ZENTRALBANKEN IM OSTEN WIE IM WESTEN STÜTZEN GOLDPREIS

von Egon von Greyerz (goldswitzerland)
Original in Englisch vom Sonntag, 2 Dezember, 2018

Gold erhält inzwischen die volle Unterstützung westlicher wie östlicher Zentralbanken. Edelmetallinvestoren können mit voller Zuversicht physisches Gold, Silber sowie Platin kaufen und halten – im besten Wissen darum, dass die Maßnahmen der Zentralbanken im Westen wie im Osten dafür garantieren, dass der Goldpreis nur steigen kann. Die erhaltene Unterstützung aus West und Ost unterscheidet sich jedoch ganz deutlich in ihrer Form. Seit Jahrzehnten sind die westlichen Zentralbanken keine Freunde des Goldes und haben ihre Bestände deutlich reduziert.

Wie man im Chart unten sehen kann, sanken die Gesamtbestände der Zentralbanken von 38.000 Tonnen – zu Spitzenzeiten Anfang der 1960er – auf 30.000 Tonnen im Jahr 2006. Auf der Verkäuferseite standen ausschließlich die westlichen Zentralbanken.

Der Chart zeigt auch, dass die Zentralbanken im Umfeld fallender Märkte verkauften und somit die schnellen Kursverluste in der Tat verursachten. Die Bank of England und die Schweizer Nationalbanken verkauften den Großteil ihres Goldes direkt am Markttief. So viel zum Verständnis der westlichen Zentralbanken von Gold!

GELDSCHÖPFUNG STÜTZT GOLD

Doch wie kann man den westlichen Zentralbanken unterstellen, sie würden den Goldkurs stützen, wenn sie eben dieses seit 40 Jahren verkaufen? Erstens haben sie seit Ende der 1990er/ Anfang der 2000er ihre physischen Goldverkäufe eingestellt. Somit drücken sie den Goldpreis auch nicht mehr offen. Allerdings verkaufen sie woanders aktiv Gold – natürlich am Papiermarkt.

Zweitens – und das ist der entscheidendere Punkt – haben sie durch unverantwortliche Maßnahmen im Bereich Geldschöpfung und Kreditexpansion die perfekte Umgebung für eine sich beschleunigende Währungsentwertung in den kommenden 5-7 Jahren geschaffen, welche Gold – in Fiat-Geld betrachtet – immer wertvoller machen wird.

JE HÖHER DIE SCHULDEN, DESTO HÖHER STEIGT GOLD

Seit Nixon fataler Entscheidung, die Golddeckung des Dollars und des Währungssystems 1971 zu beenden, ist die Schuldenlast exponentiell angestiegen. Der Chart unten zeigt, dass die Schulden jetzt untragbare Stände erreichen. Allein in diesem Jahrhundert haben sich die Schulden von 80 Billionen $ auf jetzt 250 Billionen $ verdreifacht. Seit 2006, dem Beginn der Finanzkrise, haben sich die Schulden verdoppelt!

Auch angesichts manipulierter Zinssätze – von negativ auf nur ein paar Prozentpunkte in den meisten Ländern –, ist die Zinslast schon jetzt höher als es sich die meisten Nationen leisten können. Der 35-Jahre-Zinszylus hat im Jahr 2015 die Aufwärtswende vollzogen, und wahrscheinlich werden wir mindestens 15 -16 % erreichen wie in den späten 1970er und frühen 1980ern.

GALOPPIERENDE VERSCHULDUNG IST UNFINANZIERBAR

Nehmen wir an, dass sich die Schulden bis 2030 „nur“ verdoppeln werden. Möglicherweise ist das viel zu konservativ mit Blick auf all die Probleme, mit denen die Welt in den kommenden zehn Jahren zu kämpfen haben wird. Nichtsdestotrotz würde eine Verdoppelung der Schulden bedeuten, dass sich bis Ende der 2020er eine globale Schuldenlast von 500 Billionen $ angesammelt haben wird. Eine halbe Billiarde Schulden ist eine Menge, die sich buchstäblich niemand mehr vorstellen kann. Doch nehmen wir an, dass die Zinssätze bis dahin auf „nur“ 15 % gestiegen sein werden. In diesem Fall würde eine globale Zinsrechnung von 75 Billiarden $ anstehen! Setzt man das zum derzeitigen globalen BIP ins Verhältnis, so würden die zukünftigen Zinskosten fast der gesamten heutigen Produktion von Gütern und Dienstleistungen entsprechen.

Wahrscheinlich wird auch das globale BIP bis dahin gestiegen sein, allerdings könnte eine Implosion der Weltwirtschaft ohne Weiteres für einen Rückgang des BIP um 30-50 % sorgen. Der wichtigste Grund für einen nominalen Anstieg des BIP wäre Hyperinflation. Allerdings dauert eine Hyperinflation in der Regel nur einige Jahre, worauf eine Implosion der Wirtschaft folgt. Über solche Zahlen lässt sich streiten, und keiner kann den exakten Lauf der Dinge vorhersagen. Eines ist jedoch sicher: Die Welt wird nicht in der Lage sein, die enormen Schuldenlasten zu finanzieren, die in den kommenden 10 Jahren anstehen werden.

Die Konsequenz wird unbegrenzte Geldschöpfung sein, die dann zur finalen Zerstörung des Papiergeldes seit der Gründung der Fed 1913 führen wird. Man darf nicht vergessen, dass alle großen Währungen in den letzten 100 Jahren schon 97-99 % ihres Wertes gegenüber Gold verloren haben. Die verbleibenden 1-3 % werden innerhalb der nächsten 10 Jahre verschwinden, wahrscheinlich innerhalb der nächsten 5-7 Jahre. Doch Folgendes sollte verstanden werden: Die im Vergleich zu 1913 verbleibenden 1-3 % sind unsere heutigen 100 %; das heißt also, dass die Währungen ganz auf NULL fallen werden.





EINE TOTALE KATASTROPHE FÜR DAS WÄHRUNGSSYSTEM

Wie Mises 1949 schrieb:

„Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion, oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem.

Da haben wir es also: „eine finale und totale Katastrophe für das Währungssystem“. Genau das wird die Welt in den kommenden Jahren erleben. Niemand darf glauben, dass es diesmal anders kommen wird und dass die Zentralbanken all das nicht zulassen würden. Ganz im Gegenteil: Die Zentralbanken haben diese Situation geschaffen und sie sind die Garantie dafür, dass es soweit kommen wird. Es gibt nichts Neues unter der Sonne – „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – NULL“, das meinte 1729 Voltaire.

Zwischen 180 bis 280 A.D. sank der Silbergehalt des Silber-Denars von fast 100 % auf 0 %. So druckten die Römer Geld. Es wäre ein schwerer Fehler, zu glauben, dass es diesmal nicht passieren wird – nach der größten globalen Kreditexpansion aller Zeiten.

Das wird zur Folge haben, dass alle Währungen praktisch wertlos werden, so wie in Venezuela heute. Gold wird wie eh und je glänzen, indem es seine Kaufkraft erhält, während sich die Währungen komplett entwerten. Aufgrund der Schwere der kommenden Krise werden die Edelmetalle nicht nur ihre Kaufkraft erhalten, sondern wahrscheinlich viel besser abschneiden. Venezuela – ein ölreiches und einst florierendes Land – ist unter dem sozialistischen Regime ökonomisch, politisch und moralisch zusammengebrochen. Ungefähr 80 % der Bevölkerung bekommen nicht ausreichend Nahrung, zudem breiten sich Verbrechen und Krankheiten ungezügelt aus.

Das oben Geschriebene erklärt also, inwieweit die westlichen Zentralbanken in den kommenden Jahren als stützende Goldpreisgarantie funktionieren werden. Der Osten, der die Konsequenzen der idiotischen Politik des Westens schon seit einer ganzen Weile begriffen hat, hört nicht auf, Goldmengen anzukaufen, die fast der jährlichen Bergbauproduktion entsprechen. Wie der Chart unten zeigt, hat China seit 2008 17.000 Tonnen Gold gekauft. Seit 2013 wachsen die Kaufmengen deutlich an. In den sechs Jahren zwischen 2013 und 2018 hat China 13.000 Tonnen gekauft, was praktisch der gesamten globalen Goldbergbauproduktion, abgerechnet Chinas eigener, entspricht.


WESTLICHE BANKEN REDUZIEREN GOLDBESTÄNDE

Auf jeden Fall reduzieren die Zentralbanken im Westen ihre physischen Goldbestände immer noch. Aus dem Vereinigten Königreich beobachten wir regelmäßig große Exporte. Allerdings gibt es in diesem Land keine nennenswerten Goldminen. Also handelt es sich bei den Exporten eindeutig um in London gelagertes Zentralbankengold, das entweder an den Markt verliehen oder heimlich verkauft wird. Dieses Gold wird in erster Linie von China und Indien angekauft, die sich die 400 oz-Barren in die Schweiz liefern lassen, wo sie für den anschließenden Export in den Osten zu 1-kg-Barren verarbeitet werden. Der Chart unten zeigt, dass das Vereinigte Königreich im Oktober 88 Tonnen in die Schweiz exportierte, und die USA 32 Tonnen.

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Im Jahr 2017 hat die Schweiz mehr Gold als irgendein anderes Land vom Vereinigten Königreich gekauft, und dies muss hauptsächlich Zentralbankengold sein.


Das ist Muster ist also klar: Gold fließt vom Westen in den Osten ab – in großen Mengen. Es ist unwahrscheinlich, dass Länder wie China, Indien, Russland, Thailand und die Türkei ihre Goldkäufe einstellen werden. All diese Nationen verstehen die Bedeutung des Goldes und werden auch weiterhin den größten Teil der globalen Goldjahresproduktion akkumulieren.

NÄCHSTE PHASE – GOLDKÄUFE IM WESTEN UND IM OSTEN

Während der Westen seine Währungsentwertung, die in den nächsten 3 bis 7 Jahren stattfinden wird, durch massive Geldschöpfung beschleunigt, werden auch die Goldkäufe im Westen erheblich anwachsen. Wir werden also eine Goldnachfrage aus dem Osten und aus dem Westen erleben. Hinzu wird noch eine Panik kommen, die entsteht, wenn Papiergoldbesitzer von Banken und Terminbörsen physische Auslieferung  fordern. Wie wir wissen, ist deutlich weniger als 1 % des zur Deckung des Papiergoldmarkts benötigten Goldes auch verfügbar. Die Goldnachfrage aus Ost und West in Kombination mit einer Papiergoldmarktpanik wird dafür sorgen, dass Gold nur noch zu Preisen verfügbar sein wird, die bei einem Vielfachen der heutigen Preise liegen. Ob der Preis in heutigem Geld gerechnet dann bei 10.000 $, 50.000 $ oder viel höher liegen wird, ist nicht der Spekulation wert. Klar ist zumindest, dass Gold bei 1.220 $ ein absolutes Schnäppchen ist.

BANKEN BLOCKIEREN WEITERHIN KUNDENVERMÖGEN

In meinem letzten Artikel habe ich aufgezeigt, wie westliche Banken Kundenvermögen blockieren. Aktuell passiert das immer häufiger. Diese Woche kontaktierte uns eine Person, die ein ähnliches Problem hatte. Seit über vier Wochen hatte er versucht, eine sechsstellige Summe von einer großen europäischen Bank zu überweisen, um dafür Gold zu kaufen. Bis jetzt lehnt die Bank diesen Transfer jedoch ab – unter Angabe verschiedener Ausflüchte. Die Häufigkeit solcher Fälle nimmt inzwischen deutlich zu, und das ist ein sehr deutliches Warnsignal, dass die Banken es ihren Kunden in Zukunft deutlich erschweren werden, eigenes Geld oder andere Anlagen, wie Gold, abzuziehen. Bitte lesen Sie meinen Artikel von letzter Woche und ergreifen die nötigen Maßnahmen zum Schutz Ihres Vermögens, bevor es zu spät ist. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir – bei jedem dieser von mir erwähnten Fälle – in direktem Kontakt mit der Person standen, der solches Unrecht zugefügt wurde.

Ab und zu lese ich eigenartige Kommentare, dass wir all das nur schreiben würden, um mehr Kunden anziehen. Diesbezüglich möchte ich kategorisch feststellen, dass all das vollkommener Blödsinn ist. Unser System zum Kauf und zur Lagerung von Edelmetallen haben wir vor 17 Jahren aufgebaut, Anfang 2002. Zum damaligen Zeitpunkt haben wir das nach Möglichkeit sicherste System ausgeklügelt, um unser eigenes Vermögen sowie das unserer Partner zu schützen. Das System wurde also für die private Nutzung geschaffen. Erst 2006 machten wir es auch der Öffentlichkeit zugängig aufgrund der Nachfrage zahlreicher Kontakte, die ebenfalls ihre Vermögen schützen wollten. Wir hatten zu Beginn also gar nicht die Absicht, aus all dem ein kommerzielle Geschäft zu machen, das sich an außenstehende Investoren richtet.

Doch wie Jim Sinclair spüren auch wir eine Leidenschaft, anderen Menschen dabei behilflich zu sein, ihre Vermögen zu sichern, bevor es zu spät ist. Mein guter Freund Jim Sinclair predigt diese Botschaft nun schon seit vielen Jahren – ich selbst auch. Jim Sinclair nennt es GOTS – Get Out of The System. GOTS geht dabei deutlich über Gold hinaus – mehr darüber können Sie auf Jims Webseite erfahren.

Die meisten Menschen sind nicht geschützt und nur ganz wenige sind tatsächlich Goldeigentümer. Es gibt jedoch auch Familien, die Kriege, Vermögenskonfiszierung, Bankenpleiten und Hyperinflationen selbst miterlebt haben und deshalb Gold als Lebensversicherung begreifen. Wir haben viele Kunden, deren Familien schon weit vor 1971 (als es noch bei 35 $ stand) Gold besaßen.

Jetzt bleibt nur noch sehr wenig Zeit, um die notwendigen Schutzmaßnahmen zu treffen. Wenn die Blase zu implodieren beginnt, werden die Schuldenmärkte und das System unter noch größeren Druck geraten – und zwar mehr als es verkraften kann.

Also, schützen Sie sich bitte, bitte selbst und verlassen Sie das System, solange es noch möglich ist!

Egon von Greyerz
Gründer und Managing Partner
Matterhorn Asset Management
Zürich, Schweiz

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ZENTRALBANKEN IM OSTEN WIE IM WESTEN STÜTZEN GOLDPREIS
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14 Kommentare

  1. Und das Anlegen in Gold schützt uns vor was?

    Wenn es wirklich "scheppern" sollte, in welcher Form auch immer; die Supermärkte zu oder leergeräumt sind; dann geh ich mit meinen Unzen zum Bäuerlein in nächster Nähe, sofern vorhanden, und der sagt dann: "Gold hätte ich ja genug, aber, wer weiß. wie lange das noch geht? Ich will dir nichts geben für dein Gold!"

    Was macht dann der Herr von Greyerz? Erschlägt er das Bäuerlein mit seinen Dukaten?

    • Jürgen,

      denke doch mal anders herum. Wenn Papiergeld seinen Wert gegen null erreichen wird, wird Gold immer einen Wert haben. Sicher kann man Gold nicht essen, aber Papiergeld auch nicht. Aber wer in Krisenzeiten genug Nahrungsmittel hat und Teile davon verkaufen kann, was wird er dann nehmen? Wertloses Papiergeld oder Gold und Silber?

      Vielleicht ist dann ein Sack Kartoffeln eine Unze Gold wert, denn in irgendeinen Wert oder Zahlungsmittel muß ja umgerechnet werden. Teppiche und sonstigen Schrott, wie nach dem Krieg, nimmt heute in der Wohlstandsgesellschaft niemand mehr. Dann sichert Dir das Gold Dein Überleben. Denn vergiß nicht, zu essen hat der Bauer evtl. genug, Papiergeld ist nichts wert, glaubst Du er würde Dein Gold ausschlagen? Gold ist seit ewigen Zeiten Zahlungsmittel. Nur der Wert ändert sich, geht aber niemals gegen Null. Deine gelagerten Nahrungsmittel können im Laufe der Zeit verderben, aber Gold wird nie schlecht.

      Meine Oma hat nach dem Krieg ihren Goldschmuck bei ihrer Vertreibung mitgeschmuggelt und damit ihre beiden Kinder und sich selbst durchgebracht. Allerdings schätze ich, dass heute Goldmünzen besser zu verwerten wären als Schmuck.

      • Sei versichert, ich denke immer anders herum! 😉

        Was macht Gold wertvoll? Sein Glanz und die Möglichkeit, so man sie denn hat, daraus Geschmeide fertigen zu können? Oder, ganz brutal ausgedrückt, die Gier?

        Was man mit Geld nicht machen kann, zugegebenermaßen.

        Aber, ist es nicht nur der Glaube, eine Übereinkunft, die uns daran glauben läßt, das Gold wertvoll sei?

        Genauso gut könnten es Muscheln oder Wasser sein!

        Was hätte es Deiner Oma genützt?

        Ich vertraue da lieber auf meine Konserven, wenn da eine mal nicht luftdicht war, sei es drum. Dann mache ich die nächste auf!

        Und darüber hinaus, woher soll denn das ganze Gold kommen, allein für die Millionen von Europäern um einen Krieg zu überstehen?

        Und woher die ganzen Ernten, wenn es nichts zu ernten gibt?

        Nee, nee, ohne mich!

  2. Herr von Greyerz bingt viele überzeugende Argumente für Gold.  Vor einer Woche erschien er zweimal bei Max Keiser.  Allerdings leben wir in einem geistigen Vakuum, das von den Massenmedien produziert wird.  Beispiel: Heute hat Lesch in ZDFInfo im Lesch-Kosmos eine glühende Anklage gegen Gold vorgetragen, das soviel Unglück in der Geschichte gebracht hat und jetzt immer noch den Amazonas mit Quecksilber verunreinigt.  Außerdem, so schloß er, in einer Krisenzeit kann man es nicht essen.  Wie wahr.  Allerdings macht sich Lesch somit indirekt dafür stark, daß die kleinen Leute ihr Geld weiter in zinslosem Papiergeld anlegen und in Aktien, die sich jederzeit in Luft auflösen können.  Es ist klar, daß er nur ein Agent ist, der eine pädagogische Aufgabe für die Massen hat.

    • Jürgen II,

      ich bin da ganz Deiner Meinung bzgl. Greyerz und Lesch – und überhaupt.

      @ Jürgen,

      das Angsthäschen hat doch schöne Beispiele zu den ältesten Währungen genannt. Was meinst Du wohl, warum nicht wenige Landwirte so wohlhabend sind? Denk nur mal an die Währungsreformen und die Kriegszeiten. Um zu überlegen wurde viel getauscht. Gold, Silber, Gemälde … usw. gegen Lebensmittel. Ist doch heute auch schon so. Die Leute rennen wie verrückt zu BfR nach Köln und tauschen ihre wertvollen Gold/Silber-Bestände, Gemälde …u.a. Wertgegenstände gegen in der Zukunft wertlose Euros. Auch das ist ein Teil des perfiden Plans.

      @ Angsthäschen,

      auf Gold würde ich gar nicht so den Schwerpunkt setzen, sondern vielmehr auf Silber, womit man viel kleinere Einheiten beim Tausch bilden kann. Außerdem ist Silber im Gegensatz zu Gold ein wesentlich wichtigeres Industriemetall. Solarenergie, Elekronik …u.v.m.

      In meinem letzten umfangreichen Artikel zu "Schulden, Inflation, Gold und Silber" habe ich u.a. auch auf die Vorzüge von Silber hingewiesen. Ein paar Silberunzen kann sich fast jeder leisten.

      Und wenn Gold und/oder Silber – dann NUR physisch!

      • "Älteste Währungen"

        Das war einmal! Wir sind hier heute doppelt so viele wie nach Kriegsende?

        Und unsere Ernährungslage ist ebenso "just in time" wie alles andere auch!

        Wenn die Läden leer sind, vor allem in den Ballungsräumen, da kannst du Gold oder Silber haben, egal in welchen Stückelungen, du wirst nichts dafür bekommen!!!

        Das ist doch das Problem! Dann bleibt nur noch eines: Verhungern oder du holst dir, was du brauchst …

  3. Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, in Bezug auf Nixon, dann hätte eine Goldbindung der Währungen, die inflationäre Gelddruckerei heute verhindert?
    Oder ist es vielmehr so, daß die Aufhebung bewußt herbei geführt wurde, um eben dies zu ermöglichen?
    Oder ist es so, daß es auf der ganzen Erde nicht genug Gold gibt, um jegliche potentielle Produktivität abdecken zu können?

  4. 11.12.2018

    Natürlich ist Gold kein Allheilmittel, aber immerhin eines von vielen, um sich auf den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorzubereiten.  Als ab Oktober 1944 Millionen von Deutsche aus dem Osten flohen, haben viele ihren Schmuck in Gräbern versteckt, der für sie damit verloren war.  Die Preisrelationen ändern sich auch in Notzeiten.  So erzählte mir Frau W., ihre Mutter habe für einen Eimer Kartoffeln ein Goldstück bezahlt.  

    Der Besuch der Bauern wird heutzutage kaum noch möglich sein, weil es Bauern kaum noch gibt, vermutlich weniger als 1 %, 1945 aber ca. 25 %.  

    Der Goldbesitz wird auch sofort verboten werden und wie am 4. August 1914 eingezogen.  Immerhin kostet ein 20-Mark Goldstück Wilhelm II. nicht viel mehr als der Metallwert, weil doch offensichtlich viele ihre Goldmünzen nicht abgaben.  Die Gefahr des Goldbesitzes besteht also im Krisenfall vor allem vom Staat, dessen Beamten zwar dieses Zustand hervorgerufen haben, ihn aber auf die anderen abwälzen werden.

    Es ist nur verwerflich, daß der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Agenten wie Lesch das Problem nicht objektiv darstellt, sondern die Leute mit Papiertiteln weiterhin in Abhängigkeit zu bringen versucht, genauso wie mit dem Einzäunungsverbot, durch das die Grundeigentümer an der Vorsorge für den Ernstfall gehindert werden sollen.

    Die staatlichen Organe scheinen mehr oder weniger alle bankrott zu sein, was insbesondere für die Stadt Frankfurt am Main gelten dürfte, die die Fernwärme zum 01.01.2018 phantastisch erhöht hat und jetzt durch eine Zweitwohnungsteuer versucht zusätzlich Geld einzutreiben:

    https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/amtsblatt2018_50.pdf

  5. 11.12.2018

    Unsere Vorfahren haben jahrhundertelang an den Mauern ihrer Städte gebaut, um sich und ihre Nachkommen zu schützen.  Die Mauern der deutschen Stadt Breslau waren das erste Bollwerk, an dem sich der unaufhörliche Siegeszug der Mongolen im Jahre 1215 brach.

    Demgegenüber opfern die bei uns eingesetzten hörigen Vasallen einem vorübergehenden Exporterfolg unsere Überlebenschancen, vermiesen den Deurtschen Edelmetalle und verbieten ihnen durch das  Einzäuungsverbot sich für Notfälle und Krisen zu schützen.

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