Wer wollen, wer können wir sein?

von Jürgen

Es ist immer mal wieder die Rede davon, daß unser Wohl und Wehe davon abhinge, in welcher Staatsform wir leben würden und welche, durchaus unterschiedlichen Rechte, damit verbunden seien! Da greift man dann, all zu gerne, auf Staatsangehörigkeiten zurück, die Zugehörigkeiten und Zusammengehörigkeit sicherstellen sollen. Nur, ist dem so?

Eine homogene Gesellschaft hat ihren unbestreitbaren Vorteil, was sich, nicht zuletzt, aus den Nachteilen ableiten läßt, wenn dem eben nicht so ist. Wohl wahr! Aber, wird hier die Form nicht zu sehr überbewertet? Wenn nicht gar falsch gesetzt? Nehmen wir den Begriff der „Nation“, des „Nationalstaates“. Geschaffen von jenen, die ihn heute bekämpfen. (So nebenbei)

National ist, für mich, ein eher räumlicher Begriff. Und der nützt uns was? Hält sich, was ein Volk auszeichnet, an räumliche Grenzen? Beziehungsweise, verhindert diese Form der Abgrenzung die Durchdringung von außen? Wohl eher nicht! So wenig wie irgendeine Staatsform, in welches System auch immer gegossen!

Die Identität eines Volkes hängt nicht von seinen Grenzen ab; sowenig wie von seiner Staatsform!Ein Volk wird geprägt durch seine Gesinnung. Sein Denken, sein Fühlen, seine Wertmaßstäbe, seine Tugenden, seine Sittlichkeit, seinem Rechtsempfinden oder seinem, wie auch immer gearteten, Glauben!

Das allein ist es, was es zusammenhält!

Es ist daher ein Trugschluß größter Tragik, zu meinen, mit an der Form ändernden Maßnahmen irgendetwas verbessern zu können! Wenn mir die Suppe nicht gelingen will, was hilft es mir, nach einem anderen Topf zu greifen? Und wenn es nicht an den Zutaten liegt, was bleibt dann noch übrig? Genau, der Koch selbst!





Nun, wir haben, derzeit, sogar eine Köchin! Die es sich nicht nehmen läßt, Zutaten aus aller Herren Länder zu verwenden, die sich überhaupt gar nicht ergänzen wollen. Das Gericht auf dem Teller ist zwar optisch ansprechend, sprich bunt, will aber nicht so recht munden.

Die neuen „Rezepte“ scheitern an den selbstgewählten, oder auch fremdbestimmten, Ideen! Und damit wären wir wieder beim Thema!

Volk ist, eine Idee von Volk!

Es ist etwas, das Gemeinsamkeit befördert, Identität stiftet und da ist nichts, was beliebig hinzugefügt werden könnte! Und, eine Idee ist, per se, grenzenlos. Was gedacht, gedanklich geschaffen wird, kann weder eingefangen noch eingezäunt werden! (Sofern es die richtige ist … zugegebenermaßen)

Beschränken wir uns nicht geradezu selbst, indem wir uns einfangen lassen, in systemischen Schubladen, von wem auch immer vorgegeben? Gibt es keinen Begriff dafür, sich selbst leben zu können, ohne andere zu bedrängen und ohne sich dabei selbst einzugrenzen?

Vielleicht müssen wir da eine kleine Anleihe machen? Die Bibel spricht davon und viele Staaten heißen auch heute noch so. Es geht um den Reichsbegriff! „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!“ (Wilhelm Heinse). Oft bemüht, aber nicht umsonst! Ein Reich hat keine Grenzen! Es gilt überall da, wo seine Idee davon, zum Tragen kommt! Und da, wo mein Reich gilt, im Großen, wie im Kleinen, ist kein Platz für anderes.

Wir brauchen weder Staatsangehörige noch ein Staatsgebiet; weder Verfassung noch Friedensvertrag.

Lasst uns, reinen Herzens, Feindstaat sein! Wer hat mit wem Probleme? Und warum wohl? Es sollte uns zur Ehre gereichen! Und nicht zur Schande! Ich kann darüber, nur Lächeln!

Patriotisches Denken, der Heimatliebe verpflichtet, hört sich zwar auch gut an, ist aber auch nur der Gefühlsseite zuzuordnen, da eben emotional gebunden! „Blut und Boden“ sind keine guten Ratgeber, da auch wieder räumlich eingeschränkt und die Volksseele auf das Materielle reduzierend! Dabei sind wir doch so viel mehr!

Und das sollten wir auch versuchen zu bleiben! Auch wenn ein Großteil von uns es erst wieder erlernen muß! Wir brauchen keine „Demokratie“, die von Mehrheiten lebt. Wir leben aufgrund und durch unsere Überzeugung!

In diesem Sinne, Jürgen

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16 Kommentare

  1. "National ist für mich eher ein räumlicher Begriff".

    Irrtum.

    Nation ist eine große, meist geschlossen siedelnde Gesellschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur, die ein politisches Staatswesen bilden.

    Die Bezeichnung Nation wurde um 1400 ins Deutsche übernommen und kommt von lat. natio = Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, abgeleitet vom Verb nasci=geboren.

    Also nichts mit räumlich, sondern gesellschaftlich.

    " Wir brauchen weder eine Staatsangehörigkeit, noch ein Staatsgebiet, weder Verfassung noch Friedensvertrag".

    Aha, aber schon die Ur-Völker (Nationen) haben ihre Sippschaft durch Abgrenzung vor fremden Einflüssen geschützt. Das heißt, wer nicht zur "Nation"=Gesellschaft gehörte, wurde verjagdt. Das ist im Tierreich auch nicht anders, da heißt es eben Revier.

    Und was eine Verfassung betrifft, da fällt mir gleich die älteste ein: Die 10 Gebote. Du sollst nicht…… Ist das nicht auch eine Regel/Verfassung, die das gesellschaftliche Zusammenleben betrifft?

    Und Friedensverträge haben sogar schon die Indianer ausgehandelt, indem sie in ihren Zelten gemeinsam die Friedenspfeife geraucht haben.

    Die Gesellschaftsform und das Zusammenleben wie Du es Dir vorstellst, muß dann wahrscheinlich neu erfunden werden. Theorie und Praxis sind ein himmelweiter Unterschied. Und in der heutigen Zeit, wo die Nationen/Völker derart vermischt werden/sind, kann man nicht mehr aufgrund und durch unsere eigene Überzeugung leben. Dazu sind die gesellschaftlichen Unterschiede zu groß.

     

    • Angsthase,

       was Du anführst, schließe ich ja nicht aus! Und, im Großen und Ganzen, fühle ich mich, von Dir, eigentlich nicht sonderlich widersprochen!

       Aber, Du klammerst Dich, beinahe krampfhaft, an Definitionen. Was macht ein Volk aus? Eine allgemeinverbindliche Beschreibung, wie es zu sein hat (der Duden und die Juden lassen grüßen), mit festem Territorium und vorgegebenen Regeln? Braucht es das wirklich? Muß alles, von oben herab, in Stein gemeißelt sein?

       Unser Leben mag aus Gesetzen, Definitionen und Formalien bestehen; nur, ist es richtig so? Ist das der Sinn und Zweck unseres Daseins? Uns an Vorgaben zu halten, wo doch alles in uns steckt, aber (wohlweislich) nicht zugelassen wird?

       https://krisenfrei.com/recht-oder-gerechtigkeit/

      • Jürgen, ich halte mich nicht an Definitionen fest. Es war nur eine Erklärung, was Nation bedeutet.

        Wie soll denn eine Gesellschaft aussehen, in der nicht gewisse Grundregeln bestehen, um die Ordnung in dieser Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Sonst herrscht doch Anarchie. Solche Regeln müssen ja nicht einmal festgeschrieben sein, sie ergeben sich zwangsläufig aus dem Zusammenleben. Da wird sich Recht und Unrecht selbst rauskristallisieren. Bildet sich nicht überall eine gewisse Hierachie unter allen Lebewesen der Erde aus? Egal, ob Fauna oder Flora, Du kannst es überall sehen. Ist das die natürliche Ordnung, damit das Leben auf dem Planeten funktioniert? Wo kommt diese Ordnung her?

        •  Nun, es besteht ein Unterschied, zwischen Hierarchie und (auch natürlicher) Ordnung …

           Davon abgesehen, wozu brachte man uns eine Lehre von Schuld? Wozu geschriebene Gesetze? Warum grenzte man uns ein? In eben diesen Nationalstaaten?

           

          • Vielleicht haben wir uns ja alle mal irgendwann zum Schutz selbst eingegrenzt. So wie das kleine gallische Dorf.

            Komischerweise hat Schengen ja auch gut funktioniert, trotz unterschiedlicher Nationen. Allerdings sieht man ja an der jetzigen Situation, dass Eingrenzen sogar (über)lebenswichtig sein kann. Uns hat man den Schutz mutwillig genommen.

            •  Na siehste, nationale Grenzen schützen vor gar nichts! Und ebenso der Nationalstaat nicht! Zumindest nicht dem Namen nach, solange er nicht mit dem entsprechenden Inhalt gefüllt ist! 🙂

               Freilich, ein jeder (unser Ich) grenzt sich ab, oder läßt zu! Es gibt auch ein kollektives Ich, das ist allerdings nicht mehr unser Eigenes. Nur deshalb konnte es geschehen! …

  2. "Hält sich, was ein Volk auszeichnet, an räumliche Grenzen?"  Ich glaube eher nicht, man bedenke die Juden oder Türken oder Chinesen, die in ihrer ganzen Geschichte sich nie mit anderen Völkern gemischt haben.  Die Deutschen in gewissem Sinne ebenfalls nicht, weil sie weit bis in den Osten vereinzelte Städte bildeten.  Dorpat war die weiteste östliche deutsche Universität.

    "Nun, wir haben, derzeit, sogar eine Köchin", die jedoch tatsächlich eine Giftmischerin ist, wie die Getsche Gottfried (den Engel von Bremen) und Merkel heißt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gesche_Gottfried

    "Stattdessen betont /der Verteidiger Voget, dass Gesche Gottfried einen inneren Drang zu Giftmorden verspürt habe. Er stützt sich dabei auf Gottfrieds eigene Aussagen, vor allem bei den späteren Morden einen Drang zum Töten verspürt zu haben. Die Anklage interpretierte diese Schilderungen seinerzeit als ein Bedürfnis Gottfrieds, die Kontrolle über das Leben ihrer Opfer zu haben."

    Die Juden leben seit ewigen Zeiten in der Diaspora und haben jetzt Israel nur gegründet, um mit einem festen homogenen Staat und zahlreichen weltweiten Gemeinden andere Völker mittels mulitlateraler Organisationen  in die Zwickmühle nehmen zu können.

    http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Wirsing_Palaestina_II_b.pdf

    Ein Volk lebt somit von seinem Geist und seiner Seele und damit einhergehend von einer Mission.  Nach zwei verlorenen Kriegen haben die Deutschen endlich einmal aus den Kriegen herauskommen wollen, haben das Angebot des Tanzes um das goldene Kalb akzeptiert, mit dem Gegengeschäft beliebige Geschichtslügen anzuerkennen, sich also seelisch verunreinigen  lassen – um damit ihren seelisch-geistigen Untgergang langfristig gutgeheißen.
    Die Strategie der Deutschland-Hasser, die heute noch im Rundfunk täglich weiter hetzen, war perfide.  Was sagte die Pythia zu den Spartanern, was ihrem Staat schaden könnte?  "Reichtum, nur Reichtum allein, kann Sparta verderben!"

    Wenn es einge göttliche Gerechtigkeit geben sollte, werden die Deutschen schwer bestraft werden, daß sie einen Mann, wie Rudolf Heß, der die höchsten Würden des Dritten Reichs verschmähte, sich selbst opferte, um einen Krieg zu beenden und deswegen eigenmächtig nach England flog, aus "Dankbarkeit" für den Rest seines Lebens im Gefängnis saß und mit 93 Jahren entweder ermordet wurde oder Selbstmord beging.  Das Blut dieses Mannes hängt an unserem Hals!!!
    Und die evangelische Kirche war noch stolz darauf, daß die Verlängerung der Grabes versäumt wurde, so daß sie das Grab dieses Märtyrers aufheben konnte!

      •  Mit dem kleinen Unterschied, daß die Opfer Merkels zwar noch leben, aber politisch tot sind, und zwar mausetot! Der Herr Merz kann es bezeugen!

         " … und damit ihren seelisch-geistigen Untergang langfristig gutgeheißen."

         Nun, wer wollte dem widersprechen? Man sollte allerdings zugute halten, daß es nachvollziehbare Bedürfnisse gibt, die auch ein ganzes Volk betreffen können? Deine Einleitung dazu, steht selbstredend dafür.

         Was Rudolf Hess betrifft; das scheint mir allerdings eine rein persönliche, wenn nicht gar, emotionale Betrachtung zu sein! 🙂 Kann man ein "dummes", weil sich "ergeben habenes" Volk dafür verdammen? Die Gründe dafür kennen wir doch!?

        • Es hat mich schon zu Lebzeiten von Heß empört, daß man jemand, der effektiv für den Frieden ein großes persönliches Opfer auf sich nimmt, dafür bestraft und in einem Kerker ewig versauern läßt.  Ich habe damals mehrfach für einen Hilfsverein-Heß Geld gespendet.  Später hieß es immer, die Sowjets hätten die Begnadigung abgelehnt, aber ich glaube heute eher, daß zionistische Kreise es im Interesse der Sympathie für Israel nötig hielten, die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg möglichst lange am Leben zu halten.  Ich meine jedenfalls, daß die Deutschen für ihre diesbezügliche Gleichgültigkeit eine Strafe verdient haben;  denn wer nicht mehr zwischen gut und böse unterscheiden kann und gegenüber dem Guten indifferent ist, muß bestraft werden, damit das Gute nicht verloren geht.

          Die Spandauer Zitadelle wurde nach seiner Ermordung sofort abgerissen, um ein Mahnmal des "westlichen" Satanismus gleich verschwinden zu lassen.  A propos: Ob Satanismus im Falle Notre Dame am Werke war, müßte noch näher überprüft werden, denn die  Nationalzeitung vom 26. April 2019 schreibt:  "Benjamin Mouton findet nicht nur die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Feuers "unbegreiflich".  Alte Eiche brenne nicht so einfach.  Mouton war von 2000 bis 2013 Chefarchitekt der Kathedrale Notre-Dame.  … von 1998 bis 2013 Generalinspekteur für die historischen Monumente in Paris, Ritter der Ehrenlegion usw."

          • JürgenII,

            was ND betrifft, gibt es Gerüchte im Netz, dass sie einige Tage vor Ostern angezündet wurde, um eben ein satanistisches "Event" an Ostern mit vielen Opfern (wie 9/11) zu verhindern. Im Untergrund von ND soll es auch okkulte Rituale gegeben haben. Keine Ahnung, ob da was dran ist. Zuzutrauen ist den Satanisten alles.

          •  " … denn wer nicht mehr zwischen gut und böse unterscheiden kann und gegenüber dem Guten indifferent ist, …"

            Ist das jetzt nicht Anklage und Entschuldigung zugleich? 🙂

             Also, wer ist denn jetzt haftbar zu machen? Ein ver(w)irrtes Volk, oder jene, die auch den Daumen daraufgehalten haben?

             Man kann auch versuchen, einem Schwachsinnigen zu erklären, was Freud, Adler und Jung unterscheidet? Wie also jemanden bestrafen wollen, der nicht mal versteht, um was es eigentlich geht? Sie sind halt, schwach im Sinne!

      • Satanische Kräfte beherrschen die Welt;  denn gerade die Deutschen, die vor allen anderen Nationen am Ersten und Zweiten Weltkrieg vergleichsweise unschuldig waren, wurden für jedes und alles verantwortlich gemacht, mit Schuld überhäuft, wie man ein gefangenes Tier ohne Skrupel quälen kann, um ihr natürlich ehrliches Wesen, was schon von Tacitus bis Henry Ford gerühmt wird, auszurotten und sie vor ihrem Aussterben noch gründlich auszubeuten.

        • JürgenII,

          so schnell sterben wir nicht aus, es sei denn, die "Neubürger" fallen irgendwann über uns in Massen her. Dann sieht es allerdings recht duster aus.

  3. An Angsthase und alle anderen,

     bei meinen Ausführungen hatte ich natürlich die Merkelsche Grenzöffnung im Hinterkopf. Und daß willkürlich gezogene Grenzen, wie so manch andere Gebietsaufteilungen, vor gar nichts schützen!

     Unser eigentliches Problem ist freilich, daß da, wo alle Staatsvorraussetzungen gegeben wären, es nie so weit gekommen wäre. Insofern könnte ich ja auch noch damit leben! Aber, davon sind wir Deutsche weit entfernt! Ideologie kennt halt keine Grenzen, auch keine nationalen. Da wir eh nicht Herr im eigenen Hause sind, nützt uns das Geschwafel von Nationen was?

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