Gold: Auslieferungsprobleme?

Streit um physisches Gold: Run auf Goldbestände für Deutsche Bank fatal

Peter Boehringer, Mitglied der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft, kritisiert den Beschwichtigungsversuch der Deutschen Bank im Zusammenhang mit der Anfrage eines Kunden, seine Xetra-Gold-Anteile in physisches Gold einzutauschen. Die von der Bank vorgeschlagene individuelle Lösung bezeichnete er als „absurd“.

Ein Kunde der Deutschen Bank hatte jüngst versucht, seine Xetra-Gold-Anteile in physisches Gold einzutauschen, woraufhin die Deutsche Bank die Auslieferung des Edelmetalls verweigerte mit der Begründung, dass sie die Ausübung von Xetra-Gold nicht mehr anbiete. „Der Kunde hat ein Recht auf die sofortige Auslieferung seines Goldes“, so Böhringer. Der aktuelle Fall sei insofern interessant, dass die Deutsche Bank sich ihrem Kunden gegenüber grundsätzlich geweigert haben soll, das Gold auszuliefern, obwohl die Deutsche Bank Sponsor von Xetra-Gold ist“, erklärt Peter Boehringer im Gespräch mit Sputnik-Korrespondentin Anne-Kathrin Glück.

Das Auslieferungsproblem hat die größte Bank Deutschlands kürzlich dementiert. Doch hätten sie das nicht getan, so Boehringer, hätten Zehntausende Kunden von Xetra-Gold versucht, an ihr Gold zu kommen und das wäre verhängnisvoll für die Deutsche Bank. „Ich vermute, dass das Gold in der Masse seit Jahrzehnten nie physisch existiert hat. Wenn alles zu 100 Prozent da läge, dann bestünde da überhaupt keine Gefahr drin. Dann würde relativ einfach ausgeliefert werden, was sich die Banken durch hohe Gebühren gut bezahlen lassen.“ Laut Boehringer habe die Deutsche Bank versucht, einen Skandal abzuwenden. „Stellen Sie sich vor, es gibt nun vier oder fünf ähnliche Fälle, die öffentlich werden, dann würde es automatisch einen Run auf die Goldbestände geben, was wiederrum verhängnisvoll für Banken wäre.“ Er fährt fort: „Keine Bank kommt der Forderung nach physischem Gold besonders gerne nach.“

„Die Intransparenz, die wir seit Jahren von den Zentralbanken und Geschäftsbanken erleben, ist mit sehr hoher Sicherheit darauf zurückzuführen, dass viel weniger Gold physisch vorhanden ist, als angegeben. Bei den Goldkonten der Geschäftsbanken ist es sogar Geschäftsprinzip, dass nur zwei Prozent wirklich vorhanden sind von den eigentlich verbrieften Goldbeständen. Dennoch gibt es Banken, die genau das Gegenteil behaupten.“ Wie es um den aktuellen Goldbestand in Deutschland wirklich steht, dazu sagt Boehringer, Initiator von ‚Holt unser Gold heim!‘ und Autor des gleichnamigen Buches: „Durch massivsten öffentlichen Druck hat man es geschafft, dass die Bundesbank inzwischen Gold repatriiert. Erst im Zuge unserer Kampagne ist Gold physisch nach Frankfurt gekommen. Dennoch ist viel weniger da, als angenommen.“

Quelle: sputnik

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Xetra-Gold ist eine Schuldverschreibung und bedeutet kein physischer Besitz, auch wenn die AGBs darauf hinweisen, dass der Inhaber von Xetra-Gold sich seine Bestände in physischer Form ausliefern lassen kann, aber was ist, wenn die Bank pleite geht?
Dann sind sämtliche Schuldverschreibungen null und nichtig. So war es auch bei der Lehman-Pleite. Ich kann nur jedem raten, Gold nur in physischer Form zu erwerben und erst recht nicht in ETFs oder sonstigen Papiergold-Müll zu investieren. 

„Ich vermute, dass das Gold in der Masse seit Jahrzehnten nie physisch existiert hat. Wenn alles zu 100 Prozent da läge, dann bestünde da überhaupt keine Gefahr drin. Dann würde relativ einfach ausgeliefert werden, was sich die Banken durch hohe Gebühren gut bezahlen lassen.“

Vollkommen richtig, Herrn Boehringer. Nicht von ungefähr gibt es Gerüchte, dass auch die Deutsche Bank an der Goldpreismanipulation mitwirkt und reichlich Wetten auf fallende Goldpreise tätigt.

Mehr zu den wahren Weltwährungen Gold und Silber finden Sie in dem Buch „Steht uns das Schlimmste noch bevor?“. Hier ein Auszug:

„Der FED und der EZB bleibt gar nichts anderes übrig, als weiterhin Geld ohne Ende zu drucken und die Zinsen nahezu Null aufrecht zu erhalten. Allein schon wegen der gewaltigen Staatsverschuldungen ist diese Strategie „alternativlos“. Steigen nämlich die Zinsen, steigen gleichzeitig die Staatsschulden in ungeahnte Höhen. Die Folge wäre die Beschleunigung von Staatsbankrotten.

Was die Banditen der Notenbanken veranstalten ist nichts anderes als die Verabreichung von Placebos, um die Bevölkerung nicht in Aufruhr zu versetzen. Noch wirken diese Placebos.

Seit mehr als zehn Jahren, als die Geldmengenausweitung und die Staatsver-schuldung drastisch zunahmen, hat sich der Goldpreis mehr als vervierfacht. Der Euro wurde mit Beginn des Jahres 2002 als offizielles „Zwangs“-Zahlungsmittel eingeführt. Von da an gab es für den Goldpreis bis auf einige Korrekturen nur eine Richtung: gen Norden!“

Mit Silberunzen käme man bei einem Finanzcrash und Lebensmittelengpässen m.M.n. besser über die Runden als mit Gold. In Venezuela löst sich das staatliche Zwangspapiergeld geradezu auf. Die Masse dort hat kaum Silber, geschweige denn Gold. 

Jeder aber muss für sich selbst entscheiden, wie er/sie sich auf den bevorstehenden Crash vorbereitet. Auswandern wäre auch eine Option. Für einen über 60-jährigen wie mich allerdings zu spät.

 

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