Wie Unverbindlichkeit zu Alternativlosigkeit führt

Ihre Kommunikationskampagnen gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Hatte Barack Obama die Wahl mit „Change“ gewonnen, versucht es Emmanuel Macron mit „En marche“. Bei Angela Merkel heißt die unverbindliche Formel „Wir schaffen das!“

(Grafik: Ausschnitt einer Postkarte aus Hameln um 1900)

Sie sprechen von „Hoffnung“ und „Lösungen“ wo es weder das eine noch das andere gibt. Bedeutungsschwer aber inhaltsleer wird den Menschen die Lösung aller Probleme versprochen. Gemäß  Umfrageerbnissen oder Wahlenentscheidungen scheint das System sogar zu funktionieren. Der Grund liegt weniger darin, daß die Menschen mehrheitlich blöd sind, sondern im Mißbrauch der Medien.

Das Problem ist nicht, dass Hänschen nicht lesen kann. Das Problem ist nicht einmal, dass Hänschen nicht denken kann. Das Problem ist, dass Hänschen nicht weiß, was Denken ist; er verwechselt es mit Gefühl. (Thomas Sowell)

Ein Märchen der Brüder Grimm erzählt vom Rattenfänger zu Hameln, jenem Pfeifer, der die Kinder der Stadt mit lieblichen Flötentönen in eine finstere Berghöhle lockte, aus der sie nie wieder zurückkehrten. Der Flötenspieler hatte zu einem Stereotyp gegriffen: sein vermutlich musikalischer Ohrwurm hatte nicht nur die Kinder, auch deren Eltern derart verzückt, daß sie alles Mißtrauen außer Acht lassend, ihren Nachwuchs fröhlich ins Verderben laufen ließen.

Walter Lippmann, Mitbegründer des New Yorck Conuncil on Foreign Relations hat solche Stereotype in seinem 1922 veröffentlichten Buch Public Opinion erstmals beschrieben. In der neuen Welt der Massenkommunikation kommen normale Menschen laut Lippmann ohne Sterotype nicht aus, damit sie sich über das Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung eine Meinung bilden können. Lippmann meint Bilder der Welt in unserem Kopf, die heutzutage in Denkfabriken konzipiert und durch sich prostituierende Jounalisten verbreitet werden. Mit solchen Stereotypen wird unsere Vorstellung von der Welt geprägt. Die Stereotype sind einfach und griffig und sie veranlassen die Öffentlichkeit ohne weiteres Nachdenken politische Repräsentanten zu wählen – selbst wenn diese für brennende Probleme keine Antworten haben.

Das Stereotyp zur Auslösung deutscher Hilfsbereitschaft wurde am Hauptbahnhof von München geschaffen. Teddybären – jedem deutschen Mädchen in früher Kindheit ans Herz gewachsen – wurden zum Symbol menschlicher Wärme für das erwarete Millionenheer. Mit Hilfe der Medien haben sich die Bilder eingebrannt und helfen Frau Merkel noch immer, ihr Mantra vom „Wir schaffen das“ zu zelebrieren – trotz wachsender Erkenntnis, daß der größte Prozentsatz der Zuwanderer keine Kriegsflüchtlinge sind. Die MSM haben die Meinungsbildung fest im Griff.

Ab und an verstärken sie dieses Stereotyp nochmals. Dann hilft z.B. das Bild eines am Strand fotografisch wirkungsvoll drapierten ertrunkenen Kindes oder eines Jungen, der mit verängstigten Augen gerade einem Bombenangriff entkommen zu sein scheint. Derartige Schicksale sind fürchterlich. Ebenso fürchterlich aber ist die Benutzung solcher Bilder, um ein bestimmtes politisches Programm durchzuziehen.

Diesem Stereotyp wird gezielt ein anderes Stereotyp entgegengesetzt: Das Bild des rechtsradikalen faschistischen Rassisten. Auch dieses Bild wird mit Hilfe der Medien in die Köpfe der Menschen gehämmert. Brauchte man anfangs noch Bilder des brennenden Dachstuhls eines Heims für Asylsuchende oder die Greuel des NSU-Trios; so genügt heute die Empörung über ein glücklicherweise mißlungenes Attentat auf den Bus einer Fußballmannschaft. Wichtig ist allein schon die Empörung über die Freveltat, von der noch immer unklar ist, wer denn wirklich dahinter gesteckt hat. Die Empörung genügt für eine breite Zustimmung zur Überwachung sogenannter „rassistischer Umtriebe“ und deren Meldung an  Arbeitgeber und Behörden. Jeder Denunziation wird beispielsweise durch die Amadeo-Antonio-Stiftung untersucht, schließlich geht es darum, traumatisierte Menschen vor herabwürdigender Propaganda unverbesserlicher Nazis zu schützen. Über die Stereotype dessen, was gut und was böse ist, gibt es im Mainstream keinen Zweifel.

Unter dem Stereotyp etwas Gutes zu tun, werden Regierungen gestürzt, Kriege eingefädelt oder eben Menschenmassen über Tausende Kilometer unter größten Gefahren auf Fluchtrouten geführt, und wenn es nicht anders zu bewerkstelligen ist, durch Grausamkeiten von Terroristen auf den Weg getrieben.

William F. Engdahl nimmt in seinem Buch Die Denkfabriken – Wie eine unsichtbare Macht Politik und Mainstream-Medien manipuliert das fast unsichtbare Netz von Manipulation und Einflußnahme unter die Lupe, das auf subtile Weise Wahrheit und Lüge gegeneinander vertauscht, um die Agenda einer einheitlichen Welt mit reduzierter Bevölkerung zu verwirklichen. Engdahl spricht von einer Clique schwerreicher, kaltblütiger Menschen, „allesamt weiß und bis ins Mark krankhaft rassistisch“. Sie tragen Namen wie Rockefeller, Rothschild, Soros oder Buffet. Einige verstecken sich hinter Religion, ander hinter vorgeblicher Philanthropie. Einige stammen aus royalen Kreisen, andere aus den obersten Rängen von Business und Hochfinanz. Sie zählen ihr Vermögen in Milliarden, nicht in Millionen.

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