Die letzte Schlacht (Teil 2)

Tödliches Finale

Der Gesandte des Kaisers stieg in seinen Wagen und die Fahrt ging durch Großberlin. Die Lichter der Großstadt ließen den Himmel erstrahlen und gutgelaunte Menschen liefen über die Straßen. Der Gesandte lächelte und griff nach einer Zigarette, doch er holte die Locke hervor. Die Haarlocke, die er vergessen hatte abzugeben, die Locke von Jonas Müller. Er öffnete den Plastikbeutel, griff nach den Haaren und roch daran. Im nächsten Moment war er Jonas, der durch die Straßen Berlins ging und Anweisungen gab. Er sah zu einer Uhr und erkannte das Datum, es war der 26.08.2015 nachmittags um 15:00 Uhr. Jonas fröstelte, doch eigentlich war es der Gesandte, denn das was er sah, machte ihm Angst.
Pure Gewalt!

Neben ihm lief eine verschleierte Frau fluchend und wild gestikulierend vorbei. Sie stürzte sich in eine Menschenmasse von marodierenden Deutschen und Arabern. Im nächsten Moment wurde Jonas gegen die Hauswand gewirbelt, der laute Knall der Detonation machte ihn beinahe gehörlos und dann flogen Gedärme und Gliedmaßen auf ihn hinunter. Überall war Blut und für einen Moment fragte er sich, was das denn alles nur für eine Bedeutung haben sollte.

„Jonas? wo bist du?“ Sein Walkie-Talkie meldete sich und unversehens wurde er aus seiner Schockstarre geweckt. „Wir stehen nun vor dem Reichstag und kommen nicht weiter, die schießen mit allem was sie haben.“
Jonas griff nach der abgetrennten Hand auf seinem Hemd und stand auf. „Was ist mit den Helis?“ Keine Antwort.

Er schnaufte laut durch, änderte den Kanal und rief nach Peter Rauser. Während die Verbindung aufgebaut wurde, war Gefechtslärm zu hören und Jonas wurde nervös. „Bleib ruhig, alles okay. Hier haben sich ein paar Amis eingebuddelt und machen uns Probleme, aber Ramstein ist unser! Die Raketen sind auf London, Paris, Madrid justiert und für die großen Kaliber haben wir New York, Washington und die anderen Ziele auserkoren.“

„Schön das zu hören, aber wir haben hier echte Probleme am Reichstag. Ich warte auf die Hubschrauber.“ Jonas war sauer, richtig sauer, aber er konnte und durfte es nicht rauslassen. Peter Rauser und seine Truppen hatten vor sechs Stunden alle US-Stützpunkte gewaltsam übernommen und die Atomwaffen neu ausgerichtet. Die anderen Generäle des Stabes waren aber offensichtlich nicht ihren Verpflichtungen nachgekommen und ihre Einheiten zurückgehalten. Wie sonst war es zu erklären, das keine Kampfhubschrauber vor dem Reichstag waren? Nun war Rauser sauer und griff zum Telefon.

Vor dem Reichstag waren Autos umgeworfen worden und Truppen des Grenzschutzes schossen auf alles, was sich bewegte. Hinter den Wagen waren die Widerständler, die vehement die Erstürmung versuchten. Überall lagen Leichen und Dave, einer der Führer des Widerstands, griff erneut zu seinem Walkie. „Jonas? Wir kommen nicht weiter, wir brauchen Hilfe!“

In Bonn tagte der restliche Generalstab und die Herren Generäle kamen zu keinem gemeinsamen Konsens. Die Türen sprangen auf und Soldaten eröffneten das Feuer! Niemand überlebte und ein Hauptmann griff zu einem Telefon. „Herr General? Wir haben die Sache bereinigt. Sie sind nun der alleinige Oberbefehlshaber. Sie führen, wir folgen!“
Rauser sank in sich und legte das Telefon beiseite. Endlich! „Führen Sie Plan C durch!“
Der Hauptmann nickte und gab Befehle.

In Köln gelang es einer Menschenmasse das Gebäude des WDR einzunehmen und die Polizei hielt sich zurück. In den Dienststellen waren die „Dienstherren“ eingelocht worden und die unteren Dienstgrade hatten das SAGEN übernommen. Freie und ehrliche Journalisten gingen nun auf den Äther und verkündeten dem Volk den Bürgerkrieg gegen ein System, was niemand mehr verstand, einer demokratischen Diktatur! Im Radio und im TV waren plötzlich Berichte zu hören und zu sehen, die vorher nie gesendet wurden. Die Bürger wussten nicht, wie ihnen geschah, wussten nicht mehr, was sie noch glauben konnten, sahen sich ungläubig an und wandten sich an ihre Rathäuser, ihren Bürgermeistern zu. Doch sie bekamen keine Antworten, nur Zurückweisungen an sie als Kunden. „Kunden?“ Sie dachten, sie seien Bürger, keine Kunden. Doch Ordnungskräfte prügelten ihnen das Synonym „Kunde“ ein. In Siegburg aber meinte es ein „Verfassungsschützer“ zu gut und er schlug mit seinem Knüppel immer wieder und heftiger auf ein kleines Mädchen ein. Bald war der Bürgersteig mit dem Hirn des Mädchens übersäht und der Mann hatte sichtlich Spaß an seiner Staatsmacht. Bis der Vater auftauchte.

„Dave?“
„Ja“
„Die Helis sind unterwegs, halte noch ein bisschen durch!“
„Was ist mit Hamburg?“
„Keine Ahnung! Ich kann nicht alles. Max und Melanie sind dran, ich melde mich!“

Springer-Zentrale in Hamburg wird von bewaffneten Kräften der Antifa verteidigt. „Was bitte? Die linken verteidigen ihren größten Feind?“ Jonas konnte es nicht fassen. Völlig unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte der Hamburger Senat die linke Szene namens Antifa seit Jahren mit Geld und Waffen finanziert und nun zum Verteidiger des größten Lügenblattes Deutschlands gemacht. Doch Max Maier war ja kein dummer Mensch und infiltrierte das Gebäude von innen. Binnen sechzig Minuten hatte er mit den seinen alle wichtigen Positionen besetzt und nun fielen die Schüsse aus dem Gebäude heraus und das nicht gegen die Angreifer! Hamburg war gefallen! Tausende stürmten das Parlament und anwesende Senatoren waren die ersten Geschenke eines Galgens, der schnell gebaut wurde.

Ulf Kotte, einer der letzten freien Journalisten ergriff in Köln das Mikro vor einer Kamera und erklärte den Menschen, was in den letzten 70 Jahren hier tatsächlich stattgefunden hatte und wer dahinter steckte. Vor den Bildschirmen konnten die Menschen nicht glauben, was sie hörten und sahen. Deutschland, eine Bananenrepublik? Nichts ist wahr? Keine gültigen Gesetze? Überall nur Kopfschütteln bis Schüsse fielen und die Polizei nirgends mehr eingriff.

Dave duckte sich, denn über ihm horten sich Kampfhubschrauber und schossen den Eingang zum Reichstag frei. Geschrei, Gegröle und der unbändige Wille auf Freiheit schufen sich nun endlich Platz. Die Politiker hatten es nicht für möglich gehalten, doch das Volk, oder besser ein Teil des Volkes hatte es nicht mehr ausgehalten und waren sie an der Reihe.

Ein paar Berliner hatten vorsorglich Latten und Bohlen gehortet und schnell waren Galgen gebaut. Galgen, an denen als erste Merkel, Gabriel und Schäuble hingen. Mitleid gab es für niemanden, denn all die Drecksäcke wussten was sie taten, sie hatten das Volk belogen, betrogen, versklavt, vergiftet und verkauft! Gerichte gab es auch nicht und somit waren dem Volk alle Möglichkeiten offen. Und das Volk wurde wach. Die Konzerne der großen Betriebe wurden überrannt und ihre Vorsitzenden fanden einen schnellen aber schmerzvollen Tod. Banker und Manager schwammen über die Flüsse, ihre Eigentümer wurden einbehalten.

Max war auf dem Weg nach Berlin und kontaktierte Jonas, „bisher hat beinahe alles geklappt. Wie geht es weiter?“ Jonas saß in einem Abgeordnetenbüro und lehnte sich angespannt zurück. „Jetzt kommen deine Stunden. Rufe Putin an und bitte um Waffenhilfe, erkläre dich zum vorübergehenden Präsidenten, rufe die gesamte Bundeswehr zurück, erkläre den Kriegszustand, besetze alle Grenzen. Jeder kommt raus, aber keiner mehr rein!“

Max war konsterniert und legte den Hörer nieder. Ihm wurde jetzt erst bewusst, was gerade geschehen war. Deutschland war nun wieder im Kriegszustand und jederzeit angreifbar. Doch er wusste ja von den Atomraketen. Er wollte Gewissheit und rief General Rauser an. Danach lehnte er sich beruhigt zurück. Die Grenzen waren dicht, der Luftraum durch die Luftwaffe überwacht, alle Chemtrails ausgesetzt und die Banken wie die Börse geschlossen. Theoretisch konnte Deutschland nun souverän werden.

Jonas ging an das Fenster und schaute nach draußen. Überall lagen Leichen und überall lachten Menschen über ihre neue Freiheit, eine Freiheit, die sich nicht einmal kannten, wussten sie doch nicht einmal, was Freiheit bedeutet. Die Russen schickten Einheiten und Max erklärte der Welt, das Deutschland nun wieder die Verfassung von 1881 einführen werde und somit zum Nachfolger des ersten deutschen Reiches werden würde. Eine Stunde später wurde auf Max geschossen und seine Frau tauchte unter.

Jonas und Dave saßen in diesem Büro und schüttelten ihre Köpfe. „Waren das jetzt die Amis oder die Russen?“ Jonas lächelte, stand auf und holte sich ein Bier. „Eher die Polen oder der Vatikan!“ Dave schaute ihn ungläubig an, doch Jonas lächelte nur, während er sich am Fenster positionierte. „Denk mal drüber nach und fange ganz viel früher in der Geschichte an.“ Ein leiser Knall unterbrach die Unterhaltung und Jonas brach zusammen. Knapp über seinem Herzen hatte eine Kugel ihr Ziel gefunden.

Zwei Tage später standen Dave und General Rauser vor den internationalen Kameras und präsentierten Max als neuen Kaiser des neuen deutschen Reiches. Kein Staat hatte es gewagt, Deutschland anzugreifen und das Volk, das deutsche Volk, hatte voller Wut sich allem entsorgt was ihm wehtat. Dave und Max standen nun zur Wahl, doch zufälligerweise fiel Dave einem Flugzeugabsturz in den Alpen zum Opfer. Somit bat Max den Papst, ihn zum neuen deutschen Kaiser zu krönen. Während das geschah wurde Jonas operiert und drei Tage später verließ er mit seiner Frau das Land.

So war die offizielle Stellung.

Und jetzt!!!
Schließt euch zusammen und kämpft!!!
Für unsere Heimat!
Für unsere Zukunft!!!

(Teil 1)

 

Die letzte Schlacht (Teil 2)
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