Französischer Historiker Todd: „Verschwinden der USA ist das Beste, was Europa passieren kann“

Französischer Historiker Todd: "Verschwinden der USA ist das Beste, was Europa passieren kann"
Quelle: Gettyimages.ru Der französische Historiker und Anthropologe Emmanuel Todd posiert während einer Porträtsitzung am 5. September 2008 in Paris, Frankreich.

Der international bekannte französische Historiker Emmanuel Todd, der schon 1976 das Verschwinden der UdSSR vorhersagte, läutet nun die Todesglocke für den Westen. Er sieht den abnehmenden Status des „im Nihilismus versunkenen Amerikas“.

Quelle: rtdeutsch

Der französische Historiker und Anthropologe Emmanuel Todd ist überzeugt, dass die westliche Hegemonie am Ende ist. Als Gast beim französischen Nachrichtensender BFMTV sagte Todd am Donnerstag:

„Sobald die Vereinigten Staaten zustimmen, sich aus ihrem Imperium, aus Eurasien und all diesen Regionen, in denen sie Konflikte austragen, zurückzuziehen… Im Gegensatz zu dem, was wir denken – wir sagen ‚was wird aus uns, wenn die USA uns nicht mehr beschützen?‘ – werden wir in Frieden leben! Das Beste, was Europa passieren kann, ist das Verschwinden der Vereinigten Staaten.“

Seine Aussagen zu den USA stammen fast wortwörtlich aus seinem letzten Buch „La Défaite de l’Occident“ („Die Niederlage des Westens“), in dem er feststellt, dass die NATO den Konflikt in der Ukraine bereits verloren hat. Er behauptet in seinem Buch, dass die Niederlage letztendlich zu einer Aussöhnung Russlands mit Europa und einer Wiederannäherung mit Deutschland führen werde. Dies laufe jedoch den Interessen Washingtons zuwider.

In seinem Buch kritisiert Todd „die stumpfe Haltung des Westens gegenüber Russland“ und behauptet, dass „die Verhinderung einer Annäherung zwischen Deutschland und Russland eines der Ziele der USA war“. Laut Todd hätte diese Annäherung die „Verdrängung der Vereinigten Staaten aus dem europäischen Machtgefüge bedeutet“. Weiter resümiert Todd: Die Amerikaner „würden also lieber Europa zerstören, als den Westen zu retten“.

Der europäische Einfluss auf die internationale sei gesunken, so Todd. Er werde nicht mehr von der deutsch-französischen Partnerschaft repräsentiert. Zudem sieht der französische Intellektuelle den Niedergang der Vereinigten Staaten als unausweichlich. Die USA seien „im Nihilismus versunken“, seien eine „globale Supermacht“ im Abstieg und hätten eine „geschwächte Kriegsindustrie“.

Dass sich die Europäer im Zuge des Konflikts von Russland distanziert hätten, schade ihren eigenen Handels- und Energieinteressen, so Todd weiter. Dem Historiker zufolge leben wir augenblicklich in einer „putinophoben und russophoben Welt“, die vom westlichen Narrativ beherrscht sei.

Todd geht in seinem letzten Buch auch nicht davon aus, dass die kommenden US-Präsidentschaftswahlen etwas an dem Verlauf des aktuellen Konflikts ändern werden. Russland werde seiner Linie treu bleiben, laut Todd. Ein neuer Präsident im Weißen Haus sei für den Kreml nicht von Bedeutung, denn „Russland befindet sich im Krieg mit den USA“.

Für sein eigenes Land sieht Todd ebenfalls schwarz. Eigentlich „existiert Frankreich gar nicht mehr, weil es mit den Vereinigten Staaten verbündet ist und von der NATO kontrolliert wird“, schreibt der Historiker.

Der Niedergang Europas lasse sich damit erklären, dass die Europäer „das Element des unfreiwilligen Vasallen akzeptieren“. Während laut Todd die Transatlantiker sich an die Hegemonie Washingtons klammern und „unter dem politischen Stockholm-Syndrom leiden“, sieht der französische Denker einen Frieden, „der in einem vom US-Joch befreiten europäischen Raum widerhallen würde“.

Todd ist Autor zahlreicher Bücher. Unter anderem sagte er den Zusammenbruch der Sowjetunion in seinem Buch „La chute finale“ von 1976 voraus. Bei seiner These stützte er sich auf verschiedene Faktoren wie zum Beispiel der zunehmenden Kindersterblichkeit.

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4 Kommentare

  1. Das Beste, was den Vereinigten Staaten (= Anglozionisten) passieren kann, ist ein wie auch immer geartetes Chaos -idealerweise Krieg wie jetzt in der Ukraine, aber auch andere Formen der Zerrüttung- in Europa. Das war schon in den beiden Weltkriegen der Fall; und mit dem Wolfowitz-Cebrowski Plan wurde diese Marschroute (auch als „Straussianismus“ bezeichnet), der von den Berliner Marionetten eifrig gefolgt wird, kaum verdeckt wiederbelebt.
    Ich denke auch nicht, daß Rußland den Krieg in der Ukraine gewonnen hat – ob der „Westen“ diesen gewinnen wird, ist schwer vorauszuschauen und vielleicht auch nicht wahrscheinlich, aber das alles wird v.a. Europa nicht vor einer weiteren Eskalation dieses Krieges bewahren. Man wird sich darauf einstellen dürfen, daß gegen Ende des Jahres „NATO“-Truppen auch unmittelbar (und nicht nur verdeckt, wie seit Kriegsbeginn schon der Fall) in der Ukraine stehen werden. Andernfalls der „Westen“ die Ukraine abzuschreiben und sich die Niederlage einzugestehen hätte – und das wird er nicht tun, dafür sind dessen Einsätze bereits viel zu hoch. Und jede Ausweitung des Krieges über die Ukraine hinaus diente jedenfalls den Interessen Washingtons schon aus dem Grunde, weil dieses Europa massiv schaden wird.
    Auch im Nahen und Mittleren Osten stehen die Zeichen weiter auf Eskalation und es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten um vorauszuschauen, daß der Krieg in der Ukraine und aktuell um Gaza, in Nord-Palästina/Süd-Libanon und im südlichen Roten Meer konvergieren werden.

  2. Wird es heute Scholz und Lindner gelingen die Bauernvertreter einzuseifen? Und wird diesen, welche sicher auch zum System gehören, gelingen den Bauernprotest einzudämmen? Man darf gespannt sein, ob es der gewaltigen Rundfunk-Propaganda gelingen wird, den breiten Protest zu kanalisieren, oder ob der Druck in der Magma-Kammer zu groß geworden ist, daß sie explodiert. Ich glaube nicht, daß es den eventuell gekauften Bauernvertretern gelingen wird, die Lage zu stabilisieren, wenn die Regierung nicht zu 100 % nachgibt. Vermutlich ist der Unmut auf breiter Ebene zu groß. Das System muß sich auf breiter Ebene geschlagen geben, auch beim Gaststättengewerbe und der Mautgebühr.

    Bisher hatte ich erwartet, daß das System einmal zusammenbricht, indem alle Wirtschaftssubekte implodieren, d. h. einfach passiv werden und ihre Arbeit einstellen, weil frustriert. Es könnte jedoch aber auch so sein, daß viele Menschen hoch verschuldet sind, mit dem Rücken an der Wand stehen und deswegen aktiv gegen das System kämpfen müssen, das ihre Erwerbstätigkeit zerstören will.

  3. Der Bayrische Rundfunk baut sich heute zu einsamer Hetze gegen die AfD auf. Das erinnert mich an die unaufhörliche Hetze im Herbst 1969, als der Rundfunk ununterbrochen Hysterie gegen die NPD verbreitete, weil die gegen die Ostverträge war. Geheimnisvollerweise erhielt dann die NPD nur ganz knapp weniger als 5 % (Wahlbetrug???) und kam nicht mehr in den Bundestag. Man darf gespannt sein, wie erfolgreich der Rundfunk gegen die als populistisch gebrandmarkte AfD ist. Populistische Parteien sind solche, die nicht zu den „etablierten“ gehören, nicht zu der Einheitspartei, die sich zur Täuschung des Publikums in verschiedene Parteien aufgeteilt hat: getrennt marschieren, gemeinsam herrschen, indem alle nicht dazu gehörigen Parteien als populistisch diffamiert werden. Daß alle ihre hehren Prinzipien nichts gelten haben wir jetzt deutlich erlebt: Keine einzige der Einzeitspartei war wirklich pazifistisch oder human, weder im Ukraine-Krieg noch bei den Gaza-Bombardierungen, wenn man vom taktischem Blabla absieht.

    Ich befürchte, es wird schwierig sein, den Staat neu aufzubauen, ohne nicht das gesamte bisherige Fundament zu verwerfen. Typisch sind schon die sprachlichen Barrieren, die aufgebaut werden, um das System zu verteidigen. Dazu gehört etwa der Verteidigungsminister, der natürlich kein Kriegsminister sein kann, weil wir natürlich keine aggressiven Kriege führen, etwa gegen Rußland. Oder die Sprachwissenschaftler, die als Unwort des Jahres, das erst seit einer Woche bekannte Remigration wählten, d. h. daß Migranten wieder nach Hause geshickt werden. Voriges Jahr war das Unwort des Jahres „Klimaterrorist“, weil Menschen die den Berufsverkehr behindern und wegen deren auch schon ein Mensch umgekommen ist, weil sie einen Rettungswagen an der Weiterfahrt hinderten, natürlich keine Terroristen sind, weil sie auf verschlungenen Umwegen höchstwahrscheinlich von Staatsknete leben.

  4. „Das Beste, was Europa passieren kann, ist das Verschwinden der Vereinigten Staaten“, zusammen mit ihren vom medial-politischen Komplex in den Schein-Demokratien weltweit installierten Marionetten, insbesondere bei uns.

    Mir scheint, der anglo-zionistische Westen steht vor einer Neuorientierung. Denn heute war bei n-tv zwischen 6 und 7 Uhr kein einziges Wort über den Rußland- oder den Gaza-Krieg. Statt dessen:

    Der dänische Marionettenkönig mit Null Recht und Einfluß in der Politik. Möbelmesse in Köln, Hersteller bemühen sich um wenig Abfall bei der Möbelherstellung. Island-Vulkan. Sport. Die deutschen Handballer.

    Statt dessen ging es nur um Diskussionen, daß die AfD verboten werden müsse, weil sie „etablierte“ Parteien gefährde. Der Wunsch des medial-politischen Komplexes ist absolut illusorisch, so daß man die ununterbrochene Diskussion zu diesem Thema nur als brutale Propagandaaktion zur Einschüchterung der Normalos interpretieren kann. Viele Demos gegen die AfD soll es gegeben haben, bei denen auch Scholz und Baerbock mitmachten. Vermutlich waren das die von Staats wegen bezahlten Antifa und Klimakleber, Parteimitglieder der Einheitspartei, die um ihre Jobs fürchten, unterwanderte Kirchen und Gewerkschaften.

    Warum jedoch kein Wort zur Ukraine und Israel? Vermutlich muß der medial-politische Komplex derzeit ein neues Konzept entwickeln, wie er sich angesichts des verlorenen Ukraine-Kriegs und der Gaza-Affäre neu aufstellt.

    Dem Rundfunk wurden einige ziemlich schwierige Aufgaben gestellt. Er soll einen mindesten siebenfachen Krieg propagandistisch führen, wobei es jedoch nicht ganz einfach ist, den Normalo an mindestens sieben Fronten gleichzeitig aufzuhetzen.

    1.) Zuerst soll er die AfD klein halten, weswegen der Rundfunk jetzt das absolut unmögliche Parteienverbot ununterbrochen thematisiert, obwohl man von der sog. Geheimkonferenz alles nur erfunden haben kann und nur weiß, daß Martin Sellner dort teilgenommen hat. Warum werden die angeblichen Teilnehmer der CDU und Werteunion nicht namentlich benannt und warum äußern sich diese nicht? Weil es sie nicht gibt?

    2.) Der Rundfunk muß weiter Israel von allen Vorwürfen der unverhätnismäßigen Kriegsführung reinwaschen, was nicht ganz einfach ist angesichts der verheerenden Zerstörungen. Während hier der Rundfunk zum Kampf gegen „rechts“ aufruft, kämpft er in Israel für eine geradezu fast „faschistische“ Regierung, um sein Vokabular zu nutzen, fördert, könnten sich doch beim Normalo einige Bedenken einschleichen.

    3.) Der „Westen“ hat den Ukraine-Krieg verloren und hat sich dabei selbst ins Knie geschossen. Baerbock wollte von Anfang an gleich Rußlands Wirtschaft ruinieren, statt dessen hat sie höchstpersönlich uns ruiniert! „Wie sag‘ ich’s meinem Kinde?“

    https://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=Wie%2Bsag%2Bich%2Bs%2Bmeinem%2BKinde&bool=relevanz&gawoe=an&sp0=rart_ou

    Es wird sehr schwierig für den anglo-zionistischen Westen werden, eine für ihn positive Deutungshoheit zu erringen angesichts der ca. 500.000 toten Ukrainer. Außerdem will niemand mehr dort weiter Geld zum Fenster rausschmeißen, da kann Scholz sich noch so sehr entblöden! Vielleicht gelingt dem „Westen“ doch noch ein Attentat gegen Putin?

    4.) Der Rundfunk muß weiter für den menschengemachten Klimawandel kämpfen, obwohl es sich nur um einen natürlichen handelt, ansonsten kann die UN nicht zu einer Weltregierung umgebaut werden, die das Land dieser Welt unter den Völkern, die bis dahin gehörig durchgemischt wurden, neu aufgeteilt werden kann. Die Indizien für den sog. menschengemachten Klimawandel werden weit her geholt, aus der Arktis und Antarktis, was der Normalo nicht überprüfen kann, so daß man ihm auch beliebig was erzählen kann. Der Rundfunk warnt auch vor den Gefahren, daß New York demnächst unter Wasser steht und auch in den Niederlanden Geld zu investieren, weil die Nordsee sich dieses Land zurückholen wird.

    5.) Der Rundfunk muß weiter bei unbekannten Viren für Impfungen sorgen, weil Gates und BioNTech für die unbekannten Viren schon Seren entwickelt haben.

    6.) Der Rundfunk muß weiter für eine ungezuügelte Einwanderung kämpfen, die Grenze nach Mexiko offenhalten und auch für die Überflutung Westeuropas sorgen.

    7.) Der Rundfunk muß auch den Populisten Trump klein halten, weil dieser statt einer jüdisch-orientierten Weltherrschaft eine bloß amerikanische anstrebt. Die WASPs meinen, den USA stehe die weltweite Hegemonie zu, die Juden jedoch sagen, ihr habt das nur durch uns erreicht, es handelt sich also um eine jüdische Weltherrschaft. Da die Juden naturgemäß auch immer den Gegenpol zu den nationalen Patrioten bilden, sind sie auch für die Verdünnung der Patrioten durch Einwanderung (Theodor Mommsen: „Auch in der alten Welt war das Judentum einwirksames Ferment des Kosmopolitismus und der nationalen Dekomposition.“ )

    https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/397/1/Malitz_Mommsen_Caesar_und_die_Juden_1996.pdf

    An der Klärung dieses Migranten-Problems, das Biden bzw. Blinken so wichtig ist, daß sie sogar die Unterstützung der Ukraine im Kongreß deswegen ausfallen ließen und sie Scholz übertragen mußten, werden die US-Amerikaner noch einige Zeit zu knabbern haben, so daß sie durchaus eine Schwächeperiode durchlaufen könnten.

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