Westen in Panik angesichts der Geständnisse der Terrorverdächtigen von Moskau

Die Berichterstattung über den Terroranschlag auf die Moskauer „Crocus City Hall“ im Westen ist geprägt von dem offensichtlichen Bemühen, jeden Verdacht von der Ukraine wegzulenken. Dabei ist das größte Problem der westlichen Propaganda, dass die ausführenden Terroristen überlebt haben und Geständnisse ablegen.

Von Wladimir Kornilow (rtdeutsch)

Eine Woche ist seit dem schrecklichen Massaker vergangen, das von Terroristen in der Konzerthalle „Crocus City Hall“ verübt wurde. Dank der Schnelligkeit und Professionalität unserer Beamten sitzen alle Verdächtigen lebend hinter Gittern. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, die gesamte Kette zu ermitteln, die zu dieser Gräueltat führte – vom Auftraggeber bis zum kleinsten Gehilfen der Haupttäter. Der Direktor des FSB, Alexander Bortnikow, hat bereits vorläufig benannt, wer hinter dem Anschlag stehen könnte. Aber natürlich warten wir alle auf die vollständige Aufklärung, auch auf Grundlage der Geständnisse der Terroristen.

Davor haben diejenigen, die den Anschlag befohlen und organisiert haben, offenbar am meisten Angst! Wir können sehen, wie sie in Washington nach den Worten Bortnikows (und sogar davor, nur wenige Stunden nach dem Terrorakt) sofort aufgeschrien haben:

„Die Ukraine hat nichts mit diesen Anschlägen zu tun, Großbritannien hat nichts mit diesen Anschlägen zu tun, und die Vereinigten Staaten haben nichts mit diesen Anschlägen zu tun.“

Die Reaktion der Vertreter des Weißen Hauses und des Außenministeriums ähnelt dem Verhalten eines launischen Jungen, der sich, weil er nicht auf die Anweisungen der Erwachsenen hören will, die Ohren mit den Händen zuhält und schreit: „Ätsch, Bätsch, ich höre nix!“

 

Nun, da der Westen dieses Verbrechen in Rekordzeit „gelöst“ und einen Täter benannt hat – den Islamischen Staat* -, muss er nun aktiv seine eigene öffentliche Meinung von den erwarteten Enthüllungen aus Moskau ablenken. Es ist fast sicher, dass die Planer dieser Operation damit gerechnet haben, dass die Täter an Ort und Stelle sterben oder während der Verfolgung und Festnahme getötet werden, womit jede Spur zu ihnen abbricht. Der Verdacht steht im Raum, dass die Schützen, wenn sie das für sie vorbereitete Schlupfloch an der ukrainischen Grenze erreicht hätten, nicht am Leben gelassen worden wären: zu gefährliche Zeugen, die von allen Kameras erfasst wurden. Aus Sicht der Planer gab es praktisch keine Chance, dass sie alle überleben und vor Gericht stehen würden. Und nun gerät der Westen, der anfangs die Taktik „Hört auf niemanden, die Ukraine hat damit nichts zu tun!“ wählte, offen in Panik.

Und wo Panik herrscht, werden zwangsläufig Fehler begangen, insbesondere schlecht erfundene Lügen in die Welt gesetzt. So beeilten sich praktisch alle westlichen Medien zu behaupten, es gebe keine Beweise dafür, dass sich die Terroristen nach der Tat in Richtung Ukraine bewegten. Die Times ging in ihrem Kommentar zur Rede des russischen Präsidenten sogar so weit zu sagen:

„Putin sagte, ohne Beweise vorzulegen, dass die Terroristen in Richtung Ukraine geflohen seien.“

Keine Beweise? Eine Landkarte scheint für die Briten kein Beweis zu sein.

Der Nachrichtendienst der britischen BBC ging sogar noch weiter. Er zeigte der Öffentlichkeit eine Karte des Ortes, an dem die Verdächtigen verhaftet wurden. Und kam zu einer höchst erstaunlichen Schlussfolgerung, die ein vollständiges Zitat verdient:

„Die Faktenprüfer der BBC können zwar nicht unabhängig bestätigen, wohin die Verdächtigen unterwegs waren, aber wir haben mehrere Videos und Fotos von ihrer Verhaftung überprüft. Und trotz Putins Behauptungen fanden die Verhaftungen weit von der ukrainischen Grenze entfernt statt. Durch den Abgleich von Details aus ihrer Umgebung wissen wir, dass die beiden verhafteten Verdächtigen auf dem Video etwa 90 Meilen (145 Kilometer) von der ukrainischen Grenze entfernt aufgegriffen wurden.“

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Wir betonen: All diesem Geschrei der britischen „Ermittler“ lag eine Karte bei, aus der eindeutig hervorgeht, dass der Ort der Inhaftierung in einer geraden Linie von Moskau zur ukrainischen Grenze liegt. Wohin nur könnten diese Flüchtigen unterwegs gewesen sein? Übrigens haben sich alle westlichen Medien aus offensichtlichen Gründen geniert, die Tatsache mitzuteilen, dass die Bundesstraße, auf der sich all dies abgespielt hat, „Ukraine“ oder „Kiewer Autobahn“ heißt, da ihr Publikum sonst unbequeme Fragen stellen könnte.

Es kommt aber noch dicker! Bald gingen die westlichen Propagandisten dazu über, offen zu lügen und zu manipulieren. So beeilten sich alle, die Worte des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu kommentieren, wonach seine Dienste eng mit ihren russischen Kollegen zusammenarbeiteten. Politico, gefolgt von einer Reihe anderer Medien, titelte:

„Lukaschenko widerspricht Putin, indem er sagt, dass Moskauer Terroristen nach Belarus und nicht in die Ukraine fliehen wollten.“

Auch hier würde ein einfacher Blick auf die Landkarte zeigen, dass die Verdächtigen die ganze Zeit parallel zur russisch-weißrussischen Grenze nach Süden fuhren, in reichlicher Entfernung zur Grenze selbst. Wenn sie nach Weißrussland hätten fahren wollen, hätten sie eine andere Route gewählt. Über Smolensk und die Bundesstraße M1 sind es nämlich nur 430 Kilometer bis nach Weißrussland, während es über die M3 und Brjansk fast 600 Kilometer wären. Und nicht ohne Grund hat man die Terroristen erst nach der letzten Abzweigung festgenommen, von der man von der M3 abfahren musste, um nach weiteren 120 Kilometern nach Weißrussland zu gelangen.

Ein einfacher Verweis auf die Originalrede des weißrussischen Präsidenten würde jeden Zweifel an etwaigen „Widersprüchen“ zu Putins Worten ausräumen. Denn Lukaschenko sagte wörtlich:

„Sie konnten nicht nach Belarus gehen. Ihre Hintermänner … wussten, dass es unmöglich war, nach Weißrussland zu gehen.“

Und hier hätten sich die Politico-Autoren fragen müssen: Wenn die Organisatoren des Terroranschlags beschlossen haben, die Attentäter nicht nach Weißrussland zu schicken, wohin wollten sie dann, nachdem sie ihren Weg in den Süden fortgesetzt haben? Ach ja, darauf gibt es nur eine für Politico unbequeme Antwort, die voll und ganz bestätigt, was Wladimir Putin gesagt hat.

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Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass die Terroristen ursprünglich geplant hatten, durch Weißrussland zu fliehen, wohin wären sie nach Meinung von Politico und anderen von dort aus gefahren? Nach Polen? Natürlich würde eine solche Version den westlichen Propagandisten noch mehr missfallen, da sie darauf hindeuten würde, dass der Westen involviert war. Und wohin sonst? Nun, hier sind wir wieder in der Ukraine. Und wieder bestätigen sich Putins Worte, dass die Terroristen dort erwartet wurden!

In der Kunst, die Worte unseres Staatschefs zu verdrehen, ist übrigens vor allem die türkische Agentur Anadolu erfolgreich, die unter der Überschrift „Putin: Noch keine Beweise für eine Beteiligung der Ukraine am Terroranschlag in Moskau“ berichtet. Dabei hatte der Präsident Folgendes erklärt:

„Wir wissen, dass das Verbrechen von radikalen Islamisten begangen wurde, deren Ideologie die islamische Welt selbst seit Jahrhunderten bekämpft. Aber wir sehen auch, dass die Vereinigten Staaten über verschiedene Kanäle versuchen, ihre Satelliten und andere Länder der Welt davon zu überzeugen, dass es nach ihren Geheimdienstinformationen angeblich keine Spur von Kiew in dem Moskauer Terroranschlag gibt.“

Und dann hat er die ukrainische Spur bei diesem Terroranschlag eindeutig bezeichnet. Wie kann man nur so bauernschlau sein, diese Worte mit der obigen Schlagzeile zu versehen!

Aber es ist klar, dass das Hauptproblem der Medien im Westen jetzt darin besteht, auf die Geständnisse der Verhafteten zu warten. Sie heulen förmlich darüber, dass diese „gefoltert“ und gezwungen werden, die „weiße und flauschige“ Ukraine zu denunzieren. Bloomberg zitierte „vier Quellen mit engen Verbindungen zum Kreml“ mit der Aussage, die Ukraine habe nichts mit dem Terroranschlag auf die „Crocus City Hall“ zu tun. Die Quellen sind natürlich anonym, und es ist erstaunlich, dass es nur vier und nicht 20 sind.

Den Namen der in diesem Artikel genannten „Experten“ nach zu urteilen, leben alle diese „Quellen“ seit Langem im Ausland und haben Russland schon in der Vergangenheit gern mit Dreck beworfen. Einer von ihnen bereitet die Öffentlichkeit zum Beispiel schon im Voraus auf schockierende Geständnisse vor:

„Die Sicherheitsdienste wissen, dass es der ‚Islamische Staat’* war, aber nach Putins Äußerungen haben sie keine andere Wahl, als Befehle zu befolgen und zu beweisen, dass die Ukraine oder der Westen beteiligt waren.“

Nun, natürlich wird Russland durch „Folter“ Geständnisse aus Verdächtigen herausprügeln, wenn man all diesen „Stimmen“ und „Experten“ Glauben schenkt. Videomaterial von brutalen Verhaftungen wird zur Bestätigung vorgelegt. Als ob irgendwo im Westen Terroristen auf sanftere, liebevollere Weise festgenommen würden, wenn sie versuchen, Widerstand zu leisten oder zu fliehen. Meistens werden sie, wie nach allen Terroranschlägen der letzten Jahre in Frankreich, auf der Stelle erschossen. Nach Abu Ghraib und dem eigens dafür geschaffenen Gefängnis in Guantánamo kann der Westen nur noch über „Folter“ schreien! Aus irgendeinem Grund wurden die Aussagen der Islamisten, die in diesen Gefängnissen „verhört“ wurden, nie angezweifelt.

Deshalb ist der Westen so nervös, deshalb drängt er darauf, den künftigen Aussagen der Verdächtigen keinen Glauben zu schenken, denn wir alle wissen, wohin die blutigen Spuren des Terrorismus vom „Crocus“-Konzertsaal aus führen werden. Und das bedeutet, dass nicht nur die Täter bestraft werden, sondern auch die direkten Organisatoren und (das Schlimmste für den Westen und die Ukraine) die Besteller dieser monströsen Gräueltat.

* Eine in Russland verbotene terroristische Organisation.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 29. März 2024 auf ria.ru erschienen. 

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