Die brüchigen Fronten des großeuronischen Reichs

von Peter Ziemann

Während sich die EU-Diktaturen heute in Oslo bei der Übergabe des Friedens-Nobelpreises gegenseitig mit Selbstlob überbieten, brechen immer mehr Befestigungs-Stellen des laut dem damaligen Finanzminister Theo Waigel 400 Jahre überdauernden Euro zusammen. Selbst das HANDELSBLATT bezeichnet die Verleihung als lächerlich – und sogar kontraproduktiv.

Das letzte Opfer – Frankreich. Diese selbstgefällige, von jakobinerischem Verbrechertum zersetzte Nation wird zu Recht in den hiesigen Medien als das sozialistischste Land Europas bezeichnet. Da ist es völlig belanglos, ob eine vermeintliche konservative Gruppierung regiert. Oder wie jetzt unter Hollande die Sozialisten.

Systeme, die nur auf Aggression gegen Drittstaaten, einen immer weiter steigenden Staats-Apparat und eine unter diesen Rahmenbedingungen dezimierte Unternehmerschaft basieren, richten sich am Ende selbst. Die derzeitige Politik Hollandes hat das Fass lediglich zum Überlaufen gebracht – die Grundlagen für diesen Total-Bankrott haben die Regierungen der letzten Jahrzehnte gelegt.

Die Eliteschule ENA (École Nationale d’Administration), die totale Staatsgläubigkeit und die unselige Verquickung von Großindustrie und Staat müssen zuerst bis auf die Wurzeln ausgerottet werden, damit in diesem Land wieder Keime des Wiederaufbaus treiben können.

Die Grande Nation ist in Wirklichkeit ein großer Scheißhaufen.

Hans-Olaf Henkel drückt das in seiner HANDELSBLATT-Kolumne trocken wie folgt aus: Was der Euro konjunkturell anrichtet, zeigen die neuen Arbeitslosenzahlen und die Prognosen der EZB. Mit 18,7 Millionen sind heute so viele Eurozonenbürger arbeitslos wie noch nie. Allein im November sind 173.000 Arbeitslose hinzugekommen. Alles schaut zwar auf Griechenland, dabei wird übersehen, dass Frankreich zum Geisterfahrer auf der Euroautobahn geworden ist. Francois Hollande fährt nicht in Richtung Fiskalpakt. Er fährt gegen die Wand. Derweil sitzen die Deutschen mit im Eurobus, greifen nicht ins Steuer, aber aussteigen dürfen sie auch nicht.

Wären die Franzosen doch wirklich die Geisterfahrer – in Persona einer Marine Le Pen beispielsweise. Dann gäbe es einen mächtigen Crash in der Euro-Zone, der zwar viele Opfer kosten würde – aber die Nationen wieder auf die Schiene der nationalen Währungen setzen würde. Oder noch besser – einem stabilen Goldstandard.

Aber so fahren Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die anderen Euro-Länder gemeinsam gegen eine Wand – Deutschland stellt das schnelle Auto, die Italiener sorgen für die entsprechende Beschleunigung und Spanien hält den Kurs. Schließlich füllt Frankreich zusätzlich noch Raketen-Treibstoff in dieses Gefährt. Weil alle gemeinsam an den alternativlosen Erfolg dieser Mission glauben, wurden die Bremsen vorsichtshalber ausgebaut. Kein Wunder, dass der Aufschlag so heftig ausfallen wird, dass er alle pulverisieren wird.

Zusätzlich bricht die Euro-Südfront (Italien) wieder ein, nachdem der Goldman-Sachs Statthalter Monti wohl nun von seinen Landsleuten abserviert werden wird. Kommen die deutschen Fallschirm-Springer wieder zu seiner Rettung?

Wie kritisch die Lage der Totgeburt Euro ist, kann man wegen der verzweifelten Rettungsbemühungen an der Südost-Flanke (Griechenland) nur erahnen. Eine deutsche Division nach der anderen wird dort aufgerieben – Euro-Helden sterben eben früh aber sinnlos. Nur unsere Geliebte Führerin und unser Böser Rollstuhlfahrer vertuschen noch das Desaster des modernen Stalingrads. Von den deutschen Geldern dort werden wohl keine Überlebenden heimkommen.

Wie wir doch auch in anderen Euro-Ländern unsere Ersparnisse in spanischen Schrott-Immobilien und den südeuropäischen Konsum-Anleihen versenkt haben.

Die Euro-Staaten sind in einem Dilemma gefangen, vor dem schon Friedrich der Große – König von Preußen – gewarnt hatte: Wer alles verteidigen will, verteidigt nichts.

Quelle: bullionaer

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