Aufruf der europäischen Bürger an die Regierungen und Parlamente

Der ehemalige Staatspräsident und Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Václav Klaus, gilt als harter Kritiker der EU-Politik und ist für seine klaren Worte bekannt: Er bezeichnet den Flüchtlingszustrom nach Europa als »grundlegende Gefahr« und hat Europas Politikern in der Flüchtlingsfrage Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. »Europa muss eindeutig Nein zu den hierher kommenden Flüchtlingen sagen.« An den Grenzen müssten alle erdenklichen Massnahmen ergriffen werden, um die Ankunft der Migranten zu verhindern. Am 4. September hat er den nachfolgenden Aufruf formuliert, die Grenzen wieder zu sichern und die Verantwortung den Bürgern gegenüber wieder wahrzunehmen.

Redaktion politonline.ch

»Wir, die Unterzeichner, wollen nicht mehr passiv zusehen, wie unsere Staatsorgane und Politiker in diesem historischen Moment Zeit verlieren und ihre Pflicht nicht tun. Ihre Aufgabe ist es, die Interessen und Sicherheit der Bürger in ihren eigenen Ländern zu verteidigen. Gegenwärtig sind wir mit einer grundlegenden Gefahr für die Zukunft unseres Lebens konfrontiert: Die Massenmigration stellt eine ernste Bedrohung der Stabilität Europas und der einzelnen Mitgliedsländer der EU dar. Wir sind gegenüber dem Schicksal der Opfer der Kriege und anderer Katastrophen der heutigen Welt nicht gleichgültig. Wir lehnen jedoch die Manipulation der öffentlichen Meinung ab, die die natürliche Solidarität mit den Migranten missbraucht, um die Akzeptanz der Massenmigration hervorzurufen. Die jetzige europäische Debatte über Migration soll nicht dahingehend ausgelegt werden, ob wir uns gegenüber anderen Kulturen, Religionen, Rassen und Völkern genügend oder nicht genügend entgegenkommend verhalten. Wir sehen unbestreitbare Risiken und Drohungen, die aus dem künstlichen Vermischen unterschiedlicher Völker, Kulturen und Religionen entstehen. Die europäischen Regerungen verhalten sich allzu entfremdend und unverantwortlich. Berechtigte Ängste vor dem Zustrom Hunderttausender Migranten dürfen von den Politikern und den meisten Medien weder bagatellisiert, verschwiegen noch skandalisiert werden. Aus all diesen Gründen rufen wir die Regierungen der EU Länder dazu auf:

– Die innere Sicherheit und die äussere Unantastbarkeit der Staatsgrenzen mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung haben, zu gewährleisten;

– die Rechtsordnung der einzelner Länder und die angenommenen internationalen Verpflichtungen einzuhalten;

– eine Ausbreitung des Chaos, das als Folge der Migration in einer Reihe von Ländern bereits entstanden ist, zu verhindern;

– auf EU-Ebene keine Quoten oder ähnliche Massnahmen anzunehmen, mittels der die Migranten einzelnen EU-Ländern zugeteilt werden sollen;

– die heute geltende Asylpolitik ohne Veränderungen einzuhalten und zu gewährleisten, dass eventuelle Veränderungen derselben nur mit Zustimmung der Bevölkerung durch Volksabstimmung resp. Neuwahlen erfolgen können;

– dafür zu sorgen, dass Länder, die die Grenze der EU bilden, zusichern, dass die illegalen Migranten in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. [1]

Die Merkel-Regierung gehört auf den Blocksberg – Von Willy Wimmer
Die Merkel-Regierung, schreibt der ehemalige Vizepräsident der OSZE, der 33 Jahre lang Mitglied des Bundestags war, gehört auf den Blocksberg, und zwar wegen erwiesener Unfähigkeit. Anders kann das Verhalten der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Auftauchen aus dem Nichts von gut einer Million Migranten in diesem Jahr in Deutschland nicht bewertet werden. Dabei ist die Annahme, daß es sich um bloße Unfähigkeit handeln könnte, noch eine schmeichelhafte Version. Anderenfalls müßte man annehmen, hier handle die Bundesregierung gezielt, um die Qualität unseres Landes bewußt zu verändern. Das wäre ein Putsch gegen die verfassungsmäßige Ordnung, und eine Regierung, die bei diesem Unterfangen dabei wäre, demzufolge eine Putschregierung. Das wäre in diesen Zeiten in Europa nichts Neues, wie es das Beispiel Ukraine gezeigt hat.

Bleiben wir bei der Bundesregierung. Wir werden seit Jahren als Bürger dieses Landes unter Mitwirkung der eigenen Sicherheitsorgane nachweislich in einer Weise ausgespäht, wie es bei Gestapo und Stasi nicht besser sein können hätte. Man will von uns alles wissen, und die Regierung und private Konzerne erfahren es auch. Die Polizei verkündet Verfahren, mit denen sie glaubt, Verbrechen herausfinden zu können, bevor sie begangen worden sind. Alles in diesem Land richtet sich gegen die eigenen Bürger und diese Regierung will von der Million Migranten erst aus der Zeitung erfahren haben? Wo sind denn die Nachrichtendienste, die eigenen Hilfsorganisationen und vor allem unsere Botschafter in den Herkunftsländern dieser Migrationsbewegung, die nichts gemerkt haben wollen und vielleicht nichts merken durften, bevor griechische Inseln oder ungarische Grenzzäune überrannt werden konnten? Warum hat der wichtigste Bündnispartner die Welt in Schutt und Asche gelegt und warum halten wir diesen nicht dazu an, mit seinem verbrecherischen Tun aufzuhören und die Folgen gefälligst alleine zu tragen? Warum leisten wir uns einen Bundespräsidenten, der davon noch nicht genug hat und Deutschland in noch mehr kriegerische Aktivitäten verwickelt sehen will?

Wir haben für die Staatsbürger der EU-Mitgliedsstaaten aus gutem Grund die Niederlassungsfreiheit in den Staaten der Europäischen Union. Aber auch da gab es gute Gründe, nicht alles über Nacht zu ermöglichen. Frankreich unter Sarkozy und England unter Tony Blair haben deutlich gemacht, daß man auch in EU-Europa nicht alles hinnehmen muß, will man nicht die Zustimmung der eigenen Staatsbürger zu bestimmten Entwicklungen verlieren. Es gibt sie also in EU-Europa, diese Niederlassungsfreiheit. Es gibt sie aber nur hier. Wenn die Merkel-Regierung durch öffentliche Äußerungen, durch Verwaltungserlasse und durch praktische Politik einen Kurs fährt, diese Niederlassungsfreiheit auf die gesamte Weltbevölkerung auszudehnen, reißt sie Europa auseinander. Es kann gut sein, daß die Bundeskanzlerin nicht mehr anders kann, als sich an die Spitze der Migrationsbewegung zu stellen. Dann brauchen wir das Ende Europas und unseres Staates nicht mehr abzuwarten. Dann ist der Exitus bereits eingetreten. Oder nimmt jemand an, daß diejenigen, die mit der famosen Aussage von der Willkommenskultur hierher gelockt worden sind, noch einem Asyl- oder einem sonstigen Verfahren mit den entsprechenden Konsequenzen unterzogen werden könnten? Man kann für jede Änderung politischer Gegebenheiten oder bestehender Gesetze in Deutschland alles unternehmen, was der bestehenden Rechtsordnung oder dem parlamentarischen Verfahren entspricht. Wenn man allerdings diese Rechtsordnung nicht mehr garantieren kann oder als Staat zuwartet, wie diese ausgehebelt wird, dann ist das ein Putsch von oben. Die Beseitigung des Grundwehrdienstes und der Atomausstieg haben schon deutlich gemacht, wie so etwas bewerkstelligt wird, wenn man in unserem Land gegen die tradierten Verfahren etwas im Sinne von Durchregieren und demokratischem Zentralismus durchzieht.

Da gehört es sich fast, daß seitens der deutschen Regierung ein befreundetes Land [Rußland; Anmerk. politonline], dem wir einen wesentlichen Beitrag zur Wiedervereinigung zu verdanken haben, nach Strich und Faden öffentlich herabgewürdigt und fertiggemacht wird. Damit kann man den berüchtigten amerikanischen NGOs gefallen. Warum soll sich Ungarn keine Gedanken machen, wenn es sich die Migrationsbewegung auf dem Balkan näher ansieht? Warum nimmt man Ungarn als Ziel und nicht andere EU-Staaten auf dieser Route, die wesentlich näher liegen, als dies bei Ungarn der Fall ist? Wir können es dem Papst verdanken, nicht aber einem europäischen Regierungschef, auf die humanitären Konsequenzen bei der Mittelmeer-Passage aufmerksam gemacht zu haben. Da der Papst aus Buenos Aires stammt, ist er gewiß damit vertraut, in welchem Ausmaß die von Buenos Aires via Westafrika unkontrolliert ausgehende Drogenroute zur Kokainversorgung für Amsterdam und Tel Aviv das Rückgrat der Migrationsbewegung aus Afrika in Richtung Europa ist – vor allem nach Schweden, Deutschland und Österreich. Der hiesigen Polizei scheint es durchaus geläufig zu sein, daß vor allem Menschenhandelsrouten für die europäischen Bordelle aus anderen Teilen Europas die bevorzugten Verbindungen für die Migranten garantieren. Dabei scheint es zweckmäßig zu sein, wenn – wie man hört – in deutschen Großstädten Rotlicht-Einrichtungen und Migrationszentren aus einer Hand betrieben werden können. Diese Bundesregierung kann die Gesetze unseres Landes weder auf den Straßen und Plätzen noch an unseren Grenzen durchsetzen. Dafür wurde sie aber gewählt und nur dafür ist sie im Amt. Medien, seien sie öffentlich-rechtlich oder privat, sind dabei so, wie sie sind. Totalitär eben. Früher konnte man in deutschen Zeitungen noch »zwischen den Zeilen lesen«, wenn es nicht anders ging. Das entfällt heute, aber dafür gehören die Chefredakteure den transatlantischen Bruderschaften an. [2]

»Jetzt gibt es also wieder Protokollstrecken«, hatte Wimmer Ende August unter dem Titel Regierung im Blindflug vermerkt. »Anders kann man die Besuche und ihre Abfolge aus der Staats-und Regierungsspitze in Duisburg-Marxloh, Heidenau und Wilmersdorf nicht bezeichnen. Fein ausgesuchte Volksrepräsentanten, vermutlich vorformulierte Ansichten, gesäuberte Straßen, Bereitschaftspolizei die Menge. So fährt man in ein Aufstandsgebiet. Im übrigen kennt man diese Protokollstrecken noch von Erich. So weit ist es gekommen. Wie schlimm es um die Regierung steht, das offenbart sich in der Sprache. Da klingt es nur so auf dem Niveau derjenigen, von denen man sich aus gutem Grund absetzen muß. Mob, Pack, und so weiter. Um es deutlich zu sagen: So etwas gehört sich für eine Regierung, die zudem weder an unseren Grenzen, noch auf unseren Straßen den eigenen staatlichen Gesetzen Geltung verschaffen kann, nicht. Der britische Premierminister Cameron, Ministerpräsident Orbán in Budapest oder die dänische Regierung geben ein anderes Bild ab. Unser Bundesinnenminister vergnügt sich beim Aachener Reitturnier, während seine Bundespolizisten und andere nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht. [3]

Anmerkung politonline d.a.
Martin Schulz kam bei seinem Besuch in Turgi anlässlich des Wahlkampffests der SP nicht umhin, in seine Rede eine Warnung vor Islamophobie einzuflechten, dies ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem der ungarische Bischof László Kiss-Rigó angesichts des Zustroms von illegalen Einwanderern soeben offen vor einer islamischen Invasion Europas gewarnt hat: »Sie kommen hierher und rufen Allah ist gross; sie wollen die Kontrolle übernehmen«, warnte der katholische Geistliche in der Washington Post. Der Aufforderung von Papst Franziskus, sich stärker für die Asylbewerber zu engagieren, wies er zurück, da dieser die Situation in Ungarn gar nicht kenne. »Die meisten von ihnen«, kritisiert der Bischof, »verhalten sich sehr arrogant und zynisch.« Aus diesem Grund sei er in der Asylfrage mit Ministerpräsident Viktor Orbán einer Meinung. [4] Auch der Vorsitzende der niederländischen PVV, Geert Wilders, hat in einer Parlamentsdebatte vom 10. 9. in Den Haag den Asylansturm auf Europa als islamische Invasion bezeichnet. »Massenweise dringen junge Männer in den Mitzwanzigern mit langen Bärten und Allahu Akbar rufend nach Europa ein. Das ist eine Invasion, die unseren Wohlstand, unsere Sicherheit, unsere Kultur und unsere Identität bedroht«, so Wilders in seiner Rede.

Was die tatsächlich breit befürchtete Islamisierung Europas betrifft, so frage ich mich, ob die diesbezüglich offen zutage tretende Blindheit von Schulz echt ist, d.h., dass er gar nicht begreift, was auf die Bevölkerung zukommen kann, oder ob sie gewollt ist, was ihn als Steigbügelhalter ausweisen würde. Jedenfalls sollte es zu denken geben, dass die EU-Kommission in Brüssel seit Jahren als Partner der bereits 1969 gegründeten ›Organization of Islamic Cooperation‹ OIC, der 56 islamische beziehungsweise mehrheitlich islamische Staaten angehören, fungiert, wie dies in den beiden auf politonline erschienenen Artikeln aufgezeigt ist:

»Europa und das kommende Kalifat« – Eine Buchbesprechung  
Auch das Kopftuch geht uns alle an

Die britische Autorin Gisèle Littman schreibt in ihrem Buch: »Die OIC unterstützt besonders den Kampf gegen die ›Islamophobie‹, den die EU freudig und durch vermehrte islamische Migration nach Europa nachhaltig bestärkt. Der wichtigste Beitrag der EU zu einer gemeinsamen Zivilisation ist seit Jahrzehnten die Durchsetzung des Multikulturalismus und der Diversität, um die europäischen Nationalstaaten zu schwächen respektive zu überwinden. Dieses Konzept garantiert den muslimischen Migranten die Bewahrung ihrer kulturellen und religiösen Identität, während das christliche Europa weitgehend untergehen soll.« Und davon soll Schulz nichts wissen? Das ist praktisch unmöglich, gehört er doch zum Kern der Brüsseler Kommission. Wir werden schon zur Genüge verdummt, aber langsam ist der Bogen überspannt, zumal Schulzens Kanzlerin ausdrücklich bekundet hat, dass der Islam zu Deutschland gehört, was er nachweislich nicht tut.

Nicht weit entfernt von einer Warnung ist auch die Aufforderung des Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, Antonio Guterres; der ehemalige Präsident der Sozialistischen Internationale dringt auf die obligatorische Beteiligung aller Mitgliedstaaten der EU, wie wir es von den Einmischungen der UNO in die Politik der Staaten gewohnt sind. So will er auch wissen, dass »die europäischen Länder vorläufigen Schätzungen zufolge einen potentiellen Bedarf dafür haben, die Neuansiedlungsmöglichkeiten um 200.000 Plätze aufzustocken.« Diese Schätzung dürfte ebenfalls ein reines UNO-Produkt darstellen. Indessen ist von einer Forderung Guterres an die UNO, zunächst ein absolutes Kriegsverbot für die USA und ihre Handlanger zu verhängen, wie üblich nichts zu hören. Es ist auch nicht abzusehen, dass sich einmal ein EU-Staat dafür verwenden würde, eine solche in einer Vollversammlung vorzutragen. Mit einer geradezu unglaublichen Impertinenz wird beständig an uns appelliert, obwohl wir als Bevölkerung nicht den Hauch einer Chance haben, Einfluss auf die EU-Kriegs- und Krisenpolitik zu nehmen. Wir werden lediglich dazu aufgeboten, die Scherben zu verwalten.

Im übrigen ist auch Réseau Voltaire zu entnehmen, dass – im Gegensatz zu den aktuell von den Medien verbreiteten Angaben – weniger als ein Drittel Flüchtlinge aus Kriegsgebieten sind: 20 % sind Syrer, 7 % Afghanen und 3 % Iraker; die beiden anderen Drittel stammen nicht aus sich im Krieg befindlichen Ländern und sind hauptsächlich Wirtschaftsflüchtlinge. Wie Thierry Meyssan im weiteren darlegt, beunruhigt »der Strom der Einwanderer die europäische Bevölkerung, von den deutschen Arbeitgebern wird er jedoch gefeiert. So erklärte der deutsche Chef der Chefs, Ulrich Grillo, im Dezember 2014 gegenüber DPA – seine Interessen mittels einer heuchlerischen Maskerade von menschenfreundlichen Gefühlen abdeckend: Wir sind seit langer Zeit ein Einwanderungsland und wir müssen es bleiben. Als Wohlstandsland und auch aus christlicher Nächstenliebe muß unser Staat sich zugestehen, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Ebenso: Ich distanziere mich sehr deutlich von den Neonazis und den Rassisten, die sich in Dresden und anderswo versammeln. Und noch ernsthafter: In Anbetracht der demografischen Entwicklung stellen wir durch die Einwanderung das Wachstum und den Wohlstand sicher.« [5]

Nun ist Herr Grillo nicht nur über die Billionenverschuldung seines Landes voll im Bilde, so dass von Wohlstand keine Rede sein kann, und zudem kann er nicht ignorieren, dass ein grosser Teil der Hereinströmenden, die Schätzung liegt bei 80 %, keinerlei Berufsausbildung hat; viele können weder lesen noch schreiben, sind also Analphabeten, und unterzeichnen ihre Vernehmungen mit Fingerabdruck. Fakten dieser Art halten indessen weder die SPD-Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles noch Aussenminister Steinmeier davon ab, die Deutschen dazu aufzufordern, dass sie in Flüchtlingen auch Fachkräfte sehen sollen, womit wir wieder beim Endpunkt Verdummung angelangt sind. Hinzu kommt – auch darüber muss Ulrich Grillo voll im Bilde sein – dass die soziale Absicherung in der BRD nur noch mittels einer gigantischen Verschuldung zu bewältigen ist. Da man davon ausgehen kann, dass sich Asylanten mit der besagten Qualifikation nur für leicht zu bewältigende, also mindere Arbeiten einsetzen lassen, und daher eine Entlöhnung erhalten, von der es sich nicht einmal leben lässt, muss der Unterhalt auch für diese auf den Staat resp. den Steuerzahler fallen, womit der Missbrauch der Arbeitskraft des Bürgers seine Fortsetzung findet. Der promovierte Sprachwissenschaftler Jussi Halla-aho hatte schon Mitte 2014 bezüglich der Asylanten erklärt, dass selbst eine Lastenverteilung das eigentliche Problem nicht löst, »denn ein wirtschaftlich angeschlagenes Europa«, legt er dar, »hat erst recht keine Kapazitäten, Hunderttausenden oder gar Millionen an hauptsächlich unausgebildeten Einwanderern Arbeit zu bieten. Und ein solches Europa kann es sich nicht leisten, diese Menschenmassen in den Problemvierteln ihrer Großstädte zu konservieren.« [6]

Was die Wirtschaftsmigranten angeht, so hält sie Meyssan nicht für ein Identitätsproblem, sie fehlen jedoch, wie er richtig hinzusetzt, in ihren Heimatländern. Unter den sich in Dresden versammelnden Rassisten dürfte Grillo sicherlich die Pegida verstehen. Trotz der Verachtung, die man dieser Bewegung auf Regierungsebene angedeihen lässt, bleibt sie intakt. An der am 7. September erfolgten Versammlung waren 10.000 Teilnehmer zu verzeichnen und die Lage wurde als verdammt ernst eingestuft. Was hier in Deutschland passiere, sei Krieg. Dem repräsentativen Parlamentarismus wurde bescheinigt, gescheitert zu sein, so dass es abschliessend hiess: Auf die Straße zu gehen, sei die einzige Chance, damit dieser Irrsinn noch beendet werden könne. [7]

»Entgegen einer weitverbreiteten Annahme«, vermerkte Christian Ortner Ende August in der österreichischen Presse, »stehen die Tore der vermeintlichen Festung Europa derzeit weit offen. Die Staaten des Schengen-Raums haben schlicht und einfach die Kontrolle darüber verloren, wer in ihr Territorium einreist und wer nicht. Sie haben damit eine wesentliche Staatsfunktion, die Souveränität über die Außengrenzen, de facto aufgegeben. Das wird à la longue so nicht gehen. Sowohl die Grenzen zu Lande als auch zur See, etwa zwischen der Türkei und den griechischen Inseln, werden derart gesichert werden müssen, daß keine illegale Einreise mehr möglich ist. …. Etwa drei Viertel jener Migranten, denen heuer in Österreich Asyl gewährt worden ist, sind Muslime mit zum Teil sehr unterschiedlichen Wertvorstellungen. Hierzu schrieb kürzlich der syrische Journalist Yahya al-Aous, der als anerkannter Flüchtling in Berlin lebt, in der Süddeutschen Zeitung: Obwohl ich nicht aus einem besonders religiösen Umfeld stamme, so komme ich doch aus einer Gesellschaft, die Frauen als Bürger zweiter Klasse betrachtet und emanzipierte Mädchen (…) Prostituierten gleichstellt. Sowohl die syrische als auch die irakische oder afghanische Gesellschaft pflegt nicht nur Frauen, sondern etwa auch Homosexuellen, Andersgläubigen und anderen Minderheiten gegenüber eine eher überschaubare Toleranz entgegenzubringen.

Wie viele von diesen anti-aufklärerischen Werten wollen wir nach Europa importieren? All das wird einiges Geld kosten. In Deutschland werden es schätzungsweise 10 Milliarden Euro pro Jahr werden, in Österreich jedenfalls Hunderte von Millionen. Allein ein einziger unbegleiteter Jugendlicher kostet die öffentliche Hand jährlich deutlich mehr, als ein Durchschnittsösterreicher pro Jahr verdient. Man kann das politisch ja durchaus für richtig und angemessen halten, muß dann aber auch dazusagen, wo dieses Geld herkommen soll. Und nein, es ist nicht inhuman, angesichts dieser Flüchtlingswelle und ihrer Dramen nicht nur Emotionen walten zu lassen, sondern auch den Verstand zu aktivieren.« [8] Zu der von Ortner zitierten Festung Europa schrieb Dirk Schümer schon diesen Mai in der Welt: »Europa ist eine Festung – und muß das auch bleiben. Der Kontinent, heißt es, dürfe sich nicht vor den Flüchtlingen verschließen. Aber illegale und unkontrollierte Zuwanderung ist kein Menschenrecht, sondern führt in den unerklärten Bürgerkrieg. Kämen tatsächlich all die vorausgesagten Millionen von Afrikanern und Arabern, die sich in Europa ein besseres Leben erhoffen als in ihren gescheiterten Staaten, dann wäre es auch bei uns schnell mit dem inneren Frieden vorbei. Europa braucht dringend definierte und gesicherte Grenzen – gerade auch um diejenigen unter den Flüchtlingen zu erkennen und zu verteilen, die wie die orientalischen Christen oder Jesiden akut vom Völkermord bedroht sind. Sickern aber weiter massiv Menschen über offene Außengrenzen oder über die Seelenverkäufer der Schleuserboote ein und werden dann der Illegalität überlassen, ist niemandem geholfen. Nicht nur die internationale Schleusermafia nutzt virtuos und reaktionsschnell alle Lücken und Klauseln im innereuropäischen Verkehr. Zunehmend müssen die Europäer auch das Einsickern von islamistischen Terroristen unter den unkontrollierten Migranten befürchten. Ein Europa als Spiel ohne Grenzen führt den Kontinent ins Chaos.« [9]

Aus einem mit dem bekannten Berliner Autor und vormaligen Bürgermeister von Neuköln am 4. September geführten Interview geht hervor, dass dieser glaubt, dass wir uns demnächst auf 3 – 5 Millionen neuer Asylanten einstellen müssen. Die 800.000, sagt er, haben alle Handys, und die Nachricht, dass Deutschland sehr grosszügig ist, wird sich in alle Welt wie ein Lauffeuer verbreiten und eine gewaltige Sogwirkung verursachen. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung; die Bewegung wird sich verstärken, denn jedes Handy funkt nach Hause, wir haben es geschafft, macht euch auf den Weg. Im Gegensatz zu der Unterstellung von Seiten zahlreicher Regierender stellt er keine Fremdenfeindlichkeit fest. Jedenfalls spricht er aus, was von den meisten befürchtet wird: Die, die da sind, werden nicht mehr nach Hause gehen, zumal 85 % aller abgelehnter Asylbewerben trotzdem im Land bleiben. »Wenn wir die Schlafwagen-Integrationspolitik weiter so betreiben, wird es ein zweites Fiasko geben«, so Buschkowsky. Die Großzügigkeit Deutschlands werde sich wie ein Lauffeuer verbreiten und eine entsprechende Sogwirkung erzeugen. [10]

»Seit 14 Jahren«, hält Paul Craig Roberts fest, »unterstützt Europa den aggressiven Militarismus Washingtons, dem Millionen Menschen, die niemals eine Hand gegen Washington erhoben hatten, zum Opfer gefallen sind oder durch dessen Auswirkungen vertrieben wurden. Die Zerstörung ganzer Länder wie etwa des Iraks, Libyens und Afghanistans und gegenwärtig Syriens und des Jemens, sowie die anhaltende Tötung pakistanischer Zivilisten – unter anderem durch amerikanische Drohnenangriffe, die mit voller Unterstützung der korrupten und verräterischen pakistanischen Regierung stattfinden – haben ein gigantisches Flüchtlingsproblem geschaffen, für das die schwachsinnigen Europäer selbst mitverantwortlich sind.« [11]

In diesem Zusammenhang sei nochmals darauf hingewiesen, dass der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopolous den EP-Abgeordneten am 14. April ganz lapidar erklärte, die Grösse des Zustroms sei »leider die neue Norm und wir müssen uns darauf einstellen.«

[1] http://www.klaus.cz/clanky/3794 4. 9. 15
[2] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/willy-wimmer/die-merkel-regierung-gehoert-auf-den-blocksberg.html;jsessionid=EEDCB0DFEF493F70035F453A9BC870D1 
9. 9. 15   Die Merkel-Regierung gehört auf den Blocksberg – Von Willy Wimmer
[3] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/willy-wimmer/regierung-im-blindflug.html;jsessionid=52096327A6AC5DA0078CDD3A6667A69C   27. 8. 15 Regierung im Blindflug – Von Willy Wimmer
[4] https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2015/ungarischer-bischof-warnt-vor-islamischer-invasion/   8. 9. 15
[5] http://www.voltairenet.org/article188622.html   7. 9. 15
[6] http://jungefreiheit.de/debatte/interview/2014/ich-wuensche-mir-eine-zusammenarbeit-mit-der-afd/   10. 6. 14
[7] http://www.blu-news.org/2015/09/08/ueber-10-000-bei-pegida-in-dresden/ 8. 9. 15
[8] http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/4808170/AsylwerberDrama_Funf-einfache-Fragen-an-unsere-Regierung   28. 8. 15 Christian Ortner
[9] http://m.welt.de/debatte/kommentare/article141026268/Europa-ist-eine-Festung-und-muss-das-auch-bleiben.html   18. 5. 15 Europa ist eine Festung – und muss das auch bleiben – Von Dirk Schümer
[10] https://www.youtube.com/watch?v=0Q4SaUJ7KYI&feature=youtu.be 9. 9. 15
Buschkowsky prophezeit 5-Millionen Asylanten – 4. 9. 2015
[11] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/dr-paul-craig-roberts/gedankenlosigkeit-und-sorglosigkeit-sind-zur-leitkultur-des-westens-geworden.html;jsessionid=E806119381A76A53C4E82DE8168C4813   23. 8. 15
Gedankenlosigkeit und Sorglosigkeit sind zur »Leitkultur« des Westens geworden – Dr. Paul Craig Roberts

 

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