Warum Steinbrück nichts im Kanzleramt verloren hat

Tageskommentar 10. Dezember 2012: Dr. Norbert Leineweber,
Drei beliebige Gründe weshalb ein Steinbrück bzw. ein „Gemeinwohl-Peer“ nichts im Kanzleramt verloren hat

1) Steinbrück unterstützt einen Mindestlohn von 8,50 €. Er befindet demnach wieviel jemand bekommen sollte. In einem anderen Zusammenhang redet er aber von Leistung und Gegenleistung. Und da haben wir Steinbrück an seiner intellektuellen Schwäche ertappt.
Wer etwas bekommt, muss also auch was gleichwertiges geben. Und da stellt sich ganz einfach die Frage was denn jemand leisten oder können muss, um 8,50€ zu bekommen. Wenn ein Sozialdemokrat für absolute Nix-könner 8,50 € Euro fordert, soll er eine Firma mit seinen Vortragsmillionen aufmachen und das auch praktizieren. Er kann dann nach Belieben Mindestlöhner zu 8,50 einstellen und eine Leuchtturmfunktion übernehmen. Sicher schließen sich dann die anderen Genossen an und schaffen ein Beschäftigungswunder. Und dann schafft es die Partei gigantische Gewinne zu erzielen und gleichzeitig die Ausbeutung zu stoppen. Und Steinbrück wird zum sozialen Ausgleich auch für 8,50€ referieren. Das ist dann der reziproke Mindestlohn, wenn jemand für Unvermögen 8,50 bekommen soll, muss logischer Weise jemand der etwas kann auch für 8,50€ arbeiten, um statistisch für den entsprechenden Ausgleich zusorgen.

Wer in einer globalisierten Weltwirtschaft nicht weiß, dass man für 8,50€ auch was können muss, hat seinen Intellekt beschädigt, sofern überhaupt vorhanden.

Was ist denn eigentlich, wenn ein Pole für die Hälfte dreimal soviel kann? Die Antwort ist ganz einfach: So weit kann Steinbrück nicht denken.

2) Steinrück hat vergessen zu erläutern dasss die SPD dem 90 Mrd.-Hilfspaket der Griechenlandhilfe vor einer Woche zugestimmt hat.

44 Mrd. Paket und 45 Mrd versteckte Zinsgeschenke beim EFSF. Steinbrück kennt nicht einmal die Gesamtsumme!

Nun, hier hätte Steinbrück damit protzen können, dass man als SPD für den Bürger aufpasst, wenn man Schulden sozialisiert.

Er meint zwar, dass der Bürger aufpassen würde, er selbst kann aber offensichtlich nicht aufpassen. Damit ist Steinbrück nicht einmal als Hilfsaufpasser für die Sozialisierung von Schulden befähigt.

Damit stellt sich denn die Frage wo die Bürger noch aufpassen könnten, wenn es Peer nicht kann. Nun sie sollten bei seinen geplanten Steuerhöhungen aufpassen. Nach seiner Lesart passen ja „Leistung und Gegenleistung“ in einer Marktgesellschaft besser zusammen. Das ist schon eine tolle Kreation Marktgesellschaft. Die Volkswirtschaftslehre wird demnach umbenannt in Marktgesellschaftslehre, an der die Gesellschaft dann teilnimmt, und zu der Steinbrück dann referieren darf.

Nun da ist Steinbrück in bester Gesellschaft, weil die Kanzlerin auch nicht weiß was Soziale Marktwirtschaft bedeutet. Wenn ein Kanzlerkandidat bei einer Staatquote von 50% meint noch mehr soziale Gerechtigkeit finanzieren zu müssen, übersieht er, dass er den Bürger schon entmündigt, wenn ihm die Hälfte abgenommen wird. Und der Staat kontrolliert jeden zweiten erwirtschafteten Euro.

Damit ist die Marktgesellschaft schon längst erreicht. 50% ist Markt, 50% ist Gesellschaft. Es fehlt nur noch ein Genosse, der ihn darüber aufklärt.

3) Ansonsten gibt Steinbrück die alten Schuldenmachersprüche in neuem Gewand eines Umverteilungskünstlers von sich.

Die hohlen Phrasen von mehr Gerechtigkeit kann man nicht mehr hören. Und Freiheit ist für Steinbrück dann gegeben, wenn die Staatsquote 50% beträgt. Der Staat nimmt jeden zweiten erwirtschafteten Euro ein, um dem Bürger die Freiheit über seine Finanzen zu entziehen, das ist die Wahrheit. Dann noch ein paar 40 Mrd. Zusatzsteuern und fertig ist das Märchen von der sozialen Gerechtigkeit.

Sozial ist was Arbeit schafft von der man leben kann. Damit ist die Produktivität sozial, weil die nämlich die Arbeit schafft, von der man leben kann (so genannte Grenzproduktivitätstheorie). Das ist ein ganz neuer Ansatz in der Sozialpolitik: Je produktiver, desto sozialer. Und damit ist zumindest klar, dass sozial von der gesamtwirtschaftlchen Produktivität abhängt und leider nicht von einer Umverteilungskoalition aus Rot-Grün.

Und noch eines:

Eine Richtungswechsel in Wirtschaft und Gesellschaft gibt es nicht. Wirtschaft bleibt Wirtschaft und Gesellschaft bleibt Gesellschaft. Ein Richtungswechsel könnte allenfalls beinhalten, die Wirtschaft für mehr Gemeinwohl zu vergesellschaften. Das hatten wir schon im Sozialismus.

Die Anlehnung an die Altvorderen der Partei wie Schmidt und Brandt, die ersten beiden Schuldenkanzler, ist selbstredend. Schmidt hat auf dem Parteitag nachweislich geraucht und wohl Steinbrücks Hirn vernebelt, wie die Punkte 1 bis 3 zeigen.

Quelle:

Steinbrücks Hausse a la SPD

Die Ironie einer Kandidatur (FAZ)

Steinbrück zum Kanzlerkandidaten gewählt (FAZ)

Quelle: fortunanetz


 

(Visited 6 times, 1 visits today)
Warum Steinbrück nichts im Kanzleramt verloren hat
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*