Wie man Revolution richtig macht (Teil 1)

Von Hans-Jürgen Geese (anderwelt)

Sie werden wahrscheinlich auch mitbekommen haben, dass mehr und mehr Journalisten Deutschland verlassen, weil man ihre Arbeit bereits über alle Maßen erschwert oder weil sie davon ausgehen, dass dies demnächst der Fall sein wird. Hacker werden auf sie losgelassen. Ihre Bankkonten werden gesperrt.

Es ist Zeit, Tacheles zu reden. Wobei ich mich vorneweg sogleich entschuldigen möchte bei Leuten, die sich beleidigt fühlen mögen. Es ist alles nicht persönlich gemeint. Es geht vielmehr um die Sache selbst. Der Mensch macht nun mal leider Fehler. Nicht einmal die edelsten Absichten schützen vor der Notwendigkeit, dass jemand Kritik anbringt und versucht, einen besseren Weg aufzuzeigen. Aber lasset das EGO ruhig ein wenig schmollen. Ist in Ordnung.

Ich bin ein großer Bewunderer von KENFM und von Ken Jebsen. Aber der Mann hätte damals eben nicht die Bundeswehr verlassen sollen („mit mir ist kein Krieg zu gewinnen“), sondern er hätte die Gelegenheit nützen müssen zu lernen, wie Krieg betrieben wird. Jetzt steckt er mitten drin in einem Krieg und hat keine Ahnung. „Man trifft sich auf der Straße“ ist völlig überholt, vorhersehbar und problemlos zu neutralisieren. Dem Feind zu sagen, was man tut ist wirklich nett, aber eher unklug. Und seine Aussagen zur Bundeswehr sind sehr kurz gegriffen.

Es ging bei der Abschaffung des Konzeptes vom „Bürger in Uniform“ nicht um die Einsparung von Geld, sondern um die Abschaffung von Gemeinschaft und um die absolute Kontrolle über die Bundeswehr. Stellen Sie sich vor, die Bundeswehr – mit den Bürgern in Uniform – würde sich auf die Seite des Volkes stellen. Die Gefahr war zu groß. Daher hat Merkel den Deutschen ein Märchen erzählt, das sie alle glaubten, und das war es dann. Frage: Wenn Sie ein Volk total kontrollieren wollen, können Sie dann irgend etwas dem Zufall überlassen? Nein! Natürlich nicht. Alles von Bedeutung muss im Detail geplant und ausgeführt werden.

Nicht der Bürger regiert, wie es sein sollte, sondern der Staat

Noch eine Frage: Was ist das für eine Gesellschaft, in der der Einzelne nichts für die Gemeinschaft zu leisten hat? Die ganzen Schweinereien der Regierung konnten nur stattfinden, nachdem der Rest von Gemeinschaftssinn zerstört ward. Vor allem auch in der Bundeswehr. Die Bundeswehr mit Wehrpflichtigen war Teil des Volkes. Jetzt sind die Berufssoldaten Teil der Herrschenden. Das ist nur noch ein Haufen von drittklassigen Söldnern, die bestimmt nicht die Interessen der Menschen in Deutschland vertreten. Aber stellen Sie sich einmal vor, jeder (und jede!) Jugendliche in Deutschland leiste zwei Jahre Dienst an der Gemeinschaft. In der Bundeswehr, in Krankenhäusern, Altenheimen, Wäldern etc. Würde das nicht zur Entwicklung der jungen Menschen beitragen und die Menschen in der Gemeinschaft näher zusammenbringen? Es gibt momentan keinen Zusammenhalt. Daher kann man mit dem Volk machen was man will. Was sind schon drei oder fünf oder gar zehn Millionen bei 82 Millionen, eine Minderheit, die aufsteht gegen den Tyrann? Und was kommt dabei heraus?

Nach all den großartigen Demonstrationen in Deutschland muss man doch irgendwann einmal Bestandsaufnahme machen und sich fragen, ob dieses Vorgehen wirklich dem Bürger in der heutigen Zeit eine Möglichkeit bietet, wirkungsvoll Kritik zu üben und darüber hinaus gar den Status Quo zu verändern. Es hat sich doch wohl inzwischen herausgestellt, dass von Seiten der Regierungen (also nicht nur in Deutschland) die Machtfrage gestellt wurde. Wer regiert? Und es stellte sich heraus, dass eben nicht der Bürger regiert. Und derjenige Bürger, der aufmuckt, der ein paar komische Fragen stellt, kriegt was auf die Fresse und wird brutal auf seinen untertänigsten Platz verwiesen.

Bei diesem Spiel der Macht hat der Staat so gut wie alle Vorteile auf seiner Seite. Er verfügt über sämtliche Mittel der Machtausübung. Es ist geradezu rührend, sich anzuhören, wie die Organisatoren der angemeldeten (!) Demonstrationen davon berichten, wie sie diese tollen Vorgespräche mit der Polizei führten, sich dann aber herausstellte, dass die Polizei eben nicht (zumindest nicht bei großen Demonstrationen) kooperieren wollte oder durfte. Vor allem nicht in Berlin. Der entsprechende Lerneffekt sollte sich inzwischen breit gemacht haben. Nein, der Staatsapparat ist nicht willig, sich selbst abzuschaffen. Wer hätte das gedacht?

Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich Frau Merkel einen Dreck darum schert, wie viele Bürger da in Berlin ihren Unmut äußern. Die wird doch nicht zu irgendwelchen Einsichten kommen, die sie dann veranlassen, auch nur einen einzigen der Wünsche dieser Demonstranten zu beachten oder gar umzusetzen. Es ist völlig egal, wie viele Millionen da über ein Wochenende in Berlin auftauchen. Am Montag morgen ist alles vorbei, und das Leben geht weiter wie bisher. Bis zur nächsten Demonstration werden dann zusätzliche Fakten geschaffen, die die ganze Situation für die Bürger noch unerträglicher machen. Gnadenlos. Und die staatstragenden Medien dröhnen ohne Unterlass drohend auf das Volk ein, das in seiner Mehrheit gar nicht kapiert, was hier eigentlich abläuft.

Neben den Kräften der Regierung wird also durch die Manipulation auch noch der Großteil des Volkes selbst gegen das eigene, aufmuckende Volk, gegen die Mitbürger, mobilisiert. Teile und herrsche. Mit Recht und Unrecht, mit Logik und Vernunft, gar mit Menschlichkeit, hat das alles nichts mehr zu tun. Es ist ein Machtspiel. Und die Regierung wird unerbittlich alle Mittel einsetzen, um an der Macht zu bleiben. Wobei zu beachten ist, dass hinter dieser Regierung noch die wirkliche Regierung steht. Und die wirkliche Regierung hat sehr viel zu verlieren. Die wollen doch nicht ihre Lieblingskolonie Deutschland aufgeben, welches sie nach zwei Weltkriegen endlich in den Gehorsam gezwungen haben. Deutschland ist Teil eines globalen Machtnetzwerkes. Die werden Deutschland niemals freiwillig herausrücken. Es geht um Billionen. Und es geht um Weltherrschaft.





Das Widerstandsrecht der Deutschen

Da hat doch kürzlich jemand ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Die Revolution ist fällig.“ Obwohl der Mann das wahrscheinlich nicht ernst meinte. Denn wie zur Entschuldigung schrieb er, auch auf der Titelseite, gleich hinterher: „Aber sie ist verboten.“ Man nennt das „clever“. Sie können davon ausgehen, dass der Mann natürlich nicht zur Revolution aufruft. Es geht nur, zum tausendsten Mal, um eine Erklärung der wirtschaftlichen Zusammenhänge. „Denkanstöße für eine gerechtere und effiziente Gesellschaft.“ Harmlos. Aber wir brauchen tatsächlich eine Revolution. Und sie ist überfällig. Der hier präsentierte Vorschlag könnte als eine Art Revolution bezeichnet werden. So wie bei Mahatma Gandhi damals. Friedlich. Obwohl wir die Elite der deutschen Generäle zu Hilfe rufen werden. Allerdings benutzen wir lediglich die geistigen Waffen dieser Generäle, die nichts dagegen einwenden werden. Sie kämpften alle für Deutschlands Freiheit.

Der Mahatma Gandhi und die Inder standen damals gegen das Britische Imperium auf. In unserem Fall heute handelt es sich um einen Krieg der Regierung gegen das eigene Volk. Das Volk seinerseits kann aber keinen Krieg führen und will auch keinen Krieg führen. Daher nennt man diese Art von Konflikt asymmetrisch, will sagen, dass die eine Seite einen überwältigenden Vorteil hinsichtlich der Machtmittel hat. Denn die Regierung benutzt physische Gewalt. Das Volk nicht. Die Polizei steht nun mal ausschließlich auf der Seite von Frau Merkel. Die Polizei führt aus, was ihr von der Regierung befohlen wird. Leider hat sich herausgestellt, dass es unter den Polizisten auch Leute gibt, die ihre Macht missbrauchen und sich bei regierungskritischen Demos aufführen wie die schlimmsten Schlägertrupps. Was wir uns wohl angesichts der deutschen Geschichte bis vor kurzem nicht hätten vorstellen können. Wir hätten uns auch nicht vorstellen können, dass all diese Grundrechte auf einmal nicht mehr gelten, obwohl sie Grundrechte heißen und dem Geiste nach uneinschränkbar und unabsetzbar sind. Sind sie aber nicht in der Realität. Das alles kann so funktionieren, weil nicht nur die Polizei, sondern auch ein Großteil der Richterschaft auf Merkels Seite steht. Die Grundrechte wurden auf einmal interpretierbar. „Simsalabim!“ Magie. Das ist ein Widerspruch in sich, aber daran hat sich noch nie ein Rechtsverdreher gestört.

Noch einmal: Jetzt ist doch wohl endlich der Augenblick gekommen wo man einen Strich zieht und addiert, was bei all den Aktionen bisher herausgekommen ist, und man vergleicht dann das Ergebnis mit der Zielvorgabe. Es wäre wahrscheinlich hilfreich, nüchtern einzugestehen: „Hat nicht funktioniert, wir waren zu naiv, wir haben die Gegenseite unterschätzt, die haben zudem die Regeln geändert, jetzt müssen wir unser Verhalten radikal verändern, um zum Erfolg zu kommen.“ Letztendlich durchleben wir also nichts weiter als einen Lernprozess in einem existentiellen Konflikt mit Namen: Staat gegen Bürger. Eigentlich ist das eine perverse Situation, denn der Staat ist doch lediglich der Verwaltungsapparat der Bürger des Landes. Mit Hilfe dieser simplen Erkenntnis können Sie durchschauen, dass eben hinter dem Staat heute andere Interessen stehen. Der Staat hat sich von den Bürgern abgekoppelt, er hat sich verselbständigt. Dieser verselbständigte Staat will zudem seinen bereits privilegierten Status Quo nicht nur beibehalten, sondern will seine Machtposition immer noch weiter dramatisch ausbauen. Bis zur totalen Herrschaft. Die Bürger hingegen wollen die Kontrolle über ihr eigenes Land zurückbekommen. Frage: Wer wird gewinnen?

Revolution in den Vereinigten Staaten von Amerika

„Amerika, du hast es besser“, sprach dereinst der Herr Goethe. Und da ist auch heute noch was dran. Der große Vorteil von Amerika besteht darin, dass es Amerika eigentlich gar nicht gibt. Die USA bestehen aus 50 sehr unterschiedlichen Bundesstaaten und die sind sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht. Zwischen New York und Kalifornien und Michigan und Texas und Florida zum Beispiel bestehen riesige Unterschiede. Sie haben als Amerikaner also eine große Auswahl. Politisch betrachtet: Allein schon durch ihre Mobilität drücken Sie als Bürger der USA auch Ihren politischen Willen aus.

Momentan verlassen Hunderttausende von Bürgern Kalifornien und ziehen vor allem nach Texas und Florida. In Kalifornien hat der Gouverneur Gavin Newsom sein Bestes über die letzten 12 Monate getan, um seine eigenen Bürger mit Corona-Maßnahmen zu drangsalieren, wohingegen der Gouverneur Ron DeSantis in Florida, nach Durchsicht der Daten, beschloss, dass die da in Washington völlig durchgeknallt waren und er mit diesem Wahnsinn nichts zu tun haben wollte. Das Leben in Kalifornien wurde zur Hölle. Das Leben in Florida ging ungehindert weiter. Das ist gelebte Demokratie. Und der Biden in Washington kann schimpfen wie er will. Letztendlich könnte Florida eine Volksabstimmung machen und sich aus dem Laden USA verabschieden. Das ganze System nennt sich Föderalismus.

Föderalismus in Deutschland

Sie werden sicherlich wissen, dass wir auch in Deutschland das System des Föderalismus haben. Ist das gut oder schlecht? Nun, abgesehen von einer gewissen Unabhängigkeit der Länder in einer Reihe von Fragen, besteht die Aufgabe der Landesregierungen vor allem auch darin, die Zentralregierung in Berlin zu kontrollieren. So ein Hitler sollte sich nie wieder den Staat zur Beute machen. Jetzt hat aber Frau Merkel dennoch einen Trick gefunden, den Föderalismus indirekt abzuschaffen. Dank Corona.

Das Infektionsschutzgesetz soll angeblich die Menschen vor dem drohenden Tode retten. Die Regierungen in den Ländern sind natürlich zu doof, das allein zu regeln. Deshalb wird die kluge Frau Merkel das jetzt für alle Bürger in Deutschland zentral bestimmen. Und schwupps, da war die Demokratie verschwunden. Merke: Einem Rechtsverdreher fällt immer ein Trick ein. Ganze Heerscharen von denen stehen in Diensten der Regierung.

So etwas wäre in den U.S.A. undenkbar. Die Bundesstaaten würden sich das nie gefallen lassen. Aber in Deutschland geht das durch. Wir können durchaus diskutieren, ob die USA eine Demokratie sind oder nicht. Im Fall von Deutschland brauchen wir das nicht einmal mehr zu diskutieren.

Aber es muss auf jeden Fall erwähnt werden, dass der Föderalismus an sich, von Natur aus, das Potential einer Revolution beinhaltet, eben durch die Optionen der sehr unterschiedlichen Länder. „Sollen die doch in Berlin machen, was die wollen. Dann zieh ich eben nach Sachsen oder nach Bayern oder nach Mecklenburg-Vorpommern.“ Bayern hatte sich ja ohnehin nach dem Zweiten Weltkrieg geziert, das Grundgesetz im Jahre 1949 zu akzeptieren. Das waren noch Zeiten! Das war noch ein richtiges Mannsvolk, damals in Bayern. „Bayern ist Bayern!“ Wirklich? Was ist nur aus Bayern geworden? Gibt es denn keine Nachfolger für Franz Josef Strauß?

Die Revolution von 1848

Revolutionen in Deutschland? Ja, wir hatten tatsächlich richtige Revolutionen in unserer Geschichte – anfänglich sogar erfolgreiche. Nehmen wir 1848. Die Herrscher liefen auf und davon. Das Volk hatte gesiegt. Dummerweise entschieden sich dann die gewählten Herren (es waren nur Herren) in der Frankfurter Nationalversammlung, dem König von Preußen die Herrschaft anzubieten. Das war an Dämlichkeit kaum zu überbieten. Aber so war es nun einmal. Der König revanchierte sich, indem er ihnen seine Armee auf den Hals jagte. Wie steht doch geschrieben: Du erntest was du säst.

Wenn ich mir, bei allem Respekt, im Nachhinein, erlauben darf zu sagen, dass auch die „Revolution“ in der DDR erfolgreich war. Und dann wurde der gleiche Fehler gemacht: Die Macht an die Macht zurückzugeben. Die Bürger der DDR dachten, sie hätten es mit ihnen wohlgesinnten Brüdern und Schwestern zu tun und merkten nicht, dass da Gangster kamen, die sie lediglich ausbeuten wollten. Die Bürger der DDR hätten ihre Soldaten an der Grenze belassen sollen, mit Schießbefehl, um sicherzustellen, dass nicht ein einziger Politiker und kein einziger „Investor“ aus dem Westen hineingelassen wurde. Und dann hätten sie selbst sich ihr eigenes Land aufbauen sollen. Ich und viele andere wären gekommen, um zu helfen. Die Deutschen hätten doch nicht die Deutschen verhungern lassen. Wir alle gemeinsam hätten den Laden aufgebaut.

Zusammenfassend kann man sicherlich, mit einer gewissen Rechtfertigung, feststellen, dass die Deutschen bei all den Revolutionen (es gab noch andere) letztendlich nicht besonders erfolgreich waren.

Max Stirner (1806 – 1856): Ein revolutionärer Philosoph

Sie kennen Marx, Engels und einige andere Revolutionäre. Sie werden wahrscheinlich nicht Max Stirner kennen, der irgendwie im Laufe der Geschichte verlorenging. Max Stirner war ein richtiger Mensch, kein Phantast wie Marx, ein richtiger Mensch, der während einer richtigen Revolution lebte, ein wahrlich kluger Mann, ein Zeitzeuge und ein brillanter Analyst. Von dem Stirner können wir lernen. Übrigens: Marx mochte den Max Stirner überhaupt nicht. Aus gutem Grund. Lassen Sie mich kurz darlegen, wie Max Stirner die Lage damals sah:

Zitat: „Ohne Verbrechen kein Staat: die sittliche Welt – und das ist der Staat – steckt voll von Schelmen, Betrügern, Lügnern, Dieben u.s.w.“
Dabei machte Stirner keinen Unterschied zwischen Sozialisten, Kommunisten, Kapitalisten. Das Endresultat war für ihn immer das Gleiche.
Zitat: „Die Selbständigkeit der Partei bedingt die Unselbständigkeit der Parteimitglieder.“

Man nannte solche Leute Anarchisten. Oder Radikale. Der Stirner behauptete doch so verrückte Sachen wie: „Ohne Freiheit ist kein Mensch vollständig.“ Und es kommt noch schlimmer. Angeblich sei die Freiheit die dir gegeben wird gar keine Freiheit. Sie heißt nur so. Die wahre Freiheit musst du selbst erlangen. Haben Sie das verdaut? Jetzt kommen wir zu Deutschland.

Während um ihn herum die Barrikaden brannten, erkannte Stirner die Sinnlosigkeit von all dem. Er wusste, dass nur ein neuer Leviathan, ein anderes Machtungeheuer, bei all dem herauskommen konnte. Und er durchschaute den Wahnsinn einer Forderung dieser Revolutionsbewegung: Ein vereinigtes Deutschland. Damals gab es in Deutschland 38 selbständige deutsche „Staaten“. Stirner war überzeugt, dass die Vereinigung Deutschlands ein Monster gebieren würde. Und er sollte Recht behalten. Ich stimme ihm 100 % zu. Die ersehnte Vereinigung Deutschlands, die dann schließlich im Jahre 1871 durch Kriege erlangt wurde, war die größte Katastrophe in der Geschichte unseres Landes, unseres Volkes.

Wenn ich das noch anfügen darf: Goethe war auch dieser Meinung. Für Goethe war Deutschland eine Kulturgemeinschaft. Das reichte ihm völlig. Die Vielfalt von Kultur in 38 selbständigen deutschen Staaten war ja geradezu die Grundlage der deutschen Kultur. Wir hatten eben nicht nur London oder Paris. Wir hatten das alles, etwas übertrieben, 38 mal. Genie fällt doch nicht vom Himmel.

Noch eine letzte Aussage von dem Herrn Max Stirner: Er sagte, es sei unmöglich vorherzusagen, wie der freie Mensch sich verhalten werde. Es habe diese Situation noch nie bisher in der Geschichte der Menschen gegeben. Auch dem stimme ich zu. Es hat ja offensichtlich bisher noch nie Demokratie auf Erden existiert. Max Stirner liegt auf einem Friedhof in Berlin begraben. Vielleicht besuchen Sie ihn einmal. Es ist ein einfaches Grab. Es braucht unbedingt ein paar Blumen.





Alle Menschen sind eben nicht gleich

Sie leben in Deutschland, unter etwa 82 Millionen Deutschen. Frage: Sind die alle einer Meinung, weil die doch alle Deutsche sind? Das ist eine unsinnige Frage, nicht wahr? Wie Sie in Coronazeiten gelernt haben, ist Deutschland eine zutiefst gespaltene Gesellschaft. Einige von Ihnen mögen versucht haben, den Anderen von Ihrer eigenen Meinung zu überzeugen und sind an der Zwecklosigkeit dieses Unterfangens verzweifelt. Lassen Sie es. Es ist in der Tat zwecklos. Nur ganz, ganz wenige Menschen sind in der Lage, eine andere, überlegene Meinung aufzunehmen und anzuerkennen. Wann ist Ihnen das das letzte Mal passiert? Wenn ein Mensch tatsächlich, von Einsicht gesegnet, seine eigene Meinung ändert, dann passiert das fast immer im stillen Kämmerlein, wenn der Mensch mit sich selbst redet. Ohne Angst. Im Zustand der Angst ist der Mensch leicht zu manipulieren. Die meisten Deutschen heute leben leider in der Angst. Klagen Sie daher diese Menschen nicht an, haben Sie Verständnis. Die können nicht anders. Und dann: Sobald die Revolution von der Straße verschwindet, werden sich hoffentlich mehr Leute trauen, mitzumachen. Seien Sie edel.

Es wird tiefgreifende Veränderungen in Deutschland geben. Die meisten Deutschen werden so gut wie möglich versuchen, ihr Leben wie bisher im Alltag fortzusetzen, ohne groß zu verfolgen, was da abläuft. Die meisten Deutschen werden auf die Regierung und deren offizielle Medien hören und denen glauben und vertrauen. Das ist nun einmal so. Sie und ich, wir werden das nicht ändern können. Man könnte sogar so weit gehen, zu sagen, dass diese Menschen, am Ende, nach unser aller vergeblichem Bemühen, letztendlich leider gestorben sind. Der Geist in ihnen ist tot. Lassen Sie die Toten ruhen.

Wenn Sie in Freiheit leben wollen, in einem selbstbestimmten Leben, dann wird das in Deutschland nicht mehr unter 82 Millionen möglich sein. Nicht auf absehbare Zeit. Sie werden sich tatsächlich von der Mehrzahl der Bürger trennen müssen. Wie viele das sein werden, ist momentan noch völlig offen. Sie und ich, die wir in Freiheit leben wollen, haben das Recht auf Erden, in Freiheit zu leben. Genauso wie die anderen das Recht haben, als Sklaven zu leben, wenn sie denn so wollen. Und es sollte genug Platz geben auf Erden, dass sich jeder seinen eigenen Wunsch erfüllen kann.

Nach der gescheiterten Revolution von 1848 wanderten Millionen Deutsche aus. Die meisten gingen nach Amerika. Das ist heutzutage keine Option mehr. Es gibt kein freies Land, in dem Sie noch einmal eine neue Gesellschaft, eine Alternative aufbauen können. Die Welt ist besiedelt. Und noch immer wurde das Paradies nicht entdeckt. Wir werden uns also auf Deutschland beschränken müssen.

Trost und Hoffnung im christlichen Glauben

Lassen Sie mich den ersten Teil schließen mit einem Plädoyer an die Pfarrer und Priester in Deutschland. Zitat:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun…“ (Johannes 14,12)
Liebe Pastoren und Priester, vor allem im Osten Deutschlands, wir brauchen euer aller Hilfe in dieser schweren Zeit. Wir brauchen offene Kirchen, in denen wir uns versammeln und beten können. Zu jeder Stunde.

Wenn es denn je eine Zeit gegeben hat, in der Gottes Kirche sich wieder mit den Menschen verbinden kann, dann ist das heute. Jetzt. Die Kirche besteht doch der Menschen wegen, nicht um ihrer selbst Willen. Sonst wird der Spruch demnächst Wahrheit werden, der da lautet: „Menschen ohne Gott, und Gott ohne Kirche.“ Daher also: Bitte öffnet die Kirchen. Und öffnet eure Herzen. Wir brauchen euch. Unsere Revolution ist eine Revolution des Geistes, der Liebe. Jesus Christus war ein Revolutionär. Leider ist die Botschaft der Liebe Jesu noch immer eine gefährliche Botschaft. Und dann: Unser aller Vorfahren schauen herab auf uns und beten für ein Gelingen. Und hoffen, dass wir es recht tun. Lasst uns nicht im Stich.

Anmerkung der Redaktion:

Die sanfteste, unblutigste aber wirkungsvollste Art einer Revolution wäre eine komplette Neuaufstellung des Finanz- und Wirtschaftssystems. Hin zu einem System, das wirklich dem Menschen dient. Einem System, das zuverlässig die Bildung von Kapitalmassen verhindert, mit denen wenige Kapitaleigner Macht über Regierungen ausüben. Diese erpressen und dominieren. Unvorstellbar? Nein! Mit dem Werk „Die humane Marktwirtschaft“ haben Peter Haisenko und Hubert von Brunn ein vollständig durchdachtes und von Grund auf neues Modell vorgestellt, dass all diese Forderungen Realität werden lassen kann. Volkswirtschaftler haben diesem Modell Funktionsfähigkeit bescheinigt. Allerdings mit dem Zusatz: „Das werden DIE niemals zulassen!“ Warum wohl? Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und bestellen Sie sich Ihr Exemplar „Die Humane Marktwirtschaft“ direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrer Buchhandlung.

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Wie man Revolution richtig macht (Teil 1)
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