Früher „Ketzer“ und „Häretiker“…

Feuer, Flammen, Glut, Glühen, Heiß, Hitze, Brennen…heute „Verschwörungstheoretiker“. Wer etwas aufzuklären sucht, begibt sich auf heißes Pflaster – zumal, wenn das was es aufzuklären gilt, aus Regierungsinteresse oder auf Kommando sehr einflußreicher Leute unter dem Teppich bleiben soll.
(foto: pixabay)

Das Wort Ketzer (ital. gazzari) wurde bereits vor dem 13. Jahrhundert ins Deutsche übernommen und im kirchlichen Verständnis für alle Arten von Häresie als abwertender Ausdruck für „Irrgläubige“ oder „Irrlehrer“ gebraucht.

Ketzer oder Häretiker war jemand, der entgegen der offiziellen Kirchenlehre eine andere als die in bestimmten Angelegenheiten für gültig erklärte Meinung vertrat. Ketzer wurden verfolgt, bestraft und getötet. Schon der Verdacht ein Ketzer zu sein bedeutete gesellschaftliche Ächtung.

Die Verbrechen der Kirche, die unter dem Vorwurf der Ketzerei begangen wurden, werden heute von niemandem mehr geleugnet.

Die gegenwärtige Angst der Mächtigen, die Bevölkerung könnte ihre geheimen Machenschaften durchschauen und Wahrheiten erfahren, die ihre Macht gefährden, verlangt einen neuen Bann gegen kritische Journalisten, Wahrheitssucher und Whistleblower. Der Begriff dafür heißt „Verschwörungstheoretiker“.

Die Idee, mit diesem Stigma unliebsame Zeitgenossen als Spinner oder Weltfremde öffentlich „hinzurichten“, taucht erstmals nach Bekanntwerden des Warren-Reports zur Ermordung John F. Kennedys auf. Die CIA äußerte sich in ihrem aus dem April 1967 stammenden Dokument #1035-960 „besorgt“ aufgrund möglicher Debatten über den Hintergrund des Präsidentenmordes. Laut einer Umfrage der als seriös geltenden, von US-Präsident Johnson ins Leben gerufenen Warren Commission gaben damals 46% der befragten US-Bürger an, dass sie nicht an die Ermordung des US-Präsidenten durch den als Mörder identifizierten Lee Harvey Oswald glaubten.

Sobald nach der CIA-Kampagne jemand an der von oben angeordneten Wahrheit kratzte, fiel das Wort “Verschwörungstheorie”. So begannen bald immer mehr Menschen zu schmunzeln, sobald von mehreren Tätern und einer Konspiration gesprochen wurde, der Urheber galt als Verrückter und das Gespräch war beendet.

Für den Schweizer Forscher und Historiker Dr. Daniele Ganser ist jede heimliche Absprache zwischen zwei oder mehr Menschen eine Verschwörung:

„Das ist alles. Es kann das Versprechen zwischen einem Jungen und einem Mädchen sein, sich um Mitternacht im Fluß zu treffen und ohne das Wissen ihrer Eltern vor dem Morgengrauen wieder friedlich im Bett zu liegen.
Das ist für die Gesellschaft harmlos. Andere geheime Absprachen planen Mord und Totschlag … Jedem Terroranschlag geht eine Verschwörung voraus, also liegen auch dem 11. September 2001, den Anschlägen in Madrid, Bali, Istanbul und London Verschwörungen zu Grunde, das ist gar nicht anders möglich.
Die Kernfrage ist also nicht, ob es sich um eine Verschwörung handelt oder nicht, denn das ist bei Terror immer der Fall, sondern wer die Verschwörer sind, und das ist eine hoch komplizierte Sache. Wer Verschwörungstheorien, also Annahmen über die mögliche Identität der Verschwörer, von vornherein als Unsinn abtut, hat keine Ahnung von der verdeckten Kriegsführung.“

Verschwörungen sind vermutlich so alt wie die Menschheit. Auch das im Buch Mose angekündigte Töten der Erstgeburt ist darunter einzuordnen (2.Mose 11,1-10).

„Und der Herr sprach zu Mose: Eine Plage noch will ich über den Pharao und Ägypten kommen lassen. Dann wird er euch von hier wegziehen lassen, und nicht nur das, sondern er wird euch von hier sogar vertreiben.
So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich durch Ägypten gehen, und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh. Und es wird ein großes Geschrei sein in ganz Ägyptenland, wie nie zuvor gewesen ist noch werden wird; aber gegen die Israeliten soll nicht einmal ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf dass ihr erkennt, dass der Herr einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel. Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Großen und mir zu Füßen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das dir nachgeht.“

Die schreckliche Tat soll wirklich stattgefunden haben, bevor die Israeliten im Exodus durch das Rote Meer der ägyptischen Sklaverei entfliehen konnten.

Alle die nach den Wahrheiten hinter dem Kennedy-Mord suchen, hinter den Umständen der Ereignisse von 9/11, hinter dem Umsturz nach den Maidan-Geschehnissen von Kiew, MH 370, Fukushima, der Schöpfung des IS, den Ereignissen in Syrien oder dem Flüchtlingsdrama, landen, solange die Machthaber ihre Akten geschlossen halten und willfährige „Qualitätsmedien“ keine Aufklärung betreiben, unweigerlich in der Schublade geistig verwirrter „Verschwörungstheoretiker“, und wer von diesen der Wahrheit zu nahe kommt, verschwindet total von der Bildfläche – wie Michael C.Ruppert, der sich 2014 das Leben genommen hat. M.C.R. galt als einer der wichtigsten Whistleblower und investigativen Autoren unserer Tage. Auf seiner Website From The Wilderness war er nach 9/11 nicht bereit, die Regierungsverlautbarungen  einfach zu übernehmen. Sein Buch “Crossing The Rubicon – The Decline of the American Empire at the End of the Age of Oil” zählt zu den besten, die über 9/11 geschrieben wurden.

Die Anschläge vom 11. September 2001 wurden durch eine erstaunliche Orchestrierung von Logistik und Personal erreicht. Das Überqueren des Rubicon identifiziert die wichtigsten Verdächtigen, einige von ihnen in den höchsten Rängen der amerikanischen Regierung, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Die Kreuzung des Rubicon ist eine interdisziplinäre Analyse von Ölbusiness, Geopolitik, Narcotraffic, Geheimdiensten und Militarismus – ohne die 9/11 nicht verstanden werden kann.

Mike studierte Politik und machte Karriere bei der Polizei in Los Angeles. Als er in seiner Funktion als Drogenfahnder angehalten wurde, in die Drogen-Geschäfte im Namen des Staats einzusteigen, wurde er zum Whistleblower und aus dem Polizeidienst gefeuert. Mike Ruppert stellte den Fake des “war on drugs” und des “war on terror” in den größeren Zusammenhang der Finanzkrise, Peak Oil und der ökologischen Katatstrophe.

„Steht unsere Welt vor einem Kollaps?“ – so lautet der Untertitel des Dokumentationsfilms mit M.C.R. über das Ende des Öls und die Folgen für die Menschheit.

Regisseur Chris Smith, der schon bei der Entlarvungs-Doku The Yes Man Regie geführt hat, wollte ursprünglich den Ex-Cop und Journalisten Michael C. Ruppert aufgrund dessen Sachkenntnisse zu Verstrickungen der CIA in Drogengeschäfte in den 1970er Jahren befragen. Doch im Interview stellte sich nach kurzer Zeit heraus, dass den Bestsellerautor von A Presidential Energy Policy oder Crossing the Rubicon ein viel schwerwiegenderes Thema beschäftigt, das er auch in seinem prognostizierenden Buch Confronting Collapse The Crisis of Energy and Money in a Post Peak Oil World niedergeschrieben hat.

Das Szenario, das der ehemalige Polizist und investigative Journalist skizziert, gibt – gelinde ausgedrückt – wenig Mut zur Hoffnung: Der Menschheit bleibt viel weniger Öl, als die tonangebenden Regierungen glauben machen wollen. Doch die führenden Wirtschaftsnationen brauchen nichts dringender als den begehrten Rohstoff. Ohne das „schwarze Gold“ bricht die globale Wirtschaft in kürzester Zeit zusammen.

Es gibt heute keine Lösung mehr und, wie Ruppert auch dies dokumentiert hat, ist das den Mächtigen bereits seit mindestens 1970 völlig klar geworden, und sie haben dennoch/oder gerade deshalb bis heute weiter Vollgas gegeben und lassen uns durch ihre Medien im Glauben, dass alles OK ist. Dabei signalisiert Solar/Wind den Massen „wir haben alles im Griff, der Erfindungsgeist der Menschen, neue Technologien und Erfindungen rettet uns, macht euch keine Sorgen“ und gleichzeitig lassen sich die Menschen auf diese Weise kräftigst und bereitwilligst absahnen.

Fakt ist, dass die Menschheit in absehbarer Zeit weitgehend auf Solar/Wind angewiesen sein wird. Andererseits sind die fossilen Energieträger auch nichts anders als kumulierte, konzentrierte Sonnenenergie, von der Natur über Zeiträume von Millionen/Milliarden von Jahren geschaffen und in nicht einmal 200 Jahren vom Menschen bis aufs letzte geplündert.

Die fossilen Energieträger auf die praktizierte Art Solar/Wind zu ersetzen, ist entweder völlige Dummheit der handelnden Personen oder eiskalte Berechnung, wobei das Zweite wahrscheinlicher ist.

Tatsächlich führt in unseren Breiten diese enorm teure und äusserst anfällige zusätzliche Struktur zum großflächigen Einsammeln der breit verstreuten Energie (2. Haupt-Gesetz der Thermodynamik) zu einer Energiesenke und nicht zu einer Energiequelle. Gleichzeitig wird damit für ganz Westeuropa die Gefahr eines in den Auswirkungen katastrophalen Blackout ganz real ins Unverantwortliche gesteigert.

Die Schlüsselbereiche, in denen der Zusammenbruch bereits stattfindet, sind Elektrizität und Ernährung.

Die Psychologie des IS

Cavelius, Alexandra

Einblick in das Grauen: Wie die Mechanismen des IS-Terrors funktionieren Das Terrorregime des sogenannten Islamischen Staates hat eine neue Dimension an Grausamkeit und Entmenschlichung erreicht. Die selbst ernannten Gotteskrieger, die seit 2011 weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle gebracht haben und in verschiedenen anderen islamischen Staaten aktiv sind, scheuen nicht vor Völkermord, Versklavung, Vergewaltigung und Zwangskonvertierung zurück, um ihr Verständnis von einem gerechten Staat durchzusetzen. Was geht in den Köpfen von IS-Kämpfern vor? Welche Ideologien lassen sie jede menschliche Regung unterdrücken? Alexandra Cavelius und Prof. Jan Kizilhan geben anhand spektakulärer Fallbeispiele einen Einblick in die Psychologie der Islamisten, die nicht erst mit den Anschlägen auf das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo den Terror bis nach Europa getragen haben. Sie zeigen unter anderem die Leiden eines Mannes, der den Massenmord in Kocho überlebt hat, die Versklavung und Vergewaltigung eines jesidischen Mädchens durch den selbst ernannten „Kalifen“ Abu Bakr al-Baghdadi und die Ausbildung zu Kindersoldaten am Beispiel eines geflohenen jesidischen Jungen. Doch auch die Täter selbst kommen zu Wort: Ein Interview mit einem IS-Kämpfer macht die menschenverachtende Denkweise dieser Terroristen deutlich.

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