Unter den Unternehmern grassiert das Virus des Widerstands

von Norbert Häring

In Oberbayern hat sich Widerstand gegen die Lockdown-Politik der Regierungen formiert. Die Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen vernetzen sich, um in den Wahlkreisen politischen Druck aufzubauen. Auch auf das übrige Bayern und die übrige Republik ist das Virus des Widerstands bereits übergesprungen. Noch könnte es aber eingedämmt werden.

Je kleiner die Unternehmen, desto größter derzeit die Klagen über Corona-Restriktionen und ausbleibende oder stark verzögerte staatliche Hilfen. Anders als Großunternehmen wie Lufthansa, Tui oder die Autobauer haben kleine Autohäuser, Bäckereien, Hotels und Metallbaubetriebe keine effektive Lobby, die ihren Anliegen in der Politik Gehört verschaffen könnte.

Unternehmer in den bayerischen Landkreisen Miesbach und Rosenheim wollten sich damit nicht länger abfinden und haben Ende Februar eine Unternehmerinitiative namens „Wir stehen zusammen“ ins Leben gerufen. Von den Wirtschaftsverbänden sehen sie sich nicht angemessen vertreten. Sie unterstellen diesen eine übergroße Nähe zu den Regierungsparteien, die sie zahm sein lasse.

Sie wollen deshalb auf lokaler und regionaler Ebene selbst politischen Druck aufbauen, unter anderem, indem sie den Wahlkreisabgeordneten mit Stimmenentzug drohen. Die Initiatoren schreiben auf der Webseite:

Wenn in einem Wahl- oder Stimmkreis ein genügend hoher Anteil an Wahlberechtigten den politischen Vertretern aus Bundestag und Landtag das Vertrauen entzieht, dann wackelt deren Stuhl in den Parlamenten und sie sind empfänglich dafür, den Willen des Wahlvolkes zu vertreten anstatt nur den Kurs der Regierung oder die Parteilinie zu verfolgen.“

Unternehmern in anderen Kreisen empfehlen sie dieses Vorgehen zur Nachahmung und bieten Hilfestellung an.

Am 27. Februar fand die Auftaktveranstaltung mit 100 Unternehmern aus den beiden Kreisen statt. Bis zum 26. März haben sich bereits 1100 Unternehmen mit knapp 14.000 Beschäftigten der Initiative angeschlossen und einen offenen Brief “an die Bevölkerung in Bayern und Deutschland” unterzeichnet. Gut 1600 Unternehmen aus dem übrigen Bayern und dem gesamten Bundesgebiet kommen hinzu.





Brief an die Bevölkerung

In dem Brief fordern die Unternehmer mehr unternehmerische Freiheit, sowie ein Ende der „maßlosen und existenzgefährdenden“ Corona-Restriktionen.

Zu den größeren Unternehmen der Region, die sich an der Initiative beteiligen, gehört die Bora Lüftungstechnik GmbH aus im Landkreis Rosenheim. Das Unternehmen mit über 200 Beschäftigten stellt innovative Küchen-Abluftsysteme für private Haushalte her und gehört eher zu den Profiteuren der Lockdowns. Dass er dennoch bei der Initiative mitmacht erklärt der Gründer und Chef des Unternehmens, Willi Bruckbauer, mit seiner Solidarität mit den anderen Unternehmern der Region. “Wir wollen alle keine Subventionen, wir wollen nur arbeiten dürfen”, sagt er auf Anfrage.

Der Landrat von Miesbach zeigte sich nicht erfreut über die Initiative. Er bezeichnete es gegenüber der regionalen Presse als skandalös, dass die Initiatoren in Corona-Zeiten ihre Gründungsversammlung abgehalten hätten. Er leitete eine Untersuchung wegen möglicher Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gegen die Veranstalter ein.

Kritische Masse noch fern

Jan Czerny von der Kafferösterei Dinzler, ein Unternehmen mit über 200 Beschäftigten, in dessen Räumen die Auftaktveranstaltung stattfand, sieht 40.000  teilnehmende Unternehmer als kritische Maße an, die die Initiative erreichen müsse, um bundesweit und nicht nur in einzelnen Landkreisen politisch wirksam zu werden.

Allerdings hat sich der Zulauf gegenüber der stürmischen Anfangszeit zuletzt deutlich abgeschwächt. Am Donnerstag und Freitag kamen bundesweit knapp 100 zusätzliche Unternehmer hinzu, die die Petition unterzeichneten.

Auf keinen Fall wolle man den Beschäftigten eine Wahlempfehlung geben oder gar Druck ausüben, betont Czerny. Er kenne ohnehin keinen Beschäftigten seiner Firma, der die Corona-Maßnahmen nicht für überzogen halte. Es gehe den Unternehmern nur darum, öffentlich Farbe zu bekennen und die Gefahr anzusprechen, dass Überregulierung und Corona-Restriktionen Arbeits- und Ausbildungsplätze kosten.

Im Übrigen ist, während die Berlin und die Staatskanzlei in München für verschärften Lockdown trommeln, der 7-Tageschnitt der an und mit Covid Gestorbenen am Montag weiter auf 165 zurückgegangen. Vor einer Woche lag er noch bei 190. Der Hochpunkt im Januar lag mit 883 fünfmal so hoch.

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8 Kommentare

  1. Da finden sich Firmen zusammen, um gegegen diesen Corona-Wahn vorzugehen, anfangs mit Zulauf, der dann wieder abbröckelt? Anscheindend haben immer noch nicht alle verstanden, daß ihre Existenzen mit Absicht vernichtet werden? Oder wurde Druck auf sie ausgeübt, weil sie mitmachten?! Meine Güte, was für Weicheier sind das denn oder geht es diesen Verweigerern immer noch zu gut?!
    Ich möchte in diesem Land einmal erleben, daß man an einem Strick zieht, aber ich glaube, da träume ich bis zu meiem Ende davon. Dann gibt es auch auf solchen Seiten wie hier Leute, die dann in die gleiche Krbe haun, statt sich zu freuen, daß sich endlich mal welche zusammen tun, um diesem Spuk ein Ende zu machen! Wir hängen ALLE in dieser Scheiße mit drin, kapiert das keiner?! Die einen verlieren ihre Arbeitsplätze, die anderen müssen dicht machen, weil immer mehr Konkurrenz von außen dazu kommt usw. usf. Es ist ein Schwanz ohne Ende und ein Rädchen greift in das andere. Wie sagte die Raute des Grauens vor kurzem: Sie will die Wirtschaft kaputt machen?! Und dann bleibt man lieber zu Hause und wartet ab? Die großen haben eine Lobby? Ja, weil sie mit daran beteiligt sind! Darunter auch die Lufthansa, die beim letzten Planspiel zur Panikmache, dem "Event 201" beteiligt war! Die Firmen, Gastronomie, die Reisebranche und noch weitere Kleinbetriebe hätten sich schon längst wehren müssen, statt erst jetzt. Es war bereits im Mai vergangenen Jahres abzusehen, daß da eine dicke Schweinerei läuft! Bei mir klingelten alle Alarmglocken, als dieser Drosten, wie bei der Schweinegrippe, mit seinem Millionen-Toten-Geschrei anfing! Und er hat ereut total versagt! So etwas vergesse ich nicht!!!!!!!

    • Grüß´ Dich Ehrengard!  Welch klangvoller Name!

      "Die Namensbedeutung von Ehrengard ist abgeleitet von dem Namen Irmgard.
      Die namensgebenden Worte aus dem Althochdeutschen sind irmin (allumfassend, groß) und gard (Zaun, Schutz) "

       Gut, darum geht es jetzt nicht, weckt aber, bei mir, Sympathien!  🙂

       Wie auch immer, die kritische Auseinandersetzung ist nicht automatisch eine Verurteilung!  Da möchte ich doch um etwas Nachsicht bitten.  Klar, "der eine Strang" ist noch nicht erkennbar und auch ich weiß nicht, wie er sich darstellen soll!  Es mag ja durchaus sein, daß es manchen "noch zu gut geht", nur, dann ist das halt so!  Auch Erkenntnis läßt sich nicht erzwingen! 

       Man kann darüber betrübt sein oder auch schelten, es ändert halt doch nichts!  "Glücklich ist, wer vergißt, was doch nicht zu ändern ist!"  Nicht, daß es auf Dauer hinzunehmen wäre, aber, alles hat seine Zeit!  Und die scheint noch nicht gekommen …

      • Danke für meine Namensübersetzung! Jedenfalls mal jemand, der weiß, daß hinter dem Namen eine weibl. Figur und keine männl. steckt. Ist selten. Habe mich aber im Laufe meiner 8 Jahrzehnte dran gewöhnt, daß ich unbekannterweise mit Herr angesprochen werde. Danke!
        Ich "verurteile" ganz selten etwas und dann ist es auch begründet. Selbstverständlich werde ich nichts ändern, vor allem nicht, daß "alle an einem Strang ziehen". Selbst in Familien ziehen sie nicht immer an einem Strang – was ich persönlich als völlig normal ansehe, denn wir Menschen sind nun mal unterschiedlich veranlagt. Aber es ist ein Traum von mir, daß bei gravierenden Dingen, mal so viel Einigkeit vorhanden ist, um nicht alles durchgehen zu lassen. Wie gesagt ein Traum, mehr nicht.
        Ich kann mich an einen Vorfall aus England erinnern, der mich schwer beeindruckt hat. In England wurden die Teepreise erhöht – für Engländer ein no go! Was machten sie? Sie riefen zum Boykott auf, keinen Tee mehr zu kaufen. Engländer und kein Tee?! geht überhaupt nicht! Sie erreichten, daß die Erhöhung zurück genommen wurde! So weit ich mich erinnere war das Ende der 50iger Jahre, bin mir aber nicht mehr sicher, doch die Preissteigerung war erheblich! Wenn man will, geht es, aber da muß auch die Veranlagung dazu vorhanden sein, denke ich. Die fehlt uns anscheinend.

        •  Ehrengard, Deine Freude sei meine Freude!  🙂

           Namen, ob deren ursächliche Bedeutung auf ihren Träger zutrifft oder auch nicht, sind ja eben nicht bedeutungslos!  Zeugen sie doch von Herkunft oder Beruf (-ung) oder auch damit verbunderner Hoffnung!  Da ich den Deinen noch nie gehört … Aber, schon klar, der konnte nur weiblich sein!

           Nun, leider ist es so, daß nicht aus jeder Sonnengleichen, genannt Angela, auch eine solche daraus entsteht!  Vielleicht auch nur für ein paar wenige, wer weiß das schon so genau?

           So ist auch, in höherem Sinne, nicht jedem gleiche Veranlagung gegeben. 1848 ist schon lange her und war wohl auch schon eine Ausnahmeerscheinung?  Später erfolgte "Veranlagungen" wurde uns allerdings gründlichst ausgetrieben.  Einigkeit erfolgreich gespalten und diskreditiert, bis zum heutigen Tage.

          • Meine Veranlagung und eigenen Gedanken hat mir keiner ausgetrieben, denn ich war schon als Kind sehr eigenständig. Bleibt ja auch durch die Kriegsumstände nicht aus. Alles hinterfragen, war immer miene Devise und wenn mir einer sagte, ich soll nicht darüber nachdenken, gab's Zoff mit dem jenigen. Auch jetzt lasse ich mir nicht verbieten, wegzufahren oder einen Maulkorb aufzwingen. DAZU GIBT ES KEINE RECHTLICHE GRUNDLAGE! Auch wenn uns das ständig suggeriert wird. Es muß auch keiner Bußgelder bezahlen, denn das OWiG ist 2007 durchdas 2. Bundesbereinigungsgesetz gelöscht worden. Interessiert die meisten aber nicht.Sie laufen Gesichtslos mit einer Windel im Gesicht rum, lassen sich demütigen, in den Dreck ziehen und wie Sklaven behandeln. Den Maulkorb gab es noch bis ins vergangene Jahrundert und mußte von Sklavn getragen werden! Alles vergessen, vielelicht auch nicht mibekommen. Nichts wird hinterfragt und einfach demütig und ergeben hingenommen. Es findet eine systematische Verblödung statt – und C. ist die beste Grundlage dazu, das Wissen auf den Nullpunkt zu bringen! Meiner Meinung ist  das auch der Zweck der ganzen Übung. Denn die Pandemie ist eine Plandemie und von sehr langer Hand vorbereitet worden. In 8 Planspielen erprobt und belegt. Natürlich ist das alles Verschwörungstheorie, aber der Aufforderung, die Aussagen zu überprüfen ist bisher noch kein einzigr nachgekommen!
            Wer sein Gesicht verdeckt, hat als Mensch verloren, hat sich als solcher aufgegeben = Gesichtslos! DAS nehme ich nicht hin. Punkt. Dazu noch de gesundheitliche Schädigung, von den psychischen Schäden ganz zu schweigen.
            Ich denke, daß beim menschlichen Verhalten alles eine Rolle spielt: Veranlagung, Umfeld, Elternhaus, Erziehung (wird das Kind zu einem selbständig denkenden Menschen oder zum Kriecher erzogen etc.), dann noch der jeweilige Geisteszustand, der dafür sorgt, daß ich nicht alles glaube und ob ich mich aus einer vorgegebenen Matirx raushole oder drinnen stecken bleibe. Meiner Meinung nach spielen die ersten 4. Faktoren die wichtigsten Voraussetzungen überhaupt. Was die Schulen anbelangt, so bezeichne ich sie heute, aus meiner Warte, als absolut katastrophal! Es liegt an jedem selbst, ob er nach der Schule dort stehen bleibt oder sich selbst weiter bildet. Das ist schwer und mit viel Arbeit verbunden, aber möglich!

  2. Die Akkumulation kleiner Unternehmen, die um ihr Leben kämpfen, das Überleben jedoch tatsächlich nicht verdient haben, weil sie offen bekennen:  "Auf keinen Fall wolle man den Beschäftigten eine Wahlempfehlung geben oder gar Druck ausüben, betont Czerny." wird wenig bringen.  D. h. sie kämpfen nicht aus Einsicht in die Unmoral und Menschenverachtung  des Systems, sondern nur um ihre EIGENE ERBÄRMLICHE Haut zu retten, um dann weiter Brosamen der Satanisten bzw. Agenten der Schattenmächte zu empfangen.

    Erfolgversprechender scheint mir da die Geldmacht zu sein, die hinter der Blöd-Zeitung steckt und als deren Speerspitze der Julian Reichelt sich zu erkennen gab.

    https://krisenfrei.com/es-ist-zeit/#comment-169384

    Die Blödzeitung hat die Entschuldigung und Anflehung um Vergebung der sogenannten Nicht-Kanzlerin weidlich ausgeschlachtet.  Das erste Mal daß ich seit 45 Jahre wieder eine Blöd-Zeitung gekauft habe, um diesen inneren Reichsparteitag bzw. evangelisches Missionsfest zu genießen.  (Kostet jetzt übrigens 1,- Euro!)

    Herr Reichelt wird wohl nicht vergessen haben, mit welch fiesen Methoden man ihn auszuschalten suchte.  Es hat gerade noch gefehlt, daß man ihn regelrecht der Vergewaltigung einer Mitarbeiterin bezichtigt hätte.  Männer, paßt auf!  Der Verräter könnte in Form einer Frau schon  um die nächste Ecke stehen, eingedenk des jämmerlich an einer Frau gescheiterten Heinz-Christian Strache.  

    https://www.wilhelm-busch.de/werke/geschichten/die-kuehne-muellerstochter/

    "So starben die drei ganz unverhofft.
    O, Jüngling! da schau her!!!
    So bringt ein einzig Mädchen oft
    Drei Männer in‘s Malheur!!!!"

    Allerdings wird die sogenannte Nicht-Kanzlerin schwerlich noch einen Mann persönlich ins Malheur bringen können, hingegen Millionen von ihnen wirtschaftlich ruinieren.

    Man kann nur hoffen, daß die Initiative der Blödzeitung Erfolg hat, wobei steter Tropfen höhlt den Stein, um den Zusammenbruch dieses ganzen morschen, auf Lügen aufgebauten, Systems zu bewirken.  Fiat iustitia et pereat mundus!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_iustitia_et_pereat_mundus

    • Als Ergänzung zu Karfreitag, ab 14:05 Uhr im SWR2 die Matthäuspassion!

      Christe, agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.

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