Der Nato-Raketenschild wird sich nicht gegen Russland richten

Natalia Pavlova (Stimme Russlands)

STIMME RUSSLANDS Der geplante Nato-Raketenschild soll nicht gegen Russland gerichtet werden. Das ist die Einstellung der Bundesregierung, wie Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin sagte. Die Bundesregierung stehe zu den Beschlüssen des Nato-Gipfels 2012 in Chicago, wonach die Raketenabwehr der Militärallianz nicht die strategische Stabilität Europas infrage stelle und sich auch nicht gegen Russland richte, zitierte die deutsche Presse Georg Streiter.

Polen und die baltischen Nato-Partner hatten dagegen einem „Spiegel“-Bericht zufolge gefordert, den Abwehrschild auch auf Russland auszurichten. Als erdachter Anlass wurde dabei die Ukraine-Krise genannt. Unterstützung hätten sie von den USA erhalten. Die Mehrheit der Nato-Mitglieder habe sich jedoch wie Deutschland gegen derartige Bestrebungen ausgesprochen, um die weiteren Beziehungen zu Russland nicht zu belasten.

Prof. Dr. Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel, kommentierte die Situation für unseren Sender wie folgt: „Die deutsche Regierung hält noch an der Vorstellung fest, dass es möglich sein wird, mit der Regierung der Russischen Föderation über eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts zu verhandeln. Deshalb vermeidet sie Beschlüsse, die in Russland als Provokation aufgefasst werden.“

Der Westen hatte Moskau mehrmals versichert, dass der Raketenschild nicht gegen Russland gerichtet wird, sondern gegen eine hypothetische Bedrohung seitens des Irans. Die Nordatlantikallianz beschloss den Aufbau des Antiraketenschildes 2010, der bis 2020 abgeschlossen sein sollte. Die Abfangraketen sollen in Rumänien sowie auf US-Kreuzern stationiert werden. Das Frühwarnradar steht in der Türkei. Moskau fühlt sich durch das System bedroht, weil es das strategische Gleichgewicht stören könne, und forderte einen gemeinsamen Betrieb sowie rechtlich bindende Garantien der Nato. Die Nato lehnte beides ab. Heute ist klar, dass alle Versprechungen der Allianz Russland gegenüber leere Worte waren: die Frage über die Ausrichtung des Raketenschildes gegen Russland wird ernst und offen diskutiert. Die Nato-Gipfel am 4. und 5. September in Newport (Wales) wird über eine Neuausrichtung des Bündnisses debattieren und dazu auch Beschlüsse fassen.

Ein Kommentar für die STIMME RUSSLANDS von Igor Korotschenko, dem Chefredakteur der Zeitschrift „Nationale Verteidigung“:

„Es ist so, dass der Raketenabwehrschild allein für sich genommen gefährlich ist, nicht aber deshalb, ob er auf Russland ausgerichtet ist oder nicht. Alle Entscheidungen über die Vernichtung von Zielen werden im automatischen Regime getroffen. Deshalb stellen die Startpositionen der Abfangraketen des Europäischen Raketenschildes, welche auf dem Territorium Polens und Rumäniens stationiert werden sollen, je nachdem, wie die taktisch-technischen Charakteristika der neuen Abfangraketen SM3 vervollkommnet werden, eine reale Bedrohung für die strategischen Kräfte Russlands dar. Das heißt, sie werden über die technische Möglichkeit verfügen, einen Teil der russischen ballistischen Raketen abzufangen und zu vernichten. Deshalb sprechen wir im gegebenen Fall nicht von Absichten, diese können beliebig sein, sondern von Möglichkeiten. Und von den Möglichkeiten aus gesehen, unabhängig davon, ob dieses System gegen Russland ausgerichtet sein wird oder nicht, werden wir davon ausgehen, dass es eine reale Bedrohung für die nationalen Sicherheitsinteressen Russlands und für das Funktionieren seiner strategischen Atomstreitkräfte darstellt.“

Welche Schritte kann Russland in diesem Fall unternehmen?

„Hier kann es nur um militärische Gegenschritte gehen, andere Entscheidungen kann es nicht geben. Entsprechend dem Maße, wie die Objekte des Europäischen Raketenschilds in das diensthabende System aufgenommen werden, wird Russland ein Potential konzentrieren, das im einer kritischen Situation entweder in einer besonderen Periode oder in einem realen Krieg fähig sein wird, diese Objekte zu zerstören. Das heißt, die Antwort kann nur so ausfallen. Andere Methoden, den Europäischen Raketenschild zu parieren, existieren einfach nicht“,betonte Igor Korotschenko.

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Nein, natürlich soll der geplante Nato-Raketenschild nicht gegen Russland gerichtet werden. Wozu soll dieses überflüssige Zeug denn sonst in der Gegend rumstehen? Wer diesen Unsinn glaubt, hat wirklich nicht mehr alle Latten am Zaun. Langsam müsste doch jeder die Kriegslügen der NATO erkennen.

Hier ein kurzer Ausschnitt aus der ARD-Doku „Ich, Putin“, aus 2012, von Hubert Seipel (auch der Interviewer), was Putin von dieser dummdreisten Aussage hält.

 

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