Was trägt uns?

von Jürgen

Glaube, Liebe oder doch nur eine irgendwie geartete Hoffnung, auf was auch immer? Nun, wer sich auf letzteres verläßt, ist er nicht verlassen? Wobei es sich immer um ein Wechselspiel der Begrifflichkeiten handelt, sobald man beginnt, sich mit der Fragestellung zu befassen.

Die Hoffnung, um damit zu beginnen, lebt freilich auch vom „Glauben an etwas“. Ob religiös oder weltlich motiviert, hilft sie dabei, an die Zukunft glauben zu können. Auf das es, was und wie auch immer, besser würde!

Der Mensch ist imstande, sich an so ziemlich alles zu klammern, was Rettung verspricht. Was natürlich, ich nehme es jetzt mal etwas vorweg, an seiner eigenen Unfähigkeit liegt, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen! Zu Hinterfragen, warum es überhaupt möglich ist, ihm diese und jene Möglichkeit anzubieten, die ihn einzig glücklich und zufrieden machen könnte? …

Irgendwer wird es schon richten?! Die Hoffnung, ist sie nicht viel mehr Ausdruck des eigenen Unvermögens? Ob Götter oder Ideologien, Parteien oder sonstige Gruppierungen, stehen sie nicht immer gerne bereit, uns aus der Verantwortung zu nehmen?

Die Liebe hingegen, dieses hochgelobte universelle Etwas, schneidet da schon etwas besser ab, da nicht wirklich angreifbar. Aber, was wurde nicht schon alles begangen, im Namen der Liebe? Das reicht bis zu Mord und Totschlag! Gewiß, „wahre Liebe“ vermag das nicht, deshalb spricht man auch gerne von falsch verstandener Liebe, der das zu verantworten sei.

Nur, was hat es damit auf sich? Wie kommt es dazu? Wie konnte man Liebe so mißbrauchen? Ich gehe davon aus, daß aus der universellen Liebe, zum Leben an sich, wie auch zu seinem Gegenüber, eine Liebe allein zum Ich wurde! Narzißtisch und egozentrisch geprägt, wurde sie zur reinen Eigenliebe, die Außenwelt mißachtend und die Gesellschaft beherrschend. Wie also, könnte uns diese instrumentalisierte Form der Liebe tragen, die nur sich selbst zu sehen vermag?

Da hilft auch die Liebe zu „Gott“ nicht weiter, die gleichermaßen beansprucht, um nicht zu sagen, vergewaltigt wird! Egal, ob im Islam, im Juden- oder auch Christentum, um nur die drei weltweit maßgeblichen zu nennen. Allesamt eint sie, daß wir allein durch den Glauben an diese, Rettung und Erlösung finden würden!

Was aber auch nicht davor schützt, im Namen der Liebe, der einzig richtigen Wahrheit, andere Glaubensrichtungen zu bekämpfen! Welcher „wahre Glaube“ hat denn das nötig? Wer zeigt denn mit dem Finger auf andere, außer, er sei sich seiner eigenen Sache nicht gewiß?

Man darf also vermuten, daß da ein gewisses Strategem, eine Konditionierung, im Sinne der Verwalter des Glaubens stehen dürfte! Die eigentliche Idee, folglich nur noch Mittel zum Zweck wird! Zu entrichtende Tribute sind dabei nicht unwesentlich, aber noch das wenigste.

Es geht hier vielmehr um Gedanken- oder Denkkontrolle, im Einvernehmen mit den „weltlichen“ Mächten. Was beide unisono erklären, das gilt! Die „ewige Schuld“, sie ist nicht nur in der protestantischen Kirche bekannt! Möglicherweise war sie, im weltlichen Sinne, der Wegbereiter? …

Woran sich also halten, wenn hier Dargelegtes nichts taugt? Nach meiner Auffassung, wurde alles einfach nur mißbraucht! Glaube und Liebe, mitsamt daraus resultierender Hoffnung! Nicht nur, um Eigenes pflegen zu können, sondern auch deshalb, um zu verbergen, daß es solches wirklich gibt! Es ist nicht mehr, wie eine Ablenkung zur Rechtfertigung des eigenen Tuns!

Freilich gibt es Wahrheit und die eine uneingeschränkte Liebe eines Schöpfers zu uns! Des „Einen“, der in, mit und durch uns ist! „Jesus“ war Vermittler zwischen den „Welten“ (wie es auch schon andere vor ihm gab) wie auch, als „Kind Gottes“, Produkt derselben!

Es gibt nur eine wahre Dreieinigkeit, und die heißt Vater, Mutter und Kind!

Euer Jürgen

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11 Kommentare

  1. Hmm. Schön gesagt, Jürgen. Und im Grunde schon alles vorweg genommen, was man dazu sagen könnte. Also ich zumindest.

    Liebe kann man nicht nehmen. Glaube und Hoffnung…tragende Säulen unseres Seins. Eben genau, sie beide umklammern die unsere eigene Unfähigkeit in Teilbereichen -lassen uns dessen bewusst werden. Kann man okkupieren, indem man falsche Zielsetzung einfach vorgauckelt. Wir wissen es ja selber nicht! Aber wir behalten stets Zuversicht. Sollten wir uns bewusst werden, wie wir unsere Zukunft selbst uns wünschen, nicht wie andere sie gerne hätten. Also können selbst Glaube und Hoffnung neuen Charakter allein durch unser aktives Zutun erlangen. Es ist noch ungeschrieben, selbst wenn da irgendwelche Irren was in Stein gemeißelt haben. Das ist IHRE Hoffnung; muß nicht unsere sein. Hoffnung funkelt in jeder neuen Idee, und der Glaube, es könnte funktionieren.

          • Nunja, selbst narzistische Menschen lieben. Ist erster Linie sich selbst, aber hinter jeder dieser Figuren steckt meißt ein empathischer Gegenpol. Das weiß ich aus Erfahrung; war ich oft dieser Gegenpol bei erfolgreichen Frauen. Hat mir auf Dauer nicht geschmeckt. Hinter den Kulissen sind sie ganz anders als in der Öffentlichkeit. Also ist die Liebe überall vorhanden, nur…okay, einigen wir uns auf "Kann fehl-interpretiert werden", ja? Nehmen kann man sie aber nicht. Ist überall vorhanden, denn wir sind soziale Wesen. Wer gar nicht liebt, ist kein Mensch mehr. Hab ich aber noch nicht getroffen.

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