Zypernkrise führt zum Handlungsbedarf für Anleger

Gastkommentar

Die aktuelle Schuldenkrise hat gezeigt, dass es einen grundsätzlichen Handlungsbedarf für viele Anleger gibt. Ein Hauptgrund ist die im Raum stehende Enteignung der Sparer, die grundsätzlich auf Dauer auch in anderen Staaten nicht ausgeschlossen werden kann. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache scheint ein Investment in Gold oder Silber sinnvoller denn je, was vor allem damit zu begründen ist, dass es sich bei den Edelmetallen um ein Investment handelt, welches krisengeschützt und zudem unabhängig von den Banken und vom Euro ist.

Auch wenn der Stellenwert Zyperns in der Eurozone mit einem BIP-Anteil von lediglich 0,2 Prozent eher gering ist, so sind die Auswirkungen durch die beschlossene Zwangsabgabe auf die gesamte Eurozone umso größer. Diese Auswirkungen sind bei Weitem nicht nur auf Zypern beschränkt, auch wenn die teilweise Enteignung der Bürger nach massiven Protesten „nur“ noch ab einem Einlagevolumen von mehr als 100.000 Euro stattfinden soll. Dennoch ist diese verabschiedete „Zwangsabgabe“ ein Präzedenzfall, der in der folgenden Zeit durchaus auch in anderen Euro-Staaten Schule machen könnte. Eine nicht wirtschaftlich zu erfassende, aber definitiv vorhandene Folge, ist der deutliche Vertrauensverlust, der bei den Anlegern im Hinblick auf das Bankensystem bzw. im Hinblick auf die Geldguthaben festgestellt werden kann. Ein Grund ist sicherlich auch die Erkenntnis, dass die staatliche Einlagengarantie im „Ernstfall“ kaum oder gar keinen Wert hat. Schon jetzt ist eine Art Kapitalflucht aus dem Euro-Raum festzustellen, was eine durchaus logische Folge des Vertrauensverlusts ist. Auch Hannes Zipfel von der SOLIT Kapital GmbH weist in einer Onlinekonferenz auf diese aktuellen Ereignisse hin und sieht beim Anleger durchaus Handlungsbedarf.

Handlungsempfehlung für Anleger

Auf der einen Seite haben inzwischen viele Anleger mitbekommen, was für eine mögliche Gefahr auch für ihr eigenes Anlagevermögen von den Maßnahmen in Zypern bei weiteren Krisen ausgehen kann. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass den Anlegern auch Alternativen bekannt sein müssen, wenn sie ihr Kapital nicht mehr in der Euro-Zone und im Bankensystem anlegen möchten. Edelmetall kaufen ist hier sicherlich die Handlungsempfehlung, die derzeit auch Hannes Zipfel vielen Anlegern ans Herz legt. Obwohl viele Anleger gerade im Zuge der Krise vielleicht meinen, dass Gold und Silber aktuell recht teuer sind, ist genau das Gegenteil der Fall. Denn charttechnisch sind beide Metalle derzeit sogar als vergleichsweise günstig zu bezeichnen und deutlich von ihren historischen Höchstpreisen entfernt.

Guter Einstiegszeitpunkt für Gold- und Silber-Investment

Das Edelmetall kaufen kann derzeit auch aufgrund der vergleichsweise günstigen Preise durchaus lukrativ sein. So notiert der Goldpreis zum Beispiel rund knapp 200 Euro unter seinem Höchststand und der Silberpreis notiert derzeit sogar rund 30 Prozent niedriger als bei seinen historischen Höchstwerten. Viele Experten sehen dies als idealen Einstiegszeitpunkt, denn spätestens mittelfristig gehen nicht wenige Finanzexperten von deutlich steigenden Edelmetallpreisen aus. Die möglichen Handlungen der Anleger, die ihr Kapital – auch aufgrund der Zypern-Krise – in „Sicherheit“ bringen möchten, sehen also unter anderem ein Investment in Edelmetalle vor. So könnten sich Anleger zum Beispiel Silbermünzen oder Goldmünzen kaufen und im Banktresor verwahren lassen, aber auch der Kauf von Barren und die Lagerung im eigenen Tresor sind natürlich möglich.

 

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