Weiß Berlin seit Merkel nichts mehr von der Londoner Außenpolitik?

Weiß Berlin seit Merkel nichts mehr von der Londoner Außenpolitik?Von Reinhard Leube (anderwelt)

Die Ost-Ausdehnung der NATO und der daraus seit 2022 resultierende Präventivkrieg im Osten der Ukraine im unmittelbaren Vorfeld Russlands ist beim Blick auf die langfristige Außenpolitik des British Empire als die späte Realisierung der „Operation Unthinkable“ aus dem Jahr 1945 zu verstehen, die damals fallengelassen wurde wie eine heiße Kartoffel.

„Undenkbar“ war es 1945 für einfache Briten und die anderen Völker auf dem Kontinent, dass Großbritannien die Sowjetunion plattmachen wollte, die den größten Beitrag zur Befreiung Europas von den deutschen und italienischen Truppen geleistet hatte. Die oben genannte Schlussfolgerung resultiert aus mehreren Beobachtungen.

Vom ersten Tag des russischen Präventivschlages an bezogen sich unsere einseitigen Medien ARD, ZDF und das Einheitsradio auf Informationen des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 und nicht auf die CIA oder vielleicht den BND. Ein britischer Premier hat die Unterzeichnung eines Friedensabkommens vor vier Jahren verhindert und die militärischen Scharfmacher sitzen vor allem in London. Das wurde mit dem Amtsantritt von Donald Trump noch deutlicher. Es wird ja niemand den Eindruck haben, dass das besetzte Deutschland mehr als eine Vasallenrolle spielt und Frankreich lief auch im Vorfeld der beiden Weltkriege schon in der von der Londoner Außenpolitik hinterlassenen Schleimspur, statt sich mit den Mächten auf dem Kontinent gegen Hitler abzusichern. Das ist ihnen nun schon zwei Mal ganz schlecht bekommen. Aber man kann sich auch drei Mal nach dem gleichen Muster blaue Augen abholen.

Im Oktober 2024 schloss London mit Berlin ein Militärabkommen – zusätzlich zum und neben dem Nato-Bündnis. Das zahlt sich jetzt aus, wenn der neue amerikanische Präsident dabei bleiben sollte, dass er endlich ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland erreichen will. Das Letzte, was London will, ist Frieden vor dem endgültigen Abräumen des ehemaligen Zarenreiches. Der nächste Baustein, der die Lücke zwischen dem Ende des Kalten Krieges und 2022 schließt, ist die Wühltätigkeit des MI6 beziehungsweise des British Council in Ost-Europa einschließlich der Ukraine, die gleich in den frühen 1990er Jahren begann. Seitdem fischten die Briten nach geeigneten Kontaktleuten in der Ukraine, damit sie nicht wieder, wie nach 1945 und fast bis 1990, im Wesentlichen auf den BND angewiesen sind.

Jetzt stellen sich zwei große Fragen: Warum haben die Briten 1945 ihre „Operation Unthinkable“ gegen Russland abgeblasen und warum blieb es in Europa bis nach dem Ende der Teilung Deutschlands so friedlich? 

Zur Beantwortung der ersten Frage zitiere ich (mit leichten Ergänzungen) aus dem siebenten Band meiner Serie zu den Gründen und Hintergründen von Ereignissen der jüngsten deutschen Geschichte, der unter dem Titel „Ende und Anfang“ erschien. Versetzen wir uns in den Mai 1945, unmittelbar nach dem Sieg der Alliierten über das zuletzt von Hitler regierte Deutsche Reich:

„Für die Londoner Außenpolitik ist die Kapitulation Deutschlands nichts als ein Etappensieg. Seitdem die englischen Truppen jene der Deutschen nicht mehr zu fürchten brauchen, arbeiten sie an der Themse emsig am Plan für die Eroberung des unendlich rohstoffreichen Russlands. Ausgerechnet am 22. Mai 1945, dem Tag, ab dem Reinhard Gehlen die Amerikaner mit überhöhten und gefälschten Daten zu den militärischen Möglichkeiten der sowjetischen bzw. russischen Streitkräfte abfüttert, übergibt der Chief of Staff, Lieutenant general  Sir Hastings Lionel Ismay die Ausarbeitung für die Operation Unthinkable oder auf Deutsch die Operation Undenkbar an den Premier Winston Churchill. Vielleicht erinnern Sie sich ja noch daran, wie London schon während des Ersten Weltkrieges von 1914 bis ’18 darum bemüht war, das aufstrebende Reich der Zaren im revolutionären Chaos versinken zu lassen. Als Termin für den Angriff wird der 1. Juli 1945 festgelegt. Am 8. Juni wird er ergänzt – aber am 1. Juli rollt die Kriegsmaschine nicht zurück in die Sowjetunion.

Andererseits wird der Plan nicht gleich fallen gelassen; am 11. Juli wird er noch einmal ergänzt. Geplant ist der Einsatz von britischen und US-Truppen. Die Einbeziehung der Amerikaner dürfte dem Plan schließlich auch den Garaus machen, denn die führenden amerikanischen Militärs werden in diesen Monaten weiter von den Kollegen Gehlens in Sachen vorhandene militärische Möglichkeiten der Sowjets gebrieft. Wegen der hohen zahlenmäßigen Überlegenheit der Roten Armee beabsichtigt man die Wiederbewaffnung von etwa 100.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht. In Schleswig-Holstein und in Süddänemark lösen die Briten die Wehrmachteinheiten gar nicht erst auf, sondern lassen sie kampfbereit. Schon am Ende des Monats Mai 1945 weist das Hauptquartier des Oberkommandos der Roten Armee Marschall Georgi Konstantinowitsch Shukow darauf hin, dass die Briten einen Angriff unter Einsatz von Einheiten der Wehrmacht planen. Da ist der Überraschungseffekt auch schon verpufft. Aber das trägt sein Teil dazu bei, dass die Alliierten über kurz oder lang nicht mehr alliiert sein werden.“

Ende des Zitats aus Ende und Anfang. Besagter General Ismay wurde 1952 übrigens der erste Generalsekretär der NATO und damit ist das letztliche Ziel dieses Bundes über die Jahrzehnte hinweg relativ offensichtlich.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Geheimdienstleute um Reinhard Gehlen und die Bundesregierungen von 1949 bis 1990 haben Deutschland und Europa über den von ihnen inszenierten Kalten Krieg heiße Kriege wie später in Jugoslawien, Georgien oder jetzt in der Ukraine bis 1990 vom Hals gehalten. Ich wäre der Letzte, der sich darüber wundert, warum die professionell bezahlten Geschichtsprofessoren ihr Wissen darüber nicht auf dem Markt ausbreiten. Decken Sie sich mit spannender und lebensnaher Lektüre ein und lesen Sie die Bücher von Reinhard Leube aus dem Münchener Anderwelt Verlag.

Was hätte man damals über den sagenumwobenen Reinhard Gehlen wissen müssen? Und wie kommt man an relevante Krümel heran? In den Geheimdiensten vermutet man ja immer die Superhirne. So in der Art von 007 Bond, James Bond. Gut, die CIA ist lediglich für Folter, Mord und Totschlag bekannt, für Attentate und Staatsstreiche. Das ist eher so das Niveau von verwahrlosten jungen Leuten aus einem Problemviertel in den USA, die andere auf dem Schulhof ohne Sinn und Verstand totschlagen können. Aber nehmen wir einmal an, so ein Geheimdienstler arbeitet wirklich wissenschaftlich.

Bei den ausländischen Vertretern dieser Innung würde es mich schon interessieren, ob sie die Lebenserinnerungen des ersten Chefs des westdeutschen Bundesnachrichtendienstes Reinhard Gehlen gelesen haben, die er Anfang der 1970er Jahre veröffentlicht hat. Ich gehe ernstlich davon aus, dass das keine der relevanten Personen getan hat. Was sollte da auch drinstehen? Da schreibt doch kein Geheimdienstchef irgendwelche Geheimnisse rein. Außerdem waren die Amis doch mit so vielen eigenen Geheimdienstleuten in West-Europa unterwegs und wussten schon alles, was sie wissen mussten. So stelle ich mir jedenfalls die Denkweise bei den amerikanischen Supermännern vor. Aber nach dem Ende der Diktatur in der Black Box Germany waren die Ausländer darauf angewiesen, was man ihnen über das Vorleben der einzelnen Akteure unterjubelte.

Raffiniert ist, dass die dicke Schwarte von Reinhard Gehlen nach seiner Pensionierung geschrieben wurde, der zwar zum engsten Kreis der Verschwörer für einen Staatsstreich gegen Hitler gehörte, sich jedoch nach dem Ende des Weltkrieges auf einmal als Alt-Nazi anbieten ließ, eine dicke Schwarte also, die mit militärischen Landkarten und Bildern von Männern in Uniformen im ersten Drittel den Eindruck erweckt, als wolle ein alter Mann nachträglich den Zweiten Weltkrieg gewinnen und in dem die letzten Kapitel abgedroschene Titel tragen wie: Sowjetische Politik und kommunistische Ideologie, Weltkommunistische Aktivität und Infiltration sowie 25 Jahre sowjetischer Machtpolitik und ihre Folgen. Da sollte gar keiner reinschauen. Es war absehbar, dass dieses Buch nur von Leuten gelesen wurde, die längst jenseits von Gut und Böse waren, um es mit Friedrich Nietzsche zu sagen, ein Buch, das den Neuen Menschen in der Bundesrepublik nur ein verständnisloses Kopfschütteln entlocken konnte. So hatte Gehlen etwas Autobiografisches geschrieben, seinen irreführenden schlechten Ruf gefestigt und die allseitige Entwicklung Neuer Menschen durch Abschreckung vom Bösen gefördert.

Doch in der Mitte würde ein schmerzfreier, geduldiger Leser ein paar zig Seiten finden, die es in sich haben. Dort platzt er damit heraus, dass ihm der Plan des britischen Premierministers Winston Churchill vom Anfang des Jahres 1945 bekannt war, nach dem dieser englische Truppen zusammen mit den übriggebliebenen deutschen Soldaten noch einmal zurück in die Sowjetunion schicken wollte, um dieses Land ebenfalls noch zu zerstören. Auf diese Art hätten sich die Russen und die Deutschen ultimativ gegenseitig abgeschlachtet. Die Ausschaltung der wirtschaftlichen Konkurrenten des British Empire war ja schon seit 1904 das große Ziel der englischen Außenpolitik. Lesen Sie ruhig den ersten Band meiner Serie: „Londoner Außenpolitik und Adolf Hitler

Dort finden Sie vermutlich mehr Quellen als Sie in den letzten Jahren insgesamt in der Hand hatten. Diese Aktion für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sie in London auf „Operation Unthinkable“ getauft und damals wie heute weiß jeder, der bis drei zählen kann, dass ein weiterer Krieg Deutschlands gegen Russland undenkbar ist, weil er Deutschland nach menschlichem Ermessen endgültig auslöschen muss. In London hingegen unterlag die „Operation Unthinkable“ höchster Geheimhaltung und wurde erst Mitte der 1990er Jahre – fünfzig Jahre nach dem Kriegsende – publik gemacht. Bei Gehlen hätte man es früher gefunden, wenn man nicht neunmalklug gewesen wäre und alles schon vor dem Lesen gewusst hätte.

Wenn wir nun schon in die Mitte der 1990er Jahre gesprungen sind, bleiben wir auch gleich da, denn zu der Zeit begannen die Vorbereitungen für die Ausdehnung der NATO in Richtung der Grenzen Russlands. Das in zwei Militärblöcke aufgeteilte Deutschland war ja nun nicht mehr im Wege. Das ging in mehreren Wellen vor sich und jedes Mal hat Moskau zähneknirschend hingenommen, was geschah, doch es wurde immer und immer wieder gewarnt, dass eine Einbeziehung der Ukraine die rote Linie überschreiten würde. An dieser Stelle spielt es überhaupt keine Rolle, welche Argumente Sie bei der Hand haben, um die Einbeziehung der Ukraine in das friedlichste Kriegsbündnis der Welt zu rechtfertigen. Hier zählen die realen Kräfteverhältnisse und die reale Interessenlage aller Beteiligten. So konnte Russland notfalls mit militärischer Gewalt eine Überschreitung der roten Linie für seine eigene Sicherheit abstrafen und die Amerikaner haben ein Interesse daran, dass ihr eigener Boden nicht von fremden Waffen getroffen werden darf. Damit war immer klar, dass die Unterstützung durch die Amerikaner nicht mit letztem Einsatz vorgesehen war.

Das bedeutet, dass sich der Vabanque-Spieler Selenskij in seinem Wolkenkuckucksheim auf den Westen und speziell auf die USA verlassen und damit die Menschen in der Ukraine einem Vernichtungskrieg ausgesetzt hat. Kein Wunder, dass Selenskij auch immer wieder versucht, uns alle in einen Weltkrieg zu verwickeln. Seine Auftraggeber der Endzeitsekte Chabad Lubawitsch lassen grüßen. Bevor Sie sich künstlich aufregen: Das ist eine Sekte, die aus Extremisten besteht. Daraus lassen sich keine Schlüsse auf die vielen anderen Juden ziehen. Das würden Sie bei Gruppen von Extremisten in anderen Völkern auch nicht tun und schon bei den Christen gibt es genug davon. Es wird oft mit dem Vorwurf gearbeitet, „die anderen“ würden nicht differenzieren. Ich aber sage Euch: Die Leute, die in diesem Kontext jedes Mal mit Pauschalvorwürfen um sich werfen, differenzieren selbst nicht. Totschlagargumente sind dafür aber auch nicht geeignet.

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1 Kommentar

  1. Es ist erstaunlich, wieviele deutsche Verräter es gibt, von den aktuellen ganz zu schweigen. Ich habe früher einige berühmte Verräter gesammelt, denen der Verrat normalerweise nicht geschadet hat. Auf deutscher Seite sind da Richard Sorge und der Bilderberger Hans-Heinrich Herwarth von Bittenfeld.

    https://web.archive.org/web/20190717212748/http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2351

    Letzerer verriet eine Menge deutscher Pläne, obwohl er genau wußte, daß Hitler zum Krieg gegen Stalin von Roosevelt und Churchill gezwungen worden war.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Heinrich_Herwarth_von_Bittenfeld#Geheimnisverrat_1939%E2%80%9341

    „Er betrieb nach eigenen Aussagen Hochverrat, indem er 1939 seine alliierten Freunde über den Hitler-Stalin-Pakt und dessen geheimes Zusatzprotokoll unterrichtete.[2] 1940/41 stand er in Berlin in Verbindung mit den US-Diplomaten George F. Kennan, Alexander Kirk, Charles und Avis Bohlen und mit Handelsattaché Samuel E. Woods.[3] Herwarth sprach z. B. mit Woods unter konspirativen Bedingungen in einem abgedunkelten Kino.[4] Bei einer Moskau-Reise im Herbst 1940 traf er in Moskau den US-Diplomaten Charles Thayer und den britischen Diplomaten John Russel.[5] Offensichtlich verriet er den Amerikanern und Briten bei diesen Gelegenheiten die ihm bekannten Angriffspläne Hitlers auf die Sowjetunion, von denen er durch seinen Vetter Bernhard von Loßberg im Wehrmachtsführungsstab wusste.[6] Im Herbst 1940 verriet Bittenfeld alias „Johnny“ auch die geheimen Angriffsplanungen der Wehrmacht auf die Sowjetunion an die Alliierten[7] und leistete somit Beiträge zur Sabotage der nationalsozialistischen Kriegsanstrengungen durch deutsche Spitzenbeamten.

    Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Herwarth 1939 zur Wehrmacht eingezogen. Wegen einer jüdischen Großmutter (Julia von Herwarth geb. Haber) waren seine Karriereaussichten als „jüdischer Mischling zweiten Grades“ eingeschränkt, er wurde jedoch im Laufe des Krieges von Hitler von der Anwendung der Nürnberger Gesetze ausgenommen.“

    Was micht jedoch heute geradezu umhaute, ist die Mitteilung Reinhard Gehlens, daß der engste Mitarbeiter Hitlers, Martin Bormann, während des Kriegs als Verräter die Sowjetunion informierte und nach dem Krieg auch in dieser gestorben ist

    Reinhard Gehlen, Der Dienst, 1942 – 1971, Mainz 1971

    S. 47:

    „In einem längeren Gespräch kamen Canaris und ich zu der Überzeugung, daß die Sowjets in der deutschen obersten Führung über eine gut orientierte Nachrichtenquelle verfügen mußten. Wiederholt stellten wir unabhängig voneinander fest, daß der Feind in kürzester Zeit über Vorgänge und Erwägungen, die auf deutscher Seite an der Spitze angestellt wurden, bis ins einzelne unterrichtet war.

    Ich will an dieser Stelle mein langes Schweigen um ein Geheimnis brechen, das – von sowjetischer Seite aufs sorgfältigste gehütet – den Schlüssel zu einem der rätselhaftesten Fälle unseres Jahrhunderts in sich birgt. Es ist die verhängnisvolle Rolle, die Hitlers engster Vertrauter, Martin Bormann, in den letzten Kriegsjahren und danach gespielt hat.

    Als prominentester Informant und Berater der Sowjets arbeitete er für den Gegner schon zu Beginn des Rußlandfeldzuges. Unabhängig voneinander ermittelten wir die Tatsache, daß Bormann über die einzige unkontrollierte Funkstation verfügte. Wir waren uns aber darüber einig, daß ein gezielter Ansatz zur Überwachung des neben Hitler mächtigsten Mannes in der national- sozialistischen Hierarchie zu diesem Zeitpunkt so gut wie ausgeschlossen war. Jede Unvorsichtigkeit hätte das Ende der Nachforschungen und auch unser Ende bedeutet. Canaris hat mir seine Verdachtsmomente, Vermutungen und Feststellungen über die Motive der Verrätertätigkeit Bormanns geschildert. Er schloß Möglichkeiten zur Erpressung Bormanns nicht aus, sah aber die wahrscheinlichen Beweggründe eher in den von maßlosem Ehrgeiz und Komplexen gegenüber seiner Umgebung begründeten und letztlich nicht befriedigten Ambitionen des Reichsleiters, eines Tages Hitlers Position einzunehmen. Wie geschickt Bormann seine großen Rivalen Göring und Goebbels abwechselnd bei Hitler in Mißkredit brachte, ist uns inzwischen bekannt. Meine eigenen Feststellungen konnten erst einsetzen, als nach 1946 für mich Möglichkeiten bestanden, die mysteriösen Umstände der Flucht Bormanns aus Hitlers Bunker in Berlin und sein Verschwinden zu untersuchen. Die wiederholt in der internationalen Presse aufgetauchten Behauptungen, Bormann lebe im undurchdringlichen Urwaldgebiet zwischen Paraguay und Argentinien, umgeben von schwerbewaffneten Leibwächtern, entbehren jeder Grundlage.

    Zwei zuverlässige Informationen gaben mir in den 50er Jahren die Gewißheit, daß Martin Bormann perfekt abgeschirmt in der Sowjetunion lebte.

    Der ehemalige Reichsleiter war bei der Besetzung Berlins durch die Rote Armee zu den Sowjets übergetreten und ist inzwischen in Rußland gestorben.

    Anm.: Was Putin uns bestimmt erzählen kann bzw. was unsere Regierung herausfinden müßte, um die Geschichte des Zweiten Weltkriegs durch ein entscheidendes Merkmal zu ergänzen !

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