Was steckt hinter Merkels „entschlossenem Gefühl“?

Autor Vera Lengsfeld

Das entscheidende Statement während der Audienz von Kanzlerin Merkel bei Anne Will, fiel ganz am Schluss und wie nebenbei. Die CDU habe ja keinen Rechtsanspruch auf das Kanzleramt, verkündete Merkel und fügte ein lahmes, sie könne aber gute Antworten auf die Schwächen unseres Landes bieten, die infolge der Pandemie deutlich geworden seien, zum Beispiel die Digitalisierung. Hätten wir noch eine kritische Presse, wäre diese Bombe breit besprochen worden, so wurde sie als „pragmatische Bemerkung“ heruntergespielt.

Für mich ist sie Anlass eine Befürchtung auszusprechen, die ich seit längerem habe. Merkel scheint nicht zu wollen, dass die Union die Bundestagswahlen gewinnt. Sie scheint einen Sieg der Grünen zu präferieren. Den Grund dafür kann man in der Antwort auf Wills Frage nach den Schwächen Deutschlands finden: “Sind das nicht auch Ihre Versäumnisse?”. “Ich habe an allem Anteil, was in den vergangenen 16 Jahren passiert ist, zum Beispiel die Digitalisierung“, antwortete Merkel. Digitalisierung hatte sie zur Chefsache gemacht, was die Sache nicht voranbrachte. Die von Merkel 2008 ausgerufene Bildungsoffensive verlief im Sande. Heute ist die ehemalige Bildungsnation Deutschlandunübersehbar auf dem absteigenden Ast. Bereits im vergangenen Jahr sollten 1 Million Elektroautos in Deutschland zugelassen sein. Was das betrifft, können wir nur froh sein, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde, denn dann wären flächendeckende Stromausfälle oder sogar Blackouts längst nicht nur eine Drohung, sondern Realität.

Merkel hat von der Regierung Schröder ein wirtschaftlich gesundes, gut funktionierendes und für seine Rechtssicherheit und Effizienz weltweit bewundertes Land übernommen. Nach 16 Merkeljahren ist davon nicht mehr viel zu spüren. Das ganze Elend wird nun in der Corona-Krise deutlich. Seit einem Jahr kann von einem Krisenmanagement nicht die Rede sein, nur von Pleiten, Pech und Pannen. Der Staat dessen Erstarken zu Beginn noch bejubelt wurde, hat sich als komplett unfähig erwiesen. Anders als in der Migrationskrise 2016 kann auch nicht die Bevölkerung mit ihrem Engagement einspringen und die Politik vor dem Totalversagen retten. Nichts verdeckt mehr die Inkompetenz, Ignoranz und Unbelehrbarkeit dieser Regierung.

Da die Kanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmt, ist Merkel für dieses Desaster voll verantwortlich. Nur weil die Medien ihrer Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren, Fehler aufzudecken und Mißstände anzuprangern nicht nachkommen, sondern sich statt dessen als inoffizielle Regierungssprecher gerieren, ist der Blick auf den angerichteten Trümmerhaufen noch nicht frei.





Das würde sich spätestens mit der Nominierung eines Kanzlerkandidaten ändern. Armin Laschet hat erkannt, dass es ein „weiter so“ nicht geben kann, weil Deutschland ein Sanierungsfall geworden ist. Er muss sich schon im Wahlkampf von Merkels Mißmanagement deutlich absetzen. Nach der Wahl gibt es keine Alternative mehr zur vollständigen Offenlegung, die einer Bankrotterklärung der Merkel-Politik gleichkommen wird.

Verhindern kann das nur eine grüne Regierung, von der Merkel als ihre Wegbereiterin Nachsicht erwarten kann.Wir haben in einem halben Jahr Bundestagswahlen. Die Unions-Werte befinden sich im freien Fall. Es gibt immer noch keinen Kanzlerkandidaten. Merkel macht keine Anstalten, ihren Platz zu räumen, um ihren Nachfolger die Möglichkeit zu geben, mit Kanzlerbonus in den Wahlkampf zu ziehen. Statt dessen die coole Bemerkung, die Union sei nicht auf das Kanzleramt abonniert. Die Union sollte sich sehr genau analysieren, was Merkel mit ihrem „entschlossenen Gefühl“ bezweckt.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89746406/merkel-bei-anne-will-laender-muessen-nachlegen-sonst-muss-ich-wege-finden-.html

*******

„Da die Kanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmt, ist Merkel für dieses Desaster voll verantwortlich.“

Das ist zwar richtig, aber alle, die diese desaströse Politik mitgemacht haben, sind mitverantwortlich. Es wäre ganz einfach gewesen. dieser Frau das Mißtrauen auszusprechen. Niemand in der Regierung aber hat sich dazu getraut. Auch CDU-Wähler und die regierungstreuen Medien tragen ihren Anteil dazu bei, dieses Land ruiniert zu haben.

Wer gegen das Grundgesetz verstöß, muss je nach Schwere mit Knast rechnen. Diese Frau, aber nicht.
Wer stürzt dieses Weib endlich vom Thron?

(Visited 320 times, 1 visits today)
Was steckt hinter Merkels „entschlossenem Gefühl“?
8 Stimmen, 5.00 durchschnittliche Bewertung (99% Ergebnis)

14 Kommentare

  1. Mag Bembel eigentlich die Corinna? Und sehen alle Menschen nackt komisch aus?
    Ehrlich Leute, fangt ihr schon wieder an Euch im Kreis zu drehen?

    Kommentar: Einen schönen guten Morgen!

    „Polizei“ ohne Hoheitsreche in einem „Staat“ ohne Gründungsurkunde mit einem Verfassungsschutz ohne Verfassung. Dafür mit einem Grundgesetz ohne Geltungsbereich, das Maßnahmen durchsetzt ohne wissenschaftlichen Hintergrund, Masken, welche nicht schützen, Abstand, welcher vereinsamt, angeregt von einem Professor der nie habilitiert hat, gleichzeitig einem Doktor, welcher nie promoviert hat gegen ein „Virus“, was nie isoliert wurde aber nachgewiesen wird mit einem PCR-Test, von dem der Entwickler selbst sagte, daß er nicht Covid-19 nachweisen kann, mit einem Gesundheitsminister, der null Ahnung von Gesundheit hat, einem Tierarzt, der gefälschte Statistiken veröffentlicht, die nicht hinterfragt werden dürfen aber Impfungen durchsetzen will, welche in unabhängigen Studien ihren Schutz nie bewiesen haben um Menschen, selbst wenn sie geimpft sind, Masken tragen und Abstand halten läßt gegen eine Pandemie, welche eine Untersterblichkeit aufweißt und einem Volk, daß dabei noch "hurra" ruft.
    Wie surreal ist das denn?

    Nicht von mir…Traugott I…aber alles längst gesagt.

  2. Dass Merkel die CDU/CSU zerstört ist offensichtlich. Die SPD ist auch schon kleingehackt. Ich gehe davon aus, dass es sowieso schwarz/grün wird. Vielleicht sogar grün/schwarz. Dann ist Merkel am Ziel. Denn wer die grüne Politik verfolgt, der weiß auch, dass das der endgültige Sargnagel für das Land ist. Den Wahlkampf können die sich sparen. Das Ergebnis steht bestimmt schon fest. Der Rest ist Theater.

    Man will sich nicht ausmalen, wie dann die Zukunft aussehen wird. Es ist jetzt schon kaum noch zu ertragen.

     

    • Wenn Merkel so weiter macht, wird es noch rot/rot/grün werden. Dann ist der Untergang ganz schnell vollzogen. Den linken Parteien geht die Maßnahmen doch nicht weit genug!

        • Da bin ich anderer Meinung. Die Rest-CDU wird das zulassen. Der Milchbubi aus SH knickt immer wieder ein und hält die Füße auch jetzt noch still.

          Und die Statements der anderen Ministerpräsidenten selbst, der von ihr bei Anne Will namentlich diskreditierten, sind nur lahm und nichtssagend. Die Flachpfeifen werden nichts tun!

        •  Die CDU, nach Merkel, braucht niemand mehr, im Sinne der Agenda!  Hast Du doch selbst so geschrieben. Ob die dann da noch "beteiligt" oder "in der Opposition" sind, das kommt auf dasselbe heraus!

          • Jürgen,

            auch in der CDU/CSU sitzen noch welche, die einigermaßen anständig sind. Sie halten bloß ihre Klappe. Aber wenn es ans Eingemachte geht, sprich um Sitzplätze am Schweinetrog, werden sie sich wehren. Wer will schon sang- und klanglos in der Versenkung der Unwichtigkeit versinken? Bis jetzt trauen sie sich noch nicht, weil sie Angst vor Repressalien haben. Diese Leute haben auch Familie. Trotzdem bin ich gespannt, wer da so alles aus der Deckung kommen wird. Wenn nicht, dann hat Merkel tatsächlich ganze Arbeit für ihre Auftraggeber geleistet.

            •  Wohl wahr! Anständige gibt es ja überall!  Nur, wo war der Anstand der Unionsgeführten Abgeordneten vor sechs Jahren? Wo, als es um das Netz ich erwürg dich jetzt Gesetz ging?  Welcher Anstand galt denn da?  Der der Linientreue?

              Und darauf soll man jetzt hoffen?  Das ausgerechnet diese Kasper jetzt was retten?  Aber AfD ist ja nur Scharlatanerie … also weißt …

              • Jürgen,

                es ging doch nur darum, dass ich sagte, die CDU wird nicht in die Opposition gehen. Das werden einige verhindern. Ansonsten interessiert mich weder die CDU noch die AfD, noch irgendeine andere Partei. Ich habe nicht gesagt, dass man dbzgl. auf was hoffen soll, noch dass die was retten sollen. Da hast Du mich missverstanden.

                • Ja gut! Dann musst das aber auch etwas anders `rüber bringen?  🙂

                   Auf der anderen Seite, was CDU will oder nicht, da kräht kein Hahn danach!  Und, wenn, vermutetermaßen, Wahlergebnis eh schon feststeht, da wird sie schlechte Karten haben!  Juniorpartner vielleicht, ansonsten ein böses Erwachen der "Aufrechten"!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*