Über die Verunmöglichung von Auseinandersetzung

Von Jürgen

Ob es dem anderen passt oder nicht, ob als tolerierbar oder auch nur als gerade so auszuhalten empfunden, ein jeder denkt (und handelt dann auch so), wie er halt kann! Ein in unserer Zivililisation einst hoch anerkanntes Gut! Man stritt sich um Überzeugungen oder auch nur um daraus resultierende Details. Und ging dann, mit seiner alten oder einer neu hinzu gewonnenen Erkenntnis nach Hause. Gedanklich mag man sich bedankt oder auch geschimpft haben, es machte keinen Unterschied! Leben und leben lassen, war die Devise!

Bis zum nächsten Mal! In alter Frische, mit neuen Argumenten, den eigenen Standpunkt untermauernd, und neuem Mut versorgt, es seinem Gegenüber mal so richtig „zu geben“! Allerdings, ohne ihn vorsätzlich zu verletzen oder sonst wie zu diskreditieren! Es ging ja immer nur „um die Sache“! In Stammtischrunden mag das zwar etwas untergehen können, aber, man ging dann doch friedlich schiedlich auseinander!

Auch die politische Bühne hatte ihre Sternstunden und auch da ging es oftmals zu, wie an einem Stammtisch! Strauß und Wehner lassen grüßen. Aber, bei aller Streitlust; auch damals war Party auf den Rängen und „die Empörung“ oftmals groß; was ist von diesen Vorbildern in Sachen Streitkultur noch übrig geblieben? (Ich gehe schwer davon aus, daß auch die beiden Zitierten, danach, noch ein Bierchen zusammen getrunken haben!)

Der politische Gegner, wie auch der anders Denkende, wie werden sie heute behandelt? Wo früher „Lagerbildung“ durchaus an der Tagesordnung war (man wußte, woran man war, ohne dieses zu stigmatisieren!), wird dieses Merkmal heute gleichsam zum Menetekel, wenn nicht gar zum Brandmal!

In der Politik wie auch am Arbeitsplatz, man muß aufpassen, was man so von sich gibt! Solange politisch korrekt, kein Problem. Aber, wehe dem, der sich traut, sich konträr zu äußern! Da ist aber was los! Da wird dann alles aufgefahren, was es einem ermöglicht, einen in ein schlechtes Licht zu rücken! Sich darüber lächerlich zu machen, gab es, wohl wahr, auch früher schon! Heute allerdings, liegen die Dinge etwas anders!

Selbst die schlichte Ignoranz wäre heute dazu ein direkt mildes Mittel, „Abtrünnige im Geiste“ zu bestrafen! Nein, sie müssen als …Idioten oder Verschwörungstheoretiker abgestempelt werden! Und wenn das nicht hilft, dann ist man halt als rückständig „Rächts“ zu identifizieren! Das hilft schließlich immer! Zumal, wenn man dann auch noch Parallelen herstellt und alle, unisono, in diesen einen Sack steckt! Wer wollte sich, dieser Gefahr bewußt, eben jener aussetzen?

Ob von „Obrigkeit“ verordneter Maulkorb oder, symbolisch dazu, der „Mundnasenschutz“, was ist es anderes wie eine Meinungsdiktatur, die einem vorschreibt, was zu Denken und wie sich zu Äußern sei! Unsere „jüdisch-christliche Vergangenheit“, selbst unsere „westlichen Werte“, die die Freiheit der Rede überall auf der Welt einfordern, hierzulande aber Tribut im Sinne einer bedingungslosen Gefolgschaft einfordern, die hier eben nicht erlaubt, was sonst überall gepredigt wird, was soll man davon halten?

Klar, diese Diskrepanz, neben vielen anderen, muß einem erst mal gegenwärtig werden! Nur, welche Gesinnung, repräsentiert durch aktuelle Regierung wie auch Parlamente, warum greift sie zu solchen Mitteln? Besteht da eine Rechtfertigungsnot, daß man Kritiker geradezu mundtot machen muß? Ist gar, vorgeblich zu Glaubendes, argumentativ nicht zu halten? Einem unverständigen Kind gegenüber mag das ja noch nachvollziehbar sein, aber, mit dem viel beschworenen „mündigen Bürger“, springt man so um?

Gilt es hier etwas zu verbergen, wenn man Widerrede partout nicht hören will oder kann, sie mit allen unlauteren Mitteln zu unterdrücken versucht? Also, nicht nur im Sinne irgendeiner Unfähigkeit (das sind wir ja gewöhnt!), sondern, geht es hier „um größere Beträge“? Wozu Netzüberwachungsgesetze oder Paragraphen, die einem gewisse Überlegungen von vorn herein unter Strafe stellen?





Allein der Gedanke, sich erst mal um das eigene Wohlergehen zu kümmern, „um das eigene Volk“, was sonst überall gewohnte Pflicht ist, es führt nicht nur dazu, daß Kanzlerin eine Deutschlandflagge eigenhändig entsorgt, sondern auch zu allgemein politisch korrekter Schnappatmung! Wo also, liegt der Hund begraben? Was sagt das aus, über diese Gesinnung, die wie ein bleierner Mantel über unserem Land liegt?

Natürlich, andere Volksgemeinschaften werden genauso an die Kandare genommen! Aber, ich betrachte das dennoch als etwas Persönliches! Auch mein „Ich“ löst sich im „Wir“ auf! Wie anders könnte man bestehen? Meine Identität, worauf gründet sie sich denn, wenn nicht eben und nur in diesem vertrauten gemeinschaftlichen Erleben oder Sein!

Man soll „das große Ganze“ ja nie aus den Augen verlieren, aber, was kümmert mich der Franzose oder Engländer? Mali oder Afghanistan? Meine Frau, meine Kinder, meine Sippe, die Kommune und das Land, das sind meine Prioritäten! Was soll daran falsch sein? Nur, weil irgend wer meint, man müßte uns aller Wurzeln entreißen und worin aufgehen?

Ich brauche weder Nation noch „Universalität“, sich manifestierend in einem Glauben oder einer Weltordnung! Auch so ein dualistisch verbrämtes Geschwätz! Grenzen braucht wer? Mein Denken ist da aber so was von schlicht! Das beinhaltet allenfalls, „Mit mir oder gegen mich“, respektive „uns“! Wer nicht gleichen Sinnes ist, hat hier nichts verloren! Und Tschüß! Für was haben wir eigentlich dieses neue „Heimat“ministerium? „Neue Heimat“ für wen?

Aber, da sind wir ja jetzt wieder beim eigentlichen Thema. Die Gedanken sind heute nur noch frei, solange sie nicht ausgesprochen werden! Egal, ob alte Tabus oder aktuelles Geschehen wie Migration, Klima, Pandemie, Gleichstellung von allem und jedem (was mittlerweile auf eine Bevorzugung hinausläuft), alles was angeboten, ist gleichsam alternativlos! Darf weder hinterfragt und schon gar nicht widersprochen werden!

Was ist das für eine Demokratie, die so mit dem „Souverän“ umgeht? Was bleibt da noch übrig, wenn man den fast schon rituellen Gang zur Urne einfach mal unberücksichtigt läßt? Wo ist da noch ein Unterschied zu einer DDR oder einem Dritten Reich, die man uns immer noch als Beispiel vor die Nase hält, wie man es angeblich nicht machen sollte! Ah! Die hatten ein anderes, nicht akzeptables, ideologisches Konzept! Und, man konnte ja auch nur eine Partei wählen! Und die ganze Unterdrückung dort …

Mit Verlaub, was ist denn in Germany anders? Haben wir nicht auch eine ideologisch durchfärbte Meinungshoheit? Was ändert eine Vielzahl an Parteien, wenn sie doch alle im Sinne dieser agieren? Opposition? Ja wo denn, wenn Kanzlerin im Stile einer Monarchin Entscheidungen trifft, die allesamt hingenommen werden wie ein Gottesurteil? Wenn Pandemie – Verordnungen in einem, alle Parteien übergreifenden (sich selbst ermächtigend habend durch ein Infektionsschutzgesetz), „Politbüro“ beschlossen werden? An allen Parlamenten vorbei und wenn, dann allenfalls abgenickt werden?

Aber, „Wir leben ja im besten Deutschland, daß es je gab.“ !

(Visited 111 times, 1 visits today)
Über die Verunmöglichung von Auseinandersetzung
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

4 Kommentare

  1. Seit ein paar Tagen ist auch die Seite Qlo – Cha. offline.

    "Dieser Blog wird aufgrund möglicher Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen von Blogger überprüft und ist nur für Autoren zugänglich."

    Zwei Tage, nach dem sie einen Riesenbericht über die Schwabsippe gebracht hatten …

    • Dieses Video ist sehr gut, wenn auch die Überschrift "Germanische Heilkunde" sich etwas sonderbar anhört und viele abschrecken dürfte.

      Wie dem auch sei.  Was wir bei Corona erleben und die willige Bereitschaft der Massen sich impfen zu lassen trotz aller Widersprüche, ist ein Beweis dafür, daß doch die allermeisten unserer Mitmenschen nicht denken können und absolute Opportunisten sind.  Ich könnte nie auf die Expertise eines guten Handwerkers oder Arztes verzichten, aber über den engen Kreis ihres Fachgebiets sind doch viele unwissend, feige und opportunistisch.

      Willig wird jetzt die überwältigende Mehrheit hinnehmen, daß sie zu jeder Bahnfahrt einen Corona-Test braucht oder sich impfen lassen, wobei die Impfung weder sie selbst vor Ansteckung bewahrt, noch ausgeschlossen ist, daß sie andere infizieren.  Denkt denn niemand darüber nach, was für ein Wahnsinn das ist.  Hamlet: "Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode!" bzw. "Des Kaisers neue Kleider" von Anderson.

      Wir wissen jetzt, daß die Menschheit noch nie besser war, siehe Hexenprozesse bei gut entwickelter Justiz, und jetzt als letzten Beweis dafür:  Corona-Pseudo-Pandemie!  Nur weil die Menschheit so blöd ist, mache ich jedoch noch lange keinen Selbstmord!!!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*