Neue Post aus Russland vom 29. Januar 2018

Stefan Lindgren
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Das Ausland investiert in Russland

Russland wird  immer attraktiver für ausländische Investierer, laut Maxim Oresjkin, Minister für Wirtschafts-Entwicklung.
„Wir sehen einen positiven Trend bei Direktinvestitionen in den vergangenen Jahren. Das Volumen überstieg 2017 20-25 Mrd. Dollar,“ sagte er auf dem Weltökonomischen Forum in Davos am Donnerstag.

Als Direktinvestitionen werden bezeichnet, wenn ein Interessent sich mit mehr als 10 % Besitzanteil in ein Unternehmen einkauft. Ausländische Unternehmen, die in Russland in den vergangenen Jahren investiert haben, trotz Finanzkrise und Sanktionen, sind mit hohen Gewinnen belohnt worden, sagte Oresjkin.

Russland ist die 6. größte Ökonomie der Welt nach China, den USA, Indien, Japan und Deutschland mit einem BNP von 4 Billionen Dollar, wenn es um die Kaufkraftparität geht.

Seit 1999 hat Russland seine Valuta-Reserven um das 30-fache erhöht, die öffentlichen Schulden auf 17,2 %  des BNP gesenkt, im Vergleich zu 92 % vor 18 Jahren. Der Gesamtwert aller Mittel im russischen Banksystem ist um das 24-fache auf 1,43 Billionen Dollar gestiegen.
Das BNP pro Kopf hat sich beinahe verdreifacht auf 27 900 Dollar, der höchste unter allen BRICS-Ländern.

Das Kredit-Rating-Unternehmen Moody‘s erhöhte am Donnerstag seine Aussichten für Russland von stabil auf positiv. Das Kreditzeugnis Ba1 wurde gleichzeitig bestätigt.

rt.com 24/1, di.se 26/1

China und Russland stehen gegen USA

China und Russland müssen gemeinsam dem Druck der USA widerstehen, sagte der Militärattaché an der chinesischen Botschaft in Russland Generalmajor  Kui Yanwei, als er den Vorsitzenden des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates Viktor Bondarew traf.

Der chinesische Diplomat sagte, dass das Pentagon in seiner neuen Doktrin China und Russland als eine Drohung für die USA ansähe. „Die USA und die westlichen Länder beabsichtigen, Russland im europäischen Teil und China im asiatischen Teil zu isolieren,“ konstatierte er laut RIA Novosti.
Laut dem Attaché müssen Moskau und Peking gemeinsam gegen die globale Bedrohung auftreten und gegen die „Herausforderungen seitens der USA und ihrer Alliierten“, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten, nicht nur in ihren Regionen, sondern in der ganzen Welt.

Das Pentagon macht in seiner neuen Strategie die US-Rivalität zu Russland und China zur höchsten Priorität und verlangt extra Geld für die strategische Konfrontation mit diesen Staaten. Das Verteidigungsministerium der USA meint, dass Moskau und Peking eine Bedrohung für die Sicherheit und den Wohlstand der USA darstellen.

Der Chef des russischen Föderationsrates Valentina Matvijenko plant, China im Frühjahr zu besuchen. „Valentina Ivanovna Matvienkos Besuch in China ist für das Frühjahr geplant und wir bereiten uns darauf vor und wir sind über die Einladung erfreut,“ sagte Bondarew.

Ihm zufolge stehen die russisch-chinesischen Beziehungen auf dem höchsten Niveau in der Geschichte und entwickeln sich immer weiter.

Die russische Föderation und die Volksrepublik China haben alle vorhandenen Grenzfragen, die u. a. zu einem bewaffneten Konflikt 1969 am Amur-Fluss führten, gelöst.

Der Handel erhöhte sich um ein Drittel in den ersten drei Quartalen von 2017 und ist wahrscheinlich auf 80 Mrd. $ gestiegen. 2020 wird er laut Prognosen auf 200 Mrd. $ wachsen.

Gleichzeitig haben beide Länder eine militärische Zusammenarbeit für 2017-2020 beschlossen, die jedoch keinen formellen Pakt darstellt. Chinas und Russlands Interessen treffen sich in der Bewahrung des Friedens und in der Unterstützung einer multipolaren Weltordnung (BRICS, Shanghai CO etc.), aber sie sind nicht identisch.

Während das Verhältnis zwischen China und Indien gespannt ist, ist das Verhältnis Russlands zu Indien entspannt. Russland hat sogar mit Indien ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit.

warandepeace.ru 22/1

Widerstand gegen Abort wächst

Der Anteil russischer Bürger, die meinen, dass Abort nicht akzeptabel sei, hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht, von 12 % auf 35 %. Die Zahl derer, die Ehebruch und gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen verurteilen, ist auch markant gestiegen, laut Angaben des Levada Zentrums. Laut Untersuchungen, die Ende Dezember 2017 gemacht wurden, verurteilen 68 % der Russen  (77% der Frauen, 57 % der Männer) außereheliche sexuelle Beziehungen, was 1998 nur 50 % taten.

Die Verurteilung von homosexuellen Beziehungen nahm von 68 % auf 83 % in derselben Zeitperiode zu, mit nur einem Prozent Unterschied zwischen Männern und Frauen. Der Widerstand gegen Aborte ist bedeutend geringer, aber um das dreifache gestiegen (37 % Frauen, 31 % Männer).

Der Vorsitzende der russischen Gynekologen-Verbandes Wladimir Serow sagte zur Zeitung Izvestija, dass die Anzahl der Aborte von ca. 5 Millionen jährlich in der Sowjetzeit auf 600 000 jährlich gesunken ist.

http://orthochristian.com 12/

USA kauft Naturgas von Russland

Ein französisches Tankerfahrzeug Gaselys ist in einem Hafen außerhalb von Boston eingelaufen, um die erste Ladung LNG-Gas von der Yamals LNG-Anlage auf der Jamalhalbinsel in Sibirien zu liefern.

Wenn man bedenkt, dass das Weiße Haus bei verschiedenen Gelegenheiten Europa ermahnt, kein russisches Gas zu kaufen, nimmt sich das Geschäft zumindest gesagt ironisch aus. Außerdem richtet sich eine Reihe der US-Sanktionen gegen die russische Gasproduktion.

Als das Fahrzeug auf seiner Reise über den Atlantik umdrehte, gab es Spekulationen, dass die USA vielleicht die russische Gas-Lieferung laut geltenden Sanktionen als verboten ansehen würden.

Außerdem ist es eine Neuigkeit für sich, dass die USA, die der größte Naturgas-Exporteur der Welt geworden ist – und jetzt auch ein Netto-Exporteur des Brennstoffes geworden ist, immer noch beim LNG-Import mit 10 % abhängig ist, hauptsächlich zur Heizung im Winter. LNG, das auf – 162 ° C heruntergekühlt wird, nimmt nur 1/600 sten Teil ein wie bei Normaltemperatur.

Die USA haben ein Gesetz von 1920, das Jones Gesetz, das verhindert, dass Gas von den neuen Export-Terminalen im Golf von Mexiko an die Östküste verfrachtet wird. Fahrzeuge und Bemannung müssen in den USA registriert sein und diese Kapazität gibt es nicht. Keines der beinahe 500 Tankerschiffe der Welt erfüllt diese Forderung des Jones Act.

Die Yamal LNG-Anlage in der russischen Arktis ist ein Gemeinschaftsunternehmen der russischen Novatek, der französischen Total, der China National Petroleum Corporation und des Seidenstraßenfonds, die jeweils 50,1 %; 20; 20 und 9.9 % besitzen.

Bloomberg 22/1

Russische Fahnen in Pyeongchang?

Zuschauer bei der Winter-Olympiade in Pyeongchang, die am 9. Februar beginnt, werden nicht gehindert, russische Fahnen zu schwenken.

Diesen Bescheid gab das Internationale Olympische Komité mit einem Verzeichnis über „verbotene Gegenstände an Wettbewerbs- und nicht-Wettbewerbs-Orten“, wozu auch „Fahnen nicht teilnehmender Länder“ gehören.

Russland wurde verboten, in Pyeongchang teilzunehmen, aber seine Sportler, die nicht wegen Doping bestraft wurden, können unter neutraler Fahne teilnehmen als olympische Sportler aus Russland (OAR). Nationale russische Symbole und Embleme sind auch während der Spiele verboten.

Außerdem gibt es detaillierte Regeln für russische Sportler, dass sie keine der Farben tragen dürfen, die es in der russischen Fahne gibt (weiß, blau, rot)! IOK lässt es noch offen, ob russische Fahnen bei der Abschlusszeremonie vorhanden sein dürfen, wenn Russland alle Forderungen der IOK erfüllt hat.

Auch wenn das Komité jetzt zustimmt, dass russische Fahnen im Pulikum vorkommen dürfen, wird in derselben Erklärung gewarnt, dass es nicht zu einer „politischen Demonstration“ ausarten dürfe. In dem Fall ist man der Meinung, dass Russland nicht alle Bedingungen der IOK erfüllt hat, so dass weitere Strafen folgen werden.
169 russische Sportler haben die Erlaubnis für die OS in Südkorea erhalten. Unter denen, die nicht anwesend sein dürfen, gibt es sogar Sportler, die niemals wegen Doping bestraft wurden.

Laut dem neuesten McLaren-Rapport wurden 43 russische Olympiker auf Lebenszeit von der OS ausgeschlossen und Russland wurde bisher gezwungen, 13 Medaillen aus Sotschi 2014 zurückzugeben. 42 von den 43 Sportlern haben gegen das Urteil beim Schiedsgericht Cas Einspruch erhoben. Nur der Bobfahrer Maxim Belugin hat dies unterlassen.

Über die Ausschlüsse auf Lebenszeit hinaus sind mehrere andere russische Sportler für die Teilnahme an der OS gestoppt worden, die „nicht ihre Unschuld beweisen konnten“, darunter der Skiläufer Segej Ustiugow und der Skischütze Anton Sjipulin.

rt.com 25/1

Der Sohn Chruschtschows warnt

Der Sohn des früheren Sowjetführers Nikita Chruschtschow hat einen Brief an Russlands Kulturminister Wladimir Medinskij geschrieben, in der er sagt, dass der Film „Stalins Tod“ ein schiefes und erniedrigendes Bild jener Periode in der Geschichte zeichnet.

„Stalins Tod“ ist eine britisch-französische politische Satire unter Regie von Armando Iannucci und behandelt den Machtkampf nach Stalins Ableben. Der Film gibt „eine falsche und erniedrigende Vorstellung von der Vergangenheit unseres Landes und ist gefährlich für das Bewusstsein der jungen russischen Generation“, schreibt Sergej Chruschtschow.

Er sieht den Film als ein Produkt „unserer ältesten und boshaftesten aller bösen Feinde“ und ermahnt den Kultur-Minister, alles zu tun, dass der Film nicht in russischen Kinos gezeigt wird.

Am 23. Januar hat das russische Kultur-Ministerium die Mietlizenz für den Film eingezogen, wodurch wahrscheinlich die öffentliche Vorführung begrenzt wird, aber kaum die Zugänglichkeit im Internet.

rt.com 24/1

Syrische Friedensgespräche in Sotschi

Schon am heutigen Montag trifft der größte Teil der 1600 Delegierten zu dem Kongress in Sotschi ein.

Von den Delegierten wird erwartet, Moskaus Friedens-Bemühungen  und Arbeit zur Wiederherstellung des zivilen Lebens in Syrien voranzutreiben. Es sollen neue Impulse geschaffen werden für einen Dialog zwischen den verschiedenen Teilen der syrischen Gesellschaft, um die Entwicklung nach dem Krieg festzulegen und die Voraussetzungen zur Wiederherstellung der Einheit des Landes zu schaffen sowie zu einer politischen Lösung durch die Syrer selbst zu finden, in Übereinstimmung mit der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates.

tass 29/1

http://rysk.info

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Und was machen die vielen Nullen in Brüssel und Berlin? Nein, nicht die hinter den vielen Schulden, sondern die, die am Monatsende ihren fetten Scheck von den ausgepressten Steuerzahlern erhalten. Sie bestimmen Sanktionen gegen Russland und verursachen volkswirtschaftliche Schäden in Mrd.-Höhe. So viel Dummheit auf einen Haufen kann es gar nicht geben. Oder liegt es vielmehr an prallgefüllte Briefumschläge, die hin und wieder den Besitzer wechseln? Nichts genaues weiß man nicht. Die Masse wird weiter für dumm verkauft – ausgehend vom zwangsfinanzierten Propagandaministerium. 

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