Was jetzt noch fehlt ist ein Aufstand gegen die EZB

Tageskommentar 28.02.: Dr. Norbert Leineweber,
Es ist absehbar, dass demnächst ein Land aus der EU-Gipflelei austeigt. Die Dominotheorie könnte bestätigt werden.

Dass an Italien der Euro zerbrechen kann, hatte Fortunanetz klipp und klar ausgesprochen. Wir hatten sogar ausdrücklich vor Berlusconi gewarnt!
Nun es war wohl so gewesen, dass man allgemein die 9 Billionen fauler Staatsschulden aus dem Blickwinkel verloren hatte, weil Merkel bei jedem Gipfel eine „überzeugende Performance“ gab. Nicht wenige hatten wohl damit gerechnet, dass Italien davon kommt. Dem wird nicht so sein, weil in Folge des Wahlergebnisses bereits die nächste Rating-Abstufung bevorsteht.

Die Italiener sind für das Wahlergebnis nicht zu kritisieren.
Es war nur eine Frage der Zeit bis nicht nur die Briten ihren Unmut zur EU bzw. zur Gemeinschaftswährung zum Ausdruck bringen. Nach der Italienwahl schießen schon die Spekulationen ins Kraut, wonach die Geldpolitk „zur Bekämpfung des Wahlergebnisses“ eingesetzt werden könnte. Wenn sich die EZB unter Handlungsdruck gesetzt sieht, wird sie zum reinen Instrument einer reformresistenten Politik in Italien und anderswo. Das wäre dann der Anreiz auch für alle anderen darauf zu vertrauen von der EZB herausgepaukt zu werden und auf Reformen lieber zu verzichten. Mit einem solchen Tabubruch werden sich alle anderen Länder aus der Reformpolitik verabschieden. Das ist dann der Schlussakkord zum ökonomischen Untergang der gesamten Eurozone. Der Italiener Draghi sollte sich aber hüten, den Ausputzer zu spielen und sich über die Wähler hinweg zu setzen. Die internationalen Kapitalmärkte werden ihn genauestens beobachten.

Was jetzt noch fehlt ist ein Aufstand gegen die EZB. Und die Wähler werfen glücklicher Weise die EZB eh` in den gleichen Topf wie „den Euro“. Euroland wird in Kürze unregierbar sein, Italien ist erst der Anfang. Wenn die Euroskeptiker sehen, dass diese anderswo bei den Wählern schon offene Türen eingerannt haben, wird es ein Nachziehen auf breiter Front geben.
Merkel hat ja diese Variante stets ausgeschlossen und war die größte Verfecherin des Reformeifers. Im Grunde wurden durch die Wahl Gauck und Merkel abgestraft. Deren Sicht der Dinge zerbröckelt in ganz Europa.

Quelle: fortunanetz

 

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