Wer ist Freund, wer ist Feind?

Wer erinnert sich noch an den Spruch weitsichtiger Nato-Mitarbeiter mitten im Kalten Krieg: „Die Amis können problemlos bis zum letzten Deutschen gegen die Russen kämpfen“? Heute sind wir wieder soweit.

Ständig trommeln Medien und Politiker auf uns Deutsche ein, sich der transatlantischen Strategie gegen das „aggressive“ Rußland anzuschließen. Dabei weiß jeder, die US-amerikanische Provokation gegen Rußland ist eine hochernste Angelegenheit und sie könnte sogar tödlich werden.

Rußland hat dicht an seiner Westgrenze taktische Atomraketen vom Typ SS-26 stationiert, weit vorn an der Grenze zu Polen. Käme es zum Konflikt, müßte Rußland diese Raketen im Erstschlag einsetzen, oder man liefe Gefahr, die Waffen an den Gegner zu verlieren.

Berlin aber unterstützt die Junta in Kiew und die Amerikaner beim Zündeln an der russischen Westgrenze. Die Frage sei erlaubt, ob unsere Regierung in Berlin noch ganz bei Verstand ist. Will man die Deutschen in einen bewaffneten Konflikt hineinziehen?

In diesem Jahr wird eine „Nato-Speerspitze“ aufgebaut – unter deutscher Führung. Man hat ursprünglich behauptet, die Speerspitze („Very High Readiness Joint Task Force“ – VJTF) werde zum Schutz der baltischen Staaten und Polens errichtet, um diesen Ländern die Furcht vor einem Angriff Rußlands zu nehmen. Tatsächlich wird diese Einrichtung dicht an den Grenzen zu Rußland stationiert und damit zu einer Offensivposition. (so am 6. Febr. 2015 auf german-foreign-policy.com).

Unter diesem Vorzeichen bekommt die fortgesetzte Diffamierung Rußlands und die einseitige Darstellung der Ereignisse in der Ostukraine ein völlig andere Bedeutung.

Die Bundeswehr spielt eine Schlüsselrolle bei der gegenwärtigen Umstrukturierung der NATO-Eingreiftruppe. Zwar haben die Deutschen bei möglichen Aktionen der sogenannten Speerspitze nichts zu melden, das erledigen unsere amerikanischen Freunde, aber niemand in Berlin fragt danach, ob die Rolle der Deutschen in dieser auf Aggression angelegten Einrichtung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

„Trident Juncture“ wird in der Zeit vom 28. September bis zum 6. November dieses Jahres an mehreren Orten in Portugal, Spanien und Italien stattfinden; vorgesehen ist die Beteiligung von rund 25.000 Soldaten. Wie das US-Militär erklärt, handele es sich um das „größte Manöver seit dem Fall der Berliner Mauer“, mit dem das westliche Militärbündnis das Ziel verfolge, der Welt die Fähigkeiten seiner unter der Bezeichnung „NATO Response Force“ firmierenden schnellen Eingreiftruppe „deutlich sichtbar“ zu machen. Deren „Speerspitze“ bilden in erster Linie Angehörige der Bundeswehr.

Kern des deutschen VJTF-Anteils ist das im sächsischen Marienberg stationierte Panzergrenadierbataillon 371, das in diesem Jahr auch den deutschen Gefechtsverband der NATO Response Force stellt. Die zur Panzergrenadierbrigade 37 zählende Truppe wird zur Zeit mit modernsten Waffensystemen ausgerüstet, darunter Schützenpanzer vom Typ „Marder“, Panzerspähwagen vom Typ „Fennek“, gepanzerte Transportfahrzeuge vom Typ „Boxer“, Spionagedrohnen und Nachtsichtgeräte. Wie der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, unlängst anlässlich eines Besuchs beim Panzergrenadierbataillon 371 erklärte, sei geplant, dass die Einheit „ab Anfang April innerhalb von fünf bis sieben Tagen marschieren kann“. Die Panzergrenadierbrigade 37 nimmt unterdessen für sich in Anspruch, auf „alle Einsatzspektren“ vorbereitet zu sein. Neben klassischen militärischen Kampfhandlungen fielen darunter auch das Ausforschen von Zivilisten im Kriegsgebiet („Gesprächsaufklärung“), das Absperren von Straßen und „Anschlagsorte(n)“ sowie die Auflösung von Demonstrationen, heißt es bei german-foreign-policy.com.

Niemanden in Berlin scheint zu interessieren, daß das russische Raktetenarsenal im Kriegsfall mehr als nur die US-Stützpunkte in der BRD zertrümmern würde. Die Deutschen sollen nicht nur ausgeplündert werden, wie in diesem Buch dargelegt, den Deutschen droht nun auch noch die totale Vernichtung. Wer das Buch kostengünstig lesen möchte: es ist auch als e-book direkt beim Verlag oder sonst im Netz erhältlich.

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