Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

Tageskommentar von Michael Winkler

30. August 2014

Ich hatte bisher auch nicht gewußt, daß der Begriff „Neu-Rußland“ für die Ostukraine aus der Zarenzeit stammt. Die Russen haben das Gebiet damals von den Türken befreit und sich die Krim gesichert. Jetzt muß die Volksarmee Neurußlands die ukrainischen Invasoren abwehren. Rußlands Präsident Putin gestattet es russischen Freiwilligen, ihren Landsleuten gegen die Aggression des Jazenjuden und des Kleptokraten Poroschenko zu helfen. Er hat die Volksarmee außerdem gebeten, gegenüber den Ukrainern, die ein verantwortungsloses Regime zum Militärdienst gepreßt hat, Milde zu zeigen. So sie die Waffen niederlegen, dürfen sie unbehelligt aus den Gebieten abziehen, in denen sie zur Zeit hilflos eingekesselt sind und bei weiterem sinnlosen Widerstand Gefahr laufen, zu Tode zu kommen.

Das Einzige, was der Westen zu bieten hat, sind neue Sanktionen gegen Rußland. Der Westen hat eine beispiellose Hetzkampagne vom Zaun gebrochen. Der Westen hat geschwiegen, hat es mit wohlwollender Billigung hingenommen, daß die Rebellen in Kiew einen Krieg gegen das eigene Volk begonnen haben, daß sie Zivilisten, Alte, Frauen und Kinder, bombardieren, ihre Häuser zerstören, sie vertreiben und sie dem Hunger überantworten. Ob es sich um den obersten Kriegsherrn in Washington handelt oder um sein beißwütiges Schoßhündchen Merkel, keiner hat je ein gutes Wort für die Zivilisten eingelegt. Putin hingegen hat die Größe, sogar für Soldaten um Gnade zu bitten. Wer also achtet die Menschenrechte? Wer tritt für Frieden und Versöhnung ein?

Der Krieg in der Ukraine wurde ganz allein vom Westen begonnen. Der Westen hat die demokratisch gewählte Regierung gestürzt, der Westen hat mit Milliardenbeträgen die Rebellen unterstützt, die Mordschützen des Maidan ebenso wie die Mordbrenner in Odessa. Angela Merkels Konrad-Adenauer-Stiftung hat dazu ihren Beitrag geleistet, an dieser Partei-Institution klebt nun das Blut unschuldiger Opfer.

Die Amerikaner präsentieren jetzt Satelliten-Aufnahmen russischer Marschkolonnen in der Ukraine. Dabei gibt es ein Problem, das ich gerne auf Amerikaans formuliere: If you fool me once, shame on you. If you fool me twice, shame on me. Das ist das Gegenstück zu deutschen Sprichwort: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Die Amerikaner lügen am laufenden Band. Da gab es einmal wunderbare Satellitenaufnahmen irakischer Massenvernichtungswaffen, gruselige Erzählungen über Frühchen, die aus Brutkästen gerissen worden sind, angegriffene Schiffe im Golf von Tonkin… Und die größte aller bisher aufgedeckten Lügen waren drei Hochhäuser in New York, die angeblich mit zwei Flugzeugen versenkt worden sind.

Ich halte Putin nicht für einen Engel, auch nicht für einen Messias. Ich halte ihn aber für einen Russen, der für Rußland russische Politik betreibt. Er tut dies so ehrlich und rücksichtsvoll, wie das der Regierende einer Großmacht überhaupt nur sein kann. Ohne Putin hätte es bereits geknallt, ohne Putin hätten wir womöglich schon Krieg in Europa. Merkeldeutsche Politiker erscheinen gegen Putin bestenfalls als Gartenzwerge, schlimmstenfalls jedoch als Volks- und Landesverräter.

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