Der Schleier zerreißt: Die verborgenen Wahrheiten von Jabotinsky und Netanjahu

von Thierry Meyssan (voltairenet)

Die Gruppe, die 25000 Palästinenser in Gaza ermordet hat, ist nicht repräsentativ für Juden im Allgemeinen. Sie ist ein Erbe einer Ideologie, die seit einem Jahrhundert solche Verbrechen begeht. Thierry Meyssan schildert die Geschichte der „revisionistischen Zionisten“ von Wladimir Ze’ev Jabotinsky bis Benjamin Netanjahu.

Josep Borrell prangert die Verbindungen zwischen Benjamin Netanjahu und der Hamas an.

Josep Borrell, Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, der in Valladolid die Ehrendoktorwürde entgegennahm, sagte: „Wir glauben, dass eine Zwei-Staaten-Lösung [israelisch und palästinensisch] von außen aufgezwungen werden muss, um Frieden wieder zu bringen. Selbst wenn, und ich bestehe darauf, Israel seine Ablehnung [dieser Lösung] bekräftigt und, um sie zu verhindern, so weit gegangen ist, die Hamas selbst zu gründen… Die Hamas wurde von der israelischen Regierung finanziert, um die Palästinensische Autonomiebehörde Fatah zu schwächen. Aber wenn wir nicht entschlossen eingreifen, wird sich die Hass- und Gewalt Spirale von Generation zu Generation, von Begräbnissen zu Begräbnissen fortsetzen.“

Damit brach Josep Borrell mit dem offiziellen westlichen Diskurs, wonach die Hamas der Feind Israels sei, die es am 7. Oktober überraschend angegriffen habe; und damit die derzeitige israelische Reaktion und das Massaker an 25000 palästinensischen Zivilisten rechtfertige. Er bekräftigte, dass Feinde der Juden von anderen Juden unterstützt werden können, insbesondere von Benjamin Netanjahu. Er lehnte eine gemeinschaftliche Lesart der Geschichte ab und schaute genau auf die persönlichen Verantwortlichkeiten.

Dieser Wandel des Narrativs wurde durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union vor vier Jahren ermöglicht. Josep Borrell weiß, dass die Europäische Union die Hamas seit ihrem Putsch von 2006 finanziert hat, aber heute kann er sagen, was ihm auf dem Herzen liegt. Er erwähnte weder die Verbindungen der Hamas zur Muslimbruderschaft, dessen „palästinensischer Zweig“ die Hamas beansprucht zu sein, noch jene zum britischen Geheimdienst MI6. Er schlug einfach vor, sich aus diesem Wespennest zurückzuziehen.

Allmählich lüftet sich der Schleier. Hier ist eine historischer Rückblick notwendig. Die Tatsachen sind bekannt, werden aber nie miteinander verbunden, noch werden sie im Kontext aufgeführt. Sie haben eine erhellende kumulative Wirkung. Sie spielen sich hauptsächlich während des Kalten Krieges ab, als der Westen die Augen vor den Verbrechen, die er brauchte, verschloss, aber sie begannen tatsächlich zwanzig Jahre früher.

1915 verfasste der britisch-jüdische Innenminister Herbert Samuel ein Memorandum über die Zukunft Palästinas. Er wollte einen jüdischen Staat schaffen, aber einen, der klein war, damit er „nicht groß genug sein konnte, um sich selbst zu verteidigen“. So würde die jüdische Diaspora auf lange Sicht den Interessen des Britischen Empire dienen.

Er versuchte den Premierminister, den damaligen Liberalen H. H. Asquith vergeblich davon zu überzeugen, nach dem Weltkrieg einen jüdischen Staat in Palästina zu gründen. Nach dem Treffen von Herbert Samuel mit Mark Sykes, kurz nach dem Abschluss des Sykes-Picot-Sazonow-Abkommens über die koloniale Aufteilung des Nahen Ostens, setzten die beiden Männer das Projekt fort und genossen die Unterstützung von „nonkonformistischen Protestanten“ (heute würden wir sagen: „christlichen Zionisten“), einschließlich des neuen Premierministers David Lloyd George. Letzterer und sein Kabinett erließen Anweisungen für die berühmte Balfour-Deklaration, um einen der Punkte des Sykes-Picot-Sasonow-Abkommens klar zu machen, indem sie eine „jüdische nationale Heimstätte“ ankündigten.

Zur gleichen Zeit überzeugten die protestantischen Nonkonformisten durch den Richter am Obersten Gerichtshof der USA, Louis Brandeis, Präsident Woodrow Wilson, ihren Plan zu unterstützen.

Noch während des Ersten Weltkriegs, während der Russischen Revolution, schlug Herbert Samuel vor, Juden aus dem ehemaligen Russischen Reich, die vor dem neuen Regime geflohen waren, in eine Spezialeinheit, die Jüdische Legion, zu integrieren. Dieser Vorschlag wurde von einem ukrainischen Juden, Vladimir Ze’ev Jabotinsky, aufgegriffen, der sich vorstellte, dass ein jüdischer Staat in Palästina seine Belohnung in der Nachkriegszeit sein könnte. Herbert Samuel betraute ihn mit der Rekrutierung von Soldaten aus den Reihen der russischen Emigranten. Unter ihnen fand er den Polen David ben Gurion (damals Marxist), zu dem sich der Brite Edwin Samuel, Herbert Samuels eigener Sohn, gesellte. Sie zeichneten sich besonders in der verlorenen Schlacht gegen die Osmanen bei Gallipoli aus.

Am Ende des Krieges forderte der Faschist Jabotinsky einen Staat, wie er ihm zusteht, aber die Briten waren keineswegs daran interessiert, sich von ihrer palästinensischen Kolonie zu trennen. Also hielten sie sich an ihr Versprechen einer „nationalen Heimstätte“ und an nichts weiter. Im Jahr 1920 erhob sich ein Teil der Palästinenser unter der Führung von Izz al-Din al-Qassam (der Schutzfigur des heutigen bewaffneten Flügels der Hamas, der al-Qassam-Brigaden) und massakrierte brutal jüdische Einwanderer, während eine jüdische Miliz darauf reagierte. Das war der Beginn des israelisch-palästinensischen Konflikts. London stellt die Ordnung wieder her, indem es Fanatiker verhaftete, sowohl Dschihadisten als auch Juden. Jabotinsky, in dessen Haus ein Waffenlager entdeckt wurde, wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Die „nonkonformistisch-protestantische“ Regierung von David Lloyd George ernannte Herbert Samuel jedoch zum Gouverneur von Palästina. Gleich nach seiner Ankunft in Jerusalem begnadigte und befreite er seinen Freund Jabotinsky. Dann ernannte er den Antisemiten und späteren Reichskollaborateur Mohammad Amin al-Husseini zum Großmufti von Jerusalem.

Wandgemälde zu Ehren von Vladimir Jabotinsky in Odessa (Ukraine).

 

Jabotinsky wurde daraufhin zum Verwalter der Zionistischen Weltorganisation (WZO) gewählt. Doch er kehrte ins ehemalige Russische Reich zurück, wo Symon Petljura gerade eine Ukrainische Volksrepublik gegründet hatte. Jabotinsky und Petljura unterzeichneten ein geheimes Abkommen, um sich in den Ländern der Bolschewiki im Osten und der Anarchisten von Nestor Machno im Süden (dem heutigen Neurussland) einen Platz zu schaffen. Petljura war ein fanatischer Antisemit, seine Männer waren es in ihrem eigenen Land gewohnt, jüdische Familien oder Dörfer zu massakrieren. Petljura war der Beschützer der ukrainischen „integralen Nationalisten“ und ihres Mentors Dmytro Donzow, der später Verwalter des Reinhard-Heydrich-Instituts für die Umsetzung der „Endlösung der Judenfrage“ [1] werden sollte.

Als sich herumsprach, dass Jabotinsky ein Bündnis mit „Judenschlächtern“ eingegangen war, lud die Zionistische Weltorganisation ihn vor, damit er sich dort erkläre. Doch er zog es vor, von seinem Gemeinschaftsämtern zurückzutreten, anstatt Fragen zu beantworten. Daher gründete er die Allianz der „revisionistischen Zionisten“ (die vor allem in der polnischen und lettischen Diaspora präsent ist) und ihre Miliz, die Betar. Er wandte sich vom britischen Empire ab und begeisterte sich für das faschistische Italien. Er gründete mit Unterstützung des Duce Benito Mussolini eine Militärakademie für Betar in der Nähe von Rom.

Ehrenwache der Betar vor dem Porträt von Jabotinsky in der Zitadelle von Ze’ev.

 

1936 entwarf Jabotinsky einen „Evakuierungsplan“ für Juden aus Mittel- und Osteuropa nach Palästina. Er gewann die Unterstützung des polnischen Staatschefs, Feldmarschall Józef Piłsudski, und seines Außenministers Józef Beck. Aber auch die des ungarischen Regenten, Admiral Miklós Horthy, ohne die des rumänischen Ministerpräsidenten Gheorghe Tătărescu zu vergessen. Dieser Plan wurde nie ausgeführt, weil die Juden Mittel- und Osteuropas Angst vor Jabotinskys Verbündeten hatten und weil das Britische Empire sich einer Massenauswanderung nach Palästina widersetzte. Am Ende behauptete Chaim Weizmann, der damalige Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Jabotinsky sei in den französisch-polnisch-nazistischen Plan verwickelt gewesen, Juden nach Madagaskar zu deportieren.

In dieser Zeit prophezeite Vladimir Jabotinsky dem verwirrten jüdischen Publikum den Holocaust. Seiner Meinung nach würde die Diaspora durch die Ablehnung seines Evakuierungsplans einen Ausbruch von Gewalt gegen sie provozieren. Zur Überraschung aller setzten seine Freunde dies tatsächlich in die Tat um: die Vernichtung von Millionen Juden.

Vladimir Jabotinsky (rechts) und Menachem Begin (links) bei einem Betar-Treffen in Warschau.

 

1939 entwarf Jabotinsky einen Plan für einen Aufstand der Juden Palästinas gegen das britische Empire, den er an den örtlichen Zweig der „revisionistischen Zionisten“, die Irgun, schickte. Der Zweite Weltkrieg verzögerte dieses Projekt. Jabotinsky ließ sich nicht im faschistischen Italien nieder, sondern in den damals neutralen Vereinigten Staaten, wo einer seiner Anhänger sich ihm anschloss, um sein Privatsekretär zu werden. Es war Benzion Netanjahu, der Vater von Benjamin Netanjahu.

Während des Krieges wurden Wladimir Jabotinsky und Benzion Netanjahu von einem Chicagoer Philosophieprofessor, Leo Strauss, besucht. Er war auch ein faschistischer Jude. Er war wegen des Antisemitismus der Nazis gezwungen worden, Deutschland zu verlassen, blieb aber ein überzeugter Faschist. Leo Strauss wurde später zur Referenz für die „Neokonservativen“ in den Vereinigten Staaten. Er schuf seine eigene Denkschule, indem er seinen wenigen Anhängern nach dem Zweiten Weltkrieg versicherte, dass die einzige Möglichkeit für Juden, einen weiteren Holocaust zu verhindern, darin bestehe, ihre eigene Diktatur zu errichten. Zu seinen Schülern gehören sowohl Paul Wolfowitz als auch Elliott Abrams, der Mann, der jetzt hinter Benjamin Netanjahu steht und der dessen „institutionelle Reform“ in diesem Sommer finanziert hat.

Vladimir Jabotinsky starb 1940 in New York. David bin Gurion war gegen die Überführung seiner Asche nach Israel, aber 1964 genehmigte der israelische Premierminister Levi Eshkol die Überführung.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigt seinen Helden Wladimir Ze’ev Jabotinsky.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg erklärten die „revisionistischen Zionisten“ der Irgun dem Britischen Empire den Krieg, weil es die jüdische Auswanderung nach Palästina eingeschränkt hatte. Unter dem Kommando des späteren Premierministers, des Belarussen Menachem Begin, organisierten sie eine Reihe von Anschlägen, darunter den Anschlag auf das King David Hotel, bei dem 91 Menschen getötet wurden, und das Massaker von Deir Yassin, bei dem mindestens hundert Menschen getötet wurden.

Im November 1947 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Plan, Palästina in zwei Zonen, eine jüdische und eine arabische, aufzuteilen, um einen binationalen Staat zu bilden. David Ben-Gurion nutzte die Langsamkeit der zwischenstaatlichen Organisation und proklamierte am 14. Mai 1948 einseitig den Staat Israel. Die arabischen Staaten reagierten mit Waffen, während jüdische Milizen mit der Vertreibung von 750 000 Palästinensern, der Nakba, begannen. Beunruhigt über diese rasanten Entwicklungen, entsandte die UN-Generalversammlung einen schwedischen Abgesandten, Graf Folke Bernadotte, um die beiden Bundesstaaten abzugrenzen. Aber am 17. September 1948 ermordeten ihn andere „revisionistische Zionisten“, die der Lehi (bekannt als die „Stern-Gruppe“) angehörten und unter dem Kommando eines anderen zukünftigen Premierministers, des Weißrussen Yitzhak Shamir, standen. Sie alle wurden von einem israelischen Gericht verurteilt. Der ukrainische Außenminister Moshe Shertok (oder Sharett) schreibt an die Generalversammlung und bittet um die Mitgliedschaft Israels in den Vereinten Nationen. Er „erklärt, dass der Staat Israel hiermit die sich aus der Charta der Vereinten Nationen ergebenden Verpflichtungen vorbehaltlos annimmt und sich verpflichtet, diese von dem Tag an einzuhalten, an dem er Mitglied der Vereinten Nationen wird.“ Unter diesen ausdrücklichen Bedingungen wurde Israel am 11. Mai 1949 Mitglied der Vereinten Nationen. In den folgenden Tagen wurde Yehoshua Cohen, der Mörder des Grafen Bernadotte, unauffällig freigelassen. Er wurde der Leibwächter von Premierminister David Ben-Gurion.

Der junge Benjamin Netanjahu und Yitzhak Shamir.

 

Von 1955 bis 1965 leitet Yitzhak Shamir eine Abteilung des Mossad, des Auslandsgeheimdienstes des neuen Staates. Ohne seine Vorgesetzten zu informieren, organisiert er die iranische Geheimpolizei des Schahs, den Savak. Etwa 200 seiner Männer kommen, um dort zusammen mit ehemaligen Nazis Folter zu lehren [2]. Dann, während er das Abkommen von Camp David mit Ägypten aushandelt, verlegt er die Männer, die er 1979 in den Iran geschickt hat, in den Kongo. Wahrscheinlich mit Unterstützung der US-amerikanischen CIA beaufsichtigen sie nun die Geheimpolizei von Mobuto Sese Seko. Yitzhak Shamir begibt sich vor Ort, um sie zu kontrollieren.

Im Rahmen des Kalten Krieges hilft Yitzhak Shamir auch der taiwanesischen Diktatur [3].

Diesmal gründet er, ohne Wissen der Vereinigten Staaten, eine terroristische Gruppe in New York, die Jewish Defense League des Rabbiner Meir Kahane [4]. Er beaufsichtigt eine Kampagne zur Auswanderung sowjetischer Juden nach Israel, Attentate auf die sowjetische Delegation bei der UNO und schließlich auch auf die Gesandtschaft der Palästinensischen Befreiungsorganisation.

Er schmiedet Bündnisse mit Südafrika [5]. Er beteiligt sich an der Gründung der „Bantustans“, gefälschter afrikanischer Staaten, die es Südafrika ermöglichten, seine schwarze Bevölkerung nicht mehr als Staatsangehörige, sondern als Emigranten zu betrachten; ein Modell, das die „revisionistischen Zionisten“ später auf die Palästinenser anwenden werden.

Im selben Zug lässt er durch Israel die Forschungsarbeit des Leibarztes von Präsident Pieter Botha, Dr. Wouter Basson, finanzieren. Letzterer, der an der Spitze von 200 Wissenschaftlern steht, beabsichtigt Krankheiten zu schaffen, die nur Schwarze und Araber betreffen (Project Coast [6]) [7].

Von einem Verbrechen zum nächsten, unterstützt er auch Rhodesien [8] und den Kampf gegen die Unabhängigkeit der portugiesischen Kolonien Mosambik und Angola.

In Guatemala nähert sich Yitzhak Shamir der Diktatur von General Ríos Montt an. Er versorgt ihn nicht nur mit Waffen, sondern beaufsichtigt auch seine Geheimpolizei. Er baute ein Computerinstitut auf, das den Wasser- und Stromverbrauch überwacht und so heimliche Aktivitäten aufspüren und lokalisieren kann. Er organisiert die Maya-Bevölkerung in Kibbuzim, so dass sie arbeiten und überwacht werden konnten, ohne dass er eine Agrarreform durchführen musste. Auf diese Weise geschützt, ermordete Ríos Montt 250 000 Menschen [9]; ein Modell, das die revisionistischen Zionisten auf die Palästinenser anwenden wollen. Die Beziehung zwischen Israel und den Vereinigten Staaten, die das guatemaltekische Experiment betrifft, geht auf den Straussianer Elliott Abrams zurück.

Während des gesamten Kalten Krieges handelten die „revisionistischen Zionisten“ nicht im Interesse des westlichen Lagers, sondern nutzten die Gelegenheiten, um das zu tun, was Vladimir Ze’ev Jabotinsky immer getan hatte: Macht mit Gewalt auszuüben, ohne Rücksicht auf irgendjemanden.

Gegen Ende der Madrider Konferenz brachte die israelische Delegation dieses alte Plakat der britischen Polizei im Mandatsgebiet Palästina hervor: Sie bat um Informationen über die Terrorgruppe Lehi. Oben links: Menachem Begin.

 

Am Ende des Kalten Krieges berief Präsident Bush Sr. die Madrider Konferenz ein, um die israelisch-palästinensische Frage endgültig zu lösen. Während des Treffens forderte die israelische Delegation unter der Leitung von Yitzhak Shamir, der inzwischen Premierminister geworden war, die Aufhebung der Resolution 3379 der Generalversammlung der Vereinten Nationen [10], bevor die Debatten fortgesetzt werden könnten. Darin heißt es: „Zionismus ist eine Form von Rassismus und Rassendiskriminierung.“ „Mit offenem Herzen rufen wir die arabischen Führer auf, den mutigen Schritt zu tun und auf unsere ausgestreckte Hand in Frieden zu antworten“, sagte Shamir großspurig. In dem Bestreben, eine Einigung zu erzielen, kam die Generalversammlung dem nach. Aber indem Israel seine Gesprächspartner täuscht, wird es keine Verpflichtungen eingehen und sogar alles tun, um George H. Bushs Kandidatur für eine zweite Amtszeit zum Scheitern zu bringen.

Noch ein kurzes Wort vor dem Schluss über die Persönlichkeiten dieses heutigen Systems.

Der ukrainisch-jüdische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der „Weiße Führer“ Andrij Bilezki

 

Das Bündnis ukrainischer „revisionistischer Zionisten“ und „integraler Nationalisten“ hat sich mit der Auflösung der Sowjetunion neu geformt. Ein Mafia-Oligarch, der Jude Ihor Kolomojskyj, hat den jungen jüdischen Komiker Wolodymyr Selenskyj in die Politik getrieben und gleichzeitig die integralen nationalistischen Milizen, die die russischsprachige ukrainische Bevölkerung des Donbass belagerten und bombardierten, finanziert. Der Verweigerer/Refusnik Natan Scharansky, ein ehemaliger Minister unter Ariel Sharon, organisiert Treffen zwischen jüdischen Persönlichkeiten aus aller Welt und dem Büro des ukrainischen Präsidenten. Währenddessen hat Wolodymyr Selenskyj das Kommando über die beiden großen Schlachten von Mariupol und Bachmut/Artjomowsk dem „Weißen Führer“ Andrij Bilezki anvertraut.

Am 19. Juli 2018 verabschiedete die Knesset auf Initiative der „revisionistischen Zionisten“ ein Gesetz, das Israel als „jüdischen Staat“ mit Hebräisch als einziger Amtssprache und einem vereinten Jerusalem als Hauptstadt proklamierte. Jüdische Siedlungen in palästinensischem Gebiet gelten als von „nationalem Interesse“.

Vier Jahre später bildete Benjamin Netanjahu eine Regierung mit einer aus den Anhängern von Rabbi Kahane gebildeten Koalition. Im Jahr 2022 erklärte Itamar Ben-Gvir, der Vorsitzende von Otzma Yehudit (Partei der Jüdischen Kraft), dass er die Araber aus Palästina vertreiben werde. Mitglieder seiner Partei starten im Februar 2023 einen Angriff auf das Dorf Huwara im Westjordanland, sieben Monate vor dem palästinensischen Angriff am 7. Oktober. Innerhalb weniger Stunden setzten sie Hunderte Autos und 36 Häuser in Brand. Sie griffen die Einwohner an, verletzten 400 Menschen und töteten einen Mann vor den Augen der israelischen Armee, die das Dorf umstellte, ohne gegen ihre Misshandlungen einzugreifen.

Diese kurze historische Zusammenfassung zeigt uns, dass es letztlich kein (isoliertes) israelisch-arabisches Problem oder ein (nur) ukrainisch-russisches Problem gibt, sondern ein riesiges Problem aller, mit einer Ideologie, die an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten nur Leid und Tod gesät hat. Wir müssen unsere Augen öffnen und dürfen nicht länger akzeptieren, uns durch Aktionen unter falscher Flagge und anderen Lügen mobilisieren zu lassen.

Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

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[1Wer sind die ukrainischen integralen Nationalisten?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich , Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 15. November 2022.

[2«SAVAK: A Feared and Pervasive Force», Richard T. Sale, Washington Post, May 9, 1977. Debacle: The American Failure in Iran. Michael Ledeen, Vintage (1982).

[3תמכור נשק.“ ש’ פרנקל, העולם הזה, 31 באוגוסט 1983.“.Israel: Foreign Intelligence and Security Services. CIA, March 1979.

[4The False Prophet: Rabbi Meir Kahane, From FBI Informant to Knesset Member, Robert I. Friedman, Lawrence Hill Books (1990).

[5The Unspoken Alliance: Israel’s Secret Relationship with Apartheid South Africa, Sasha Polakow-Suransky, Vintage (2011). The Unnatural Alliance: Israel and South Africa, James Adams, Quartet Books (1984).

[6Project Coast: Apartheid’s Chemical and Biological Warfare Programme, Chandré Gould & Peter Folb, United Nations Institute for Disarmament Research, UNIDIR/2002/12. The Rollback of South Africa’s Chemical and Biological Warfare Program, Dr. Stephen F. Burgess & Dr. Helen E. Purkitt, USAF Counterproliferation Center (2001).

[7« L’Afrique du Sud, ex-laboratoire secret de bio-terrorisme des démocraties », Réseau Voltaire, 28 octobre 2002. Dr la Mort, enquête sur un bio-terrorisme d’État en Afrique du Sud, Tristan Mendès France, Favre (2002).

[8«The Rhodesian Army: Counter-insurgency 1972-1979» in Armed forces and modern counter-insurgency, Ian F.W. Beckett and John Pimlott, Croom Helm (1985).

[9«Israeli Connection Not Just Guns for Guatemala», George Black, NACLA Report on the Americas, 17:3, pp. 43-45, DOI: 10.1080/10714839.1983.11723592

[10« Qualification du sionisme », ONU (Assemblée générale) , Réseau Voltaire, 10 novembre 1975.

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Der Schleier zerreißt: Die verborgenen Wahrheiten von Jabotinsky und Netanjahu
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3 Kommentare

  1. Hitler wollte den Zweiten Weltkrieg nicht, wurde dazu aber gezwungen:

    https://archive.org/details/adolf-hitlers-politisches-testament

    https://www.ns-archiv.de/personen/hitler/testament/politisches-testament.php

    Er hat es auch erst sehr spät durchschaut, daß es nur auf unsere Vernichtung (und spätere Ausbeutung) abgesehen war, um ab 1945 die Weltherrschaft zu erringen, der wir im Wege standen:

    https://justice4germans.files.wordpress.com/2013/04/adolf-hitler-rede-vom-19-juli-1940-text.pdf

    „Wer die auslösenden Momente dieser geschichtlichen Auseinandersetzung in Vergleich bringt zum Umfang, der Größe und Tragweite der militärischen Ereignisse, dem muß die Erkenntnis werden, daß Vorgänge und Opfer dieses Kampfes in keinem Verhältnis stehen zu den behaupteten Anlässen, es sei denn, daß diese Anlässe selbst nur Vorwände waren für verborgen liegende Absichten.“

    Und unsere Mitbürger werden es vermutlich auch erst sehr spät durchschauen, daß wir wegen des Rußland- und Nah-Ost-Kriegs mit Gewalt in den Dritten Weltkrieg verwickelt wurden, wobei wir dann endgültig vernichtet werden!

    Wie Syrien wird es jetzt ewig weitergehen!

  2. Warum ist Israel so wichtig für das Weltjudentum? Israel ist ziemlich klein im Vergleich zum Weltjudentum insgesamt, könnte es also nie aufnehmen, was von Anfang an klar war, aber für letzteres so wichtig wie der Vatikan für die katholische Kirche. Netanjahus Ziel eines homogenen Judenstaats ist jedoch meiner Meinung nach nicht erforderlich für das Ziel eines Vatikans des Judentums. Insofern gefährdet er dieses Ziel ganz unnötig durch seine chauvinistische Politik des homogenen Judenstaats, die sehr leicht in einem Atomkrieg ausarten kann, den diejenigen Staaten des „Westens“ zu vertreten haben, die Israel mit Atomwaffen ausstatteten, während alle anderen Staaten den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen mußten.

    Giselher Wirsing, 1939:

    https://web.archive.org/web/20200919083523/http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Wirsing_Palaestina_1939.pdf

    „Einer der „deutschen“ Zionistenführer, Kurt Blumenfeld, hat die wirkliche Bedeutung Palästinas für das Weltjudentum vielleicht am klarsten formuliert, wenn er sagte: „Wir halten die Feststellung, Palästina könne nur für die in Palästina wohnenden Juden ein ‚nationales Heim‘ sein, für eine Verkennung des wahren Sinnes dieses im Völkerrecht neuen Wortes. Nur durch seine universelle Bedeutung bekommt der Begriff Nationalheim erst seinen Charakter, nämlich durch seine ideelle Beziehung zu dem Judentum in aller Welt. Dies unterscheidet die jüdische Beziehung zu Palästina zum Beispiel von der arabischen. Auch die arabische Bevölkerung Palästinas hat dort ihr ‚Heim‘, aber es ist kein Zentrum für das Arabertum, während der jüdische Jischuw Palästinas eine zentrale Funktion hat und dadurch erst das ‚Nationalheim‘ schafft, das uns einen Anspruch auf Palästina gibt“ .

    Mit anderen Worten verkündet hier die zionistische Führung selbst, daß sie in der Errichtung Palästinas die Erschaffung eines Vatikans des Weltjudentums erstrebt. Ein fester Stützpunkt soll ausgebaut werden, auf den in späteren Jahrzehnten die jüdische Weltpolitik zurückgreifen kann. Man denkt dabei an die Rolle, die zum Beispiel ein etwaiger Judenstaat der Zukunft sowohl in Genf wie durch eigene diplomatische Vertretungen in den Hauptstädten der Welt spielen könnte, die dann mit derjenigen der „assimilierten“ Juden in Westeuropa und Amerika wohl abgestimmt werden würde. Einige weitschauende jüdische Politiker, wie die Samuels, Rothschilds, Readings und Melchetts in London, Brandeis u. a. in Washington, hatten diese Möglichkeiten schon früh erkannt. Ein anderer Teil des westlichen Großjudentums dagegen blieb in der Beurteilung der Palästinafrage im ersten Nachkriegsjahrzehnt schwankend. Der radikale ostjüdische Zionismus, in dem sich zweifellos auch religiöse Motive finden, hatte in der Entwicklung des Programms von Herzl von jedem Juden gefordert, daß er den Zionismus „ernst nehme“, das heißt, es als das eigene Hochziel ansehe, eines Tages in Palästina zu landen. Erst nach längeren Auseinandersetzungen gelang es der zionistischen Führung und ihren Hintermännern aus der jüdischen Finanzwelt, dem Ostjudentum klarzumachen, daß man sehr wohl auch „Zionist“ sein könne, wenn man nicht beabsichtige, nach Palästina auszuwanderrn. Die Debatten sämtlicher Zionistenkongresse bis 1929 sind von diesem Problem erfüllt . Im Jahre 1927 fuhr Weizmann nach Amerika, um eine Einigung mit den „Nichtzionisten“ vorzubereiten. Im Juni 1927 fanden zunächst Beratungen mit der britischen Regierung über die Möglichkeiten einer Erweiterung der Jewish Agency statt, und schließlich wurde eine Kommission ernannt, der Sir Alfred Mond (später Lord Melchett), London, Dr. Lee K. Frankel und Felix M. Warburg, New York, sowie Oskar Wassermann, Berlin, angehörten. Die Beratungen füllten das ganze Jahr 1928 aus, was zeigt, wie schwierig sie gewesen sein müssen.“

    • Die Juden können den Unterschied zwischen Antisemitismus und Anti-Zionismus häufig schwer unterscheiden, weil Israel ihr Vatikan ist, genauso wie der Vatikan in Rom für die katholische Kirche, also eine weltweite Unterstützung, falls sie sich irgendwo auf der Welt wieder einmal durch ihre Politik unbeliebt gemacht haben, etwa durch Soros oder Fink.

      Unsere Politiker sind als Agenten der jüdischen Herrschaft im „Westen“ anzusehen, weil sie auf die Erhaltung des jüdischen Vatikans in Jerusalem ausgerichtet sind und dessen Unterstützung für die Einbürgerung bei uns fordern, auch bewußt die Vermischung von Antisemitismus und Anti-Zionismus betreiben, und die Fabel der grotesken Lügen unserer Geschichte bedingungslos unterstützen und sogar von den Staatsanwaltschaften verfolgen lassen. Pst, bitte letzteres nicht weitersagen, denn wie der Jude Heinrich Heine so nett schon sagte:

      https://jonathanivoloewer.de/heine-ueberall-wo-ein-grosser-geist-einen-gedanken-ausspricht-ist-golgatha/

      „Überall, wo ein großer Geist einen Gedanken ausspricht, ist Golgatha.“

      Deswegen war Heine auch so traurig, daß in der Synagoge von Amsterdam der Baruch de Spinoza fast ermordert wurde und sein Mantel deswegen ein Loch enthielt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza#Verbannung_aus_der_j%C3%BCdischen_Gemeinde

      Das Bemühen Netanjahus um eine homogene Judenbevölkerung in Palästina ist verständlich, denn nur wer vom Samen Jakobs (= Synonym für Israel) ist, gilt als Jude. D. h. die jüdische Religion kann – normalerweise – nur vererbt werden, deswegen ist es so verwunderlich, daß die Juden versuchen sich selbst möglichst rein zu halten, aber den anderen Völkern empfehlen duch Multi-Kulti inhomogen zu werden, wie die Deutschen es jetzt unwiderrufbar geworden sind. Man könnte fast meinen, es stecke eine jüdische Politik dahinter, sich selbst nicht zu mischen, aber anderen zu empfehlen. Die Politik von Frau Faeser erklärt sich deshalb ganz gut.

      Wegen des jüdischen Rasssismus hat sich einmal der Bürgerrechtler Jesse Jackson beklagt, nachdem er in einer Synagoge in New York war und nur weiße vorfand:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Jesse_Jackson

      „Jackson, der selbst vorher versucht hatte, die republikanische Partei für schwarze Wähler offener zu machen,[6] erlebte in der Folge einen deutlichen Bruch mit konservativen und israelfreundlichen Wählern.[5] Unter anderem kam es zu Konflikten um Jacksons arabische Verbindungen. Der sogenannte Hymie-Vorfall – Jackson hatte in einem Gespräch mit einem schwarzen Reporter der Washington Post New York mit einem antisemitischen Schlagwort (Hymie-Town) beschrieben – war ein heftiger Rückschlag für seine Kampagne.[7][8] Er bemühte sich um versöhnliche Gesten in der Folge, aber die Beziehungen zur jüdischen Gemeinde blieben belastet.“

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