Versuch einer gerechteren Einkommensbesteuerung (II)

Wen interessiert das schon?

Arbeit wurde, bevor Frau Merkel vor elf Jahren die BRD ruinierte, besser belohnt. Nicht das die Löhne höher waren, aber Netto hatte die arbeitende Bevölkerung zum Monatsende noch mehr in der Tasche. Der Höchststeuersatz allerdings wurde um die Jahrtausendwende von der Rot-Grün-ReGIERung herabgesetzt. Das Hartz4-Gesetz, das nach einem kriminellen benannt wurde, stammt ebenfalls aus der Feder von Rot-Grün. Schröder und Fischer haben den Grundstein für die Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung gelegt. Der nachfolgenden GroKo-Regierung kam dies sehr gelegen und erhöhte die Mehrwertsteuer um satte drei Prozent.

Wenn Geschenke nach oben verteilt werden (Absenkung des Spitzensteuersatzes), müssen entsprechende Steuerausfälle schließlich unten wieder reingeholt werden. So einfach ist Klientelpolitik. Die, denen alles genommen wird, mucken halt nicht auf und wählen trotzdem immer wieder ihre Schlächter. Wen wunderts, denn sie werden ja auch täglich von den Staatsmedien gehirngewaschen.

Hohe Steuern fressen die Kaufkraft auf – der Konsum bleibt aus. Das bedeutet eine geringere Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen.

Weniger Kaufkraft = weniger Konsum = geringere Steuereinnahmen

Dazu ein Auszug aus „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“ (Seite 52):

2.1 Ein Beispiel von Kaufkraftverlust

Vor etwa 50 Jahren kostete ein Brötchen beim Bäcker sieben Pfennig. Heute kostet ein Brötchen ca. 35 Eurocent oder mehr. In DM umgerechnet sind das ungefähr siebzig Pfennig. Eine Preissteigerung von etwa 1.000 Prozent.

Das monatliche Bruttogehalt eines Arbeiters lag 1960 bei rund 500 DM. Entsprechend müsste heute ein Arbeiter ein Bruttogehalt von ca. 5.000 DM bzw. 2.500 Euro erhalten. In etwa kommt dies auch hin. Nun könnte man annehmen, dass sich bzgl. Inflation und Gehalt seit über 50 Jahren kaum etwas verändert hat. Auf dem ersten Blick scheint es so, aber, und das wird in diesem Zusammenhang kaum beachtet, ist, dass sich der Lohnsteuersatz seit 1960 bis heute fast verdreifacht hat.

Lag die Lohnsteuer 1960 in der Größenordnung bei zwölf Prozent, so beträgt sie heute rund ein Drittel des gesamten Steuereinkommens. Um hier einen Vergleich zu ziehen, hatte der Lohnabhängige vor 50 Jahren in etwa 20 Prozent von seinem Nettolohn mehr zur Verfügung. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die arbeitende Bevölkerung im Vergleich zu 1960 heute ca. 20 Prozent weniger in der Tasche hat.

Aufgrund massiv steigender Staatsverschuldung in den letzten 50 Jahren wird den Lohnabhängigen immer mehr Steuern abverlangt. Mit anderen Worten: Steigende Steuern mindern die Kaufkraft. Wenn dann auch noch erhöhte Preise auf lebenswichtige Produkte/Güter (Lebensmittel, Energie) anstehen, dann ist es um den Konsum nicht besonders gut bestellt.

Ein aufhellender Vergleich ist die Lohn- und Produktionsentwicklung seit 1980. War sie damals noch ausgeglichen, so sah es im Jahr 2012 schon ganz anders aus. Gegenüber dem Reallohn verdoppelte sich die Produktivität, wie die abgebildete Grafik zeigt. Die Arbeiter, die für die  steigende Produktivität maßgeblich verantwortlich waren, kamen leider nicht in den Genuss, an der Produktionssteigerung zu partizipieren.

Gewinner der Produktionssteigerung waren nicht die Arbeiter, sondern überwiegend die Aktionäre der Großkonzerne.

Zudem ist es auch kein Geheimnis, dass Großkonzerne kaum Steuern zahlen. Dafür sorgt schon die lobbyfreundliche Einheitspartei CDUCSUSPDGRÜNELINKEFDP. Als Dank dafür fließen reichlich Parteispenden aus Richtung der Großkonzerne. Aber wen interessiert das alles schon? 

„Jeder Milliardär beraubt die Gesellschaft“, philosophiert Oskar Lafontaine im Interview mit RT Deutsch. Andere zutreffende Aussagen zur Arbeiterausbeutung, zu den Medienkonzernen, der korrupten Hochfinanz und anderen Ausbeutern (Politiker), sowie zu der ungerechten Steuerpolitik finden sich ebenfalls in dem Interview. 

Der deutsche Michel lässt alles mit sich machen. Er lässt sich von den Volksverrätern belügen, einschüchtern und bis aufs letzte Hemd ausplündern – und das alles im Interesse der usraelischen Hochfinanz. Carl Friedrich von Weizsäcker hat den typisch Deutschen treffend analysiert:

„Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.“

Ist doch eine ziemlich gute Charakterbeschreibung eines durchschnittlichen Deutschen, oder etwa nicht? Am Arbeitsplatz oder beim Stammtisch sich über die Ausbeuterpolitik aufregen und anschließend wieder und immer wieder „das kleinere Übel wählen“. Ist doch so, oder?

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (Carl Gustav Jung)

Mit diesem Zitat, das zum Denken anregen soll, beende ich diesen zweiten Teil. Im letzten und dritten Teil werde ich in Kürze einen Vorschlag einer gerechteren Steuerpolitik zur Diskussion stellen.

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