Waren Geheimverhandlungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien der Grund für den US-Angriff?

von Thomas Röper (anti-spiegel)

Die Frage, warum die USA den iranischen General Solemani genau jetzt ermordet haben, treibt die Weltpresse um. Es gibt Meldungen, Solemani sei auf einer Friedensmission zwischen Iran und Saudi-Arabien gewesen, die die USA verhindern wollten. Kann das sein?

Bevor ich zu meiner Einschätzung mit sehr belastbaren Belegen komme, muss ich erst etwas in eigener Sache mitteilen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! Ich habe ein „Archiv“ für spannende Meldungen, die mir für sich genommen keinen Artikel wert sind, die ich mir aber speichere, weil sie vielleicht noch einmal wichtig werden können. Ein Artikel auf den Nachdenkseiten, auf den mich mehrere Leser hingewiesen haben, hat mich an eine Meldung erinnert, die in meinem Archiv schlummerte. Dazu gleich mehr.

Natürlich habe auch ich mir Gedanken gemacht, wie Trump – der sich bisher mit aller Kraft den Kriegstreibern in Washington entgegengestellt hat – auf diese Aktion, auf einen Drohnenmord an dem wichtigsten iranischen General auf dem Flughafen in Bagdad, einlassen konnte. In den USA muss man gewusst haben, dass das nicht ohne Folgen bleibt. Die USA sind im Irak nicht beliebt und der Iran kann so etwas ohne Reaktion nicht durchgehen lassen. Trump kann aber im anstehenden Wahlkampf keinen neuen Krieg gebrauchen, wenn er die Wahl gewinnen will.

Der Mord an Solemani muss also aus irgendeinem Grund sehr wichtig gewesen sein, wenn man so ein Risiko eingeht.

Ich habe daher für mich allein spekuliert, dass Trump in eine Falle gelockt wurde, vielleicht auch mit dem Hintergrund seine Wiederwahl zu verhindern. Die Washington Post hat am 6. Januar gemeldet, dass Pompeo seit Monaten von Trump die Ermordung Soleimanis gefordert haben soll und die New York Times meldete ebenfalls am 6. Januar, dass dieser Druck von Pompeo Ende Dezember immer stärker wurde und dass Trump sich schließlich hat überreden lassen.





Aber warum kann es Kreisen in Washington – abgesehen von der Verhinderung von Trumps Wiederwahl – so wichtig sein, Soleimani zu ermorden? Die Nachdenkseiten berichten, Soleimani sei auf einer diplomatische Mission unterwegs gewesen, bei der der Irak eine Verständigung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran vermitteln wollte. Es ging demnach um den Austausch von diplomatischen Noten zwischen dem Iran und Saudi-Arabien in Bagdad.

Kann das sein?

Iran und Saudi-Arabien sind Erzfeinde am Golf. Die „iranische Bedrohung“ ist einer der wichtigsten Vorwände, warum die USA große Militärbasen in Saudi-Arabien unterhalten. Wenn die beiden Länder sich anfreunden, hätte die saudische Regierung keinen Grund mehr, die unbeliebte Anwesenheit von so vielen „Ungläubigen“ im Land zu rechtfertigen. Außerdem würde ein Ende des Konflikts die Gefahr bergen, dass sich die Öl-Staaten am Golf einig werden, das würde den US-Einfluss auf die Ölpreise beenden, den sie nur ausüben können, weil vor allem die Saudis das Spiel mitspielen.

Es geht also um sehr viel für die USA. Aber ist eine Annäherung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien realistisch?

Putin war Ende Oktober auf einem großen Staatsbesuch in Saudi-Arabien und ihm wurde dort der rote Teppich ausgerollt, wie sonst kaum jemandem. Das russische Fernsehen hatte darüber ausführlich berichtet. Aber interessanter als die Berichte über Putins Besuch war ein Interview, dass Putin im Vorfeld des Besuches drei arabischen TV-Sendern gegeben hat. In dem Interview wurde Putin auch zum Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran befragt und Putin kündigte an, in dem Konflikt vermitteln zu wollen. Zu einem Annäherungsprozess zwischen den Ländern sagte Putin damals:

„Was Russland betrifft, so werden wir alles tun, um die notwendigen Voraussetzungen für eine solche positive Dynamik zu schaffen. Ich denke, dass Russland gute Beziehungen zum Iran und sehr gute Beziehungen zu unseren arabischen Freunden hat. (…) Wenn wir unsere guten Beziehungen, sowohl zum Iran, als auch zur arabischen Welt, zu Saudi-Arabien, zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, nutzen, können wir meiner Meinung nach etwas finden, das von gemeinsamem Interesse sein kann.“

Danach kam Ende Oktober Putins Staatsbesuch in Saudi-Arabien.

Und nun kommen wir zu der Meldung, die ich mir seinerzeit ins „Archiv“ gelegt habe: Am 4. November, also keine zwei Wochen später, hat der Sprecher des iranischen Präsidenten mitgeteilt, dass der Iran Saudi-Arabien offiziell den Vorschlag unterbreitet hat, in Fragen der regionalen Sicherheit zusammenzuarbeiten. Die russische Nachrichtenagentur TASS zitierte den Sprecher des iranischen Präsidenten folgendermaßen:

„Der iranische Präsident hat dem König von Saudi-Arabien einen Brief über regionale Sicherheit, Frieden und Stabilität geschickt (…) Der Druck der USA sollte die Nachbarn in der Region nicht spalten. (…) Um Frieden zu erreichen, brauchen wir eine kollektive Zusammenarbeit“

Ich hatte, als es um den Auftritt des irakischen Premierministers am 5. Januar vor seinem Parlament ging, das auf seinen Vorschlag hin am Sonntag den Abzug aller westlichen Truppen aus dem Irak gefordert hat, in einem Nebensatz auch irgendwo gelesen, dass der Premierminister gesagt habe, Soleimani sei in einer diplomatischen Mission in Bagdad gewesen. Mustafa Salim ist Reporter für die Washington Post in Bagdad und der hat die Rede des irakischen Premierministers vor dem Parlament teilweise ins Englische übersetzt und auf Twitter veröffentlicht. Unter anderem sagte der irakische Premierminister demnach:

„Ich sollte Soleimani an dem Morgen treffen, an dem er getötet wurde, er kam, um eine iranische Nachricht als Antwort auf die Nachricht aus Saudi-Arabien, die wir übermittelt haben, zu überbringen.“

Kein Wort findet sich davon in den „Qualitätsmedien“. Es scheint aber tatsächlich so zu sein, dass Putin im Oktober einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und dem Iran angestoßen hat, der über geheime diplomatische Noten geführt wurde, die – zumindest teilweise – über Bagdad gelaufen sind. Das ist übrigens auch verständlich, denn der Irak hat recht ordentliche Beziehungen zu beiden Nachbarn, also zum Iran und zu den Saudis. Der Irak ist als Vermittler wie geschaffen.

Die Anzeichen, dass es so ist, sind mehr als deutlich. Und es ist klar, dass eine Annäherung oder gar Zusammenarbeit zwischen den Saudis und dem Iran für die Vorherrschaft der USA am Golf der Super-GAU wäre. Die USA wären dort schlagartig überflüssig, sie begründen ihre massive Militärpräsenz ja mit den Spannungen und der instabilen Lage am Golf. Wenn die Spannungen sich morgen auflösen und sich die Lage stabilisiert, dann würden die Stimmen in den arabischen Ländern, die einen Abzug der USA fordern, sehr laut werden.





Ich hatte mich übrigens auch über die saudische Reaktion auf das Attentat und die folgenden Spannungen sehr gewundert. Saudi-Arabien war immer am lautesten, wenn es darum ging, iranische „Untaten“ zu verteufeln und harte Reaktionen gegen den Iran zu fordern. Um so überraschender war für mich, dass die Saudis in diesem Zusammenhang nicht – wie sonst üblich – laut im Chor der US-Falken mitgesungen haben. Stattdessen enthielt die offizielle Erklärung aus Saudi-Arabien ganz neue Töne:

„Wir sind äußerst interessiert daran, dass die Situation in der Region nicht weiter eskaliert. Natürlich ist jetzt ein sehr gefährlicher Moment, darum müssen wir alle Risiken und Gefahren, nicht nur für die Sicherheit der Region, sondern im globalen Maßstab, anerkennen. Wir hoffen, dass alle Player die nötigen Schritte unternehmen, um eine weitere Eskalation oder Provokationen nicht zuzulassen.“

Kein Wort gegen den Iran in der Erklärung, das ist ein Novum.

Die USA versuchen nun, ihre Verbündeten hinter sich zu versammeln. Am 6. Januar gab es ein außerplanmäßiges Treffen bei der Nato und die TASS berichtete unter Berufung auf einen nicht genannten Teilnehmer, dass die USA mit allen Mitteln versuchen, von den Nato-Partnern eine Erklärung zu bekommen, dass sie die US-Politik in der Region und auch den Drohnenangriff auf Soleimani unterstützen.

Möglicherweise hat auch Trump inzwischen verstanden, dass er auf´s Glatteis geführt worden ist. Nachdem er tagelang heftigste Tweets in Richtung Teheran abgefeuert hat, hat einer seiner Berater ebenfalls am 6. Januar mitgeteilt, Trump sei nach wie vor bereit, mit dem Iran direkt über das Atomabkommen zu verhandeln. Ich würde diese Meldung nicht überbewerten, aber sie fällt doch sehr aus dem Rahmen dessen, was Trump in den letzten Tagen von sich gegeben hat.

Die Version, dass Soleimani von Kräften umgebracht wurde, die eine Annäherung am zwischen dem Iran und Saudi-Arabien zu verhindern wollen, scheint mir in Anbetracht all dieser Meldungen mehr als wahrscheinlich. Die Frage ist, wie weit der Iran und Saudi-Arabien in den letzten zwei Monaten gekommen sind. Haben sie ein Grundvertrauen entwickelt, das groß genug ist, um den Bemühungen derer zu widerstehen, die die Annäherung verhindern wollen?

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19 Kommentare

  1. Zionismus, Hitler und Nationalsozialismus darf in keinem Ihrer Kommerntare fehlen. Langweilig -weil immer dasselbe. Merken Sie das gar nicht?

    • Politisch bin ich mir eben treu geblieben.  Warum sollte ich mir diffusen, unklaren Stimmungen hingeben? Seien Sie froh, daß Sie noch nie das Bedürfnis hatten:

      "Daß ich erkenne, was die Welt
      Im Innersten zusammenhält."

      https://gutenberg.spiegel.de/buch/faust-eine-tragodie-3664/4

      Im übrigen befasse ich mich nicht nur mit Politik, sondern auch mit Philopsophie und  Schopenhauers Aphorismen, viel nutzbringender als mit irgendwelchen Damen zu korrespondieren, wo ich beispielsweise auf folgenden Gedankengang gestoßen bin, der im Zeitalter der Pille vielleicht veraltet ist::

      "Die Sexualehre scheint mir einer näheren Betrachtung und Zurückführting ihrer Grundsätze auf die Wurzel derselben zu bedürfen, welche zugleich bestätigen wird, daß alle Ehre zuletzt auf Nützlichkeitsrücksichten beruht. Die Sexualehre zerfällt, ihrer Natur nach, in Weiber- und Männerehre, und ist von beiden Seiten ein esprit de corps . Die erstere ist bei weitem die wichtigste von beiden: weil im weiblichen Leben das Sexualverhältnis die Hauptsache ist. – Die weibliche Ehre also ist, die allgemeine Meinung von einem Mädchen, daß sie sich gar keinem Manne, und von einer Frau, daß sie sich nur dem ihr angetrauten hingegeben habe. Die Wichtigkeit dieser Meinung beruht auf folgendem. Das weibliche Geschlecht verlangt vom männlichen alles, nämlich alles, was es wünscht und braucht:  das männliche verlangt vom weiblichen  zunächst und unmittelbar nur eines. Daher mußte die Einrichtung getroffen werden, daß das männliche Geschlecht vom weiblichen jenes eine nur erlangen kann gegen Übernahme der Sorge für alles und zudem für die aus der Verbindung entspringenden Kinder: auf dieser Einrichtung beruht die Wohlfahrt des ganzen weiblichen Geschlechts. Um sie durchzusetzen, muß notwendig das weibliche Geschlecht zusammenhalten und esprit de corps beweisen. Dann aber steht es als ein ganzes und in geschlossener Reihe dem gesamten männlichen Geschlechte, welches durch das Übergewicht seiner Körper- und Geisteskräfte von Natur im Besitze aller irdischen Güter ist als dem gemeinschaftlichen Feinde gegenüber, der besiegt und erobert werden muß, um, mittelst seines Besitzes, in den Besitz der irdischen Güter zu gelangen. Zu diesem Ende nun ist die Ehrenmaxime des ganzen weiblichen Geschlechts, daß dem männlichen jeder uneheliche Beischlaf durchaus versagt bleibe; damit jeder einzelne zur Ehe, als welche eine Art von Kapitulation ist, gezwungen und dadurch das ganze weibliche Geschlecht versorgt werde. Dieser Zweck kann aber nur vermittelst strenger Beobachtung der obigen Maxime vollkommen erreicht werden: daher wacht das ganze weibliche Geschlecht, mit wahrem esprit de corps, über die Aufrecherhaltung derselben unter allen seinen Mitgliedern. Demgemäß wird jedes Mädchen, welches durch unehelichen Beischlaf einen Verrat gegen das ganze weibliche Geschlecht begangen hat, weil dessen Wohlfahrt durch das Allgemeinwerden dieser Handlungsweise untergraben werden würde, von demselben ausgestoßen und mit Schande belegt: es hat seine Ehre verloren. Kein Weib darf mehr mit ihm umgehen: es wird gleich einer Verpesteten gemieden. Das gleiche Schicksal trifft die Ehebrecherin; weil diese dem Manne die von ihm eingegangene Kapitulation nicht gehalten hat, durch solches Beispiel aber die Männer vom Eingehen derselben abgeschreckt werden; während auf ihr das Heil des ganzen weiblichen Geschlechts beruht. Aber noch überdies verliert die Ehebrecherin wegen der großen Wortbrüchigkeit und des Betruges ihrer Tat, mit der Sexualehre zugleich die bürgerliche. Daher sagt man wohl mit einem entschuldigenden Ausdruck, »ein gefallenes Mädchen«, aber nicht »eine gefallene Frau«, und der Verführer kann jene, durch die Ehe, wieder ehrlich machen; nicht so der Ehebrecher diese, nachdem sie geschieden worden. – Wenn man nun, infolge dieser klaren Einsicht, einen zwar heilsamen, ja notwendigen, aber wohlberechneten und auf Interesse gestützten esprit de corps als die Grundlage des Prinzips der weiblichen Ehre erkennt; so wird man dieser zwar die größte Wichtigkeit für das weibliche Dasein und daher einen großen relativen, jedoch keinen absoluten, über das Leben und seine Zwecke hinausliegenden und demnach mit diesem selbst zu erkaufenden Wert beilegen können. Demnach nun wird man den überspannten, zu tragischen Farçen ausartenden Taten der Lukretia und des Virginius keinen Beifall schenken können. Daher eben hat der Schluß der Emilia Galotti etwas so Empörendes, daß man das Schauspielhaus in völliger Verstimmung verläßt.
      Hingegen kann man nicht umhin, der Sexualehre zum Trotz, mit dem Klärchen des
      Egmont zu sympathisieren. Jenes Auf-die-Spitze-Treiben des weiblichen Ehrenprinzips gehört, wie so manches, zum Vergessen des Zwecks über die Mittel: denn der Sexualehe wird, durch solche Überspannung, ein absoluter Wert angedichtet; während sie, noch mehr als alle andere Ehre, einen bloß relativen hat; ja, man möchte sagen einen bloß konventionellen, wenn man aus dem Thomasius de concubinatu ersieht, wie in fast allen Ländern und Zeiten, bis zur lutherischen Reformation, das Konkubinat ein gesetzlich erlaubtes und anerkanntes Verhältnis gewesen ist, bei welchem die Konkubine ehrlich blieb; der Mylitta zu Babylon (Herodot I, 199)  usw. gar nicht zu gedenken. Auch gibt es allerdings bürgerliche Verhältnisse, welche die äußere Form der Ehe unmöglich machen, besonders in katholischen Ländern, wo keine Scheidung stattfindet; überall aber für regierende Herren, als welche, meiner Meinung nach, viel moralischer handeln, wenn sie eine Mätresse halten, als wenn sie eine morganatische Ehe eingehen, deren Deszendenz, beim etwaigen Aussterben der legitimen, einst Ansprüche erheben könnte; weshalb, sei es auch noch so entfernt, durch welche Ehe die Möglichkeit
      eines Bürgerkrieges herbeigeführt wird. Überdies ist eine solche morganatische, d. h. eigentlich allen äußeren Verhältnissen zum Trotz geschlossene Ehe, im letzten Grunde, eine den Weibern und den Pfaffen gemachte Konzession, zweien Klassen, denen man etwas einzuräumen sich möglichst hüten sollte. Ferner ist zu erwägen, daß jeder im Lande das Weib seiner Wahl ehelichen kann, bis auf einen, dem dieses natürliche Recht benommen ist: dieser arme Mann ist der Fürst. Seine Hand gehört dem Lande und wird nach der Staatsraison, d. h. dem Wohle des Landes gemäß, vergeben. Nun aber ist es doch ein Mensch und will auch einmal dem Hange seines Herzens folgen. Daher ist es so ungerecht und undankbar, wie es spießbürgerlich ist, dem Fürsten das Halten einer Mätresse verwehren oder vorwerfen zu wollen; versteht sich, so lange ihr kein Einfluß auf die Regierung gestattet wird. Auch ihrerseits ist eine solche Mätresse, hinsichtlich der Sexualehre, gewissermaßen eine Ausnahmeperson, eine Eximierte von der allgemeinen Regel: denn sie hat sich bloß einem Manne ergeben, der sie und den sie lieben, aber nimmermehr heiraten könnte. – Überhaupt aber zeigen von dem nicht rein natürlichen Ursprunge des weiblichen Ehrenprinzips die vielen blutigen Opfer, welche demselben gebracht werden. – im Kindermorde und Selbstmorde der Mutter. Allerdings begeht ein Mädchen, die sich ungesetzlich preisgibt, dadurch einen Treubruch gegen ihr ganzes Geschlecht: jedoch ist diese Treue nur stillschweigend angenommen und nicht beschworen. Und da, im gewöhnlichen Fall, ihr eigener Vorteil am unmittelbarsten darunter leidet, so ist ihre Torheit dabei unendlich größer, als ihre Schlechtigkeit."

      • "Daß ich erkenne, was die Welt
        Im Innersten zusammenhält."

        Die Liebe, und nichts anderes!

         Schlimm für den, der sie nie erfahren durfte; noch schlimmer, wenn die Liebe die gegeben, nicht beantwortet wurde!

        • "Schlimm für den, der sie nie erfahren durfte; noch schlimmer, wenn die Liebe die gegeben, nicht beantwortet wurde!"

          Passender wäre:

          "Schlimm für die, die (Liebe) nie erfahren durfte; noch schlimmer, wenn die Liebe die gegeben, (ihr) nicht beantwortet wurde!"

          Natürlich ist die Liebe dasjenige, was die Welt erhält.  Andererseits gilt auch:  "und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist." Das Streben nach Erkenntnis ist doch auch vorhanden, was dann wieder zu Anfeindungen führt. 

          • Nun, für Deine "Privatkriege" stehe ich nicht zur Verfügung!

             Es ist natürlich richtig, daß der Mensch streben soll. Fragt sich nur nach was? Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein "liebender" Schöpfer, irgendein Problem damit hätte!

             Freilich, man kann die Beziehung zwischen Mann und Frau auf ein Abhängigkeitsverhältnis reduzieren! Nur, wird man ihr damit gerecht? Selbst wenn es so wäre, hat nicht auch dies den Fortbestand gesichert? Davon abgesehen, daß es eine recht männliche Betrachtung ist …

             Wie ich bereits schrieb, wenn die sexuelle Anziehung mal weg ist, welche Wege stehen offen? Es findet eine Transformation statt, oder man geht eben getrennte Wege.

             Die erotische Liebe ist sicherlich eine romantisch überfrachtete und überbewertete, da auch sie nur der Arterhaltung dient. Es soll aber auch schon des öfteren vorgekommen sein, daß sich zwei Seelen darüber hinaus gefunden haben!

            Nix für ungut! 🙂

             

        • Göttin Mylitta zu Babylon: Vielleicht um Inzucht zu vermindern? Interessant, daß schon damals die Frauen für ihre Gunst finanziell bezahlt wurden.

          Herodot (I, 199): „Nun aber kommt der häßlichste Brauch bei den Babyloniern. Jedes Weib des Landes muß einmal in ihrem Leben bei dem Tempel der Aphrodite sich niedersetzen und von einem Fremden sich beschlafen lassen. Viele, die sich mit den anderen nicht gemein machen wollen, weil sie sich auf ihr Geld etwas einbilden, fahren nach dem Heiligtum in bedecktem Wagen und haben hinter sich eine zahlreiche Dienerschaft. Die meisten aber tun also: sie sitzen im heiligen Hain der Aphrodite und haben einen Strick um den Kopf, eine Menge Weiber; denn die einen kommen und andere gehen. Und mitten zwischen den Weibern durch gehen schnurgerade Gassen nach allen Richtungen. Da gehen denn die Fremden und suchen sich eine aus Und wenn ein Weib hier einmal sitzt, so darf sie nicht eher wieder nach Hause, als bis ein Fremder ihr Geld in den Schoß geworfen und sie außerhalb des Heiligtums beschlafen hat. Wenn er das Geld hinwirft, so muß er sprechen: ‚Im Namen der Göttin Mylitta.‘ Mylitta heißt nämlich bei den Assyriern Aphrodite. Das Geld mag nun so viel sein wie es will, sie darf es nicht verschmähen; das ist verboten, denn das ist geweihtes Geld. Und mit dem ersten besten, der ihr Geld hinwirft, mit dem muß sie gehen und darf keinen abweisen. Wenn sie sich nun hat beschlafen lassen und sich dadurch der Göttin geweiht hat, so geht sie wieder nach Hause, und fortan kann man ihr noch so viel bieten, sie tut es nicht wieder. Die nun hübsch aussehen und wohl gewachsen sind, die kommen bald wieder nach Hause; die häßlichen aber müssen lange Zeit dableiben und können das Gesetz nicht erfüllen, ja manche bleiben wohl drei bis vier Jahre. An einigen Orten auf Kypros (Zypern) herrscht ein ähnlicher Brauch.“

  2. "Die Frage ist, wie weit der Iran und Saudi-Arabien in den letzten zwei Monaten gekommen sind. Haben sie ein Grundvertrauen entwickelt, das groß genug ist, um den Bemühungen derer zu widerstehen, die die Annäherung verhindern wollen?"  Das vermute ich auch, daß eine Deeskalation zwischen Iran und Saudi-Arabien gar nicht im zionistischen Interesse war, so daß die Friedensbemühungen durch einen ruchlosen Mord sabotiert werden mußten, so wie am 28. Juni 1914 sowie bei Jean Jaurès sowie Grigori Jefimowitsch Rasputin, die beide für ihre Friedensbemühungen sterben mußten:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Jaur%C3%A8s

    https://de.wikipedia.org/wiki/Grigori_Jefimowitsch_Rasputin

    Ich bin wirklich erstaunt, wie gering das ethische Verständnis in der "westlichen'" Politik ist.  Zunächst spricht  unser Rundfunk immer von "Tötung" des Generals Soleimani, wo es doch unbestreitbar ein Mord war. Des gleichen spricht Bloomberg News nur von Killing (Tötung).  Nur RT.com spricht von Attentat, wagt aber auch nicht von Mord zu sprechen.  Und die "westlichen" Machthaber kritisieren auch nicht die ruchlose Freveltat an sich.  Sie bedauern nur, daß dies die Spannungen gesteigert hätte, daß es im Umgang mit dem Iran "nicht hilfreich" wäre.  Auch der Chef der Nato-Mörderbande konnte sich nicht dazu durchringen, den Frevel als solchen zu benennen und zu verurteilen.  Und die Demokraten in Washington kritisieren auch nicht den Meuchelmord an sich, verbreiten fürchterliche Geschichten über Soleimani, beschweren sich nur, daß Trump ohne Erlaubnis des Kongresses gehandelt habe.  Ansonsten sind sie mit der Untat einverstanden.  Ist die zionistische Presse so übermächtig, daß die Taten nicht mehr mit dem richtigen Worten bezeichnet werden dürfen, daß die Ethik durch Opportunitätsfloskeln ersetzt wurde:  Mord, durch "nicht hilfreich"?  Mind control, daß Arbeitsplatz nicht mehr gesagt werden darf, sondern nur noch Job, Neger darf nicht mehr gesagt werden, statt dessen Schwarzer oder Afrikaner?

    Ein guter Freund von mir war gestern tatsächlich der Meinung, Soleimani sei ein fürchterlicher Terrorist, der Tausende von Menschen getötet habe.  Soweit hat es die zionistische Propaganda also gebracht, daß jetzt auch der Iran den Weg des Dritten Reiches geht:

    https://npr.news.eulu.info/2019/01/01/bericht-des-polnischen-botschafters-in-washington-2/

    6. Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Grafen Jerzy Potocki‚ an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 12. Januar1939

    Botschaft
    der Republik Polen
    In Washington
    Nr. 3/SZ-tjn-3

    Washington, den 12. Januar 1939
    Geheim

    Betr::  Innenpolitische Lage in USA. (Die Stimmung gegen Deutschland, Judenfrage)

    An den Herrn Außenminister in Warschau

    Die Stimmung, die augenblicklich in den Vereinigten Staaten herrscht, zeichnet sich durch einen immer zunehmenden Haß gegen den Faschismus aus, besonders gegen die Person des Kanzlers Hitler und überhaupt gegen alles, was mit dem Nationalsozialismus zusammenhängt. Die Propaganda ist vor allem in jüdischen Händen, ihnen gehört fast 100 Prozent das Radio, der Film, die Presse und Zeitschriften. Obgleich diese Propaganda sehr grob gehandhabt wird und Deutschland so schlecht wie möglich hinstellt – man nutzt vor allem die religioösen Verfolgungen und die Konzentrationslager aus – wirkt sie doch so gründlich, da das hiesige Publikum vollständig unwissend ist und keine Ahnung hat von der Lage in Europa. Augenblicklich halten die meisten Amerikaner den Kanzler Hitler und den Nationalsozialismus für das größte Übel und die größte Gefahr, die über der Welt schwebt.

    Die Lage hierzulande bildet ein ausgezeichnetes Forum für alle Art Redner und für die Emigranten aus Deutschland und der Tschechoslowakei, die an Worten nicht sparen, um durch die verschiedensten Verleumdungen das hiesige Publikum aufzuhetzen. Sie preisen die amerikanische Freiheit an, im Gegensatz zu den totalen Staaten. Es ist sehr interessant, daß in dieser sehr gut durchdachten Kampagne, die hauptsächlich gegen den Nationalismus geführt wird, Sowjetrußland fast ganz ausgeschaltet ist. Wenn es überhaupt erwähnt wird, so tut man es in freundlicher Weise und stellt die Dinge so dar, als ob Sowjetrußland mit dem Block der demokratischen Staaten zusammenginge. Dank der geschickten Propaganda ist die Sympathie des amerikanischen Publikums ganz auf der Seite des roten Spaniens.

    Außer dieser Propaganda wird auch noch künstlich eine Kriegspsychose geschaffen. Es wird dem amerikanischen Volk eingeredet, daß der Frieden in Europa nur noch an einem Faden hängt, ein Krieg sei unvermeidlich. Dabei wird dem amerikanischen Volke unzweideutig klar gemacht, daß Amerika im Falle eines Weltkrieges auch aktiv vorgehen müßte, um die Lösungen von Freiheit und Demokratie in der der Welt zu verteidigen.

    Der Präsident Roosevelt war der erste, der den Haß zum Faschismus zum Ausdruck brachte. Er verfolgte dabei einen doppelten Zweck:

    1. Er wollte die Aufmerksamkeit des amerikanischen Volkes von den innerpolitischen Problemen ablenken, vor allem vom Problem des Kampfes zwischen Kapital und Arbeit.

    2.  Durch die Schaffung einer Kriegsstimmung und die Gerüchte einer Europa drohenden Gefahr wollte er das amerikanische Volk dazu veranlassen, das enorme Aufrüstungsprogramm Amerikas anzunehmen, den es geht über die Verteidigungsbedürfnisse der Vereinigten Staaten hinaus.

    Zum ersten Punkt muss man sagen, daß die innere Lage auf dem Arbeitsmarkt sich dauernd verschlechtert, die Zahl der Arbeitslosen beträgt heute schon 12 Millionen. Die Ausgaben der Reichs- und Staatsverwaltung nehmen täglich größere Ausmaße an. Nur die großen Milliardensummen, die der Staatsschatz für die Notstandsarbeiten ausgibt, erhalten noch eine gewisse Ruhe im Lande. Bisher kam es nur zu den üblichen Streiks und lokalen Unruhen. Wie lange aber diese Art staatliche Beihilfe durchgehalten werden kann, kann man heute nicht sagen. Die Aufregung und Empörung der öffentlichen Meinung und die schweren Konflikte zwischen den Privatunternehmungen und enormen Trusts einerseits und der Arbeiterschaft andererseits haben Roosevelt viele Feinde geschaffen und bringen ihm viele schlaflose Nächte.

    Zum zweiten Punkt kann ich nur sagen, daß der Präsident als geschickter politischer Spieler und als Kenner der amerikanischen Psychologie die Aufmerksamkeit des amerikanischen Publikums sehr bald von der innenpolitischen Lage abgelenkt hat um es für die Außenpolitik zu interessieren. Der Weg war ganz einfach, man mußte nur von der einen Seite die Kriegsgefahr richtig inszenieren die wegen  des Kanzlers Hitler über der Welt hängt, andererseits mußte man ein Gespenst schaffen, das von einem Angriff der totalen Staaten auf die Vereinigten Staaten faselt. Der Münchner Pakt ist dem Präsidenten Roosevelt sehr gelegen gekommen. Er stellte ihn als eine Kapitulation Frankreichs und Englands vor dem kampflustigen deutschen Militarismus hin. Wie man hier zu sagen pflegt, hat Hitler Chamberlain die Pistole auf die Brust gesetzt. Frankreich und England hatten also gar keine Wahl und mußten einen schändlichen Frieden schließen.

    Ferner ist das brutale Vorgehen gegen die Juden in Deutschland und das Emigrantenproblem, die den herrschenden Haß immer neu schüren gegen alles, was irgendwie mit dem deutschen Nationalsozialismus zusammenhängt. An dieser Aktion haben die einzelnen jüdischen Intellektuellen teilgenommen. Z.. B. Bernhard Baruch, der Gouverneur des Staates New York, Lehmann, der neuernannte Richter des Obersten Gerichts Felix Frankfurter, der Schatzsekretär Morgenthau und andere, die mit dem Präsidenten persönlich befreundet sind. Sie wollen, daß der Präsident zum Vorkämpfer der Menschenrechte wird, der Religions- und Wortfreiheit, und er soll in Zukunft die Unruhestifter bestrafen.

    Diese Gruppe von Leute, die die höchsten Stellungen in der amerikanischen Regierung einnehmen und die sich zu den Vertretern des „wahren Amerikanismus“ und als „Verteidiger der Demokratie“ hinstellen möchten, sind im Grunde doch durch unzerreißbare Bande mit dem internationalen Judentum verbunden. Für diese jüdische Internationale, die vor allem die Interessen ihrer Rasse im Auge hat, war das herausstellen des Präsidenten der Vereinigten Staaten auf diesen „idealsten“ Posten eines Verteidigers der Menschenrechte ein genialer Schachzug. Sie haben auf diese Weise einen sehr gefährlichen Herd für Haß und Feindseligkeit auf dieser Halbkugel geschaffen und die Welt in zwei feindliche Lager geteilt. Das Ganze ist als meisterhafte Arbeit aufgemacht worden: Roosevelt sind die Grundlagen in die Hand gegeben worden, um die Außenpolitik zu beleben und auf diesem Wege zugleich die kolossalen militärischen Vorräte zu schaffen für den künftigen Krieg, dem die Juden mit vollem Bewußtsein zustreben. Innerpolitisch ist es sehr bequem die Aufmerksamkeit des Publikums von dem in Amerika zunehmenden Antisemitismus abzulenken, indem man von der Notwendigkeit spricht, Glauben und individuelle Freiheit vor den Angriffen des Faschismus zu verteidigen.

    Jerzy Potocki
    der Botschafter der Republik Polen

  3. Das Statement des geifernden Stoltenberg, des Massen mordenden Vereins namens NATO ist nicht überraschend und einfach wieder widerlich.

    Der Iran möge mit Gewalt und Drohungen aufhören, um die Situation zu deeskalieren. Hallo? Wer war gewalttätig und droht permanent über Twitter? Der Iran?

    Aber kein Wort zu den USA, den "Twitter-Drohungen" Trumps gegen den IRAN.

    Es ist einfach nur noch unterirdisch, was die US-dominierte NATO da wieder vom Stapel lässt.

     

     

  4. Warum fällt mir da gerade ein Land ein, dass an einem Zusammenkommen von Saudi Arabien und Iran bestimmt kein Interesse haben könnte? Könnte da eine Fehlinformation an Trump abgegeben worden sein?

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