Verzicht auf Bier und geringere Unzumutbarkeiten

Bierrevolution gefällig?von Peter A. Weber (qpress)

Die Brauereien sorgen sich, daß sie ohne Gas kaum Bier produzieren können. Sie sind wie ihre Flaschen- und Dosenproduzenten auf reichlich und preiswertes Gas angewiesen. Ungemach droht, weil des Deutschen liebstes flüssiges Nahrungsmittel bedroht ist. Der deutsche Michel ist ja bekanntlich bequem und frönt untertänigen Allüren. Er genießt aber gerne sein Bier in heimeliger Kneipenatmosphäre. Darüber hinaus fühlt er sich in seinem Liegesessel vor dem Fernseher sehr wohl. Dort kann er sich mit einer Flasche Bier, sich diese in den Hals steckend, die Zeit vertreiben lassen. Dort wird ihm, ergänzend zum Bier, die heile Welt vorgebetet. Gottseidank befindet er sich mit dieser Verhaltensweise (amtlich anerkannt) auf der richtigen Seite. Auf der Seite des und der Guten, da sind Friede, Freude und Eierkuchen garantiert. Und der Glaube an seine richtige Position ist ja bekanntlich das höchste Gut eines jeden Spießbürgers. So suhlt es sich gut in der Selbstgefälligkeit und von allen gleichgerichteten Seiten widerfährt ihm zustimmender Applaus.

 

Der geborene Untertan läßt so manches über sich ergehen, ohne daß er aufmüpfig wird und seinen Verstand über Gebühr bemüht. Da nimmt er es einfach mal so hin, dass man ihm willkürlich die Energiekosten explodieren läßt oder seine übrigen Lebenshaltungskosten in astronomische Höhen treibt. Anscheinend tangiert ihn die grassierende Verarmung der Gesellschaft und der drohende Ruin der deutschen Wirtschaft nicht die Bohne. Das ficht ihn in seiner sedierenden Geruhsamkeit und Gutgläubigkeit kaum an. Auf der Seite der Selbstgefälligkeit sind wir ja alle bekanntlich alle echte Sieger. Aber wenn die Kneipen-Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird, dann könnte es sein, dass der Schildträger des arroganten Hochmuts aus der Fassung gerät und diese weltumstürzlerischen Entwicklungen vehement beklagt.

Bierrevolution gefällig?

Verzicht auf Bier und andere UnzumutbarkeitenJa, die Bierrevolution droht, sollte der Ernstfall eines bierologischen Super-GAUs über uns hereinbrechen. Dann würde selbst der letzte bayerische Hinterwäldler in seinem liebsten Refugium, dem Biergarten, aufgerüttelt und bereit sein für eine Revolution. Dann würden die Schützen in kriegerischer Formation aufmarschieren und ihre Holzgewehre laden, um dem olivgrünen Bierfeind im preußischen Berlin die Zähne zu zeigen. Jo – des sind doch olle damische Preissen, die Scholzes, die Habecks und die Baerbocks, die nur eines im Sinn haben, das Anheuser-Busch-Bier als hegemonialen Brand zur Kosumpflicht in Deutschland und Bayern zu erheben und bei Verweigerung Sanktionen durchzusetzen.

Wer so ein gestandener „guter“ Bierkonsument ist wie ich, der „verzehrt“ schon mal ein Dutzend Bierchen oder mehr am Abend in der Kneipe, je nach Volumen. Auch hier gilt absolute Wahlfreiheit. Wenn man sich die Preisentwicklung betrachtet, die zu einem Apothekerpreis von 3 Euro für eine 0.2 Liter-Glas bis zu gleichgeschalteten 6 Euro für eine 0,4 Liter-Glas tendiert, dann wird ein Kneipenaufenthalt zu einem Jahrhundert-Ereignis. Insofern wird die deutsche Gastronomie, die auf millionenfache Normalkonsumenten angewiesen ist, argen Schiffbruch leiden. Da könnte ein ganzer Wirtschaftszweig Wasser saufen gehen. Wir Alk-Abhängige haben dann nur noch die Wahl, spirituell-spirituose Werte anzustreben – oder als letzte Rettung auf Dis(counter)biere auszuweichen.

Sündenbock gesucht und gefunden

Da erhebt sich doch zwangsläufig die Frage, wer uns dieses Dilemma eingebrockt hat. Wenn man dem gängigen politischen oder mainstreamkonformen Motto folgen will, dann gibt es nur einen einzigen Schuldigen – den Russen.

  • Wenn dir eine Taube auf den Kopf scheißt, dann wurde sie von Putin geschickt. Ist doch klar – oder?

Für alle Arten von Notständen, die von Bier, Liebesentzug oder schlechtem Wetter gibt es jederzeit eine logische Erklärung – den für alles verantwortlichen Luzifer aus Moskau. Habt ihr euch schon mal überlegt, welche politische Strategie erfolgversprechender ist? Die des derzeitigen Chaos oder die des Würfelns? Dann ist es unbestreitbar, daß der Zufall effektiver wäre. Die vollkommen nutzlosen Vollidioten in Berlin sind derartig geisteskrank, daß sie sogar den von der menschlichen Natur aus vorgesehenen Selbsterhaltungstrieb verleugnen und den Suizid favorisieren.

Im Anhang ist ein Link enthalten zu einem Video von Sarah Wagenknecht in einem passenden Kommentar, der den alltäglichen Wahnsinn auf den Punkt bringt, den wir uns nicht nur gefallen lassen sondern auch noch freiwillig unterstützen. Viel Spaß beim täglichen Untertauchen und der Übung, wie lange man die Luft noch anhalten kann.

Links:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/brauereien-gasmangel-veltins-101.html
https://www.youtube.com/watch?v=LVcyHV5OsCI

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Verzicht auf Bier und geringere Unzumutbarkeiten
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1 Kommentar

  1. Ich weiß nicht so recht? Die Duldsamkeit derer, welche man noch als „Deutsch“ bezeichnen könnte (wer soll das überhaupt sein?), erscheint mir ebenso inflationär (also ausbaufähig) zu sein, wie die derzeitige Teuerungsrate an sich!

    Wer auf seine Bierchen, ob in der Kneipe oder zu Hause, nicht verzichten will, warum also sollte ihn eine Teuerung abschrecken? Diesen Luxus sich zu verwehren; warum eigentlich? Sind es nicht die gestiegenen Preise von sonst was, „die an allem schuld“ sind?

    Auch der Weinpreis wird steigen. Und, wie hieß es einst so trefflich? „Wer Sorgen hat, der hat auch Likör!“! Und deshalb wird es bleiben, wie es ist! Wegen einem gestiegenen Bierpreis wird keiner aufstehen, weil, er hat auch schon vorher nichts verstanden!

    Jetzt sind wir ja wahrlich nicht ein Volk von Säufern! Diesbezüglich kann man mit diesem Artikel auch nicht die Verantwortung auf sie allein abwälzen wollen! Die ebenso stetige Haltung der Nüchternen zeugt von was? Es isch koi Hoar besser! 🙂

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