AKTIEN, KEIN GEBOT – GOLD, KEIN ANGEBOT

von Egon von Greyerz (goldswitzerland)
Original in Englisch vom Donnerstag, 25 Juli, 2019Kassandras enorme Frustration dürfte sehr verständlich sein. Sie hatte die Gabe, Ereignisse genau vorhersagen zu können, ihr Fluch war aber, dass niemand ihr glauben wollte. Einige von uns sind sich sicher, dass wir aktuell Zeugen des Endes einer der größten Blasen der Wirtschaftsgeschichte sind – mit verheerenden Folgen für die Welt. Doch wie Kassandra sind auch wir verflucht, denn mehr als 99,9 % der Weltbevölkerung glauben unseren Vorhersagen einfach nicht.

Doch dieses Mal gibt es folgendes Problem: Es wird nicht nur die größte Vermögenszerstörung der Geschichte stattfinden, auch die Gesellschaft wird enorme Probleme bekommen vor dem Hintergrund von Massenarbeitslosigkeit, keinen Renten, Zusammenbruch von Recht und Ordnung, sozialen Unruhen, Bürgerkrieg und geopolitischen Konflikten.

Natürlich würde auch ich lieber hoffen, diese Vorhersagen seien falsch und würden niemals eintreten.

Doch wie Winston Churchill sagte:

“DIE WAHRHEIT IST UNUMSTÖSSLICH,
BOSHEIT MAG SIE ANGREIFEN,
UNWISSENHEIT MAG SIE VERHÖHNEN,
DOCH LETZTLICH KOMMT SIE RAUS”

Das Problem dabei ist natürlich, dass man die Wahrheit häufig erst nach dem Ereignis kennen wird.

Ich hatte im Juni 2017 über Kassandra geschrieben und über sehr lange Zeit hinweg versucht, alle, die es hören wollten, zu warnen vor den Risiken und Ereignissen, die uns alle betreffen werden. Mit der Sorge um das Ausmaß der Probleme in der Welt stehen wir natürlich nicht allein. Praktisch jeder, der den Sendungen von KWN (KingWorldNews) folgt, hat ähnliche Ansichten, also sprechen wir an dieser Stelle vor geläutertem Publikum. Doch selbst vor Familie, Freunden, Geschäftsfreunden, etc. treffen wir immer wieder auf denselben Skeptizismus.

Das ist natürlich verständlich, schließlich stehen wir auch vor einem Ereignis, das nur einmal in mehreren Jahrzehnten oder aber hundert Jahren stattfindet. Das Ausmaß könnte diesmal sogar einem Multi-Jahrhundert-Zyklus entsprechen.

Wenn der säkulare Bullenmarkt zu Ende geht, werden wir alle Zeugen eines nie dagewesenen Marktverhaltens werden, wenn die Asset-Bubbles platzen. Anleger werden erleben, dass es keine Käufer gibt – egal zu welchem Preis:

AktienKeine Gebote
AnleihenKeine Gebote
Derivative – Keine Gebote
Gold – Kein Angebot

EINBRUCH BEI AKTIEN

Das bedeutet Folgendes: Während der Abwärtsphase am Aktienmarkt werden die Aktienkurse einfach nur steil abstürzen, ohne irgendwelche Käufer am Markt. Computer-Trading-Programme, die 70 % – 80 % des Handels bestreiten, werden massive Verkaufsorder ausgeben, und der Kurs wird einfach nur in ein schwarzes Loch stürzen, weil es keine Gebote gibt. Die allgemeine Anlegerschaft wird natürlich in Panik verfallen und um jeden Preis verkaufen wollen. Das Problem: Es wird keinen Markt mehr geben, weil es keine Käufer mehr gibt. Auf diese Weise können Aktien aufgrund völligen Mangels an Liquidität und Käufern innerhalb weniger Tage um 50 % oder mehr fallen.

Wie man im Dow-Chart unten sehen kann, gibt es jetzt ein 4er-Top, einhergehend mit schwächerem Momentum oder negativer Divergenz mit jedem Top. Das ist extrem negativ und wird wahrscheinlich in den kommenden Wochen oder Monaten zu großen Kursverlusten führen. Der langfristige Bullenmarkt bei Aktien geht jetzt zu Ende, und darauf folgt der größte langfristige Bärenmarkt der Geschichte.

IMPLOSION BEI ANLEIHEN

Das gleiche wird am Markt für Anleihen passieren. Investoren werden aus Staats- und Unternehmensanleihen aussteigen wollen, die wahrscheinlich keine Zinsen einbringen und in vielen Fällen ausfallen werden. Ohne Käufer wird der Anleihemarkt zusammenbrechen und die Anleihezinsen ins Unendliche steigen. Zinssätze von 50 % mögen attraktiv klingen, sie sind aber bedeutungslos, wenn weder Zinsen noch das Kapital ausgezahlt werden. An den Kreditmärkten wird totale Panik Einzug halten, während 250 Billionen $ globale Verschuldung implodieren. Unterdessen werden Zentralbanken weltweit versuchen, zusätzliche dreistellige Billionen $-Beträge zu drucken. Ein vergeblicher Versuch, die Welt zu retten.





DAS ENDE DES MARKTES FÜR DERIVATE

Aber es wird der 1,5 Billiarden $ schwere Derivatemarkt sein, der die Finanzmärkte vollkommen zerstören wird. Es handelt sich hierbei um einen völlig irrealen Markt; er funktioniert nur während Bullenmärkten, wenn Liquidität vorhanden ist und die Gegenparteien ihre Rechnungen begleichen. Bei der kommenden Implosion der Anlagewerte wird es keine Liquidität geben und auch keine Käufer wertloser Derivate, deren Gegenparteien ausfallen. Rückblickend wird man diese unglaublich profitablen Aktivitäten der meisten großen Investmentbanken als Abzocke und Betrug einstufen – mit schweren Konsequenzen für Management, Aufsichtsbehörden und auch die Welt.

Natürlich werden die Zentralbanken in Panik verfallen und unbegrenzte Geldmengen schöpfen, die Zinssätze auf null oder negativ senken, den Markthandel für längere Zeit aussetzen und die Märkte auf jede erdenkliche Art manipulieren. Doch damit werden sie natürlich scheitern, weil sie vollkommen bankrott sind – nach der Emission unbegrenzter Mengen wertloser Anleihen, die sie nie und nimmer zurückzahlen können.

GOLD UND SILBER ZU KEINEM PREIS VERFÜGBAR

Wenn Panik den Markt erfasst und sich die einstige Aktienmarkteuphorie der Anleger in völlige Verängstigung verwandelt, werden einige Investoren schnell noch versuchen, Vermögenssicherungsanlagen zu kaufen. Ein Teil ihrer vielleicht noch verfügbaren Liquidität wird in Edelmetalle, Gold, Silber und Platin fließen. Das einzig umfangreich verfügbare Edelmetall ist Gold, und anfänglich wird es auch noch erhältlich sein, obschon zu viel, viel höheren Preisen als heute.

Anfangs wird es noch ein paar willige Verkäufer geben, und Gold wird auf ein Vielfaches des heutigen Preises steigen. Doch sobald der Papier-Goldmarkt zusammenbricht, wird Panik einsetzen und dann heißt es beim Gold „kein Angebot“.

Kein Angebot“ bedeutet, dass kein Gold zu keinem Preis am Markt mehr angeboten wird, weil kein physisches Gold mehr verfügbar ist, das zum Verkauf steht. Letztlich wird vielleicht eine Preismarke erreicht, ab der der Verkauf kleinerer Mengen für einige Investoren vorbar ist; allerdings dürfte dieser Preis aus heutiger Sicht unvorstellbar hoch sein. Aufgrund von Inflation oder Hyperinflation wird wahrscheinlich kein Goldverkäufer Papiergeld als Bezahlung akzeptieren, sondern eher andere Vermögenswerte wie beispielsweise Immobilien, Grundstücke oder kommerzielle Assets wie Unternehmen.

GOLDKONFISZIERUNG

Einige glauben, dass Gold vom Staat konfisziert wird oder dass er den Goldhandel verbieten wird. Das ist auf jeden Fall möglich und man sollte vermeiden, Gold in bestimmten Ländern zu halten, wie z.B. in den USA und sogar in der EU. Das bedeutet, dass es nicht ratsam ist, Gold in diesen Regionen zu lagern oder Geschäfte über Edelmetallunternehmen abzuwickeln, deren Hauptsitze in der EU oder den USA liegen, auch wenn sich die betreffenden Lagereinrichtungen in anderen Ländern befinden.

Zudem ist es wichtig, nur mit Ländern Geschäfte zu machen, die über eine lange demokratische Tradition und Rechtsstaatlichkeit verfügen. Viele Off-Shore-Standorte (ganz gleich, ob sich dort die Lagereinrichtung oder der Firmensitz befindet) sollte man meiden. Wir hatten kürzlich einen Kunden, der sich einen kleinen Teil seiner Goldbestände aus der Schweiz nach Panama, wo dieser lebt, liefern lassen wollte. Als das Gold dort ankam, meinte der Zollbeamte, es gäbe neue Zollbestimmungen und der Kunde solle eine Gebühr von 30.000 $ für die transferierte Gesamtsumme von 150.000 $ zahlen. Hierbei handelte es sich um eine Strafe oder einen Zoll in Höhe von 20 % auf den Goldwert. Ob es sich dabei um Bestechungsgeld oder eine korrekte Zollgebühr handelte, wurde nie klar. Wir schafften es jedoch, das Gold wieder zurück in die Schweiz zu transportieren, ohne dass die Gebühr bezahlt wurde.

Aus meiner Sicht ist es höchst unwahrscheinlich, dass ein Land wie die Schweiz, die über eine traditionsreiche Goldindustrie verfügt und 70 % aller Goldbarren weltweit veredelt, Gold konfiszieren oder verbieten wird. Zudem macht Gold 29 % der Schweizer Exporte aus und das bedeutet auch, dass die Schweiz höchstwahrscheinlich nicht die Gans umbringen wird, die die goldenen Eier legt.

PENSIONSFONDS WERDEN GROSSE GOLDKÄUFER SEIN

Ein weiteres Argument, das ich höre, lautet, dass Staaten nicht es nicht zulassen werden, dass Individuen große Profite machen, wenn z.B. Gold auf ein Vielfaches des heutigen Preises steigt. Man muss sich allerdings vor Augen halten, dass in den nächsten Jahren auch Institutionen wie Pensionsfonds und Investmentfonds Gold kaufen werden – und zwar soviel sie davon bekommen können und egal zu welchem Preis, als Inflationsschutz. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Staaten dann die Goldanlagen von Pensionären und anderen Privatinvestoren konfiszieren werden.

Es gibt einen viel einfacheren Weg, um Privatinvestoren zu bestrafen, die vom kommenden Anstieg des Goldpreises profitieren, und das ist natürlich die Besteuerung. Die Vermögensanlagen der Reichen werden in den kommenden Jahren wahrscheinlich heftig besteuert werden, und aus diesem Grund ist Steuerplanung genauso wichtig wie Anlageplanung.

Sollte Kassandra Recht behalten und die Märkte werden in den kommenden Jahren implodieren, so bleibt den Investoren immer noch ein sehr, sehr kurzer Zeitraum, um ihre Vermögen zu schützen.

Globale Aktien befinden sich jetzt allesamt in der Situation, dass sie jederzeit große Verluste oder einen Crash erleiden können. Auch Edelmetalle und Edelmetallaktien stehen derzeit kurz vor Schwelle zu einem massiven Bullenmarkt. Es ist wahrscheinlich, dass diese großen Marktbewegungen spätestens im Frühherbst 2019 einsetzen werden, und möglicherweise sogar eher.

GOLD IST KEIN INVESTMENT – ES IST VERSICHERUNG UND GELD

Wir dürfen nicht vergessen, dass Gold nicht in erster Linie ein Investment ist, auch wenn es effektiv betrachtet deutlich aufwerten wird. Gold ist aber Versicherung, Gold ist Geld, Gold ist Vermögensschutz und Gold ist der einzige Vermögenswert, der nicht von einer Drittpartei abhängig ist.

Leider kennt kaum jemand diese wichtigen Fakten und leider wird kaum jemand auf das vorbereitet sein, was sehr bald schon kommen wird.

Egon von Greyerz
Gründer und Managing Partner
Matterhorn Asset Management
Zürich, Schweiz

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AKTIEN, KEIN GEBOT – GOLD, KEIN ANGEBOT
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12 Kommentare

  1. CIA in der Schweiz!:
    https://wahrheitschweiz.files.wordpress.com/2015/10/10-grc3bcnde-warum-die-cia-in-der-schweiz-beheimatet-ist.pdf

    Die gefährlichste MAFIA der WELT – Die NATO – AUCH IN DER SCHWEIZ!!!
    Dr.Daniele Ganser
    Ab Min. 40:16
    https://youtu.be/22mFeOo3G-s?t=2416
    https://www.youtube.com/watch?v=22mFeOo3G-s

    Auswandern: Schweiz – Der Dritte Weltkrieg – wo und wo nicht
    http://www.ausmeinersicht.com/Der%20Dritte%20Weltkrig_wo%20und%20wo%20nicht.htm

    Die Schweiz ist das ruhende Auge des globalen Sturms; frei von Finanz- und Staatskrisen und frei von Krieg seit über 500 Jahren.

    Platziert in der Mitte Europas, ist die Schweiz die Heimat der einzig wahren CIA “Central Intelligence Agency”. Die CIA, die unter dem Alias Holy See (d.h. der Heilige Stuhl/Heiliges “C”) operiert, wurde 40 Jahre nach der Confoederatio Helvetica (heute bekannt als Schweiz) gegründet. Zur Zeit dient die Schweiz als die Hauptbasis der CIA, weche ihr Hauptquartier offensichtlich ausserhalb von Genf hat, wie im Report vom 17. September 2015 von Truther.org beschrieben, mit dem Titel: CERN Identified as Secret Entrance to Subterranean CIA Headquarters Beneath Lake Geneva”. Mit den nachfolgenden Begründungen kann schlussgefolgert werden, dass die Schweiz wirklich die Heimat der CIA ist. Der erste Schritt in diesem Prozess ist es, dem Weg des Geldes zu folgen, welcher hier direkt zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, Schweiz, führt, welcher insgeheim die ruchlosen Aktivitäten der CIA finanziell unterstützt. Die Schweiz ist einzigartig im Vergleich zu allen anderen Staaten, was von dem CIA-beherbergenden Staat erwartet wird. Obwohl die Schweiz letztlich für die Kreation unaufhörlicher Attentate, Terroranschläge und Kriege in der ganzen Welt verantwortlich ist, bleibt sie jedoch selbst vor solchem Chaos verschont.
    https://wahrheitschweiz.files.wordpress.com/2015/10/10-grc3bcnde-warum-die-cia-in-der-schweiz-beheimatet-ist.pdf

  2. Wenn das hier so stimmt, wie es der Autor schreibt, dann muss man doch nur sein Geld liquide halten und Kauforders für etwa 50% des Wertes auf solche Aktien setzen, die historisch Bestand haben werden, weil die Unternehmen selber liquide sind und Produkte produzieren, die auch in einer Krise nachgefragt werden werden.

    Denn dann steigt man beim Crash ein, kauft die jetzt überbewerteten Aktien, wenn alle verkaufen und hat den Wertverfall umgangen und danach solide Anlagen. Man ist dann Gewinner des Crashes.

    Übrigens ist es meistens so, dass abwechselnd (zyklisch) immer einmal die festverzinlichen Anlagen und einmal die Aktien einbrechen. Diesmal steht eigentlich der kleine oder große Crash der festverzinslichen Anlagen (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Versicherungen, Sparanlagen, usw.) an. Also da wo die Deutschen ihr Geld haben. Ist mit der EZB und der Haftungsübernahme und dem Bailin bei den Banken alles auch vorbereitet.

    Die wären mit Aktien sicher besser dran, solange sie nicht bei europäischen Banken im Depot liegen.

    Zum Thema Gold: Gold ist eine Wertaufbewahrung. Ist der Markt eine Blase, dann ist der Goldpreis hoch. Platz die Blase, dann sinkt sofort auch der Goldpreis. Es ist eine Ilusion, dass man sein Gold durch die Krise bringt und dann plötzlich Millionär ist. Denn sobald die Krise abgesagt ist, fällt das Gold ins bodenlose und man hat etwa genausoviel wertbereinigt, wie man jetzt hat.

    Gold ist nur dann eine gute Investition, wenn man auf dem Peak in der Krise verkauft. Schichtet man dann aber um, besteht wieder das Risiko, dass man mit der neuen Anlage massive Verluste hat. Insofern ist es sicher richtig, einen Teil des Vermögens in Gold zu halten, aber nur als Versicherung für schlechte Tage und nicht für die große Gier. 

    Übrigens ist Gold meiner Meinung am besten als Spurenelement im Essen verwendet.

    Und 1929 war eine weltweite Deflation. D.h. alles wurde immer weniger wert. Das Problem Deutschlands war damals, dass man Anleihen in Fremdwährungen hatte, die man nicht mehr bedienen konnte, weil die eigene Währung stärker an Wert verloren hatte.

    Der Goldpreis war übrigens fixiert und wurde in den USA dann erst freigegeben. Und es gab während dieser Megakrise keine Explosionen des Goldpreises. Erst nach dem Ende der Krise so ab 1938 – 1939 stieg dann der Goldpreis an. Und selbst während des 2. WK war der Goldpreis nur etwa 70% höher als 1929. 

    Wobei man auch noch die Inflation abrechnen muss, die damals höher war als heute.

    Später gab es dann den fixen Goldpreis im Bretton Woods Abkommen. Und erst als die USA den Betrug beim Bretton Woods Abkommen nicht mehr verdecken konnten und das Abkommen ohne Auszahlung der Goldgegenwerte beendet hat, ist Gold dann entsprechend der immer weiter durch das Fiat-Money System aufgeblähten Geldmenge gestiegen.

    Kommt es aber zum ganz großen Crash, dann werden die Banken ihre Kredite und Kreditlinien zurückfordern und damit die Geldmenge einbrechen lassen und damit auch den Goldpreis kolabieren lassen.

    Wird das Spiel mit dem Dollar aber so weitergehen, dann wird sich der Goldpreis weit überdurchschnittlich entwickeln. Man weiss dann aber nie, wann es klug wäre, z.B. auf Aktien umzuschichten, weil die eben dann auch in der Blase stecken. Und am Ende ist man genauso reich oder arm wie vorher, es sei denn der Staat holt sich das Geld dann bei den Goldanlegern. 

     

  3. Martin: Da liegt vielleicht ein Missverständnis vor. Gold ist eine Universalwährung, welche  sich nicht mit einem festen Wechselkurs zum irgendeinem Notenbankgeld bewerten lässt. Die Bewertung nähert sich der Realität, wenn man z.B. Gold in Broteinheiten misst. So entsteht die Frage wie viele Broteinheiten kann ich nach einem Zusammenbruch der Währungen mit einer bestimmten Menge Gold noch kaufen. Das kann weniger sein als derzeit, aber dann immer noch mehr, als mit wertlos gewordenem Papiergeld. Geld sparen um bei einem Zusammenbruch der Währungen Aktien zu kaufen ist natürlich ein Trugschluss. Keiner verkauft was gegen Nullen. Am besten vergleicht man die Geldmenge M3 mit dem aktuellen Goldpreis. Dann erkennt man, das der aktuelle Goldpreis der Geldmenge deutlich hinterherhinkt. Wenn die Notenbanken, diesen Überschuss nicht abschöpfen können, beginnt die Inflation. In der BRD schöpfen derzeit Millionen Flüchtlinge massiv Geld ab, was auf Kosten der Steuerzahler umverteilt wird. Derzeit 30 Milliarden pro Jahr, fast 10% des Bundeshaushalts.  Wenn die Wirtschaftsleistung weiter nachlässt beginnen die Verteilungskämpfe, dann kommt bald der Bürgerkrieg.

    • Erfahrungsgemäß sind die Leute in solchen Krisen reich geworden, die Nahrungsmittel anzubieten hatten (Landwirte) und nicht die, die Gold hatten. Hätten die Landwirte das Geld dann in Aktien oder Immoblien und nicht in ihre eigenen Landwirtschaftlichen Betriebe investiert, wären sie schwerreich geworden. Aber wenn alle sehr viel Geld dann in Landwirtschaft investieren, ensteht da natürlich auch eine Blase und macht alles teuer.

      Ein normaler Verkäufer kann überhaupt nicht überprüfen, ob das Gold oder Silber echt und in welcher Qualität ist. Also wird er seine Nahrungsmittel nur für den Preis abgeben, bei dem er auch dann einen Vorteil hat, wenn es sich um sehr minderwertiges Gold handeln würde. Und man schmeisst das Gold quasi weg, wenn man es tauschen muss.

      Ich vermute nicht, dass sie von Anfang Gold mit besonders niedrigem Goldanteil gekauft haben, um dem entgegen zu wirken? Oder gar Scheingold?

      Die Schwarzmarktwährungen in der Krise waren nie Gold oder Silber sondern Dinge wie Zucker und Zigaretten. Wo jeder den Wert einer Schachtel oder eines Kilo genau einschätzen kann. Genormt und von jedem zu überprüfen.

      Und wertloses Geld gibt es bei einem Währungscrash und einer Hyperinflation. Die Voraussetzungen dafür ist aber, dass der Staat in Fremdwährungen verschuldet ist und nun die Schulden nicht in eigener Währung tilgen kann.

      Sind die Schulden wie (hoffentlich) heute in Euro Staatsanleihen und Euro Krediten, dann werden wir selbst beim großen Crash keine Hyperinflation erleben, sondern viel eher eine Deflation wie in Japan der 80er Jahre.

      Sclbst wenn die EZB dann Abermilliarden herausgeben würde, um damit Kredite und Staatsanleihen von Schuldenstaaten zu tilgen, würde durch die Vernichtung der Kredite nicht mehr Geld im System entstehen sondern weniger.

      Denn die Geldschöpfung geschieht im Fiat-System über Kredite. Dabei entsteht nicht nur Geld durch den ersten Kredit sondern die Banken nutzen die geringe Eigenkapitalquote, um im System vorhandenes Geld maximal über neue Kredite aufzublähen und damit maximal zu an Zinsen und Investitionen zu verdienen.

      Und das läuft dann Rückwärts. Für jeden Euro getilgten Kredit verringert sich die Geldmenge um ein Vielfaches. Es gibt dann keine Inflation. 

      In Japan war damals die riesige Immobilienblase geplatzt. Da aber die Schulden in Yen waren und v.a. von Japanern gehalten wurden, hatte das wenig Einfluss auf den Lebensstandard. Die Japaner hatten Probleme wegen fehlender Binnennachfrage, da ja alles langasm billiger wurde und es keinen Sinn machte Dinge zu erwerben. Die hatten dann auch erstmal Massenarbeitslosigkeit, aber keine Krise, die existenzbedrohend gewesen wäre.

      Aber da Deutschland eh keine große Binnennachfrage hat sondern vom Export lebt, wäre das auch kein großes Problem. Problematisch wäre vielleicht, dass man Löhne kaum senken kann und diese relativ bei einer langen Deflation steigen. Aber da Deutschland eh zu niedrige Löhne hat, wäre auch das kein existenzielles Problem.

      • "Ein normaler Verkäufer kann überhaupt nicht überprüfen, ob das Gold oder Silber echt und in welcher Qualität ist"

        14.06.2015 – Achtung Goldmünzen: Warnung vor Wolfram-Fälschungen – Im Internet werden Goldmünzen zu Sonderpreisen angeboten. Doch Achtung: Diese könnten mit Wolfram ausgehärtet sein. – Alibaba bietet gefälschte Goldmünzen mit Wolframkern zu Sonderpreisen. Der Krügerrand sieht nicht nur echt aus, er fühlt sich auch so an und Abmessungen, Gewicht sind korrekt. So wirbt der Verkäufer bei alibaba.com – Der kleine, aber feine Unterschied: er besteht zu 99% aus Wolfram und trägt nur außen eine hauchdünne Goldschicht. Da die Fälschung offenbar recht teuer ist, geht so eine 1-Karat-Falsch-Goldmünze für immerhin rund 250$ über den Tisch. Minimum-Abnahme: 10 Stück. Bei größeren Bestellungen gibts Rabatt. Bestellbar ist der falsche Krügerrand auch im Hunderter-Pack. Als Verwendungszweck werden „Dekorationsgründe“ genannt. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass international gut organisierte Internethändler die Fälschungen für echt verkaufen. Und da bringt eine 1-Unzen-Krügerrand rund 1100 Euro. Für den Laien ist der Unterschied praktisch nicht erkennbar. Und selbst wer tatsächlich glaubt, einen falschen Krügerrand in der Hand zu halten, wird das Geheimnis wohl für sich behalten – aus Angst vor herben Verlusten.
        http://www.mmnews.de/index.php/gold/46937-goldmuenzen-wolfram
        https://www.mmnews.de/gold

  4. Um es noch einmal deutlich zu machen. Nach WWI ließen sich bestimmte Juden von den Alliierten das Monopol auf Lebensmitteleinfuhren in das verhungernde Deutschland geben. Dann begannen sie die deutsche Bevölkerung auszusaugen, in dem sie die Lebensmittel nur gegen Edelmetalle und Edelsteine und Immobilien abgaben. Papiergeld, wie gesagt. war nahezu wertlos. Auch Landwirte, soweit es ihnen möglich war, beteiligten sich an dieser Abzocke. Das war denen allerdings bei Strafe verboten. Diese Ausbeutung und der bekannt gewordene Einfluss auf die Bildung der Entente Cordiale von England, Belgien, Frankreich und Russland zur Zerstörung  Deutschlands und Österreich-Ungarns führten zu den bekannten Folgen. Derzeit erleben wir, dass international Konzerne überall in der Welt mit billigen Krediten Farmland aufkaufen; aber bestimmt nicht um die guten Hirten zu spielen. Die schlechte Nachricht ist, dass die nahezu als kriminell einzustufende EZB den Ultrareichen das billige Geld dafür liefert.

    • "Die schlechte Nachricht ist, dass die nahezu als kriminell einzustufende EZB den Ultrareichen das billige Geld dafür liefert°

      06.09.2015 – Renminbi wird erst Welt-Reservewährung im Herbst 2016 – Auf dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Ankara wurde deutlich, dass es gegen eine Aufnahme des Renminbi in den Währungskorb (Special Drawing Rights – SDR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) kaum mehr ernstzunehmende Widerstände gibt. Da der Fonds vor kurzem beschlossen hat, die geltende Zusammensetzung bis September 2016 zu verlängern, könnte der Renminbi allerdings erst im Herbst 2016 Bestandteil des Währungskorbes werden. (Reuters)
      http://www.cash.ch/news/top_news/renminbi_wird_bald_weltreservewaehrung-3364947-771

      Ein Geistlicher aus den USA namens David Wilkerson hatte 1974 eine Vision zu einer Wirtschaftskrise (aus dem Buch 'Die Visionen"):

      "Nicht nur der amerikanische Dollar wird in sehr große Schwierigkeiten geraten, sondern auch alle anderen Währungen der Welt. Ich sehe, wie Europa von einer totalen ökonomischen Verwirrung gepackt wird, die dann auch Japan, die USA, Kanada und kurz darauf alle anderen Nationen der Erde ergreift. Es Ist nicht eigentlich eine Wirtschaftskrise, die Ich kommen sehe – aber eine Rezession von solchem Ausmaß, daß dadurch die Lebenshaltung fast aller Gehalts- und Lohnempfänger auf der Welt beeinflußt wird. Die größten Wirtschaftsfachleute der Welt werden nicht in der Lage sein, das ökonomische Durcheinander zu erklären, und eine Internationale Angstkrise wird sich entwickeln. Der Ruf wird immer lauter werden, alle Finanzsysteme der Welt dadurch zu stärken, daß man sie in ein einheitliches System einordnet. Ob Sie es glauben oder nicht – aber auch das Gold wird seinen Wert nicht behalten."
      http://www.j-lorber.de/proph/3wk/statist-zusammenschau.htm

      (Grund für den Gold-Preisverfall?: Regierungen, Institutionen und Privatleute verkaufen Gold, um liquide zu sein. Würde jeder versuchen, Gold zu Geld zu machen, so würde der Goldpreis weiter fallen).

      • Tommy Rasmussen:"Grund für den Gold-Preisverfall?: Regierungen, Institutionen und Privatleute verkaufen Gold, um liquide zu sein. Würde jeder versuchen, Gold zu Geld zu machen, so würde der Goldpreis weiter fallen."

        Wir diskutieren über die Folgen einer Währungskrise mit Verfall der Währungen. Frage: Worin dann liquide?, Um Gold oder andere Assets in Dollarnoten oder Euro mit 10 Nullen umzuwandeln oder doch besser Gold als Tauschmittel gegen Nahrungsmittel, Medikamente, Kraftstoffe einzusetzen. Wer will in einem extrem inflationärem Umfeld Gold zu Geld machen, wenn es nicht unbedingt nötig ist? 1923 betrug die Inflationsrate in D bis zu 100% pro Tag. Unter den Umständen gibt es kein angemessenes Gold Angebot mehr.

        • " Unter den Umständen gibt es kein angemessenes Gold Angebot mehr. "

            Nicht nur unter diesen Umständen! Wenn man die Produktivität von vor hundert Jahren mit der heutigen vergleicht, wo soll denn das ganze Gold herkommen, um allein diese abzudecken?

           Das Hauptproblem ist doch, daß das Recht, Geld zu drucken, privatisiert wurde und somit die Geldmenge weder der Wirtschaftsleistung entspricht und auch nicht mehr kontrolliert werden kann!

           Der Tausch ist somit die einzig gerechte Möglichkeit Ware gegen Ware oder Ware gegen Dienstleistung zu handeln. Erst dann profitiert auch der Fleissige und nicht nur der Reiche! Vielmehr sind dann ALLE darauf angewiesen, fleissig zu sein! Ein jeder dann so, wie er kann!

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