Zu den Ausplünderungsmethoden der EZB

Inflation der Ausplünderungs-Methoden und des -Umfangs

von Peter Ziemann

Gespannt warten wir auf die morgige Entscheidung des Bundesverfassungs-Gerichts zu der Frage, ob der ESM und der Fiskalpakt nun gegen das Grundgesetz verstößt oder nicht.

Dabei hat sich neben diesem Verknechtungs- und Ausplünderungs-Instrument ESM, das anglo-amerikanische Kanzleien im Auftrag der Hochfinanz als Vertrag ausformuliert haben, (wieder) eine neue Methode entwickelt – Dank Mario Draghi und seinem ex-Arbeitgeber Goldman Sachs – die praktisch unbegrenzten Ankäufe von Staatsanleihen der Euro-Südländer durch die EZB.

Damit wird Deutschland ein weiteres Mal in eine Verpflichtungs-Falle – ohne dass sich das Land dagegen wehren könnte – gelockt, die im Falle eines Euro-Endes zu massiven Belastungen führen würde.

Denn ähnlich wie bei den Target2-Salden haftet die Deutsche Bundesbank überproportional stark für die Risiken einer Rückabwicklung der EZB.

Während Deutschland beim ESM zu einem direkten Bürgen für die Schulden der Anderen würde, stellen die geplanten Anleihe-Käufe der EZB sowie die Target2-Salden indirekte Bürgschafts-Verpflichtungen da.

Aber nicht nur die Methoden der Ausplünderung scheinen sich immer weiter zu vermehren. Nein auch der Umfang jeder dieser Methoden nimmt von Monat zu Monat immer erschreckende Ausmaße an.

So stiegen die Target2-Salden der Deutschen Bundesbank im Monat August 2012 auf 751,449 Milliarden Euro an – ein Zuwachs innerhalb eines Monats von 24,243 Milliarden Euro. Vor 12 Monaten betrugen die Salden noch 390,423 Milliarden Euro. Wie sehen also:  Innerhalb eines Jahres haben sich diese Salden praktisch verdoppelt. Um das jeden Bürger einmal monetär klarzumachen: Das sind knapp 19.000 Euro für jeden der circa 40 Millionen Haushalte in Deutschland.

Noch schlimmer: Innerhalb eines Jahres hat jeder Haushalt zusätzliche durchschnittliche Target2-Verpflichtungen von 9.000 Euro zu schultern. Allein für diesen einen Aspekt der europäischen Solidarität zahlt jeder Haushalt in Deutschland durchschnittlich 750 Euro pro Monat. Und da sind die Kosten für Griechenland-Rettung, EFSF und den ante portas stehenden Kosten für EZB-Anleihekäufen und dem ESM noch gar nicht enthalten.

Das ist zwar alles noch nicht für den Durchschnitts-Deutschen sichtbar. Aber die weltweit operierenden Ausplünderer werden ihren Tribut zu gegebener Zeit schon verlangen. Und dann ist endgültig Schluss mit dem angeblichen deutschen Wirtschaftswunder. Dann wird das Volk noch mehr leiden müssen als die Griechen und Italiener, die sich von den Goldman Sachs-Statthaltern derzeit schon allerhand Repressalien gefallen lassen müssen. Die letzte Lebenskraft dieser Völker scheint sowieso nur noch darin zu bestehen, in Deutschland den neuen Erzfeind zu erblicken.

Wenn Deutsche, Italiener, Griechen und Spanier dann gemeinsam feststellen, dass sie von denselben Mächten in den Gefängnisplaneten Europa getrieben wurden, ist es zum Reagieren schon zu spät. Selbst wenn man in der Lage wäre, einen bewaffneten Kampf gegen seine Unterdrücker zu führen – gegen wen will man eigentlich kämpfen?

Quelle: bullionaer

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Merkel: EZB handelt „im Rahmen ihres Mandats“

Frau Merkel, lesen Sie sich doch bitte endlich mal den Maastricht-Vertrag durch, besonders die Nichtbeistands-Klausel ( No-Bailout-Klausel).

 

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