Washington schützt seine Lügen mit mehr Lügen

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Mein Misstrauen gegenüber Seymour Hershs neuem Bericht über die außergerichtliche Ermordung Osama bin Ladens durch das Obamaregime mittels einer illegalen Operation in einem souveränen Land hat sich vertieft. (siehe > Seymour Hersh unterliegt der Falschinformation) Diese Geschichte Hershs, die an sich nicht besonders interessant ist, hat ein dermaßen großes Interesse erregt und ist so gut wie ein Beweis für eine Orchestrierung, die die Behauptung des Obamaregimes erhärten soll, eine Person getötet zu haben, die schon ein Jahrzehnt lang tot ist.

Amerikaner sind leichtgläubig, und das Denken fällt ihnen nicht leicht, aber wenn sie es nur hart genug versuchen, müssen sie sich wundern, warum es für die Regierung nötig ist, eine völlig falsche Geschichte zu erfinden, wenn Washington einen angeblichen Terroristen umbringt. Warum nicht einfach mit der wahren Geschichte herausrücken? Warum soll die wahre Geschichte nach Jahren über anonyme Quellen an Hersh durchgesickert sein?

Ich kann Ihnen als so gut wie eine Tatsache sagen, dass wenn SEALs in Abottabad auf bin Laden gestoßen wären, sie Blendgranaten und Tränengas benutzt hätten, um ihn lebendig zu fangen. Bin Laden wäre den Medien vorgeführt worden und ein jubilierendes Weißes Haus hätte eine reichlich fotografierte Feier veranstaltet, bei der den SEALs, die ihn gefangen haben, Medaillen umgehängt worden wären.

Stattdessen haben wir einen Mord ohne eine Leiche, der nach dem Gesetz nicht als Mord zählt, und eine Geschichte, die vom Weißen Haus selbst einige Male innerhalb von 48 Stunden nach dem angeblichen Einsatz geändert wurde und jetzt wieder neu geschrieben wurde aufgrund der Falschinformation, die Hersh gesteckt worden ist.

Vielleicht ist die Veröffentlichung von Buchtiteln, die in bin Ladens angeblichem Wohnsitz in Abottabad gefunden worden sein sollen, Teil der Erklärung. Wer kann sich vorstellen, wie der „Terrorboss“ herumsitzt und liest, was die Medienhure London Telegraph als bin Ladens Bibliothek von Verschwörungstheorien über 9/11 und Washingtons Außen- und Wirtschaftspolitik bezeichnet? (> LINK – auf englisch)

Denken Sie daran, dass die Behauptung der Regierung, dass diese Bücher sich in bin Ladens Bibliothek in Abottabad befunden haben, von der selben Regierung kommen, die Ihnen erzählt hat, dass Saddam Hussein Waffen der Massenvernichtung besessen hat, dass Assad chemische Waffen eingesetzt hat, dass der Iran ein Atomwaffenprogramm hat und dass Russland in die Ukraine einmarschiert ist. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass bin Laden diese Bücher besessen hat, wie es auch keinerlei Beweise für irgendwelche anderen Behauptungen Washingtons gibt. Angesichts des Fehlens von Beweisen läuft Washingtons Position hinaus auf: „Es ist wahr, wenn wir es sagen.“

Ich würde wetten, dass die Hersh-Geschichte eingeschleust wurde, um neues Interesse an dem bin Laden-Märchen zu stimulieren, das benutzt werden konnte, um Washingtons Kritiker zu diskreditieren. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Autoren in bin Ladens angeblicher Bibliothek diese sorgfältigen und sachkundigen Leute sind, die Washington die Wahrheit heftig um die Ohren geschlagen haben. Darunter befinden sich Noam Chomsky, David Ray Griffin, Michel Chossudovsky, Greg Palast, Michel Scheuer, William Blum. Sie verstehen – Sie dürfen diesen Verbreitern der Wahrheit nicht glauben, weil bin Laden ihnen zustimmte und ihre Bücher in seiner Bibliothek hatte. Werden diese Verbreiter der Wahrheit in der Folge angeklagt werden wegen Unterstützung und Beihilfe zum Terrorismus?

Obama behauptet, die offene Rechnung mit bin Laden für 9/11 in Mafiapaten-Manier bereinigt zu haben. Aber da gibt es keine Leiche und nicht einmal eine plausible Geschichte, was mit der Leiche passiert ist. Die Matrosen des Schiffs, auf dem laut dem Weißen Haus das Seebegräbnis bin Ladens stattgefunden haben soll, wissen nichts von einem derartigen Begräbnis. Die SEAL-Einheit, die angeblich das Team stellte, das einen unbewaffneten und wehrlosen bin Laden getötet haben soll, wurde auf geheimnisvolle Weise in einem Helikopterabsturz ausgelöscht. Es stellt sich heraus, dass die SEALs in einen Kampf gegen die Taliban in einem antiken, ein halbes Jahrhundert alten Oldtimerhelikopter geflogen wurde. Eltern der toten SEALs fordern Antworten auf unbeantwortete Fragen, eine Geschichte, von der die Medienhuren im Sinne Washingtons wohlweislich nichts wissen wollen.

Anders als 9/11 selbst, war nie ein dermaßen bedeutendes Ereignis wie die Tötung bin Ladens mit einer derart enormen Anzahl von widersprüchlichen offiziellen und quasi-offiziellen Erklärungen, unbeantworteten Fragen und Ausflüchten verbunden. Und die gewaltige Anzahl von Ausflüchten und Widersprüchen erregen kein Interesse bei den westlichen Medien oder bei der schlaftrunkenen und unbekümmerten amerikanischen Öffentlichkeit.

Jetzt stellt sich heraus, dass Washington die bin Laden „Todesakten“ „verloren“ hat, wodurch die zusammenphantasierte Geschichte vom Tod bin Ladens in alle Ewigkeit geschützt wird. (> LINK auf englisch)

Hier finden Sie Tom Hartmans Interview mit David Ray Griffin: Ist bin Laden tot oder am Leben? (> LINK auf englisch)

Hier finden Sie Philip Kraskes Artikel über Steve Krofts orchestriertes “60 Minutes”-Interview mit Obama über die Tötung Osama bin Ladens. (> LINK auf englisch)

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