Troika beharrt auf Wasser-Privatisierung in Griechenland

Trotz des internationalen Widerstands gegen die Wasser-Privatisierung in Griechenland beharrt die Troika auf der Privatisierung der Wasserwerke in Athen und Thessaloniki.

Die geheimen Kontakte der Troika mit der Kommission zur Realisierung des Programms zur Privatisierung des Wassers in Griechenland gemäß dem in Portugal adoptierten Modell gehen weiter. Ziel ist, dass die Trinkwasserversorgungsnetze der EYDAP in Athen – Piräus und der EYATH in Thessaloniki schnellstmöglich in private Hände übergehen.

Wie Peter Brabeck, Präsident der multinationalen NESTLE (weltweit größter Abfüller von Trinkwasser) vertritt, ist das Wasser kein öffentliches Gut, und wie das Erdöl oder das Erdgas, aber auch der Mineralreichtum allgemein muss es von Privatleuten verwertet werden.

Privatisierung ist das erste Stadium eines Kriegs um das Wasser

In diesem Rahmen enthüllte die Sendung “Monitor” des öffentlichen deutschen Fernsehens die methodisierte Betreiben der Troika, aber auch die Aspekte des von Griechenland unterzeichneten Memorandums, in dem auch die Abtretung der Wasserversorgungsnetze an private Gesellschaften vorgesehen ist.

Zu einer Stunde, wo die Gegenreaktionen in Thessaloniki mit der “Bewegung der 136″ zunehmen, die beispielsweise mit Bill Gates’ Präsenz auch internationale Dimensionen annimmt, beginnt die Ansicht des Memorandums über die Privatisierung des absolut öffentlichen Guts, welches das Wasser darstellt, sich in Brüssel in die Agenda einzunisten. Heute wurde gerade enthüllt, dass im Jahr 2050 rund 5,5 Milliarden Bewohner des Planeten, also die halbe Bevölkerung der Erde, keinen Zugang zu Trinkwasser haben werden. Kurz gesagt ist die Privatisierung der Wasserversorgung das erste Stadium eines nächsten Kriegs um das Wasser.

Die Reportage des deutschen Fernsehens nimmt Bezug auf die Region Pacos de Ferreira in Portugal, wo die Privatisierung durchgesetzt wurde und innerhalb weniger Jahre die Tarife um 400% stiegen und sich weiterhin jedes Jahr um 6% erhöhen. Schriftstücke – Dokumente belegen den Beschluss über die “Öffnung des Marktes” des Wassers, beginnend von den Ländern des Südens, einem Markt, der auf dreistellige Milliardenbeträge veranschlagt wird.

Die “Bewegung der 136″

Die Bewegung 136 ist eine Initiative von Bürgern, die sich der Privatisierung der Wasserwerke Thessalonikis widersetzen und dagegen die nicht gewinnorientierte Verwaltung durch Genossenschaften auf Stadtviertelebene vorschlagen.

Der Magnat an der Seite der Einwohner Thessalonikis

Die Stiftung Bill and Melinda Gates Foundation des Magnaten der neuen Technologien, bekannt für die Unterstützung von Programmen gegen AIDS und die Malaria, zählt zu den 22 Stiftungen, Trägern, Organisationen und Genossenschaftsbanken auf der ganzen Welt, die als Investoren mit sozialer Verantwortlichkeit die Kandidatur der “Bewegung 136″ für den Kauf der EYATH unterstützen.

Laut Lazaros Angelou, Präsident der “Bewegung 136″, die inzwischen die institutionelle Benennung “Bürgervereinigung für das Wasser” erhalten hat, sind die CSR-Mitglieder über die Bemühung informiert worden, die sich in Thessaloniki abspielt, damit das Wasser nicht an Privatleute geht, und haben ihr Interesse bekundet, die Träger, Organisationen und Bürgerbewegungen zu unterstützen.

Verbindungsglied zwischen CSR und der Bürgervereinigung für das Wasser ist der Philhellene Robert Apfel, Präsident der Gesellschaft für Finanzkommunikation Bondholder Communications Group («BondCom»), der auch die Initiative bezüglich der internationalen Unterstützung der Bemühung übernommen hat. Laut der Bürgervereinigung für das Wasser verlässt die “BondCom” sich auf die modernen Technologie zur Verbindung von Wertpapier-Emittenten mit ihren Investoren.

Quelle: gr-blog

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