Gold: Goldpreis und die Kaufkraft von USD und EUR

von Miriam Kraus (investorverlag)

Über die Jahre verlieren Euro, US-Dollar und die meisten anderen Währungen beständig an Wert. Ihre Kaufkraft sinkt beträchtlich. Um diesen Kaufkraftverlust auszugleichen muss man zwangsläufig sein Papiergeld auf wahre Werte setzen. Wie Gold, denn trotz schwankendem Goldpreis, behält Gold über die Jahre immer seinen Wert.

Quelle der Daten: US Bureau of Labor Statistics

Betrachten Sie einmal die obige Grafik. Was Sie hier sehen ist der enorme Kaufkraftverlust, dem der US-Dollar seit Beginn des Fiat Money Systems, also seit Ende des Bretton Woods Systems, ausgesetzt ist. Der US-Dollar hat heute nur noch 17% der Kaufkraft von 1971. Der Rest ist im Orkus verschwunden.

Goldpreis müsste bei 15.000 USD pro Feinunze stehen

Wer 1971 100 US-Dollar unter seinem Kopfkissen versteckt hat, um sie heute wieder hervorzuholen, hätte sie lieber 1971 auf den Kopf gehauen oder noch besser Gold dafür gekauft. Denn im Jahre 1971 waren 100 US-Dollar noch deutlich mehr Wert als heute. Ein Mensch musste länger dafür arbeiten, konnte sich mehr Verbrauchsgüter davon kaufen als im Vergleich zu heute. Wer heute 100 US-Dollar in den Händen hält kann damit nur noch so viel anstellen wie der 1971er Mensch mit 17 US-Dollar.

Traurig, aber wahr! Der US-Dollar verliert über die Jahre an Kaufkraft und das hat nicht nur mit der viel beschworenen Inflation zu tun, sondern ist im Grunde (wie auch die Inflation) direkt auf die exorbitant steigende Menge an Papier-Dollar zurück zu führen.

Würde der Goldpreis im gleichen Maße steigen und damit der ausufernden Papiergeldmenge Rechnung tragen, dann, so hat US-Edelmetall-Analyst Mike Maloney ausgerechnet, dann müsste der Goldpreis inzwischen auf 15.000 US-Dollar angestiegen sein.

Je mehr Papiergeld gedruckt wird und je mehr Schulden auf dem Rücken der Sparer monetisiert werden, desto weiter wird auch dieses Goldpreis-Ziel steigen.

Der Goldpreis schwankt, doch der Wert des Goldes bleibt bestehen

Lassen Sie mich Ihnen einige weitere Zahlen vorlegen, die belegen, dass der Wert von Papier-Dollar über die Jahre beständig und beträchtlich sinkt, während hingegen der Goldpreis zwar schwanken mag, jedoch der Wert des Goldes sich auch über Jahrzehnte (und Jahrhunderte) konstant immer in einer bestimmten Bandbreite bewegt

Um dies zu verdeutlichen, habe ich folgende Tabelle entwickelt, in der ich den Wert von Gold und US-Dollar in Roggenbrot messe:

Jahr Wert von 1 USD in Feingold (in g) Wert von 1 USD in Roggenbrot (in kg) Wert von 1 g Feingold in Roggenbrot (in kg)
1900 1,5 18,75 12,5
1914 1,5 15 10
1923 1,5 8,85 5,9
1938 0,89 12,72 14,3
1950 0,89 9,88 11,1
1970 0,85 2,81 3,3
1990 0,08 0,47 5,9
2008 0,04 0,33 8,3
2010 0,02 0,25 11,36
2013 0,02 0,19 8,4

Der Goldpreis mag schwanken, doch der Wert von US-Dollar in Gold ist in den letzten 100 Jahren massiv gesunken. Ebenso der Wert von US-Dollar in Roggenbrot gemessen. Wer im Jahr 1914 für 1 US-Dollar noch 1,5 Gramm Gold bekam oder alternativ 15 kg Roggenbrot hätte heute keine Freude mehr an seinen Dollars. Denn heute bekommt man für 1 US-Dollar gerade noch 0,02 Gramm Gold oder 0,19 kg Roggenbrot.

Dagegen zeigt der Wert von Gold in Roggenbrot gemessen eine deutliche Konstanz innerhalb einer Bandbreite. In dieser gibt es auch Schwankungen, doch nie so extreme Wertverluste, wie sie der US-Dollar verbuchen muss. Wer 1914 für 1 Gramm Gold 10 kg Roggenbrot kaufen konnte, dürfte auch heute noch Freude mit seinem Gold haben. Denn für die gleiche Menge Gold gibt’s heute nur unwesentlich weniger Roggenbrot mit 8,4 kg.

Auch der Euro-Goldpreis müsste höher stehen…

…denn, liebe Leser, auch der Euro ist längst nichts mehr wert. 😉 Gut, damit sage ich Ihnen ja sicher nichts Neues. Denn dass auch die Kaufkraft des Euro seit seiner Einführung kontinuierlich sinkt, spüren sie ja sicher alle im Portemonnaie.

Und hier haben Sie es nun schwarz auf weiß:

Kaufkraftverlust des Euro

Quelle der Daten: International Institute of Social History, Netherlands (iisg.nl)

Ja, auch der Euro hat in den paar Jahren schon reichlich Federn gelassen…

So long liebe Leser…zum Abschluss kann ich nur eines sagen: ich bleibe bei meinem Gold (und anderen Edelmetallen)…denn ich möchte meinem kleinen Mattis in 40 Jahren keine wertlosen Euro unter dem Kopfkissen überlassen, sondern Dinge von realem Wert…liebe Grüße…

 

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