Vatikan und Islam

Zum ersten Mal in der Geschichte der Katholischen Kirche, erlaubte der Papst eine Koran-Lesung und islamische Gebete im Vatikan.

Papst Franziskus lud die israelischen und palästinensischen Präsidenten Shimon Peres und Mahmud Abbas in den Vatikan ein, um gemeinsam für den Frieden im Nahen Osten zu beten. Hierfür wurden Gebete aus allen drei Religionen gesprochen. Ein Imam rezitierte einige Verse aus dem Koran.

Ein Sprecher des Vatikan teilte mit, das gemeinsame Gebet solle von der konfliktbeladenen Politik zwischen Israel und Palästina ablenken und einem gemeinsamen spirituellen Moment der Ruhe schaffen. Der Papst hoffe so, Friedensbestrebungen und -verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern. (Quelle)

Nur auf Grund einer erstaunlichen Erkenntnisblindheit, die unter anderem darin besteht, dass im II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) der islamische Allah als identisch mit dem dreieinigen Gott der Christenheit erklärt wurde („Nostra aetate“ und „Lumen gentium“), ist es erst möglich geworden, dass sich der Islam unter dem Deckmantel der Friedlichkeit und Friedfertigkeit in Europa schleichend etablieren und sich inzwischen auch weitgehend politisch festigen konnte. (Quelle)

Nach dem II. Vatikanische Konzil erklärte die Katholische Kirche, der Gott der Christenheit sei mit dem islamischen Allah identisch. Daraus wurde die verbindliche Lehre, Allah sei dem Gott der Christenheit gleich zu setzen (Jahrtausendirrtum?). Die Gleichsetzung hat inzwischen Dogmencharakter, weil ein Zurückgehen hinter die Aussagen des Konzils als Abfall von der Lehre der Kirche bedeuten würde. Völlig richtig nennt Dr. Hans-Peter Raddatz die neu entstandene Religion „Chrislam“ – der Steigbügelhalter zur Machtentfaltung des Islam.

Man sollte im Gedächtnis behalten, welchen Einflluss der damalige Kardinal Karol Wojtyla auf den Verlauf des Konzils genommen hat, und als Papst später in seiner christlich-islamischen Ökumene, (was ja nichts anderes bedeutet als die Identität von Allah und Christengott), diesen Konzilsbeschluss nachhaltig verwirklichte. Im Dokument „Lumen gentium“ kommt dieses Glaubensdogma eindeutig zum Ausdruck:

Der Heilswille umfasst aber auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (Kap.16).

In Erinnerung ist das Bild, auf dem Johannes Paul II. demonstrativ eine grüne Prachtausgabe des Koran küsste („L´Orient et le jour“ vom 14.05.1999), jenes Handbuch, auf das sich friedfertige Muslime wie auch islamische Terroristen berufen.

Der unter dem Pseudonym Ibn Warraq (vom Islam abgefallener Islamkritiker) hat die wahre, den Päpsten fehlende Erkenntnis genannt: „Der Islam ist eine totalitäre Ideologie, die darauf abzielt, das religiöse, das soziale und das politische Leben der Menschheit in all seinen Aspekten unter Kontrolle zu haben … Ich akzeptiere die etwas unechte Unterscheidung zwischen Islam und ‚islamischem Fundamentalismus‘ oder ‚islamischem Terrorismus‘ nicht“.

Und der türkische Ministerpräsident Erdogan hat bekanntlich kurz und bündig den folgenden Satz geprägt: “Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich”.

Verbergen sich hinter der zur Schau gestellten Verbundenheit der Katholischen Kirche mit dem Islam in Wahrheit ganz andere, politische Zielsetzungen?

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