US-Atombunker-Markt boomt

Es begann schon während der Obama-Regierung und steigt jetzt weiter, da Donald Trump versucht, seinen Vorgänger in Sachen Feindseligkeit gegenüber der anderen Atom-Supermacht zu überholen.

Diese stürmische Nachfrage nach Atombunkern begann direkt nach dem Putsch in der Ukraine. Dann führte die verstärkende U.S.-Anstrengung, den säkularen, pro-russischen syrischen Führer Baschar al-Assad durch eine sektiererische Dschihadisten-Regierung zu ersetzen, zur Fortsetzung des Booms dieser neuen Art von «Zweitwohnungen».

Während die Namenslisten aller Käufer solcher Bunker geheim gehalten werden, stellt die US-Bundesregierung ihren Beamten, kostenlos Atombunker zur Verfügung, um die Fortsetzung der gegenwärtigen amerikanischen Diktatur auch nach einem Atomkrieg zu ermöglichen. Die Creme der Beamten soll ihrem Land auch nach der Zerstörung des Restes der Welt entschlossen dienen. Niemand weiß, wie die Realität tatsächlich in einer Welt nach dem WW-III aussehen würde. Ohne ein funktionierendes Stromnetz wären die Nächte für jeden, der aus seinem Bunker lugt, unendlich dunkel. Die Wasserquellen würden aus dem Fallout intensiv radioaktiv, auch das Grundwasser wäre bald unbrauchbar – und natürlich wäre auch die Luft selbst giftig. Auf die Weise würde die Lebensspanne enorm verkürzt und natürlich quälend, schlicht extrem deprimierend.

Grafik: Strategic Culture

Keiner hat ein Computermodell eines US-Russland-Atomkrieges veröffentlicht, denn das wäre für den «militärisch-industriellen Komplex» einschließlich der US-Regierung nicht akzeptabel, aber 2014 gab es das computermodellierte Ergebnis eines «begrenzten, regionalen Atomkrieges zwischen Indien und Pakistan». Die Untersuchung ergab einen globalen Ozonabbau und „die kältesten durchschnittlichen
Oberflächentemperaturen in den letzten 1000 Jahren“, gefolgt von einer globalen nuklearen Hungersnot. Der Krieg zwischen Russland und den USA würde aber nicht wie zwischen Pakistan und Indien mit 50 Bomben geführt, sondern vermutlich mit 10.000. Jeder, der für viel Geld einen Bunker bestellt, um einen WW III zu überleben, sollte überlegen, ob er sich mit dem Geld besser einfach jetzt noch eine Freude schenken könnte.

Aber scheinbar gibt es Leute, die entweder einen Russland-U.S.-Krieg herbeisehnen oder die ihre Hoffnung nicht aufgeben, nach der Katastrophe ihren Kopf heil aus der Erdröhre recken zu können. Sollte sie nicht besser statt der Vorbereitungen für`s Überleben ihre ganze Kraft gegen die zum Krieg treibenden Kräfte einsetzen, um die Katastrophe zu verhindern?

Natürlich ist nachvollziehbar, welcher ultimative Nervenkitzel entsteht, wenn ich mich für den Bau eines Atombunkers entscheide.

Nachdem Präsident Trump seinen National Security Advisor Michael Flynn in die Wüste geschickt durch den wütenden anti-russischen HR McMaster ersetzt hat, und dann 59 Cruise-Raketen gegen die syrische Regierung (die von der russischen Regierung geschützt ist) abschießen ließ, läßt D.T. seinen zornigen anti-russischen Vizepräsidenten Mike Pence weitgehend allein wirken und damit den Markt für Atombunker auf sehr soliden Fundamenten für die absehbare unmittelbare Zukunft etablieren. Die Nachrichtenmedien hüllen sich in Schweigen.

Die allgemeine Botschaft ist also, dass am Ende den Überlebenden übrig bleibt, nur die Toten zu beneiden, und das wird keine fröhliche Angelegenheit, unabhängig davon, wie tief unter der Erde die nuklearen Bunker sind. Es wäre ganz und gar nicht komisch.

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