Venezuela unter Beschuss Washingtons

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Eine vollständige Gerichtsverhandlung findet heute (President´s Day) in Florida statt, mit Republikanern, Demokraten, Expatriates aus Kuba und Venezuela und dem faschistischen Kriegstreiber-Ministerium für Propaganda, das die US-Medien darstellen, die Maduro anprangern und ihn für die Härten verantwortlich machen, die den Venezolanern durch Washingtons Sanktionen und Angriffe auf die Währung Venezuelas auferlegt werden. Selbst der „liberale“ [„Kultursender“] NPR betet das gleiche faschistische Kriegstreiber-Skript herunter. NPR gelang es, über Venezuela zu berichten, ohne die Sanktionen zu erwähnen, ohne den Diebstahl von Venezuelas Gold zu erwähnen, das dummerweise den US-amerikanischen und britischen Zentralbanken anvertraut wurde, oder die orchestrierten Proteste, die von US-geförderten NGOs finanziert wurden, die im Vergleich zu den Menschenmassen, die Maduro unterstützen, die in den US-Medien nie erwähnt werden, klein sind. Mit anderen Worten, NPR ist nur ein weiterer Teil der Hurenhausbrigade.

Was die Amerikaner vergessen haben oder nie wussten, ist, dass die kubanischen Expatriates die Nachkommen des korrupten Haufens Batistas sind, der Kuba jahrelang geplündert hat und von Castro aus Kuba vertrieben wurde. Die venezolanischen Auswanderer stammen aus der reichen Elite, die sich nicht daran gewöhnen konnte, dass Chavez das Land für das Volk und nicht für sie regiert, und einige dieser Auswanderer waren an dem gescheiterten CIA-Coup gegen Chávez beteiligt. Alle diese Expatriates sind nichts anderes als Lockvögel für Washingtons Übernahme in der Hoffnung, dass sie wieder mitmachen können.

Es ist entmutigend, Trump zu sehen, den die Demokraten, die Medien und der Militär-/Sicherheitskomplex versuchen, aus dem Amt zu jagen, wie er an dem Versuch teilnimmt, Maduro aus dem Amt zu jagen.

Es ist entmutigend zu sehen, wie Washingtons Vasallen in Europa und in der Organisation Amerikanischer Staaten alle Wahrheit in den Wind schlagen und sich den Lügen Washingtons anpassen.

Es ist entmutigend, dass innerhalb der westlichen Zivilisation Lügen alle Aspekte der Innen- und Außenpolitik dominieren. Die Wahrheit ist ausgelöscht worden.

Venezuela unter Beschuss Washingtons
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6 Kommentare

  1. "Die Wahrheit ist ausgelöscht worden."

    Interessanterweise erst nach 1945!  Alle historischen Vergleiche von CNN, CNBC; Bloomberg Television, Russian Television haben nur ein kurzes historisches Gedächntnis bis 1945.  Ansonsten geht es weiter mit den alten Ägyptern und Šuppiluliuma, Großkönig der Hethiter.  Offensichtlich fing das Ende der Wahrheit aber schon früher an, denn alle diese Herrschaften haben grauenhafte Leichen im Keller, die sie gemeinsam exekutierten.  Putin versucht jetzt eine dieser Leichen (Kurilenfrage) mit Japan zu klären, um die Japaner vor der großen Krise noch von den Amis abzuziehen. Ilya Petrenko erläutert das und sagt, die Fakten sind nun einmal so wie sie sind, und ansonsten möge man bitte nicht so tief in die Geschichte einsteigen ("dig into history").

    Der deutsche Satansrundfunk steigt aber jeden Tag erneut in die Geschichte vor 1945 ein, weil es täglich sein könnte, daß ein Wahrheitssucher möglicherweise einen vorsätzlich verschütteten Stollen freigegraben hat.

    Der moderne Mensch ist kein bißchen klüger als die im ach so finstern Mittelalter, weil die Wahrheit vor 1945 unterdrückt wird und genausowenig  sein darf wie weiland der Zweifel am Dogma von der Jungfrauengeburt.

    • " Der moderne Mensch ist kein bißchen klüger als die im ach so finstern Mittelalter, weil die Wahrheit vor 1945 unterdrückt wird und genausowenig  sein darf wie weiland der Zweifel am Dogma von der Jungfrauengeburt. "
      Hmm,
      "klug zu sein" macht sich doch nicht nur daran fest, was man nicht weiß oder nicht wissen darf? Drückt es sich nicht schon allein durch "das Zweifeln" selbst aus?
      Zu Zweifeln, gierig auf Neues zu sein, der positive wie negative "Anreiz" ist doch entscheidend? Wer "ohne Fragen" ist, bei größtem Wissen, was soll er damit anfangen?
      Unser Problem ist doch eher der uninteressierte Mensch? Wer heute etwas wissen will, hat doch deutlich mehr Chancen wie vor 600 Jahren!

      • 19.02.2019

        Stimmt, Du bringst einen wichtigen Unterschied.  Im Mittelalter waren die allermeisten in der Finsternis, weil sie auch beim besten Willen – etwa als Analphabeten – die geistige Finsternis nicht verlassen konnten.  Heute wären die Leute nicht in der Finsternis, wenn sie nicht so indolent wären.  Eigentlich beruht die Finsternis der meisten Menschen darauf, daß sie nicht wahrheitsliebend sind.  Sie sind nicht Anhänger des Königs der Wahrheit, weil sie wie Pilatus sagen:  "Was ist Wahrheit." Interessiert mich nicht.  Aus meiner nächsten Umgebung weiß ich, daß doch die meisten Menschen die Wahrheit nicht wissen wollen, weil sie unbequem ist.  Ob es ein Vorteil ist, ein Wahrheitssucher zu sein bzw. Wahrheit wissen zu wollen, weiß ich auch nicht.  Vielleicht ist unser Genpool so eingerichtet, daß nicht alle geradewegs nur Herdentiere sind, sondern auch einige im Interesse der Herde bzw. Gesamtheit von Natur aus Einzelgänger sein müssen.

        So Einzelgänger wie der fromme Sören Kierkegaard, der die "Menge" verwirft und damit so richtig die heutige Demokratie ad absurdum führt:

        "Der Einzelne  (1846 f). Die „Menge“ ist die Unwahrheit. Daß man jeden einzelnen Menschen, unbedingt jeden Menschen ehrt, das ist die Wahrheit und ist Gottesfurcht und Nächstenliebe; wenn aber ethisch-religiös die „Menge“ als Instanz für die „Wahrheit“ anerkannt wird, so ist das Gottesleugnung und kann so unmöglich „Nächsten“-liebe sein. Niemals habe ich in der heiligen Schrift das Gebot gelesen: Du sollst die Menge lieben, noch weniger das: Du sollst ethisch-religiös in der Menge die Instanz für die „Wahrheit“ anerkennen.

        Unmöglich kann man en masse erbauen oder erbaut werden, das ist noch unmöglicher, als en quatre oder en masse verliebt zu sein: da Erbauung noch bestimmter als Liebe Sache des Einzelnen ist. „Der Einzelne“; das ist die christlich entscheidende Kategorie, und sie wird auch für die Zukunft des Christentums entscheidend sein. Mein Satz behält seine Wahrheit, daß ethisch, ethisch-religiös betrachtet, die Menge die Unwahrheit ist, daß es Unwahrheit ist, durch die Menge, durch das Numerische wirken zu wollen und das Numerische als Instanz über das, was Wahrheit ist, entscheiden zu lassen. In diesem von mir bekämpften Sinn hatte weder Christus— noch Sokrates Schüler. (Das Christentum steht in einem umgekehrten Verhältnis zur Zahl. (Augenblick, 3.)"

        Die Tragik, wenn man den Gegen-Gen-Pool zur Herde hat:

        "Ich weiß, was ich gelitten habe, daß ich nie war wie die andern. O, in den Tagen der Jugend von allen Qualen die schrecklichste, einschneidendste:  nicht zu sein wie andere; nie einen Tag zu leben ohne die schmerzliche Erinnerung, daß man nicht ist wie andere; nie in der Schar, in der Jugend Lust und Freude mitlaufen, nie frei sich hingeben können. Mit den Jahren verwindet man freilich diesen Schmerz mehr und mehr: denn so wie man mehr und mehr Geist wird, hat es nichts Schmerzliche mehr, nicht zu sein wie andere; Geist ist ja gerade: nicht sein wie andere."

        • "indolent",

          möchte nicht wissen, wer außer mir da noch googelt? 

          Da der Einzelne dazu neigt, sein Glück, seine Geborgenheit in der Masse zu finden, weiß ich jetzt auch nicht, ob Indolenz Voraussetzung oder Folge davon ist?

          Es gibt ihm eine gewisse Sicherheit, weil "dazu zu gehören" ist doch ein Grundbedürfnis. Ich denke, man kann es nicht mal wirklich verurteilen. Familie, Sippe, Heimatland lassen den Einzelnen Zugehörigkeit und Idendität erfahren.

          Yep, gleichen Sinnes zu sein, muß sich ja nicht unbedingt auf Wahrheit gründen! Nicht erst seit heute, werden Traditionen und Gewachsenes aufgelöst und durch "Werte" ersetzt. Es werden neue Wahrheiten geschaffen, durch die sich neue Mengen erzeugen lassen.

          Das Problem ist, das der Mensch Bewußtsein hat. Er weiß, daß er ist, kann und will aber nicht alleine sein. Früher wurden "die Bösen" verbannt! Da bedurfte es keiner Gitterstäbe; selbst der Tod war da noch gnädiger!

          Das letzte Zitat ist nicht von Dir selbst? Scheint Dir aber wichtig zu sein! 🙂

        • Der letzte Absatz ist klasse, Jürgen II! Schwer so ein Gefühl in Worte zu fassen. Vortrefflich! Mit diesem Gedanken gehe ich jetzt wohl zu Bett…habe ihn sicherheitshalber kopiert. 🙂

          • 20.02.2019

            Lieber Zulu,

            es freut mich, daß Du Kierkegaard nachempfinden kannst!  "Das letzte Zitat ist nicht von Dir selbst?"  Nein, von Kierkegaard.

            Offensichtlich sind unsere Kirchen so schwach, daß sie weder Kraft noch Glauben haben, uns vor der Umvolkung durch Moslems zu bewahren, und dies obwohl sie (fast) unendliche große Geldsummen aus der Kirchensteuer erhalten, allerdings nicht gerade von mir.  Der Bischof Marx warnt davor, die AfD zu wählen und der Bischof Bedford-Strom hängt sein Kreuz ab, als er den Tempelberg in Jerusalem besteigt, um damit zu beweisen, daß er durch ein Symbol christlichen Glaubens, von dem er lebt, nicht die Anhänger des Islam und des Judentums beleidigen will.   

            Unsere beiden Amtskirchen haben sich den herrschenden Geldmächten verkauft, um ihr schönes "geistliches" Leben weiter führen zu können, verleugnen jeden Tag neu durch die Anpassung an die Moderne ihren Stifter;  denn der wollte nicht modern sein, sondern eine Ärgernis.  Und ihre Abkömmlinge wie Merkel sind ein Ärgernis, wie es Jesus nicht wollte.

            Da dachte ich, man sollte mal mit Sören Kierkegaard jemand zu Wort kommen lassen, der sich kritisch mit der Amtskirche auseinandergesetzt hat und ihren schönen Schein, wie er uns an jedem Sonntag in kraftlosen Ferseh-Predigten vorgeführt wird.  Kierkegaard hat sich intensiv mit dem Bischof Mynster auseinandergesetzt, einem scheinheiligen Bischof in Dänemark, wie sie derzeit auch bei uns den Schein wahren.

            Daneben habe ich noch kurz Schopenhauers Erläuterungen digitalisiert, wie er seine Philosophie als Entsprechung des Christentums versteht:

            http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Kierkegaard.pdf

            Schönen Tag wünscht, Jürgen II

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