Was ist eigentlich (die westliche) Demokratie?

von Thomas Röper (anti-spiegel)

Medien und Politik preisen die „westliche Demokratie“ immer als das Maß aller Dinge und die Welt wäre demnach erst dann ein friedlicher Ort, wenn überall die „westliche Demokratie“ eingeführt wird. Da stellt sich die Frage: Was ist eigentlich die „westliche Demokratie“?

Es ist merkwürdig, dass diese Phrasen von der „westlichen Demokratie“ oder der „Demokratie nach westlichem Vorbild“ so kritiklos publiziert werden. Niemand fragt danach, was das eigentlich sein soll. Ist damit die deutsche repräsentative Parteien-Demokratie gemeint? Oder das amerikanische Präsidialsystem? Oder vielleicht die britische Variante ohne Verfassung, dafür aber mit Monarchen?

Wir sollten uns vielleicht erst einmal fragen, was Demokratie eigentlich ist.

Demokratie soll die Herrschaft des Volkes oder die Herrschaft der Mehrheit sein, wobei die Minderheiten und ihre Rechte trotzdem geschützt sind. Aber wie setzt man das um? Mit einer Parteiendemokratie, bei der man schon am Wahltag Kompromisse machen muss, weil einem zwangsläufig kein Parteiprogramm zu hundert Prozent gefällt? Mit einer Präsidial-Demokratie, in der man zwischen Kandidaten anstatt Parteien auswählt?

Ist Demokratie überhaupt gegeben, wenn man als Wähler seine Macht an gewählte Repräsentanten abgeben muss, die dann für einen entscheiden? Und was tut man nun, wenn der gewählte Repräsentant dann eine andere Politik macht, als er versprochen hat und als die Wähler wollen?

Da müsste es eigentlich die Möglichkeit von Volksentscheiden geben, die eine solche Politik auch zwischen den Wahlen stoppen können, wenn man es mit der Demokratie ernst meint. Die gibt es aber in den „westlichen Demokratien“ fast nirgends, und da, wo es sie gibt, sind die Hürden so hoch, dass sie in der Praxis nicht vorkommen.

Uns wird immer wieder gesagt, dass eine solche direkte Demokratie gefährlich sei, weil das Volk komplexe Themen gar nicht überblicken könne, das müsse man den Experten und Profis überlassen. Aber diese Argumentation ist absurd, denn entweder bin ich für die Demokratie, also die Herrschaft des Volkes, oder ich bin es nicht, weil ich das Volk für zu blöd halte. Aber wenn das Volk nur ein bisschen herrscht, indem es alle vier Jahre Repräsentanten wählt, aber anschließend auf deren Entscheidungen gar nicht einwirken kann, ist das dann eben auch bestenfalls nur ein bisschen Demokratie.

Die Schweiz hat die direkte Demokratie, in der das Volk zu jedem Thema jederzeit einen Volksentscheid erzwingen kann, der für die gewählten Repräsentanten dann bindend ist. Und die Schweiz ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt und gehört zu den Ländern mit den höchsten Löhnen in der Welt. So schlecht kann die direkte Demokratie also nicht sein, auch wenn Politik und Medien uns immer versuchen zu erklären, dass das eine Ausnahme sei und in anderen Ländern nicht funktionieren könne.

Aber machen denn die gewählten Experten und Profis keine Fehler? Sind alle Entscheidungen und Gesetze, die von den Experten der westlichen Regierungen kommen, gut und fehlerfrei? Sicher nicht. Aber wenn sowieso Fehler gemacht werden, dann könnte man doch das Volk die Fehler machen lassen. Oder nicht?

Schließlich werden auch von den gewählten Repräsentanten „Gesetze nachgebessert“, wenn die beschlossenen Gesetze Schwächen haben. So könnte auch das Volk seine Entscheidung „nachbessern“, wenn es in der Praxis feststellt, dass es sich bei einem Volksentscheid geirrt hat.

Aber was ist denn nun die „westliche Demokratie“? Schauen wir uns mal ein paar Beispiele an.

Ist die „westliche Demokratie“ die deutsche Demokratie? In Deutschland gibt es eine „repräsentative Demokratie“. Das bedeutet, das Volk wählt ein Parlament, indem es Parteien wählt. Dieses Parlament wählt dann eine Regierung. Also haben wir hier schon mal eine sehr indirekte Demokratie, die man daher auch einschränkend „repräsentative Demokratie“ nennt, wohl weil es gut klingt. Die Menschen wählen Repräsentanten und können dabei nur solche Repräsentanten wählen, die in einer Partei organisiert und von ihr nominiert worden sind. Diese Repräsentanten allerdings unterliegen in der Praxis danach der Partei- bzw. Fraktionsdisziplin. Man kann also nur Parteien wählen, keine unabhängigen Kandidaten.

Das Volk hat nach der Wahl keinen Einfluss auf einzelne Themen. Jeder, der mal den Wahl-o-Mat genutzt hat weiß, dass auch ein „linker Wähler“ bei einigen Thesen mit der AfD übereinstimmt und umgekehrt auch ein „rechter Wähler“ bei einigen Themen die Meinung der Linken teilt. Trotzdem muss man sich bei all den Themen, die uns interessieren, am Ende für eine Partei entscheiden. Beim Wahl-o-Mat kommt dann in der Regel eine Übereinstimmung von 60-70% mit einer Partei heraus. Und man akzeptiert dabei zwangsläufig, dass die gewähte Partei bei einigen Themen Thesen vertritt, die man nicht gut findet. Das sind immerhin meist mehr als ein Drittel der Themen, zu denen man eine Meinung hat.

Dazu gibt es in Deutschland den Satz, dass man immer „nur das kleinere Übel“ wählen kann. Aber ist das demokratisch, wenn ich nur das kleiner Übel wählen kann? Das klingt nach der Wahl zwischen Pest und Cholera, aber nicht nach Demokratie.

Nach der Wahl müssen die Parteien dann Koalitionen schließen und Kompromisse machen, wobei zwangsläufig noch mehr Themen, die dem Wähler wichtig waren, geopfert werden. Und der Wähler hat auf all das keinen Einfluss mehr, wenn er erst einmal seine Stimme abgegeben hat.

Bis also in Deutschland eine Regierung gebildet wird, ist die Meinung des Wählers durch viele „Filter“ gelaufen.

Das Staatsoberhaupt wird in Deutschland gar nicht vom Volk gewählt. Darüber entscheidet eine aus Proporz gebildete Bundesversammlung aus Vertretern der gewählten Parteien und von diesen Parteien ausgesuchten Prominenten.





Ist das die „westliche Demokratie“?

Oder ist es vielleicht das US-amerikanische System? Die USA werden ja gerne als Hort der Demokratie dargestellt.

In den USA wählen die Menschen Wahlmänner, die dann den Präsidenten wählen. Da aber die Wahlbezirke zwangsläufig nie gleich groß sind und da bei diesem System die Stimmen derer unter den Tisch fallen, die in einem Bezirk für den unterlegenen Wahlmann gestimmt haben, kommt es in den USA immer wieder vor, dass jemand Präsident wird, der zwar die meisten Wahlmänner für sich gewinnen konnte, bei der Wahl aber haben mehr Bürger für den anderen Kandidaten gestimmt. Das bedeutet, es wird immer mal wieder der Kandidat Präsident, der weniger Wählerstimmen gewonnen hat. Das gab es zuletzt bei Bush Junior und auch bei Trump, dass jemand Präsident wurde, obwohl er weniger Wählerstimmen gewonnen hat, als sein Konkurrent.

Ist das die „westliche Demokratie“?

In den USA kann im übrigen niemand ein politisches Amt gewinnen, wenn er keine Spenden sammelt. Auch große Spenden sind möglich und sehr willkommen. Nur ist das Problem, dass so ein Großspender nach der Wahl zu seinem Abgeordneten (oder sogar Präsidenten) geht und ihn an die Spende erinnert und dafür eine Politik einfordert, die dem Großspender Vorteile bringt. Das nennt man normalerweise Korruption, wenn jemand sich mit Geld Gefälligkeiten von Abgeordneten, Ministern oder sogar Präsidenten kaufen kann. In den USA nennt man es jedoch nicht „Korruption“, sondern „Wahlkampfspende“.

Ist das die „westliche Demokratie“?

Aber selbst ohne diese Kritikpunkte an Wahlsystemen muss man fragen, was die „westliche Demokratie“ eigentlich sein soll, wenn in einem Land ein vom Parlament gewählter Premierminister oder Kanzler regiert (z. B. Deutschland, Ungarn, Italien, usw), in einem anderen Land aber ein direkt gewählter Präsident (z.B. Frankreich oder USA), in wieder einem anderen Land ein nicht gewählter König Staatsoberhaupt ist (Großbritannien, Niederlande, Spanien, usw) und auch gewisse Machtbefugnisse hat.

Wer die verschiedenene Regierungssysteme in den „westlichen Demokratien“ vergleicht, der stellt fest, dass sie sich stark unterscheiden. Was ist dann aber die „westliche Demokratie“, wenn der Westen selbst das nicht einmal definieren kann und von völlig unterschiedlichen Regierungsformen regiert wird?

Oder ist es demokratisch, wenn eine Regierung eine Politik umsetzt, die von der Mehrheit ihres Volkes unterstützt wird? Dann wäre Russland eine Demokratie aus dem Bilderbuch, denn alle Umfragen (auch westlicher Institute) zeigen, dass die Menschen in Russland mehrheitlich die Maßnahmen der Regierung unterstützen. Aber das werden unsere Politiker und Medien kaum als „Demokratie“ bezeichnen.

In Deutschland hingegen zeigen die Umfragen, dass die Mehrheit bei den meisten Themen eine andere Meinung hat, als die Regierung. Die Mehrheit in Deutschland will keine Bundeswehreinsätze im Ausland, sie will kein Hartz 4, sie will keine Rente mit 67, sie will keine Bankenrettung aus Steuermitteln, aber all diese Dinge werden trotzdem getan. Dafür will eine Mehrheit von 80% im Land, dass die Macht der Lobbyisten eingeschränkt wird und dass die Abgeordneten ihre Einkünfte offenlegen. Beides geschieht jedoch nicht, obwohl die Mehrheit es will.

In der deutschen „Demokratie“ trifft die Regierung also laufend Entscheidungen, die der Mehrheit der Menschen nicht gefallen.

Ist das überhaupt Demokratie?

In Frankreich demonstrieren seit einem halben Jahr Menschen gegen die Politik ihres Präsidenten und alle Umfragen zeigen, dass über 70% der Franzosen die Forderungen der Demonstranten unterstützen. Aber ändert sich deshalb etwas? Ändert der Präsident seine Politik? Nein. Er verschärft stattdessen das Demonstrationsrecht.

Ist das überhaupt Demokratie?

Und während unsere Politiker und Medien ständig fordern, dass zum Beispiel Russland endlich „demokratisch“ werden soll, obwohl dort die Mehrheit der Menschen zufrieden ist mit ihrer Regierung, fordert niemand, dass zum Beispiel Saudi-Arabien endlich demokratisch werden solle, obwohl es dort nicht einmal Wahlen gibt und das Land von einem absolutistischen König regiert wird, dem das Land de facto gehört.

Was ist schlecht daran, wenn in einem Land die Menschen einen „starken“ Regierungschef wollen, der sich gegen Lobbyisten durchsetzt und eine Politik macht, die der Mehrheit gefällt? Ist es nicht demokratisch, wenn eine Regierung eine Politik macht, die der Mehrheit gefällt?

Oder ist es demokratisch, wenn Regierungen eine Politik gegen die Wünsche des Volkes machen?

Für mich zählt am Ende das Ergebnis. Leben die Menschen gut? Macht die Regierung in Sachfragen eine Politik, die der Mehrheit gefällt? Werden Minderheiten dabei nicht unterdrückt? Herrscht Meinungsfreiheit?

Wenn alle diese Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, dann denke ich, dass das Regierungssystem einer Demokratie sehr nahe kommt. Eine perfekte Demokratie kann es nicht geben. Wenn man die Meinungen von Millionen unter einen Hut bekommen muss, wird es immer etwas zu kritisieren geben.

Aber was die vielgepriesene „westliche Demokratie“ sein soll, das habe ich bis heute nicht verstanden.

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20 Kommentare

  1.  Nun, wenn demos das Volk und kratein herrschen bedeutet, kann man davon ausgehen, daß damit auch Volksherrschaft gemeint ist?

     Wer hat´s, angeblich, erfunden? Yep, eben jene Griechen, die damals schon durchaus Zulassungsbeschränkungen hatten, in dem Sinne, wer eigentlich wählen darf!

     Es war der männliche Bürger! So gesehen, hat unsere Form der Demokratie aber einiges an Renovierungsbedarf!  cheeky

     

    • "So gesehen, hat unsere Form der Demokratie aber einiges an Renovierungsbedarf!"  Der Geschlechterkampf scheint jedoch auch damals schon ein Thema gewesen zu sein.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weibervolksversammlung

      "Die Frauen Athens sind empört über die Politik ihrer Männer, die aus ihrer Sicht von ständigen Kriegen, Habsucht und Rüstungspolitik geprägt ist. Angeführt von Praxagora betäuben sie ihre Ehemänner, verkleiden sich als diese und gelangen so in die nur den Männern vorbehaltene Volksversammlung. Dort setzen sie aufgrund ihrer in Verkleidung erschlichenen Stimmenmehrheit auf demokratischem Wege durch, dass die Macht im Staat an sie übergeht.

      Die Männer sind mehr als überrascht und mehr als empört von ihrer unerwarteten Entmachtung. Das Konzept der Frauen ist eine egalitäre, libertäre Gesellschaft, in der jeglicher Besitz zum Gemeingut wird und die Rolle des Mannes herabgesetzt wird."

      Man beachte auch die Beischlafordnung, die von den Frauen gesetzlich verabschiedet wird.

      •  Nun, damit kein falscher Eindruck entsteht, und wir beide der Verdammnis der Kommentatorinnen hier zum Opfer fallen;

         es spricht natürlich nichts dagegen, daß Frauen und Männer, sich auf Augenhöhe begegnen können sollen. Nicht mehr und auch nicht weniger!  🙂

  2. "Was ist eigentlich (die westliche) Demokratie?"

    Unter der "westlichen" Welt versteht man Staaten, die Teil eines jüdisch-zionistischen Imperiums sind, geschaffen durch Medien- und Geldmonopole.  Innerhalb dieses Imperiums wird "Demokratie" und "Rechtstaatlichkeit" nach Art einer Theateraufführung von Schauspielern ("Agenten") täuschend echt gespielt.  Das Volk wurde betört zu glauben, dieses Demokratiespiel sei echt.  Einigen wenigen, die noch nicht gehirngewaschen sind, fällt jedoch manchmal auf, wenn die Spielregeln nicht eingehalten werden, weil im Rahmen der Spielregeln die Vorgaben der Eliten nicht durchgesetzt werden können.  Dies war z. B. Merkels Gesetzesbruch bei der Masseneinwanderung, die die ganze politische sowie juristische Mischpoke unseres Landes hochhält, insbesodnere auch Seehofer und Söder. Ferner die Anklage gegen Assange, der sich jetzt gegen ein Strafmaß von bis zu 175 Jahren wehren muß, weil er die Wahrheit aussprach. Fazit:  In einer nur gespielten "Demokratie" wird jemand, der die Wahrheit über das System ausplaudert, genauso  gesteinigt, wie in beliebigen Diktaturen oder Regimes.

    • Die Weltwirtschaft hält derzeit den Atem an wegen der von Trump provozierten Streitereien mit China, Iran und seit gestern Mexiko.

      Warum wollen die Demokraten ihn loswerden und sogar absetzen?

      Es handelt sich um einen Konflikt zweier politischer Anschauungen.  

      Trump meint, die USA seien in jeder Hinsicht der Hegemon der Welt, ökonomisch, finanziell und vor allem auch militärisch, wofür die USA jährlich fast eine Trillion Dollar ausgeben – und dieses viele Geld sollte auch einen return on investment einfahren.  Und diese Hegemonie kann nur von den USA ausgeführt werden und benötigt eine starke Unterstützung der US-Bevölkerung.  Ansonsten sei die Basis unsicher und schwankend.  Deswegen besteht Trump auf dem amerikanischen exceptionalism, der jenseit aller internationalen Rechte aufgrund seiner potentiellen Gewalt herrschen soll.

      Auf der anderen Seite steht die Gruppe der weltweiten Geheimlogen, die stark jüdisch-zionistisch inspiriert sind.  Wenn man die Teilnehmerliste der Bilderberger überprüft, findet man Ableger dieser Gruppe in fast allen Ländern – und vor allem auch in China.  Diese zweite Gruppe will die Solidarität innerhalb ihrer eigenen Gruppe stärken und kein einziges Land allein fördern, insbesondere auch nicht die USA.  Diese Gruppe will nicht, daß Trump einen Handelskrieg mit China anfängt, weil ihre Mitglieder in China dadurch auch betroffen sind.  Sie plädieren eher für eine Degenerierung der Menschheit durch Masseneinwanderung fremder Ethnien in bisher homogene Völker, um sie durch gleichmäßige völkische Zersetzung mittels divide et impera zu beherrschen und eine Weltregierung aufgrund der medial herbeigeredeten Klimagefahr.  Diese Gruppe herrscht seit 1945 mit Hilfe unterwanderter multilateraler Organisationen wie UN, EU, Weltbank, IMF usw. Bei uns ist diese Gruppe insbesondere durch Frau Merkel und ihre diversen Gefolgsleute vertreten.

      In dieser Situation versucht Trump möglichst viele führende Juden auf seine Seite zu ziehen, indem er den Zionisten Jerusalem und die Golan-Höhen schenkt, die Westbank in Palästina jüdisch machen will, die Zweistaatenlösung verneint.  

      Allerdings ist er an einer wirklich durchgreifenden Aktion (bisher) gehindert, weil die Logengruppe ihn erbarmungslos abschießen würde, falls ihm irgendein Fehler unterläuft, insbesondere tote amerikanische GIs in body bags zurückkommen.

      • "Diese Gruppe herrscht seit 1945…" Meinst Du nicht schon viel früher, Jürgen II?
        Die ganze Bande um J.P. Morgan zum Beispiel.
        Theoretisch wäre er mit der Titanic evtl. abgesoffen.
        Ein Ticket hatte er, aber zufällig einen anderen Termin, höhö!
        Klingt wie der Larry Silverstein, der 9/11 zufällig mal nicht im WTC frühstücken war wie sonst üblich.

        • Meintest Du die Lusitania, die vorsätzliche gelegte terroristische Falle, der den Krieg gegen Deutschland vorbereitete?  Die für diesen 1. Weltkrieg genauso amerikanische Tote gerne in Kauf nahm, wie Roosevelt durch Pearl Harbor 1941 im zweiten?  Allerdings wirst Du vom Rundfunk sowohl zum Ersten als auch Zweiten Weltkrieg keine ehrliche Antwort erhalten – wobei sowohl die Amerikaner als auch Russen in diesem Punkt zusammenhalten.  Die Amerikaner sahen das Deutsche Reich zu Beginn des Ersten Weltkriegs als ihren Konkurrenten im Kampf um die weltweite Hegemonie.

          http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Wirtschaftsgeist_Ruehl.pdf

          Amerika und der Weltkrieg, Hugo Münsterberg, Leipzig 1915

          Vorwort zur deutschen Ausgabe.

          Der erste Teil dieses Buches erschien in New York unter dem Titel „The War and America" im September 1914, der zweite Teil unter dem Titel „The Peace and America" im April 1915. Unter diesen Namen gingen sie auch kurz darauf in die deutsche Tauchnitz Kollektion über.

          Die beiden Bücher hatten den Krieg nicht nur zum Inhalt, sondern sie waren auch selbst ein Teil des Krieges. In Deutschland ist man sich kaum bewußt, wie hartnäckig und erbittert der Kampf auf dem amerikanischen Kriegschauplatze tobte, und welch tiefen Einfluß die Vorgänge dort tatsächlich auf die europäischen Ereignisse hatten. Nur die Waffenausfuhr und ihre Wirkung auf die Weltlage wurden ernsthaft beachtet; aber meisthin glaubte man in Deutschland daß sie allein durch Gewinnsucht aufrecht erhalten werde. In Wahrheit hätte man sofort Wege gefunden, sie zu unterdrücken, wenn nicht die überwältigende Mehrheit der Amerikaner die Waffenausfuhr verlangt hätte, um Deutschland zu bekämpfen. Sie war lediglich eines der vielen Symptome jener sinnlosen Wut, in welche die amerikanische Bevölkerung sich gegen Kaiser und Reich hineingearbeitet hatte.

          Man weiß in Deutschland wohl auch, daß die Deutsch-Amerikaner von der ersten Woche an sich gegen diese Wut zur Wehr gesetzt, daß sie ihre Schützengräben gruben und treu auf der Wacht waren. Aber von der Wucht dieses Ringens, von den unsäglichen Leiden, die es gebracht, von den Opfern und von den Erfolgen weiß man in Deutschland nichts. Man weiß dort nicht, wieviel des Schlimmeren doch schließlich verhütet wurde.

          ……..

          Inzwischen sind nun, seit ich den letzten Abschnitt schrieben aufs neue drei schicksalsschwere Monate dahingegangen: für den Deutsche in Amerika die schwersten, die der Krieg gebracht. Wieviel des guten Willens mit der Lusitania gesunken ist, das kann nur der wissen, der mitten im amerikanischen Leben steht.

          Seitdem haben sich auch unsere deutsch-amerikanischen Reihen traurig gelichtet, aber wir halten aus im Sturmgebraus: Gott schütze Deutschland!

          Boston-Cambridge, 1. Juni 1915.

          Hugo Münsterberg

          P. S. Wieder so ein vergeblicher christlicher Glaube, auf göttliche Hoffnung zu rechnen, wie auf dem deutschen Koppelschloß "Gott mit uns", auch in Hitlers sämtlichen Reden.

          • Nene, die Titanic. Versicherungsbetrug. Wetten auf Spekulation. So wie alle reichen Hänsel zu Macht & Schotter kamen. Rothschild hat im englisch/französischen Krieg auch Informationen vorententhalten…bei Waterloo, und so ordentlich abgegriffen.
            Die ganze Zocker-Bande gibt´s schon länger als 1945, so meinte ich.
            Unser Kaiser ist ja auch drauf reingefallen.

            Trotzdem danke für Deinen Link! Ist gespeichert. 🙂

          • " Man weiß in Deutschland wohl auch, daß die Deutsch-Amerikaner von der ersten Woche an sich gegen diese Wut zur Wehr gesetzt, daß sie ihre Schützengräben gruben und treu auf der Wacht waren. Aber von der Wucht dieses Ringens, von den unsäglichen Leiden, die es gebracht, von den Opfern und von den Erfolgen weiß man in Deutschland nichts. Man weiß dort nicht, wieviel des Schlimmeren doch schließlich verhütet wurde. "

              Obwohl wir oft unterschiedlicher Meinung sind, was die unterschiedlichsten Betrachtungen angeht, so bin ich Dir sehr dankbar, für diese Schilderung!

             Öffnet sie doch den Blick auf Bedrängnisse, die eben nicht nur hier stattgefunden haben! 

             Allerdings kann ich dem im "P.S." gesagten nicht so ganz folgen? Erstens, welcher "Gott" ist gemeint? Zweitens, es wurde, zu allen Zeiten, das Volk immer da abgeholt, wo es eben stand!?

             Interessant, das gerade von Dir zu hören!

            • Ich meine, es wird mal Zeit, daß die Deutschen sich mit der Frage befassen, inwieweit sie ihr Gott verraten hat.  Denn sie gingen immer mit Gotteszuversicht in Kriege, die mit vernichtenden Niederlagen endeten:  Auf dem Koppelschloß "Gott mit uns" im Ersten Weltkrieg und Hitler beschwor in seinen Reden ständig die Vorsehung oder den Herrgott, behielt sich jedoch manchmal das Sprichwort vor "Hilf Dir selbst, dann hilft dir Gott."  D. h. Gott hilft nur dem Tüchtigen, Tapferen, nicht aber (unbedingt) dem Frommen, Gläubigen.  

              Und diese Gottesformeln sind absoluter Quatsch "So wahr mir Gott helfe" oder "In God we trust" oder "So help me God" wenn die "christliche" Priesterschaft zionistisch infiziert ist, das eigene Volk betrügt und den Glauben an einen christlichen Gott immer mehr untergräbt.  Dann soll mit diesen Gottesformeln das Volk nur weiter verdummt werden!!!  

              Bei dieser Sachlage müssen wir konstatieren: Der Glaube an Gott hat uns nichts genützt, Satanas hat über Gott gesiegt, und ist jeden Tag erfolgreicher gegen Gott!  Und wir sollten uns endlich mit der Frage befassen, inwieweit uns Gott verraten hat!!! Schluß mit dem Happy-End eines göttlichen Segens für die Menschheit und eines dementsprechend gesegneten Fortgangs der Menschheit durch das Regenbogen-Symbol.

              Ich stelle also die These in den Raum:  Gott hat das deutsche Volk verraten!!!

              Im übrigen betrachte ich mich als Philosoph und finde den Aphorismus von Goethe prinzipiell sinnvoll:

              "Wer Wissenschaft und Kunst besitzt,
              hat auch Religion;
              wer jene beiden nicht besitzt,
              der habe Religion."

              •   "Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes."  Friedrich Schiller

                 Ich denke, daß der "christliche" Gott, den Du hier anführst, nie der unsere war, uns somit auch nicht verraten konnte!

                 Und die, die das angebliche Wort (dieses) Gottes niederschrieben, es in den Mund nahmen und mißbrauchten, waren immer Menschen!  🙂

              • Fortgeschrieben, bedeutet dieses Zitat von Goethe dann wohl,

                " Jede tiefere Religiosität wird denkend, jedes wahrhaft tiefe Denken wird religiös."  Albert Schweitzer

                 und, da es prinzipiell angeführt wurde, es auch die steile These nicht untermauern soll! 🙂

              • Ich habe hier ganz klar die Frage nach der Theodizee gestellt.  (Rechtfertigung Gottes hinsichtlich des von ihm in der Welt zugelassenen Übels und Bösen, das mit dem Glauben an seine Allmacht, Weisheit und Güte in Einklang zu bringen gesucht wird )

                Und zwar "whatever gods may be":

                https://de.wikipedia.org/wiki/Invictus_(Gedicht)

                Die Zionisten haben heute wieder Syrien angegriffen und drei syrische Soldaten getötet.  Der Rundfunk betrügt uns in gigantischem Ausmaß, weil er nicht ausspricht, daß hinter dem syrischen "Bürgerkrieg" die Zionisten stecken, deren weltweites Medienmonopol unterdrückt, daß sie mit den Dschihadisten weiter unentwegt zusammenarbeiten, und zwar ganz ohne Rücksicht auf unsere friedlichen europäischen Interessen.

                In einer Stunde muß ich durch den Virngrundtunnel.

                •  Nun, für mich stellt sich diese Frage nicht, da ich kein dualistisches Bild von Gott habe! Ich fühle mich nicht von ihm getrennt. ER ist alles in Allem! So auch in mir und ich in Ihm. 🙂

      • LNG (liquefied natural gas) handelt heute höher, weil man hofft, daß Pompeo heute im Gespräch mit Merkel North Stream 2 erden wird.

        Trump kann die Mauer nach Mexiko nicht bauen, will jedoch für mexikanische Einfuhrartikel 5 % Zoll erheben, wenn die Masseneinwanderung nach den USA nicht aufhört.  Solche Zoll-Maßnahmen gegen unsere Nachbarn wünscht man sich vergebens!  Heute weltweiter Kurssturz der Aktien. Auf Merkels Rede gestern in Harvard gegen Alleingänge von Nationen, hat Trump (bei Bloomberg News) im Gegensatz die Einzigartigkeit und das Recht der Alleingänge der USA betont.

  3. Zu meinen ungeklärten Rätseln des "Westens" ist, wer hinter den Elektroautos steckt.  Es wird uns immer eingeredet, der Markt bestimme die Nachfrage, aber hier bestimmt der Markt gar nichts, niemand mag sie kaufen, statt dessen vergeht keine Stunde, ohne daß der Bayrische Rundfunk BR5, den ich zur Zeit höre, das Thema Elektroautos aufbringt.  Jede klitzekleine Änderung des Themas, etwa jetzt, daß die Subventionsfrist verlängert wurde, wird zum Anlaß genommen, zu den Elektroautos Stellung zu nehmen und die Käufer dafür zu überreden bzw. zu begeistern.  Allerdings sind die Nachteile gegenüber den Ottomotoren überwältigend und zur Erzeugung des Stroms muß ja auch Brennstoff verbrannt werden, wobei der Wirkungsgrad des Stroms bekanntlich gegenüber dem anfänglichen Energieverbrauch gering ist, von der Ladezeit ganz zu schweigen.

    Wer steckt hinter dem weltweiten Medienhype

    https://de.wikipedia.org/wiki/Medienhype

    für Elektroautos, die der Verbraucher nicht will, die hinsichtlich der  Klimaänderung nichts bringen, der Staat jedoch mit riesen Subventionen unterstützt???
    Es handelt sich letztendlich um genauso ungeklärte Fragen wie die, wer befahl, daß das Wort "Arbeitsplatz" durch das Wort "Job" zu ersetzen sei, so daß die ganze Journalisten-Camarilla von einem Tag auf den anderen nur noch von "Job" sprach und solche Reiseberichterinnen wie Tamina Kallert von Leuten in den verschiedensten Sprachen nur von ihrem "Job" reden ließ.

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