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44 Kommentare

  1. Hallo Dieter,

    warum muß man jedesmal seinen Namen und email Adresse neu eingeben beim Kommentieren? Und die "Antwort-Funktion" unter den Kommentaren gibt es auch nicht, außerdem gehen meine Kommentare wohl alle erst in die Moderation. Da kann man nicht mehr anständig diskutieren. Schade.

  2. Angsthäschen,

    "warum muß man jedesmal seinen Namen und email Adresse neu eingeben beim Kommentieren? Und die "Antwort-Funktion" unter den Kommentaren gibt es auch nicht "

    Wir arbeiten noch daran!

    "…außerdem gehen meine Kommentare wohl alle erst in die Moderation. Da kann man nicht mehr anständig diskutieren. Schade."

    Sorry, aber daran wird sich auch nichts mehr ändern. Bedanken darfst du dich bei den widerlichen Trolls, die mir reichlich Unannehmlichkeiten eingebrockt haben.

     

     

     

    • Wann werden den mal asbach uralte Berichte aus 2017 endlich in die Tonne entfernt ? Oder soll Krisenfrei eine Antiquitätensammlung werden ?

  3. OK Dieter, ich verstehe das. Muss man sich halt dran gewöhnen. Hauptsache es ist bei Dir wieder alles in Ordnung und es geht Dir gutindecision.

    Es gibt leider zu viele Deppen, die Anderen immer das Leben schwer machen müssen. Aber diese Leute werden eines Tages über ihre eigenen Füße stolpern. Ganz bestimmt.

  4. Vielen Dank, das wünsche ich Euch allen auch! Bleibt stets gesund…das ist das Wichtigste.
    Die geschöpfte Kraft der kommenden Tage, entstanden aus der Ruhe im Beisammensein mit der Familie werden wir brauchen…für den nächsten Zyklus.

    Nun wird´s auch endlich wieder heller. Wir schenken uns seit ein paar Jahren nichts mehr. Jeder hat doch alles! Aber hab diesmal für meine Sippe Kinderüberraschungs-Eier gekauft…und werde ihnen schon mal frohe Ostern wünschen. 2 Fliegen mit…usw. lol 😛 So überlistet man den Kapitalismus:)

    God Julfest!

    LG Zulu

    • Oh Jürgen, weil Du ihn gerade zitierst…falls Du mal im Harz bist: Der Heinrich-Heine-Weg, von Ilsenburg rauf zum Brocken und zurück ist traumhaft! (bei mir waren es ~30km; geht aber auch kürzer) Dort stehen alle paar Kilometer seine Gedanken auf Tafeln, quasi wie Waypoints. Es gibt frisches Quellwasser zum Nachtanken…naja, und eben auch viel Inspiration zum Nachdenken, in ständig wechselnder & toller Natur. Eine meiner schönsten Wanderungen, muß ich sagen.

      Nur so…als Randnotiz:)

      • Nun, um die Worte, Gedanken unserer alten Dichter und Denker zu würdigen, muß ich nicht wandern gehen? 🙂
        Aber danke für den Tip! So dann und wann, etwas mehr an "frischer Luft" und Sonne, würde auch mir nicht schaden! …  blush

        • Wandern/Laufen/Gehen lässt beide Gehirn-Hälften zusammenarbeiten.
          Es bringt uns Ruhe, Sauerstoff und somit innerlichen Frieden/=>Natürliche Befriedigung.
          Wir sind als Jäger/Läufer konstruiert worden.
          Ich fühle mich nirgends lieber, wohler & geborgener als im Wald!
          Aber nun gut…muß jeder sehen wie er meint.
          In der Natur fühle ich mich jedenfalls geborgen und behütet…was ich vom alltäglichen Wahnsinn nicht gerade behaupten kann.
          Darum entfliehe ich oft gerne dorthin, selbst bei Minus-Graden.
          Das stört mich überhaupt nicht.

          Es ist kein "Davonlaufen". Es ist ein Spüren, wenn Du verstehst, was ich meine.

          Viele tuen das leider nicht. Und bevor ich mich wieder lächerlich mache… 🙂

          • Und dabei fest die Arme schwingen! 🙂

            Zulu, wir sind und bleiben Teil der Natur, auch wenn wir sie, "gedanklich verlassen", sozusagen, über ihr stehen können.

            Nur, was nützt es? Die Menschen neigen dazu, sich selbst zu überheben, sich Gott gleich zu machen. Der Trugschluß schlechthin …

            Und wenn man dann manchmal einfach nur die Flucht ergreift? Was soll´s? Abstand hat noch nie geschadet, und wenn s nur darum geht, sich neu zu erden.

            • Ja, so ungefähr, Jürgen. Die Bindung oder Erdung zur Natur ist in unserer modernen Struktur weder alltäglich eingeplant noch als fester Bestandteil des Sklaven-Lebens überhaupt vorgesehen. Man muß sie sich schon selbst aktiv zurückholen. Oder man wird eben mitgerissen vom Strom…wird zum verschuldeten Konsumofper oder völlig verblendeten Dschihadisten.

              Ein Jeder hat die Wahl.

              Darum habe ich auch nichts gegen Kirchen-Gänger, wenn sie 1 Mal die Woche sonntags in sich gehen. Für mich wäre das nichts, denn mache das ungefähr jede Stunde oder Zwischendurch, je nachdem wo ich gerade bin. Kurz in sich gehen. Riechen/Lauschen/Sehen/Bewerten. Und weiter…mit frisch aktiviertem Bewusstsein. Man muß es immer wieder an- und ausschalten!..wachrütteln  sozusagen.
              Sonst kehrt der "Schlendrian" evtl. schneller ein als man es bemerkt.

              Naja.

              Hier noch ein schöner Artikel über die germanisch/keltische Bedeutung von Jul und Rauhnächten. Die Kommentare darunter sind auch interessant zu lesen.

              LG Zulu

              • Hallo Zulu,

                jetzt hatte ich mich doch über eine Stunde auf dem angegebenen Verweis festgelesen …

                Vielen Dank! Für mich ist das ein (Weihnachts-) Geschenk! 

  5. Hallo und Prosit Neujahr,
    ich habe am 2.1.2019 "Die Wende im Fall MH17" gelesen und ausgedruckt.
    Warum kann ich nicht e i n  Video, nicht einen Link abrufen???
    Ich wäre glücklich, wenn mir das jemand erklären könnte.
     

    • Gilade, dazu müßtest Du vielleicht etwas mehr Information preisgeben?
      Hab hier auch grad einigen Terz gehabt…mit dem neuen Firefox 64Bit.
      Nix funzt mehr wie früher! Eine Katastrophe.
      Aber so langsam wird´s dann doch wieder… 🙂

        • Moin Gilade! Würde Dir gerne helfen, aber verstehe Dein Problem halt nicht so ganz.
          Was bedeutet Videos abrufen? Also, Du klickst hier bei KF etwas an, und nichts passiert?
          Richtig?

          Könnte am zu alten FlashPlayer liegen? Einige Video´s laufen mittlerweile nur mit HTML5…ist das neuere Format. Das muß der PC natürlich irgendwie verarbeiten können.
          Welchen Browser benutzt Du denn? Welches Betriebssystem? Hast Du das Problem auf anderen Seiten auch? (…hab mal im technischen Support gejobbt, haha!)

          Zu viele Firewalls? Habe u.A. z.B. "NoScript" installiert, da muß jede Webseite manuell, Stück für Stück beglaubigt werden, sozusagen. Manche Seiten funktionieren anfangs gar nicht, da ich Spionage-Sachen wie Google und Facebook separat aussperren möchte.
          Kann also viele Ursachen haben…AdBlocker etc.

          LG Zulu

  6. Da sieht man mal,

    wie ernst der "Jugendschutz" hierzulande genommen wird, außer auf Campingplätzen?

    Will heißen, eine potentielle geistige "Bedrohung" ist und wird höher eingeschätzt, wie die körperliche Unversehrtheit unserer Kinder …

    Werden in politischen blogs Kinder vergewaltigt? Wer vergeht sich denn wirklich geistig an unseren Kindern? Wer lehrt denn Frühsexualisierung schon in Kindergärten?

     

    • In der Kürze liegt die Würze.

      Wenn doch Alle das gehirngewaschene Brett vor dem Kopf abnehmen würden und langsam mal aufwachen.

      Der Jugendschutz, … nee, ich lass es lieber, diesen Verein zu kommentieren. Die Anzeige, Hausdurchsuchung und PC-Beschlagnahmung vor einem Jahr war Demütigung genug.

      • Wie geht es bei einer Indizierung zu?  Wir hatten schon vor 35 Jahren keine Meinungsfreiheit, weil man sich dem Diktat des satanischen Rundfunks beugen mußte, wenn er man nicht die Arbeit verlieren oder isoliert werden wollte.

        Franz Schönhuber, Freunde in der Not, 1983

        Kapitel 8. Die versuchte Indizierung (zu seinem Buch:  Ich war dabei)

        Nachdem die CSU-regierte Landeshauptstadt München mit gutem Grund einen Indizierungsantrag zurückgezogen hatte, springt jetzt das Jugendamt der CDU-regierten Stadt Düsseldorf in die Bresche und richtet einen förmlichen Antrag an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn, dem sich alsbald das Jugendamt der SPD-regierten Stadt Hamburg anschließt.

        Was Tendenzjournalismus ist, mag der Leser aus folgendem Interview eines ZDF-Reporters mit dem Leiter der Bonner Prüfstelle für jugendgefährdende Schriften, Rudolf Stefen‚ entnehmen. Hier ein Auszug!

        ZDF-Frage:

        »Es gibt ein Buch, ich finde, da sind Sie wirklich zu spät gekommen. Jetzt ist es schon fast wieder verwerflich, das Buch zu zeigen. Ich halte es für äußerst gefährlich, weil da jemand ohne Distanz über seine Zeit bei der Waffen-SS geschrieben hat, ein Fernsehjournalist in Bayern übrigens, der inzwischen aus seinem Dienst gehen mußte. Also dieser Autor, wir lassen ihn mal unbenannt, und sein Buch „Ich war dabei“ nämlich bei der Waffen-SS, dieses Buch ist immerhin schon auf dem Markt, jetzt ist gerade die 6. Auflage erschienen, seit Oktober ’81. Wann wird denn mal daruber verhandelt, bei der Prüfstelle?«

        Antwort:

        »Fiir eine gute Tat ist es nie zu spät. Verhandelt wird darüber am 2. September aufgrund eines Antrages des Jugendamtes Dusseldorf. Wir hatten Anfang des Jahres einen Antrag von einem anderen Jugendamt, der ist aber dann zuruckgenommen worden.«

        Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Hinweise auf das Indizierungsverfahren in der Presse stehen. Ein „unabhängiger“ Gutachter, beileibe kein Zeitgeschichtler, sondern Verwaltungsjurist, Sohn eines deutschen Emigranten in der Schweiz, helvetischer Staatsbürger und Unteroffizier der Schweizer Armee mit Lehrauftrag an der ultralinken Universität in Bremen, schreibt in Briefform ein Gutachten. Von diesem einmaligen »Zeitdokument« Professor Schefolds ist ein Satz wert, zitiert zu werden: „Insgesamt ist die Darstellung des Krieges durch die völlige Identifikation mit dem deutschen Standpunkt geprägt.“ Die Wertung dieses Satzes überlasse ich dem Leser.

        Neben Professor Buchheim, auf dessen Zeugnis ich bereits hingewiesen habe, schreibt nun Heinz Höhne vom „Spiegel“‚ der Verfasser des Standardwerks „Der Orden unter dem Totenkopf“:

        »Ihr Buch hebt sich deutlich von der Rechtfertigungsliteratur ab und gehört auf eine Stufe, auf der beispielsweise das hoch gelobte Buch Ihres französischen Ex-Kameraden Christian de la Maziere (»Ein Traum aus Blut und Dreck«) angesiedelt ist, dessen Veröffentlichung in der Bundesrepublik keinerlei Bedenken erregt hat.«

        Professor Dr. Hellmut Diwald meint unter anderem:

        »Sein Charakter als einer Autobiographie nicht rein privater Art, sondern die in engstem Zusammenhang mit den allgemeinen Geschehnissen bleibt, von denen das Leben des Autors bestimmt wurde, machen es aufgrund seines hohen intellektuellen Niveaus zu einem Dokument von zeitgeschichtlichem Rang.«

        Der Politologie-Professor an der Ruhr-Universität in Bochum Dr. Bernard Willms stellt fest:

        »Verbrechen werden als solche erkannt und verurteilt. Franz Schönhuber kämpft gegen pauschale Bewertungen und moralisierende Vorurteile. Es ist der gleiche Kampf, den auch die seriöse zeitgeschichtliche Forschung fuhrt. «

        Den Anstoß zu den später folgenden Indizierungsanträgen gibt der Direktor des Münchner Stadtjugendamtes, Dr. Gundolf Seidenspinner. So unglaublich es auch klingen mag: Er will mein Buch auf den Index bringen, ohne es vorher gelesen zu haben! Seit dem 28.2.1983 ist er Professor für Sozialpädagogik an der Fachhochschule Landshut. Hoffentlich liest er dort die Arbeiten seiner Schüler, bevor er sie zensiert!

        Im übrigen wird ihm für sein Tun trotzdem Mut bescheinigt. Diesmal von einer Dame der FDP, einer Stadträtin, von der man sonst nie etwas hört. In diesem Zusammenhang muß auch eine Dame namens Büttner erwähnt werden. Durch sie kommt meine Tochter in eine äußerst belastende Situation.
         
         …
        Im Auto muß ich daran denken, wie oft ich schon vor den Schranken eines Tribunals gestanden hatte:

        1946 Kiel, englisches Militärgericht: 900 Reichsmark Strafe wegen Schwarzhandels. — Ein Jahr später, Spruchkammerverfahren in Traunstein: Menschliche und verständnisvolle Richter. Urteil: (Mitläufer) 500 Reichsmark Geldstrafe. — 1982 Journalisten-Tribunal in Grafenau: Aberkennung des Ehrenvorsitzes des Journalistenverbandes. — Im gleichen Jahr, Verfahren in München wegen „Volksverhetzung“, Verfahren eingestellt. —

        Vielleicht kommt man noch auf die ldee, mir den feierlich verliehenen Bayerischen Verdienstorden klammheimlich wieder abzusprechen  Allmählich halte ich alles für möglich.

        Ich grüble, frage mich, was sind das für Menschen, die diese Inquisition in Gang gesetzt haben? Was sind das für Motive? Das Bild des Dr. Seidenspinner schiebt sich vor mein geistiges Auge: ein Milchgesicht um die Vierzig. Glatt, keine Konturen, hier hat das Schicksal mit einem Weichzeichner gearbeitet. Nicht einmal der Bart kann daran etwas ändern. Seidenspinner interessiert mich nur als Typ. So sehen für mich die vorgeblich „Sanften“ aus, die deshalb so gefährlich sind, weil sie sich allen Zeitströmungen anzupassen verstehen, weil sie jedermanns Darling sein wollen. Heißt er nicht Gundolf? Ich will Dr. Seidenspinner damit nicht in Verbindung bringen, aber meine sogenannte „Vornamen-Theorie“ fällt mir jetzt ein. Vornamen lassen oft auf die Väter schließen. In manchen Familien wurde ja buchstäblich ein Generationskrieg aus der Taufe gehoben. Ich kenne Männer mit stramm nordischen Vornamen, die sich an solcherart zum Ausdruck gebrachter „völkischer“ Überzeugung ihrer alten Herren dadurch rächten, daß sie dagegen ihre Töchter und Söhne Mirjam und Abraham nannten: „Ätsch — wenn das euer Adolf wüßte.“ Ich schrecke auf, als der Wagen hält. Wir sind da.

        Die Angehörigen der Jury lassen auf sich warten. Wir stehen etwas verloren auf einem Gang in dem tristen Gebäude. Neben uns ein junger Mann, der interessiert unseren Gesprächen zuhört. Ich frage ihn, was er hier mache: „Ich komme nach Ihnen dran, bei mir geht’s um Porno—Vorwurf.“ Ich zucke zusammen. Gut, daß meine Frau das nicht hört.

        Die Sitzung beginnt. Die Jurymitglieder sitzen an den Längsseiten eines großen Tisches in einem hellen, nüchternen Konferenzraum. Am oberen Tischende der Vorsitzende, der leitende Regierungsdirektor Rudolf Stefen.

        Wir sitzen ihm gegenüber an einem kleinen quergestellten Tisch. Neben mir mein ausgezeichneter Verteidiger, Dr. Frank Reissinger, zur anderen Seite mein „Gutachter“, Professor Dian Schefold. Wir wollen höflich sein und schütteln uns die Hände. Man macht das viel zu oft in Deutschland, denke ich.

        Neben Schefold nimmt ein sich freundlich gebender junger Herr vom antragstellenden Jugendamt Düsseldorf Platz. Er sagt während der Verhandlung kein einziges Wort. Nach der Verhandlung lese ich in einem Zeitungsinterview, er habe deswegen keine Fragen gestellt, um mir nicht weitere Möglichkeiten zur Selbstdarstellung zu geben. So etwas muß einem einfallen! Ein Schulbeispiel dafür, wie man Unvermögen kaschiert. Da werden ein paar Sätze auf die schnelle und ohne Sachkenntnis zusammengebastelt‚ wird quer durch den Garten zitiert, aus dem Zusammenhang gerissen und dann, wenn’s um Argumente geht, fällt dem Herrn nichts ein.

        Ich schaue mir die Gesichter der Vertreterinnen und Vertreter aus den Gruppen Kunst, Literatur, Buchhandel, Verleger, Jugendverbände, Jugendwohlfahrt, Lehrerschaft, Kirchen sowie die Vertreter der Länder Saarland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg an. Sie wirken reserviert. Sicher ist auch meine Miene nicht die freundlichste. Mein Blick fällt auf eine junge Dame, die halblinks vor mir sitzt. Offenes sympathisches Gesicht. Auf dem Schoß hat sie ihr Baby sitzen. Es kräht ab und zu vergnügt in die Runde. Durch den Raum weht ein Hauch von Menschlichkeit, „Kläger“ und „Beklagter“ schmunzeln. Die Spannung lockert sich. Wie ich nachher erfuhr, war die junge Dame eine Oberregierungsrätin – zuständig für die Sportjugend. Die Verhandlungsführung ist sachlich. Die Fragen wirken fast geschäftsmäßig-kühl, keinerlei Gehässigkeit schwingt mit. Auch der Gutachter gibt sich verständnisvoll, räumt sogar ein, daß er in der Burteilung der Beschreibung meiner Entnazifizierung mißverständlich gewesen sei.

        Wir stellen den Antrag, Herrn Schefold wegen Befangenheit abzulehnen, insistieren aber nicht. Am Verhandlungverlauf ist zu erkennen, daß diese Frage nicht mehr bedeutungsvoll ist.

        Ich habe eine faire Chance, meinen Standpunkt darzulegen, spüre, wie ich auf zunehmendes Verständnis stoße. Dankbar bleibe ich in diesem Zusammenhang dem Vertreter der Literatur, Professor Dr. Alfred Domes, der sagte, er habe gelesen, was die Exil-Tschechen Pelikan, Pachmann und Ota Filip mir geschrieben hätten. Diese Stellungnahmen bewährter Anti-Faschisten spräche für mich, und außerdem könne er mitteilen, daß ein emigrierter hoher tschechischer Priester gemeint habe: „Dies ist ein wahrhaft abendländisch-christliches Buch.“

        Die Verhandlung dauert nicht sehr lange. Es ist Pause. Wir gehen wieder auf den Flur. Die Jury bleibt im Konferenzraum und berät. Trotz unseres Befangenheitsantrags wirkt Schefold locker, gibt sich konziliant: „Sie sind ein bayerisches Phänomen, Herr Schönhuber“, meint er scherzhaft. — „Und deshalb muß mich ein anderer Alpenländler, ein Schweizer, mit Umweg über Bremen gleich auf den Index bringen wollen?“ — „Daran glaub’ ich jetzt sowieso nicht mehr.“ — „Ihr Wort in Gottes und der Jury Ohren. Wäre diskutieren nicht klüger als indizieren?“ —— „Das können wir ja nachholen.“ — „Gut, angenommen. Ich komme auch nach Bremen, in die Höhle des Löwen, in die dortige Uni.“ (Auf die Einladung warte ich noch heute.) Schefold hält das ganze scheinbar für eine recht amüsante Angelegenheit. Mag er oder kann er nicht begreifen, wieviel hier für mich auf dem Spiel steht?
        Als ich ihn frage, ob er Ärger bekommen hat, weil er in seinem Gutachten mir zumindest professionelles Können attestierte („Der Autor schreibt gut und gewandt“)‚ antwortet er nicht, lächelt nur verbindlich. Gedankenversunken gehe ich zum Fen- ster. Wie oft hörte ich von wildfremden Leuten: "Wir haben Ihr Buch in zwei Nächten verschlungen.“

  7.  Der Herr Maas hat heute angeprangert, daß Vergewaltigung immer mehr zum Mittel der Kriegsführung wird. So lobenswert das Ansinnen, daß auch zur UN-Resolution führte.

     Und einmal mehr wurden auch die Nürnberger Prozesse bemüht, was die Täter angeht, "… auf daß man auf der richtigen Seite stehe!".

     Nun, was Täter angeht, da könnte der Herr Maas ja auch noch ganz andere verklagen wie ISIS oder Boko Haram …

  8. Na, heute gibt der newsticker ja direkt was her!

    https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/britische-zeitung-verlangt-ethnische-und-sexuelle-vielfalt-im-fussball/

    Das wird dann ungefähr so aussehen?

    Wie setzt sich die ideale Fussballmannschaft zusammen? In den Sturm kommen Juden, denn die dürfen nicht verfolgt werden. Ins Mittelfeld kommen Schwarze, Chinesen und Araber, denn die machen das Spiel bunt. In die Verteidigung kommen Schwule, denn die sorgen für Druck von hinten. Und ins Tor kommt eine 80-jährige Nonne, denn die hat schon seit 60 Jahren keinen mehr reingelassen. 

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