Die Säuberung der „Wissenschaft“

von Thomas Oysmüller (tkp)

Weil Havard-Professor Martin Kulldorff nicht den mRNA-Stoff beworben hatte, wurde er aus dem CDC-Impf-Gremium ausgeschlossen. Havard säuberte ihn, weil er Covid-Vorschriften missachtet hatte. 

Martin Kulldorff ist einer der drei Verfasser der Great Barrington Declaration, der wichtigsten wissenschaftlichen Intervention gegen die Covid-Lockdown-Politik. Nun hat er einen Artikel im Magazin City veröffentlicht, der deutlich zeigt wieviel Freiheit es in der Wissenschaft aktuell gibt. Wohl gar keine. Kulldorf wurde seinen Lehrstuhl in Harvard aufgrund seiner Intervention los, die CDC feuerte ihn – nach 20 Jahren – aufgrund eines noch absurderen Grundes.

Ausschluss

Das Essay trägt den Titel „Harvard trampelt auf der Wahrheit herum“, womit bereits klar sein dürfte, worum es geht. Er selbst war von 2003 bis 2021 Biostatistiker und Professor für Medizin an der Harvard Medical School. Covid nahm er nicht stillschweigend hin oder duckte sich weg. Er schloss sich dem Brownstone Institute an und gründete die „Academy for Science and Freedom“ am Hillsdale College mit. Martin Kulldorff war umtriebig. Dagegen wird vorgegangen.

Im Artikel beschreibt Kulldorff wie man ihn aus der Impfsicherheitsgruppe der CDC im Jahr 2021 ausgeschlossen hatte: „Ich wurde aus der Covid Vaccine Safety Working Group der CDC entlassen – nicht, weil ich Impfstoffen kritisch gegenüberstand, sondern weil ich der CDC-Politik widersprach“. Die Harvard-Fakultät entließ ihn, weil er sich den Covid-Vorschriften widersetzt hatte.

Besonders absurd ist die Geschichte um die CDC. So war Kuldorff dagegen, dass die J&J-Spritze vom Markt kommen sollte. Er f zitierte eine Studie, aus der hervorging, dass es keinen Beweis dafür gab, dass die Adenovirus-Vektor-Impfstoffe (zu denen auch die J&J-Impfung gehört) bei älteren Menschen Blutgerinnsel verursachten. Kulldorff schrieb Meinungsartikel und meldete sich in den sozialen Medien zu Wort, um dafür zu werben, dass die J&J-Spritze auf einem Markt verfügbar bleiben sollte, auf dem die einzigen anderen Wettbewerber in Amerika Pfizer und Moderna sind. Wir wissen heute: Die mRNA-Stoffe sind für ihre Verbindung zu plötzlichen Blutgerinnseln bekannt. Am Markt sind sie aber trotzdem weiterhin.

Kulldorffs Argumentation 2021 konnte man auch damals bereits offensichtlich kritisieren. Er meinte, die die Covid-Impfungen wären für bestimmte Alters- und Risikogruppen in der Bevölkerung von Vorteil. Ein äußerst strittiges Argument. US-Journalist Jordan Schachtel formuliert es explizit:

„Leider gibt es für diese Behauptung keine Beweise, und er stützt sich auf verfälschte Statistiken aus von der Pharmaindustrie unterstützten Studien, die in lächerlich betitelten akademischen medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Es gibt nach wie vor keine Beweise dafür, dass eine mit Covid gekennzeichnete Spritze, egal ob mRNA-Spritze oder nicht, die durch eine Atemwegserkrankung verursachten Beschwerden lindern oder verhindern kann.“

Schachtel kennt Kulldorff und schätzt den Mediziner sehr: „Er hat immer wieder deutlich gemacht, dass er gegen Impfvorschriften ist und dass er kein Geld von der Pharmaindustrie annimmt. Meiner Meinung nach muss man ihm für seinen Mut und seine Tapferkeit applaudieren, denn er hatte damals so viel zu verlieren (und den Preis dafür bezahlt), dass er einer der ersten großen Wissenschaftler war, der Sperrungen und andere drakonische Covid-Beschränkungen verurteilt hat.“

Und gerade weil Kulldorff beim Thema Impfung eigentlich nicht auf die impfkritische Haltung eingenommen hat, enthüllt sein Schicksal eine „noch mächtigere Wahrheit“:

Er hat auf die harte Tour herausgefunden, dass es keinen Weg gibt, die Gleise des institutionellen Güterzuges zu überqueren, der das System der institutionellen Vereinnahmung durch Big Pharma und das staatliche Gesundheitswesen darstellt, das heute in Amerika fortbesteht.

Aufgrund seiner beeindruckenden akademischen Referenzen und einer sehr langen Erfolgsbilanz unparteiischer wissenschaftlicher Leistungen war es nicht einfach, Kulldorff in den Konzernmedien als einen einfachen Radikalen abzuschreiben, der verrückt genug ist, „seine eigene Forschung zu betreiben“, anstatt „auf die Experten zu hören“. Nein, er bedrohte die „Gravy Train“, die Hunderte von Milliarden prozessgeschützter Steuergelder für Pfizer und Moderna bereitstellte. Und für diese Sünde wurde er schnell von seiner Rolle in der CDC-Arbeitsgruppe entfernt. Die Verleumdungskampagne von Johnson & Johnson über Blutgerinnsel (die alle Medien überschwemmte), die wahrscheinlich von den Konkurrenten lanciert wurde, war so wirksam, dass J&J kurz darauf den Markt verließ und den Amerikanern nur noch zwei Optionen (Pfizer und Moderna) für Covid-Impfstoffe zur Auswahl ließ.

Und was schließt Kulldorff selbst aus seiner Erfahrung?

„Die Wissenschaft kann nicht in einer Gesellschaft überleben, die die Wahrheit nicht schätzt und nicht danach strebt, sie zu entdecken. Die wissenschaftliche Gemeinschaft wird in einer solchen Kultur allmählich die öffentliche Unterstützung verlieren und sich langsam auflösen. Das Streben nach Wahrheit erfordert akademische Freiheit mit offenem, leidenschaftlichem und zivilisiertem wissenschaftlichem Diskurs, ohne Toleranz für Verleumdung, Mobbing oder Kündigung. Meine Hoffnung ist, dass Harvard eines Tages zu akademischer Freiheit und Unabhängigkeit zurückfindet.“

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1 Kommentar

  1. Dieses Säubern nannte man, im übertragenen Sinne, einst Gleichschaltung?
    Ich frage für mich, weil, ich kenne mich da nicht wirklich aus.
    Es kommt mir halt bekannt vor und, dem Anschein nach, wenn zwei das Selbe tun,
    liegt es wohl daran, ob es gerade kommod erscheint, daß man damit durchkommt?
    Und wenn dem so ist, wie kann man sich dann, im Nachhinein, ein Urteil darüber erlauben, weil, was heute passiert, damals Unrecht gewesen sei?

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