Kein Ende der menschenverachtenden US-Kriegspolitik?

 Von Wolfgang Effenberger (politonline)

«Das aus Ameriko- und Euro-Afghanen in einer Koalition mit willfährigen

Warlords bestehende, durch und durch korrupte Marionetten-Regime hat kapituliert» [1], so der in Deutschland lebende Afghane Matin Baraki. Der Politikwissenschaftler hat 1995 an der Philipps-Universität Marburg promoviert und publiziert über den Mittleren Osten sowie Zentralasien. Zur Erinnerung: Nur 27 Tage nach dem Terroranschlag in New York, eröffnete die US-Regierung den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Afghanistan, obwohl bis heute nachweislich kein Afghane an dem Anschlag beteiligt war. Der alleinige Grund: Die Taliban lieferten nicht schnell genug den bei ihnen im Asyl lebenden mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags aus.

Als Kriegspartner bedienten sich die USA der Dschunbisch-Milizen und ihres zwielichtigen Warlords Raschid Dostum. Mit US-Unterstützung eroberte Dostum im November 2001 Masar-e Scharif von den Taliban zurück und noch im gleichen Monat befahl Dostum ein ungeheuerliches Kriegsverbrechen. Diese Ereignisse nach dem Fall von Kundus, der letzten Hochburg der Taliban in Nordafghanistan, dokumentierte am 21. November 2001 der irische Journalist und Dokumentarfilmer Jamie Doran. 3.000 der insgesamt 8.000 Gefangenen wurden zu einer Gefängnisanstalt in der Stadt Shibarghan gebracht. Ortsansässige afghanische LKW-Fahrer wurden zwangsverpflichtet, in unbelüfteten Containern jeweils 200 bis 300 Gefangene zu transportieren. Die Container wurden in die Wüste gebracht, wo die noch lebenden Opfer unter den Augen der US-Streitkräfte qualvoll starben. [2]

Die Verantwortlichen sind bis heute unbehelligt geblieben. Unser Parlament hätte es sich zur Aufgabe machen müssen, eine Aufklärung dieses abscheulichen Verbrechens im deutschen Einsatzraum und entsprechende Konsequenzen zu fordern. Für eine verantwortungsvolle Bundesregierung müßte das selbstverständlich sein. Doch für die Regierung Schröder/Fischer war es das nicht. Im Rahmen des Petersberg-Prozesses wurde Dostum sogar im Dezember 2001 zum stellvertretenden Verteidigungsminister in der von Hamid Karzai – er hatte von 1979 bis 1989 in den USA eine Restaurantkette aufgebaut [3] – geführten Interimsregierung ernannt.

So abscheulich die jetzigen Anschläge am Kabuler Flughafen sind, die unmittelbaren Vergeltungsangriffe durch US-Präsident Biden gießen nur noch Öl ins Feuer und treffen auch immer Unschuldige. Sie bewirken jedoch, dass immer mehr Menschen das Land verlassen wollen.

In dem militärischen Strategiepapier TRADOC 525-5 US-Konzept für die strategische Armee des 21. Jahrhunderts vom 1. August 1994 wird eine neue Dynamische Ära, eine Welt im Übergang [Transition] beschrieben. Danach vollzieht sich der Übergang vom 20. in das 21. Jahrhundert über zwei Dekaden [von 1990 bis 2010] unter Anwendung der Schritte Aufruhr [turmoil], Krise [crisis], Konflikt [conflict] und schließlich Krieg. Dieses Drehbuch konnte man vom Irak bis in die Ukraine beobachten. Instrumente für die provozierenden Umstürze sind die dynamischen Kräfte [Dynamic Forces at Work] mit dem Ziel der geostrategischen Ausrichtung.

Für diese Politik wurde das Werkzeug Operations Other Than War [OOTW]   geschaffen. Mit den alternativen Operationen wird der Weg in die regionalen Konflikte und sogar in einen großen Krieg vorbereitet. Zu den einem Krieg vorgeschobenen Operationen zählen:

Civil Support (Zivile Unterstützung)
Disaster Relief (Katastrophenhilfe)
Peace Operations (Friedenseinsätze)
Counter insurgency (Aufstandsbekämpfung)
Arms Control (Rüstungskontrolle)
Counter terrorism (Konterterrorismus)
Environmental Operations (Umweltbezogene Operationen)
Noncombatant Evacutation (Evakuierung von Nichtkombattanten)

Die Evakuierung von Nichtkombattanten betrifft Personen, die gemäß Genfer Konvention nicht berechtigt sind, unmittelbar an Feindseligkeiten teilzunehmen. [4]

Vor diesem Hintergrund bekommt die stolze Meldung über den Rekord des US-Air-Mobility-Command, mit einer C-17 Globemaster IIIam 15. August 2021 823 Menschen ausgeflogen zu haben [5], einen anderen Anstrich, vor allem, weil vorwiegend junge, wehrfähige Menschen das Flugzeug füllten. Die in den OOTW aufgeführten Kriegseintrittsoptionen sind durchaus ernst zu nehmen.

Das Spektrum des Umfangs der künftigen Maßnahmen reicht von den Hilfsmaßnahmen in Somalia/Bosnien/Norddirland über den Kampf [gegen die Infanterie] in Afghanistan bis hin zum Kampf zwischen komplexen anpassungsfähigen Kräften und gepanzerten Mech-Kräften wie im Irak [Operation Desert Storm].

Im Herbst 2014 stellte der Befehlshaber des U.S. Army Training and Doctrine Command [TRADOC], der Vier-Sterne-General David. G. Perkins, das Nachfolgepapier TRADOC 525-3-1 – Win in a Complex World 2020-2040 vor. Mit diesem Papier erhielten die US-Streitkräfte den Auftrag, die von Russland und China ausgehende Bedrohung abzubauen. Dieser Abbau erfolgt natürlich gemäß dem Strategiepapier mit dem Einstieg über die OOTW. General Perkins führte dazu aus, dass Win in a Complex World [in einer komplexen Welt siegen] die Bedeutung einsatzbereiter Landstreitkräfte für den Schutz der Nation und die Sicherung der lebenswichtigen Interessen gegen entschlossene, schwer fassbare und zunehmend fähige Gegner unterstreicht und die grundlegenden Fähigkeiten hervorhebt, die das Heer zur Verhinderung von Kriegen und zur Gestaltung des Sicherheitsumfelds benötigt. TRADOC 525-3-1 soll die Feinde abschrecken, die Verbündeten beruhigen und die Neutralen beeinflussen. [6]

Während die Situation in Afghanistan eskalierte, gingen die Manöver vor Russlands Haustüre weiter. Nach dem monatelangen Großmanöver Denfender 21 fand Anfang August in Georgien das Manöver Agile Spirit-Manöver statt. Daran nahmen über 2.500 Soldaten aus 12 NATO-Mitgliedstaaten [Großbritannien, Deutschland, Spanien, Italien, Kanada, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Vereinigte Staaten, Türkei und Estland] sowie aus Aserbaidschan, Georgien und der Ukraine teil. Kommentar des US-Offiziers Ari Martin: «Während der Ausbildung mit unseren georgischen Partnern arbeiten wir an der Interoperabilität. Wir wollen zeigen, dass wir zusammenarbeiten können und dass wir gemeinsam stärker sind. Ich bin mir sicher, dass wir, so wie wir es heute getan haben, überall auf der Welt schnell unsere Kampfkraft einsetzen können». [7] Wohin werden die europäischen Ortskräfte fliehen können, wenn die USA den lange vorbereiteten Krieg gegen Russland auslösen werden? Dann bleibt von Gesamteuropa nur noch eine Trümmerwüste. [8]

Der Autor ist nicht erpicht darauf, nochmals in seiner Analyse bestätig zu werden…..

Am 26. August 2009 wurde von ihm der Artikel «Versuch einer Analyse nach acht Jahren Krieg in Afghanistan» veröffentlicht. [9] Er endete: «Die Lage ist trostlos und die Aussicht gering, dass die AfPak-Strategie trotz ständig steigender Militärpräsenz Erfolg haben kann. [10] Müssen die gleichen leidvollen Erfahrungen wie sie die Engländer im 19. und die Russen im 20. Jahrhundert machten, im 21. Jahrhundert wiederholt werden?» «Die deutsche Regierung sollte einmal Mut beweisen, Bilanz ziehen – und abmarschieren». [11]

In seinem aufrüttelnden Artikel «Von Vietnam nach Afghanistan: Die USA lassen Wüsten zurück und nennen es Frieden» ist Alfred de Zaya, ehemaliger UN-Experte für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung, mit den US-Strategen scharf ins Gericht gegangen. Für ihn hätten die USA gar nicht erst in Afghanistan – wie auch nicht in Vietnam, Laos, Kambodscha, Grenada, Nicaragua, Libyen oder Syrien – einmarschieren dürfen. Seiner Meinung nach «haben die USA Afghanistan gründlich destabilisiert, und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Konflikt nun in einen Bürgerkrieg ausartet – eine anhaltende Tragödie für das leidgeprüfte afghanische Volk». [12] Die USA seien nie wirklich am nation building, sondern nur an Geopolitik interessiert gewesen. Sie wollen die Region kontrollieren und nur Klientelregierungen, keine unabhängigen Nationen. De Zaya ist erstaunt, dass aus früheren Debakeln keine Lehren gezogen wurden. Er sieht auf der einen Seite in der Verwüstung Afghanistans eine Katastrophe für das afghanische Volk, auf der anderen aber einen Glücksfall für den amerikanischen militärisch-industriellen und finanziellen Komplex: «Amerika braucht den permanenten Krieg, um die unersättliche Militärmaschinerie zu füttern, die Billionen-Dollar-Budgets erfordert. Es wäre besser, unsere Steuergelder für Konfliktprävention, Gesundheitsvorsorge, Bildung usw. zu verwenden». [13]

Für ihn sind die Länder, die sich an der gnadenlosen Bombardierung Afghanistans beteiligt haben, rechtlich und moralisch verpflichtet, dem afghanischen Volk Wiedergutmachung zu leisten. Weiter wünscht er sich, dass der Internationale Strafgerichtshof eine ehrliche Untersuchung der Verbrechen der USA und der NATO durchführt. Man kann nur hoffen, dass sich de Zayas Wünsche erfüllen werden. Mit dem Ausfliegen sogenannter Ortskräfte ist dem afghanischen Volk jedenfalls noch keine Gerechtigkeit widerfahren.

Quelle
https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/kein-ende-der-menschenverachtenden-us-kriegspolitik/   28. 8. 21
Die website enthält die Abbildungen 1-1, 1-2 und 2-3

[1] Matin Baraki – «Nach 20 Jahren Bürgerkrieg und 20 Jahren NATO-Krieg sehnen sich die afghanischen Völker nur noch nach Frieden!» unter https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2021/nr-1920-24-august-2021/nach-20-jahren-buergerkrieg-und-20-jahren-nato-krieg-sehnen-sich-die-afghanischen-voelker-nur-noch-nach-frieden.html
Weitere Artikel von Baraki finden sich auf politonline

[2] Steinberg, Stefan: Ein Dokumentarfilm bezichtigt die USA des Massenmords an Kriegsgefangenen in Afghanistan. Auf der World Socialist Web Site vom 18. Juni 2002 unter www.wsws.org/de/2002/jun2002/masa-j18.shtml; siehe auch Wolfgang Effenberger vom 02.12.2009: Nicht erst seit dem Kundus-Massaker wird gegen das Grundgesetz verstoßen. Die Pharisäer und ihr Fichtenwald unter www.nrhz.de/flyer/beitrag.php

[3] https://www.spiegel.de/politik/ausland/hamid-karzai-die-hoffnung-eines-zerrissenen-landes-a-212666.html (28. 8. 21)

[4] Kombattanten sind nach Art. 43 Nr. 2 des 1. Zusatzprotokolls zur Genfer Konvention von 1949 die Angehörigen der Streitkräfte einer am Konflikt beteiligten Partei und berechtigt, unmittelbar an Feindseligkeiten teilzunehmen.

[5] www.amc.af.mil/News/Article-Display/Article/2740472/c-17-carrying-passengers-out-of-afghanistan/  (28.8.21)

[6] https://www.kobo.com/ww/en/ebook/2020-2040-u-s-army-operating-concept-aoc-win-in-a-complex-world-how-future-army-forces-prevent-conflict-win-wars-shape-security-environments-tenets-and-core-competencies (27.8.21)

[7] Zitiert aus https://de.euronews.com/2021/08/02/nato-manover-vor-russlands-haustur  (28.8.21)

[8] Der Autor hatte 1973/74 als junger Hauptmann Einblick in die damalige Kriegsplanung der NATO. 1973 hatte die Nukleare Planungsgruppe der NATO 2.200 Atomzielpunkte zwischen Weser und Weichsel geplant.

[9] http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14162&css=print (28. 8. 21)

[10] Vgl. Doering, Martina: Trostlose Lage in Pakistan und Afghanistan, in Berliner Zeitung vom 30. April 2009

[11] Dasenbrock, Dirk: Abmarsch, in Oldenburgische Volkszeitung vom 7. August 2009, S. 2

[12] Zitiert aus Zeit-Fragen vom 24. August 2021 Nr. 19/20, Seite 1

[13] Ebenda

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4 Kommentare

  1. Es gibt eine sehr gute Analyse der Situation in Afghanistan und warum es dort fast unmöglich ist, eine stabile Ordnung zu schaffen und das Land zu kontrollieren. Wenn ich den den Link noch finde, gebe ich Ihn an. Zusammengefasst:

    Afghanistan ist geografisch so beschaffen, dass die wichtigen Zentren durch Gebirge getrennt sind. Das bedeutet, dass sich die Gruppen kulturell kaum vermischen und das Land nach Ethnien und Sprachen geteilt ist.

    Die jeweiligen Ethnien sind in Stammesverbänden organisiert, die alle ihren oder ihre Warlords haben, der die Interessen seines Stammes vertritt und im Falle des Falles seine Leute zu den Waffen ruft.

    Es gibt nur ganz wenige Straßen in Afghanistan und alle laufen durch Täler, die zu Hinterhalten von den umgebenden Gebirgszügen geradezu einladen und die Gebiete gegeneinander abriegeln. 

    Eine Bewegung von Truppen durch das Land ist kostspielig, langsam und schwierig und im Falle von Konflikten verlustreich. Man kann aber nicht überall im Land gleichzeit genug Truppen haben, um dort die Stämme niederzuhalten.

    Es gibt kein großes Nationalbewußtsein sondern die Zugehörigkeit zum eigenen Clan und Stamm. Das führt dann auch wieder zur extremen Korruption und Vetternwirtschaft, Misstrauen gegenüber anderen Gruppen und dergleichen.

    Afghanistan hat wenig Zugänge nach Außen: Pakistan, Turkmenistan, Iran, Dagestan, China.. Und die jeweiligen Zugänge verbinden die ethnien Gebieten ähnlicher Ethnien und Sprachen im angrenzenden Ausland.

    Es ist nun kein Wunder, dass die Türkei, der Iran, die USA, Pakistan und andere bestimmte Warlords und Ethnien unterstützen und bewaffnen und da für ihre Zwecke einsetzen, wenn es ihren Zielen dient.

    Der Grund, warum die Taliban den Krieg so schnell gewinnen konnten, war dass die Taliban von Pakistan unterstützt wurden, während die Türkei und der Iran sich nicht einmischen wollten und deren Warlords stillgehalten haben.

    Der Iran bevorzugt eine relativ stabile Taliban Regierung in Afghanistan angesichts des Engagments in Syrien, Yemen und Irak und die Türkei hat wohl derzeit auch andere geostrategische Interessen.

    Offensichtlich wurde da auch im Hintergrund viel mit den Taliban verhandelt, so dass Stämme erstmal mit der Machtübernahme einverstanden sind.

    Das kann sich in Afghanistan aber alles in wenigen Jahren völlig auf den Kopf stellen. Denn das Problem ist nicht, einen Krieg zu gewinnen, sondern das Land zu kontrollieren. Übt das Zentrum zuviel politische Kontrolle aus, dann greifen die Gruppen zu den Waffen. Übt das Zentrum wenig Kontrolle aus, dann regieren sich die Gruppen selbst und es gibt nur eine nominelle Regierung.

    Auch die Taliban können nichts an der Geografie des Landes ändern. Den Norden können sie nur kontrollieren, so lange die Stämme das mitmachen. Die haben jetzt ihre Leute unter Waffen, aber spätestens in einpaar Monaten, werden viele von denen nach Hause zurück gegangen sein.

    Selbst die Militärgüter von 85 Milliarden Dollar können keine dauerhafte Stabilität bringen. Weil es so einfach ist, im Guerillakampf teures Militärmaterial zu zerstören.

    Im Moment sind die Menschen dort kriegsmüde und wollen einfach nur Frieden, ob mit oder ohne Paschtunen Taliban. Es wird für die Taliban nicht leicht werden, dauerhaft das Vertrauen der Afghanen zu gewinnen.

    Sie haben allerdings einen Vorteil: Durch ihre religiöse Motivation sind sie nicht in dem Maße korrupt wie viele andere Gruppen dort. Und vielleicht hilft ihnen auch der Islamismus, Stammesdenken zu überwinden und die Leute aus anderen Ethnien fairer zu behandeln, als das dort üblich wäre, weil es meistens auch Suniten sind.

    Da den Taliban mit dem Ende des Krieges auch viel an Einnahmen (Schutzgelder für die Transporte der Nato) wegfallen, sind sie für eine erfolgreiche Regierung auf Gelder aus dem Ausland angewiesen… Und da kommen z.B. China, Pakistan und der Iran ins Spiel. Ob sie aber genug Mittel bekommen, um den Lebenstandard der Leute da zu verbessern, wird sich zeigen müssen.

    Geht es den Leuten schlechter und werden sie von der Taliban besteuert, dann wird es kein 10 Jahre dauern, bis es wieder Krieg gegen die Taliban gibt.

    Und dann gibt es noch das große Minenfeld der Drogen und der Sharia… Die Drogenproduzenten (Warlords) werden die Gewinne ungern abgeben. Und die moderateren Afghanen wollen keine Steinzeitsharia ala Wahabismus. 

    Und neben der Taliban opperiert auch der IS als Konkurrenz in Afghanistan, der die Taliban Regierung dort ebenfalls destabilisieren kann, wenn er Zulauf von religiös Motivierten bekommt.

    • "Und vielleicht hilft ihnen auch der Islamismus, Stammesdenken zu überwinden und die Leute aus anderen Ethnien fairer zu behandeln, als das dort üblich wäre, weil es meistens auch Suniten sind."

       

      Sunniten sind Anhänger der orthodoxen Hauptrichtung des Islams, die sich auf die Sunna stützt.

  2. "Als Kriegspartner bedienten sich die USA der Dschunbisch-Milizen und ihres zwielichtigen Warlords Raschid Dostum."

     

    Naja, auch nicht unbedingt etwa Neues, … die Rivalen vor Ort, werden gegeneinander ausgespielt mit den üblichen "Säuberungen" halt, … wer da von einer "deutschen" Regierung ein Veto erwartet, muß schon ziemlich einfältig sein.

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