich nicht opportun.

Einmischung in fremde Angelegenheiten. Provokationen, Waffenlieferungen, unbewiesene Anschuldigungen, Sanktionen, Drohungen, Entsendung von eigenen Strauchdieben zum Aufruhr in ein Nachbarland. Wer die Geschichte der Maine kennt, kann über MH 17 nur lachen. Die heutigen Politiker aus Washington erscheinen wie die Klone der damaligen Epoche. Zur Beschreibung der damaligen Lage in Zentralamerika ist anzumerken, dass die Spanier mit dem Rücken zur Wand standen. Die großen Länder Lateinamerikas, waren bereits lange unabhängig. Nun lösten sich die Reste ihres Imperiums auf. Ihre Finanzen waren zerrüttet, die Moral zerstört. Chaos allenthalben. Es fällt schwer, sich vorzustellen, sie hätten sich zusätzlich auch noch mit den militärisch weit überlegenen USA anlegen wollen oder können? Diese hatten der Welt bereits 1846 mit dem klassischen Raubkrieg gegen Mexiko ihre Brutalität und Ruchlosigkeit demonstriert. Ein Krieg gegen die USA, wäre das sichere Ende gewesen, also das Letzte was die Spanier brauchen konnten. Warum also sollten sie ihn auslösen? So wie die Bild Zeitung im Winter 2014 über die Ukraine, so schrieb auch die Yellow Press über den heldenhaften Freiheitskampf der Kubaner, der wie bereits erwähnt, mit Geld, Waffen und importierten Yankee-Jihadisten tatkräftig unterstützt wurde. Wie sich die Bilder gleichen! Am 23 April 1898 kam es zur Kriegserklärung der Spanier. Eine Verzweiflungstat. Und am 1 Mai 1898 griffen die USA die Spanische Flotte in der Bucht von Manila an und zerstörten sie vollkommen. Es liegt auf der Hand, dass diese großangelegte Aktion längst geplant und vorbereitet war. Die Vorbereitungen dafür liefen in Hongkong zusammen mit den Engländern bereits lange bevor die Maine versank. (So wie der Irak Krieg lange vor dem 11.9. geplant wurde) Auch die Spanische Karibik Flotte war kein Gegner und wurde anschließend in den Grund gebohrt. Mit Hilfe der Aufständischen, sowohl auf Kuba als auch auf den Philippinen, wurden die Spanier im Verlauf von wenigen Wochen besiegt. Nach dem Sieg jedoch, wurde den jeweiligen Rebellen der Zugang nach Manila und Havanna verwehrt. Zu Verhandlungen oder gar Vertragsunterzeichnungen waren sie nicht zugelassen. Sie durften noch nicht einmal an den Katzentisch. Sie waren nur als willige Werkzeuge benutzt worden und wurden betrogen und vollkommen ausgebootet. Mit dem Blut ihrer Toten und Verwundeten, hatten Sie die alten Kolonialherren vertrieben, aber Diese gegen noch schlimmere Zuchtmeister eingetauscht. Sie mussten weitere Jahrzehnte schreiende Willkür und Ausbeutung ertragen. Wobei es den Kubanern noch besser erging als den Philippinos, die eines der schlimmsten Massaker aller Zeiten erdulden mussten. Als Startkapital in die eigene Nationalität, eine Generation später, schenkten die Amerikaner beiden Völkern einen korrupten raffsüchtigen Diktator, der als ihre Marionette das Spiel für weitere Jahrzehnte fortsetzte. Nation Building nach Gutsherrenart. Fidel Castro beendete 1956 diesen Kolonialismus in Havanna. Damit bereitete er den US Konzernen Milliarden Verluste. Und deshalb hasst ihn die US Führung bis heute. Im Vertrag von Paris trat Spanien Kuba, Puerto Rico, Guam und die Philippinen an die USA ab und erhielt noch 20 Mio. $. Anzumerken ist, dass die USA den Spaniern bereits zu Zeiten von Thomas Jefferson, 20 Millionen $ für Kuba angeboten hatten. Das wurde aber abgelehnt. Das zeigt klar, die lange gehegte Absicht und macht deutlich, dass die Maine nur ein willkommener Vorwand, wenn nicht mehr, war. Das bereits erwähnte Gutachten von Admiral Rickover vor einigen Jahren, bewies erneut, dass die Explosion im Inneren des Schiffes stattfand. War es nun ein Unfall oder eine eigene Bombe? Nach allen Lügen zum 11.9. dem Boston Bombing, Operation Northwoods, der Maddox usw. usw. ist es erlaubt auch diese letzte Möglichkeit zu erwägen.





Der Raub von Guantanamo

Ein Überbleibsel von damals ist Guantanamo. Ein durch offenen Raub erworbenes Stück Land. Natürlich gibt es Verträge zu diesen Dingen. Aber, genau wie bei der Unterzeichnung des Vertrages von Guadalupe Hidalgo, bei dem Mexico 1848 um 50% seines Staatsgebietes, nämlich 3 Millionen Quadratkilometer erleichtert wurde, schauten die Spanier, wie die Mexikaner, bei der Unterzeichnung dieser Verträge in die Läufe von mindestens 10 Colt-Revolvern Cal 44, die helfen sollten, ihre Schreibkrämpfe etwas zu lösen.

Nach dieser etwas längeren Einleitung wäre geklärt, wie und unter welchen Umständen die Amerikaner überhaupt nach Hawaii gelangt sind. Keiner hat es ihnen gegeben. Sie haben es sich einfach mit Heimtücke und brutaler Gewalt genommen. Auch die Hintergründe der Inbesitznahme der Philippinen sind in Deutschland weitgehend unbekannt. Die Medien und auch die Schulen in Deutschland, blenden dieses unvorteilhafte Thema einfach aus. Es passt nicht ins Bild der freiheitsliebenden, friedlichen und stets über alle Maßen fürsorglichen Führungsmacht. Dabei ist all das, für das Verstehen der Vorgänge in der heutigen Welt, nicht nur sehr lehrreich, es ist sogar unbedingt notwendig. Es kommen nämlich exakt die gleichen Methoden zur Anwendung. Propaganda, Lüge, Täuschung, Betrug, Heimtücke und das Wichtigste von allem, eine nackte, brutale Gewalt, die keine Grenzen der Ethik oder Humanität kennt und sich in rein gar nichts vom Betragen eines Tamerlan oder Dschingis Khan unterscheidet. Gleichzeitig wird die andere Seite dämonisiert und in den Medien ein Bild der eigenen, moralischen Größe vermittelt. Die Triebfeder hinter dem Ganzen, ist eine unersättliche, niemals endende Gier. Von den korrupten, willfährigen Medien, wird alles zu einer schwülstigen Historie verarbeitet. Ein Land der Fabeln, von der Boston Tea Party bis zum Syrienkrieg. Märchen von Demokratie, Freiheit und Frieden, die in Hollywood zu absoluten Meisterwerken der Propaganda verarbeitet werden.

Hollywood schafft die Feindbilder und stimmt die Welt auf Kriege ein

Es gibt in Hollywood ein Hochhaus, dass sich Pentagon, Außenministerium und CIA teilen. Jedes Drehbuch das Kampfhandlungen, Soldaten, Spionage und Auslands-einsätze zum Thema hat, muss hier vorgestellt und abgesegnet werden. Fällt diese Begutachtung zur Zufriedenheit aus, gibt es Flugzeuge, Schiffe, Panzer und Komparsen zum Film. Fast zum Nulltarif. Ist die Begutachtung negativ, gibt es nichts und das Filmprojekt wird hintertrieben und abgewürgt. Alle Filme dienen einem Zweck und ihre Handlung korreliert vollständig mit den Propagandabedürfnissen der Regierung. Auf diese Weise entstand das Remake des Pearl Harbour Films nach dem 11.9. das zu 100% geplant und darauf angelegt war, die Kriegswut betreffend den Irak zu steigern. Die Planung dieses Films lief rechtzeitig und lange vor dem 11.9.2001 an. Man denke auch an neuere Machwerke, die die Bin Laden Tötung glorifizieren, die Folter verherrlichen, Sniper vergöttern und dem Bürger das Ausspähen und seine Entmündigung schmackhaft machen sollen. Es ist interessant das Profil der einzelnen Figuren zu beobachten. Kämpfte der Sean Connery Bond noch mit dem russischen Beißer, haben es seine Enkel eher mit den Bin Ladens zu tun. Allerdings erscheint es durchaus wahrscheinlich, dass 007 demnächst auch wieder zu einer Dienstreise in den Ural oder in die Taiga aufbrechen muss.

Das Thema verdient noch einige weitere Gedanken. Ganz offensichtlich ist Hollywood eine Einrichtung, die durch ihre professionell betriebene Volksverdummung dem Interesse des Staates dient. Um das gewünschte Ergebnis zu erhalten stimmen sich die Regierung und die Macher aus Hollywood im Detail ab. Gleichzeitig ist Hollywood eine Industrie, die Milliarden Gewinne bringt. Einige abgehobene Schauspieler, Regisseure und Produzenten haben dreistellige Millionen Vermögen angehäuft und wissen vor Übermut nicht, was sie noch anstellen sollen. Bezahlt wird das alles vom unkritischen Konsumenten, der somit seine eigene Verdummung finanziert. Ein wahrhaft geniales Geschäftsmodell. Tragisch ist, dass die Opfer unwirsch reagieren wenn sie auf diesen Punkt hingewiesen werden. Zahlreiche kluge Denker haben in ihren Aphorismen auf diesen Punkt hin gewiesen.

Das also ist die Nation: „The Free And The Brave“ im Jahr 2019. Während im Homeland die Underdogs malträtiert werden, sind die Todesschwadrone gekaufter Söldner auf der ganzen Welt tätig und werden von einer Armada von Schiffen, Panzern und Drohnen flankiert, um die „Bösen“ auf anderen Kontinenten zu killen. Der größte Teil dieser Soldaten ist nur aus prekären Gründen dabei. Ihre Zeit in Afghanistan oder anderswo verleiht ihnen ein Gefühl der Macht. Nicht wenige davon werden später in den Fußgängerzonen betteln. Dann wird ihnen klar werden, dass sie den Armen in Asien bereits viel näher waren als sie je gedacht hätten. Eine bittere Ironie des Schicksals, die dann aber zu spät käme, wenn sie denn überhaupt je mit Einsicht oder Reue verbunden wäre, was längst nicht immer der Fall sein wird.

Und all das geschieht nur um den Wolfsrudeln der Banker und Profiteure den Weg zu ebnen. Für den Freihandel.

Da nun der erste Kombattant von Pearl Harbour vorgestellt wurde, muss auch der Zweite gebührend charakterisiert werden.

Das Japan der Shogune

Japan hat eine vieltausendjährige Geschichte. Das Land hat sich aus der Chinesischen Kultur entwickelt. Seine heutigen Bewohner kamen einst vom Festland und haben die Ureinwohner, die heute Ainu heißen, bis auf wenige Überlebende verdrängt. Es entwickelte sich eine von Europa weitgehend isolierte Kultur, lediglich beeinflusst durch Kontakte mit China und den Nachbarländern. Der erste nennenswerte Kontakt mit dem Westen, im 16. Jahrhundert kam durch die Portugiesen zustande und brachte Kenntnis über das Christentum und die Feuerwaffen nach Japan. Die japanischen Waffenschmiede waren Meister ihres Fachs und stellten alsbald erstaunliche Mengen davon her. Es gab sogar mehr Schießgeräte als in Europa. Ein erster Hinweis auf die ausgezeichnete Lern- und Adaptionsfähigkeit der Japaner. Man wird noch mehr davon zu spüren bekommen. Diese, eher spärlichen Kontakte, endeten mit dem Beginn der Edo Zeit 1603-1868, unter der Herrschaft der Shogune. Die Edo Zeit war eine außergewöhnlich lange Friedenszeit. Die Herrscher bezogen Bücher und Information aus Europa, sie wussten was in der Welt vorging, aber sie hielten das Land unter größtmöglichem Abschluss. Die Gesellschaft war in 4 Klassen eingeteilt. Die Händler am untersten Ende, gefolgt von den höher angesehenen Handwerkern und den Bauern. Die Herrschaft lag in den Händen der Samurai. Man beachte die niedere Stellung der Händler. Banker sind ja auch Händler. Als die Banker degradiert wurden, folgten 250 Jahre Frieden und Prosperität. Heute geben die Banker den Ton in der Welt an. Wo ist in den USA der Frieden? Wo ist die Prosperität? In Anbetracht der guten Erfahrungen aus der japanischen Edo Zeit, wäre hier nicht ein Umdenken dringend erforderlich?





Alle spanischen und portugiesischen Jesuiten wurden des Landes verwiesen. Diese weise Maßnahme, zur Vorbeugung gegen die Kolonisierung, erwies sich als sehr erfolgreich. Das Christentum wurde verboten und das Verbot mit der Todesstrafe rigoros durchgesetzt. Im „geöffneten“ China dagegen zettelte Hong Xiuqan, der sich für den jüngeren Bruder von Jesus ausgab, die Tai Ping Revolte an. 1850-1864. Mit 20 Millionen Toten, die nächst dem zweiten Weltkrieg verlustreichste militärische Auseinandersetzung aller Zeiten. Zum Vergleich I. Weltkrieg 17 Mio Tote. Der Querverweis von den Missionaren in Japan und China, zu den bereits abgehandelten Missionaren von Hawaii drängt sich auf. Diese Verbreiter der Religion der Liebe und der Fürsorge, fielen in jedes Land sofort nach den Soldaten und Abenteurern ein. Wie eine bekannte Vokabel beweist, nahmen sie ihren Job sehr wörtlich. Nein, ich werde das Wort nicht schreiben! Diese Horden waren die Kundschafter der Banker und Geschäftemacher aus dem Westen. Nicht nur, dass sie die zu erwartende Beute identifizierten und kartographierten. Sie kannten die Schwachstellen in der Gesellschaften der besetzten Länder und nutzten sie erbarmungslos, zur Verfolgung ihrer imperialen Gelüste, aus. Hawaii ist ein gutes Beispiel dafür, wie gut es funktionieren kann. China dagegen zeigt zu welchem Desaster es führt. Und mit ihrer Eliminierung der Missionare und dem Ausbleibens des möglichen Fiaskos haben die Japaner erkannt und bewiesen wo die Schuldigen zu suchen sind.

Es gab wie gesagt kaum Christen in Japan. Nur in Nagasaki existierte eine größere Gemeinde. Sie hatten sogar eine Kathedrale, die im August 1945 von der Bombe zerstört wurde, die auch 8000 dieser japanischen Christen tötete.

England führt Kriege für das Rauschgift

Zwischen 1839 und 1860 überzog England die Chinesen mit den beiden Opium Kriegen und setzte militärisch die Einfuhr von indischem Opium nach China durch.

Der Grund für den um 1750 begonnen Opiumhandel, war die hochgradig defizitäre Handelsbilanz der Engländer. Die Chinesen exportierten Seide, Tee und Porzellan, lehnten aber minderwertigen englischen Industrieschrott ab. Folglich besaßen sie Berge von englischem Silber und ruinierten die Handelsbilanz des Empire. Hier sollte mit Hilfe des Opiums Abhilfe geschaffen werden. Ab 1840, war Hongkong das staatlich geführte Drogenkaufhaus, der sittenstrengen Queen Victoria und der Fluss des Silbers wurde umgekehrt. Zu den besten Zeiten, lieferten die Engländer aus Bengalen bis zu 6000 Tonnen im Jahr. So also, verlief der hochgelobte Freihandel des Empire. Die auch heute noch geübte Methode, nur in der Währung des Hegemons zu handeln und zu seinem Wechselkurs, erlaubt das sogenannte Skimming, das Abschöpfen einer Marge von ca.10%, die anfällt ohne einen Handschlag zu tun. Das ist eines der Geheimnisse des Petro Dollars. Es spült auch heute noch einen erheblichen Teil des BSP in die Kassen der USA und des UK. Ohne Arbeit und ohne Gegenwert für den schwächeren Partner.

Wie bereits gesagt, wurde die Edo Zeit mit drakonischen Maßnahmen eingeleitet. Alle Feuerwaffen wurden zerstört, Herstellung und Besitz mit der Todesstrafe belegt. Nur die Samurai durften Schwerter besitzen. Alle potentiellen Störenfriede von außen wurden verfolgt und notfalls getötet. Da so jede Verlockung sich mit entfernt liegenden Dingen zu befassen fehlte, gelangten der interne Handel, Handwerk und Landwirtschaft zu einer hohen Blüte. Eine Friedenszeit von 250 Jahren, die mit allgemeinem Wohlstand einherging, war der Lohn dafür.

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Der Angelsächsische Freihandel. Eine Orgie der Gier und der Menschenverachtung (3)
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