Was Mittelschicht genannt wird ist in Wahrheit schon die Reichenschicht

Übernommen aus dem Blog von Norbert Häring

Die Bevölkerung hat eine völlig verzerrte Vorstellung davon, wie wenig DurchschnittsbürgerInnen verdienen und haben. Deshalb darf sich noch zur Mittelschicht zählen, wer eigentlich klar zu den Reichen gehört. Politik für die sogenannte Mittelschicht wird dann schnell zur Elitenförderung.

Anders als etwa in den USA ist reich zu sein in Deutschland eher peinlich. Alle wollen zur Mittelschicht gehören, nicht nur Multimillionäre wie Friedrich Merz (CDU) oder Sehrgutverdiener wie Finanzminister Olaf Scholz (SPD).

Fragt man die Deutschen, wo das Reichsein anfängt, setzen sie die Untergrenze dafür in etwa bei einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 7000 und 10.000 Euro, berichtet Judith Niehues, Leiterin Methodenentwicklung beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Handelsblatt. Die Deutschen gehen der Expertin zufolge davon aus, dass ein Fünftel der Bevölkerung so viel Geld jeden Monat verdient.

Doch die Realität sieht ganz anders aus: Allenfalls drei Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen laut IW über dieses monatliche Nettoeinkommen. Betrachtete man die einkommensstärksten 20 Prozent der Haushalte in Deutschland als reich, dann wäre man bereits mit einem Nettomonatseinkommen von knapp 3000 Euro reich.

Legt man diesen Maßstab an, wäre Finanzminister Scholz ohne Zweifel dem Kreis der Reichen zuzurechnen. Der SPD-Politiker hatte kürzlich eine Debatte ausgelöst, indem er auf die Interview-Frage, ob er sich als „reich“ bezeichnen würde, geantwortet hatte, er verdiene „ganz gut“. Er würde sich aber nicht als reich empfinden, hatte der SPD-Kanzlerkandidat ergänzt.

Als Bundesminister bekommt Scholz nach Angaben des Bundesfinanzministeriums inklusive Zuschläge ein monatliches Gehalt in Höhe von rund 15.500 Euro. Seine Ehefrau, die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst, bezieht rund 14.000 Euro monatlich. Zusammen kommt das kinderlose Ehepaar also auf knapp 30.000 Euro Bruttoverdienst pro Monat.

Großzügige Mittelschichts-Obergrenzen

Für IW-Expertin Niehues beginnt die obere Mittelschicht beim Eineinhalbfachen des mittleren monatlichen Nettoeinkommens von knapp 2000 Euro und reicht bis zum Zweieinhalbfachen dieses Betrags: Das wären dann knapp 4900 Euro. Einkommensreichtum beginnt für sie über diesem Schwellenwert. Nur 3,3 Prozent der Haushalte in Deutschland sind „einkommensreich“ nach dieser Definition – das Ehepaar Scholz zählt demnach dazu. 15 Prozent der Bevölkerung gehören dagegen laut dieser Definition zur oberen Mittelschicht.

Stefan Bach, Steuer- und Verteilungsexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), verortet die Obergrenze der Mittelschicht noch höher. Für ihn ist man mit 60.000 Euro netto im Jahr „Besserverdiener“, ein Zwischenschritt zum Einkommensreichen. „Viele darüber fühlen sich sicher noch als Mittelschicht, nicht nur Herr Merz“, urteilt Bach.

Bach zieht die Grenze zum Einkommensreichtum dort, wo das oberste Hundertstel der Einkommen beginnt. Um zu diesem Kreis zu gehören, muss man mindestens 160.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Auch bei dieser Definition zählte Scholz zu den Reichen im Lande.

Noch schwerer ist es, zu den Einkommensreichen zu gehören, wenn man die Reichensteuer zum Maßstab nimmt, die als Alleinstehende ab einem steuerpflichtigen Einkommen von 265.327 Euro einen erhöhten Steuersatz von 45 Prozent zahlen müssen. Das trifft 163.000 Steuerzahler oder rund 0,2 Prozent der Bevölkerung.





Wie Haushalte vergleichbar gemacht werden

In der Mitte der Verteilung liegt man nach einer Aufstellung von Bach mit 22.500 Euro Jahresbrutto pro Haushaltsmitglied. Die genannten Grenzen der Einkommensschichten beruhen auf dem sogenannten äquivalenzgewichteten Haushaltseinkommen pro Person, das die OECD anlegt. Dabei wird das Gesamteinkommen auf alle Haushaltsmitglieder aufgeteilt.

Das erste erwachsene Haushaltsmitglied wird dabei mit eins, jedes weitere ab 14 Jahren mit 0,5 angesetzt, Kinder mit dem Faktor 0,3. Das soll die Ersparnisse in der gemeinsamen Haushaltsführung und geringeren Bedarf der Kinder widerspiegeln und die Haushaltsmitglieder mit Single-Haushalten vergleichbar machen.

Paare teilen also das Gesamteinkommen durch 1,5, um ihre Position in dieser Verteilung zu bestimmen. Ein Paar mit einem Kind teilt das Gesamteinkommen durch 1,8, eines mit zwei Kindern durch 2,1.

Wem die Bedarfsfaktoren der OECD für die Haushaltsmitglieder arg niedrig vorkommen: Das Statistische Bundesamt nennt sie „willkürlich“ gewählt. Bevor die OECD sie modifiziert hat, lagen sie deutlich höher, die ausgewiesenen Äquivalenzeinkommen pro Haushaltsmitglied also deutlich niedriger.

Vermögend schon mit einem Auto

Die Vermögen sind noch deutlich ungleicher verteilt als die Einkommen. Hier steht eine Mehrheit der Habenichtse einer Minderheit von Menschen mit großen Vermögen gegenüber. Dazwischen liegt eine eher schmale wohlhabende Mittelschicht.

Laut einer Untersuchung des beim DIW angesiedelten Sozioökonomischen Panels (SOEP) von Juli reicht ein Nettovermögen nach Abzug der Schulden im Wert eines neuen Mittelklassenautos, um zur vermögenderen Hälfte der Bevölkerung zu gehören: knapp 23.000 Euro. Die untere Hälfte der Bevölkerung hat insgesamt betrachtet so viele Schulden wie Vermögenswerte.

Mit einem Nettovermögen von 126.000 Euro, also etwa einem halb abbezahlten Haus unterer Preislage gehört man zum reichsten Viertel der Deutschen. Ein abbezahltes Haus in dieser Preislage (279.000 Euro) reicht für einen Platz unter den reichsten zehn Prozent. Ein hypothekenfreies Reihenhaus in der Stadt (438.000 Euro), und man gehört zu den reichsten fünf Prozent. Dann kommt ein größerer Sprung.

Reiche haben ertragreichere Vermögenswerte

Die Beispiele sind nicht zufällig gewählt. Für die unteren Einkommensschichten ist der fahrbare Untersatz meist der wichtigste Vermögenswert. Darüber, bis dort wo der Reichtum beginnt, besteht das Vermögen überwiegend aus den Wohnungen und Häusern, in denen man wohnt. Hinzu kommen bei den Bessergestellten noch in gewissem Umfang vermietete Immobilien.

Wer zum reichsten Prozent gehört und besonders zu den reichsten 0,1 Prozent, hat dagegen vor allem Betriebsvermögen. 1,3 Millionen Euro muss man netto sein Eigen nennen, um zur erstgenannten Gruppe zu gehören, knapp 5,5 Millionen bringen einen in das reichste Tausendstel der Deutschen.

Typischerweise wirft Betriebsvermögen die höchste Rendite ab, Autos die niedrigste. Ederer, Mayerhofer und Rehm haben in einer Studie aus dem Jahr 2019 nachgewiesen, dass die Durchschnittsrendite der Vermögensanlagen systematisch um so höher ist, je höher das Vermögen ihrer Eigentümer.





Wer wird Millionär?

Der typische Vermögensmillionär sieht so aus, wie ihn die meisten sich vorstellen werden: ein weißer älterer Herr (west-)deutscher Abstammung oder in den Worten des SOEP: „Sie sind überdurchschnittlich häufig männlich, haben einen überdurchschnittlichen Bildungsabschluss, sind älter als der Rest der Bevölkerung und haben unterdurchschnittlich häufig einen Migrationshintergrund.“

Millionäre haben auch, wenig überraschend, mit über 7600 Euro ein weit überdurchschnittliches Nettoeinkommen (gewichtetes Haushaltseinkommen) und sparen überdurchschnittlich. Auch deshalb können sie schneller zusätzliches Vermögen akkumulieren als die Nichtmillionäre.

Wenn Millionäre arbeiten, dann in der Regel selbstständig, unternehmerisch oder als Geschäftsführer oder in ähnlicher leitender Position. Diejenigen, die arbeiten, arbeiten mit 47 Stunden pro Woche erheblich mehr als der Durchschnitt. Welcher Anteil der Millionäre arbeitet, schreibt das DIW nicht.

In ihren Persönlichkeitsmerkmalen unterscheiden sich Millionäre vor allem in zwei Eigenschaften von den Nichtreichen. Eine gebräuchliche Einteilung in der Persönlichkeitspsychologie ist das Fünf-Faktoren-Modell. Bei den drei Hauptdimensionen Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Extroversion (Geselligkeit) gibt es laut den Befragungen des SOEP keinen Unterschied. Bei Neurotizismus haben Millionäre etwas höhere Werte.

Aber der einzige große Unterschied bei diesen fünf Merkmalen liegt darin, dass Millionäre deutlich weniger verträgliche Menschen sind. Das jedenfalls ergeben die SOEP-Befragungen. Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft und Einfühlungsvermögen sind demnach bei ihnen im Durchschnitt wenig ausgeprägt.

Den zweiten großen Unterschied gibt es bei einer Eigenschaft, die unter den „Großen Fünf“ nicht separat ausgewiesen ist. Millionäre sind im Durchschnitt sehr risikofreudig. Von ihnen weisen der SOEP-Befragung zufolge 40 Prozent die drei höchsten Werte von acht bis zehn auf. Bei der übrigen Bevölkerung ist der Anteil weniger als halb so hoch

Ob Millionäre es sich einfach besser leisten können, Risiken einzugehen, weil sie Reserven haben, oder ob sie reich geworden sind, weil sie Risiken eingegangen sind, lässt sich aus der Befragung nicht ablesen.

Fragt man die Millionäre, wie sie reich geworden sind, so sind Arbeit und unternehmerisches Geschick die Hauptfaktoren. Erbschaften, Schenkungen und Glück spielen dagegen nach ihrer Selbstwahrnehmung nur eine untergeordnete Rolle.

Folgerungen für die Politik

Die Neigung auch noch Menschen noch zur Mittelschicht zu zählen, die dreimal so viel Geld ausgeben können wie Menschen in der unteren “Mittelschicht” und die starke Verzerrung der Wahrnehmung dessen, was man normalerweise in Deutschland verdient, bewirken, dass vieles von dem, was als Politik für die Mitte verkauft und wahrgenommen wird, in Wahrheit eine Politik für eine erweiterte Oberschicht ist. Demgegenüber sind soziale Leistungen und Maßnahmen, die in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit einer Schicht von Benachteiligten zugute kommen, tatsächlich Leistungen an die Mittelschicht.

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13 Kommentare

  1.  Wem solche Diskussionen wichtig erscheinen … mir eigentlich weniger, weil, haben wir keine anderen Sorgen?  Die große Rücksetzung, sofern sie erreicht wird, dürfte uns doch auch von solcherlei Überlegungen befreien?  cheeky

  2. "Noch schwerer ist es, zu den Einkommensreichen zu gehören, wenn man die Reichensteuer zum Maßstab nimmt, die als Alleinstehende ab einem steuerpflichtigen Einkommen von 265.327 Euro einen erhöhten Steuersatz von 45 Prozent zahlen müssen."

    Dieser Satz ist schwer zu verstehen; denn für Alleinverdiener beträgt bei 42 % der Grenzsteuersatz ab 42.500,- Euro und der maximale 48 % kontinuierlich ab 54.00,- Euro.

    https://www.grundtabelle.de/Grundtabelle-2018.pdf

    Wer also einigermaßen gut verdient, muß von seinem Nettoeinkommen fast die Hälfte als Einkommensteuer abgeben!

    Die Erläuterungen des Herrn Häring berücksichtigen nicht, daß die häufig einem Broterwerb nachgehenden Akademiker: Mediziner, Architekten, Ingenieure, Chemiker usw. erst in höherem Alter das bessere Einkommen erzielen, weil sie mindestens 5 Jahre ohne Verdienst studiert haben.

    Der normale Mensch ist nicht bereit, für die Zukunft ein finanzielles Opfer zu erbringen, und jahrelang zu schuften, ohne einen unmittelbaren Ertrag zu erzielen.  Man müßte also den gesamten Verdienst eines Menschenlebens nach Berufsgruppen akkumulieren, um festzustellen wie groß die Einkommensunterschiede über das ganze Leben sind.

    Nach meiner Erfahrung sind wohlhabendere Menschen vor allen Dingen viel sparsamer, vermeiden Zahlung von Sollzinsen und sind auch klüger;  denn wer was hat, hat es mit einer unendlichen Rotte von Parasiten zu tun, die absaugen wollen, was natürllich vor allem auch von der Beamtenschaft gilt, die das Betriebsvermögen am Ende des Unternehmers, wenn es in das Privatvermögen überführt wird, wieder zum großen Teil abschöpfen, weil der akkumulierte Gewinn der Lebensarbeit nach Abzug der Bilanzwerte in der Einkommensteuer landet.

    Die meisten Menschen können sich glücklich preisen, daß sie viel zu dumm bzw. ungebildet sind, um zu verstehen, daß die SPD und die Grünen im Jahre 1999 durch das geänderte Konzerngesetz durchgesetzt haben, daß die  Großunternehmen von der Versteuerung des Betriebsvermögens befreit wurden, nicht aber die kleinen Handwerker.  Und die absolute Volksverdummung war es, daß Müntefering damals vor den Heuschrecken warnte. Die Änderung des Konzerngesetzes erfolgte höchstwahrscheinlich zugunsten von KKR, die damals anfingen in Deutschland abzugrasen.  Man sieht daraus, daß der Staat voll im Besitz des Finanzkapitals ist, und man alle Hände zu tun hat, um ein kleines Immobilienvermögen vor dem Zugriff der raffgierigen Beamtenschaft zu verteidigen.

    • Juergen II,

      ich hoffe nur, daß Ihnen die" raffgierige Beamtenschaft" – oder" unendliche Rotte von Parasiten", nicht doch noch im nächsten Jahr im Halse stecken bleibt, da Sie es wie das Amen in der Kirche ständig wie eine Schallplatte mit Riss wiederholen.

      Neben kleinem "Immobilienvermögen" bräuchten Sie eine Mauer mindestens so hoch wie in Israel/ Palästina, um sich vor diesen Parasiten zu schützen.

      P.S. Es gibt auch parasitäre Immobilienbesitzer……

      •  Es soll auch noch höhere Mauern geben, bezüglich des Denkens oder aber, wie man warum gewillt ist, anderen gegenüberzutreten!  Gut, letzteres muß mich nicht weiters tangieren;  nehme es aber sehr wohl zur Kenntnis! …

    • Meiner Erfahrung nach sind reiche Menschen meist reich gebohren… Und dann ist es für einen durchschnittlich begabten Menschen relativ einfach reich zu bleiben. 

      Reich zu werden ist dagegen schwierig, da die Belastungen der normalen Menschen von Anfang an so hoch sind, dass Vermögensbildung für die meisten ausgeschlossen ist.

      Um reich zu werden, hat mein Bruder z.B. Deutschland verlassen, weil er hier zu tode besteuert worden wäre und dafür hätte schuften müssen, wie ein Ochse. In Frankreich dagegen, verdient er deutlich mehr, hat weniger Steuern und bessere Arbeitsbedingungen. Aber auch mein Bruder war nicht wirklich arm, seine Frau war schon Einzelkind und Millionenerbin. Und mit zwei Ärztegehältern geht es einem auch nicht schlecht.

      Aber da reich sein im Schuldgeldsystem bedeutet, dass irgendjemand Schulden haben müss für das eigene Geldvermögen, und man eigentlich nur reich an Schuldscheinen ist, ist es kein Wunder, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht als dass auch nur ein einziger Reicher in den Himmel kommt.

      Wie kann man ernsthaft reich sein, wenn Menschen draussen obdachlos schlafen oder die Mülltonnen durchsuchen müssen? Das geht nur mit kalten Herzen. Ach ja dafür gibt es ein Sozialsystem von Armen für Arme, bei denen die Reichen ausgenommen werden. Satanismus und Menschenverachtung in Reinform…

      • "… Satanismus und Menschenverachtung in Reinform… "

        Nun, der Fürst dieser Welt ist nun mal Satan und da "er" der Widersacher des Schöpfers ist, liebt "er" es auch, die Menschen leiden zu lassen, sie zu quälen und umzubringen, so erklärt es sich jedenfalls für mich!

        Wer "ihm" jedoch huldigt und seine Seele verkauft, der wird halt dann "sein" STAR und wird mit irdischen Gütern überhäuft!

        •  Jaa, jetzt weiß ich auch nicht?  Es könnte auch sein, daß hier Ursache und Wirkung verwechselt wird?  Nicht alles, was als reich bezeichnet werden kann, verhält sich "satanistisch" oder hat seine Seele verkauft!

           Mein Zahnarzt ist auch "reich" geworden, im Sinne des Artikels, schaut sich aber an, wem er was berechnen kann oder will!  Nenne es soziale Komponente … oder was auch immer;  es sind nicht immer alle "so"!

          • Naja, vielleicht doch? Nicht so direkt jedenfalls, aber wer sich nicht zur Wahrheit bekennt, lebt in der Lüge und ab und zu mal ein bisschen oder auch mehr in der Wahrheit!

            Und auch alle Satanisten haben eine soziale Ader und spenden für den guten Zweck. Nur weil man mal gute Werke tut ist man damit nicht wirklich gleich ein guter Mensch!

            Im übrigen hat auch die RKK auch eine Sozialagenda (von dort kommt auch das zukünftige Grundeinkommen), wird sie damit zur reinen Wahrheit?

            •  Sanny, man muß die Menschheit, die "kleinen Leute", im Vergleich zu den wirklichen Verderbern, nicht schlechter machen, wie sie ist!  Auch nicht indirekt!  🙂

              • Ich verstehe ja Deine Meinung! Es geht auch nicht ums "schlechter machen" , aber:

                Die Grossen hören auf zu herrschen, wenn die kleinen aufhören zu kriechen! Friedrich Schiller

                Wir alle sind an dem System, wie es heute ist beteiligt und für mich geht auch gar nicht darum, wer welchen Anteil hat!

                Ich jedenfalls traue mir keine wirkliche Bewertung zu, ob die wirklichen Verderber oben oder nicht vielleicht doch unten sitzen!?

                 

                 

                •  Ich denke, es ist eine Frage der Macht, bzw. der Machtlosigkeit!  Die Machthabenden, sie müssen ja nicht so handeln, wie sie es tun!  Sie könnten ja auch Gutes im Schilde führen,  während der Machtlose, bzw. sein Handeln ja keinerlei Auswirkung auf das Ganze hat.

                   Zu Zeiten eines Schillers mag sein Ausspruch ja noch gegolten haben;  aber heute?  Wir leben ja nicht mehr in einem, auch zahlenmäßig, überschaubaren Raum! 

                   Aufstand funktioniert vielleicht noch in einem afrikanischen Dorf, aber nicht mehr in einem Land, welches Millionen beherbergt und davon die meisten nicht mal einen blassen Schimmer davon haben, was eigentlich los ist!  🙂

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